ESET warnt vor Paypal Phishing in der Weihnachtszeit

ESET warnt vor Paypal Phishing in der Weihnachtszeit – Die Sicherheitsexperten von ESET waren von verstärkten Angriffen auf Paypal Accounts in der Weihnachtszeit. Nach Angaben des Unternehmens sind derzeit viele Mails mit betrügerischen Inhalten im Umlauf, die in erster Linie darauf abzielen, die Kontrolle über einen Paypal Account zu übernehmen. Meistens sind diese Mails als als Spendenbitten getarnt oder kommen angeblich von Hilfsorganisationen. Wer helfen will, sollte daher lieber direkt auf die Webseite der jeweiligen Organisationen gehen und nicht auf solche Mails reagieren.

Konkret schreibt das Unternehmen dazu:

Die ESET Sicherheitsexperten beobachten derzeit verstärkt Aktivitäten von Cyberkriminellen, die gefälschte Rechnungen an Paypal-Nutzer versenden. In diesen geben sie sich als Hilfsorganisation aus. Die vermeintlichen Forderungen sind für Nutzer brandgefährlich und schwer als Betrug zu erkennen: Die Benachrichtigungs-E-Mail über den Eingang einer Rechnung stammt tatsächlich von PayPal und erscheint auch im PayPal-Dashboard. Wer dort auf den „Prüfen und Bezahlen-Button“ klickt, verliert bares Geld. Berichten zufolge hat das Unternehmen begonnen, das Problem anzugehen und gemeldete betrügerische Rechnungen zu entfernen. Anwender müssen daher derzeit besonders wachsam sein.

Um die Sicherheit von Paypal zu erhöhen und Dritten den Zugriff schwerer zu machen, raten die ESET Experten zu folgenden Maßnahmen:

  • Kein Banking und Shopping in öffentlichen Netzen: Anwender sollten es tunlichst vermeiden, öffentliche WLANNetzwerke zu nutzen, wenn Sie beispielsweise Geld per PayPal überweisen wollen. Cyberkriminelle können in solchen ungesicherten Netzwerk versuchen, Geräte zu infiltrieren und Daten zu stehlen.
  • Ein starkes Passwort verwenden: Ein Kennwort ist die erste Verteidigungslinie beim Schutz vor potentiellen Angriffen. Dasselbe Passwort sollte dabei niemals für verschiedene OnlineDienste verwendet werden. Tipp: Die Nutzung eines Passwort Managers, wie in der ESET Smart Security Premium enthalten, kann hier sehr hilfreich sein.
  • ZweiFaktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren: Eine zusätzliche Sicherheitsebene bietet 2FA. Hierbei können sich PayPalNutzer entscheiden, ob sie sich per Textnachricht einen Einmal-Pin zusenden lassen oder ihr Konto mit einer 2FA-Anwendung verbinden wollen.

PayPal mit Ausfällen in der Vorweihnachtszeit

Am ersten Advent, der 29. November, soll es bei PayPal zu bösen Überraschungen gekommen sein. Der Bezahldienst fiel an diesem Tag teilweise komplett aus.

Bei PayPal ist es möglich, ein virtuelles Konto anzulegen. Das PayPal-Mitglied hinterlegt für das Konto die E-Mail-Adresse und wird dadurch identifiziert. Folglich entsteht keine neue Kontonummer. Mit diesem Konto erhält der Nutzer die Möglichkeit, Transaktion an Dritte zu tätigen und zu empfangen. PayPal führt diese Transaktionen durch. Das Unternehmen verwirklicht lediglich die Zahlungsabwicklung. Somit ist PayPal kein Treuhänder.

Der Vorteil der PayPal-Nutzung besteht darin, dass die getätigten Transaktionen unverzüglich den Empfängern gutgeschrieben werden. Die üblichen Banklaufzeiten von Überweisungen entfallen. Vor allem bei Käufen im Internet kann dies nützlich sein. Falls Käufe über ein so genanntes Micropayment-Systemen bezahlt werden, erhält der Verkäufer in kürzester Zeit den Betrag. Somit kann die Ware zeitnah verschickt werden.

Diese Vorteile zeigen sich in dem Transaktionsvolumen von PayPal. Laut statista lag dieses im 3. Quartal 2015 bei 69,74 Milliarden US-Dollar.

Durch den zeitweisen Komplettausfall am 29. November waren keine Zahlungen mehr möglich. Leser von heise online berichteten, dass die Fehlermeldung „internal server error“ erschien als sie die de- und .com -Domain besuchten.

Nach Berichten auf Twitter von weiteren Nutzer soll der Dienst sogar weltweit ausgefallen sein.

Nutzerberichten auf Twitter nach zu urteilen ist der Dienst weltweit beeinträchtigt, die Probleme herrschten möglicherweise seit den frühen Morgenstunden. Über die Hintergründe ist bislang nichts bekannt. Eine Antwort Paypals auf Anfrage von heise online steht noch aus.

Im Laufe des Sonntags hat PayPal die Störungen beheben können. Paypal hat bislang noch keine Stellung zu dem Ausfall genommen. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Nutzern lediglich für die „Unannehmlichkeiten“.