OnePlus 6 gegen iPhone X – wo gibt es die bessere Performance?

OnePlus hat das neue OnePlus 6 in diesem Jahr mit einem klaren Fokus auf den Markt gebracht: „The Speed you need“ ist das Motto und damit sind die Erwartungen an die Performance der Geräte natürlich besonders hoch. Im Android Bereich konnte das Gerät durchaus überzeugen, auch wenn das OnePlus 6 nicht in allen Bereichen glänzen konnte. Besonders die europäische Modelle des Galaxy S9 haben teilweise bessere Werte.

Bei Appleinsider hat man sich nun dem Test OnePlus 6 gegen das iPhone X gestellt und geprüft, welches Modelle die bessere Leistung sowohl auf dem Papier als auch in den Benchmarks abliefert. Das OnePlus 6 kommt damit mit dem neuen Snapdragon 845 Prozessor, den man auch bei anderen Android Topmodelle findet. Dazu hat der Hersteller nach eigenen Angaben die Leistung der Modelle noch weiter verbessert in dem man softwareseitig Modifikationen und Optimierungen durchgeführt hat.

Im iPhone X kommt der A11 Bionic Prozessor zum Einsatz und Apple entwickelt in der Regel Software und Hardware im Einklang, so dass beide System immer gut aufeinander abgestimmt sind. Der Vergleich ist damit auch ein Vergleich der unterschiedlichen Hardware und Herangehensweisen im Android Bereich und bei Apple.

Der Vergleich der beiden Geräte im Video:

Insgesamt liegt das OnePlus X in allen Benchmark Tests hinter dem iPhone X. Besonders deutlich fällt der Vergleich beim Browser Benchmark aus. Apple nutzt hier Safari mit passenden Optimierungen und das wirkt sich deutlich aus. Die Werte des iPhone X beim Browser-Test liegen fast doppelt so hoch wie die Werte des OnePlus 6. Allerdings schränkt man bei Appleinsider diese Resultate auch gleich etwas ein. In der Praxis scheint man den Unterschied bei der Performance kaum zu merken. Im Gegenteil, die Tester schreiben, dass sich das OnePlus 6 in einigen Bereichen sogar schneller anfühlt.

Bei Appleinsider schreibt man zu den Ergebnissen:

Looking at all of these benchmarks, the OnePlus 6 does an impressive job of keeping up with the iPhone X, even though it comes in at about half the price.In real-world use we were surprised by how smooth and responsive the One Plus 6 feels. In a lot of places it even feels quicker than the iPhone X. Part of that is faster animations, but we also noticed some apps launching noticeably faster. We were also impressed with how fast its facial unlock feature works. It may not be as secure as Face ID, but it was quick enough that we typically didn’t even see the lock screen before it was unlocked and ready. 

Die Erwähnung der Gesichtserkennung ist dabei durchaus interessant, denn OnePlus erfasst auch beim OnePlus 6 deutlich weniger Bildpunkt für die Erkennung von Gesichtern und ist damit nominell etwas anfälliger für Manipulationen als Face ID in den Apple-Modellen. Allerdings scheint die Geschwindigkeit bei der Entsperrung der Geräte durchaus ein wichtiger Faktor zu sein und das OnePlus ist an dieser Stelle deutlich schneller als die iPhone X. Das wäre auf jeden Fall ein Punkt, an dem Apple bei den kommenden Modellen 2018 nacharbeiten könnte, der hier merkt jeder Nutzer die Geschwindigkeitsunterschiede direkt und mehrmals am Tag. Ob man dies aber wird ändern könne, steht bisher noch nicht fest.

„We apologize“ – Offener Brief von Apple zum Thema Leistungsreduzierung

Update: Apple hat die Reduzierung der Kosten für den Akkutausch vorgezogen und bietet ab sofort die Möglichkeit, die Modelle für 29 Euro (statt bisher 79 Euro) mit neuen Akkus zu versorgen. Wer also Probleme mit den Geräten hat, kann dies sofort lösen und muss nicht bis Ende Januar warten.


Apple hat gestern einen offnen Brief veröffentlicht, in dem das Unternehmen das Thema der Leistungsreduzierung bei schwachen Akkus aufgreift und sich bei den Kunden für die Drosselung der Leistung entschuldigt. In verschiedenen Tests hatte sich gezeigt, dass Apple bei schwachen Akkus die Leistung der Chips herunter fährt, um zu verhindern, dass sich die Geräte abschalten. Dabei hätte wohl in den meisten Fällen ein einfacher Akkuwechsel gereicht um die Modelle wieder auf die volle Leistung zu bringen.

Neben der Entschuldigung erklärt das Unternehmen auch, wie es zu dem Problem kommen konnte und wie Akkus altern. Dazu kündigt Apple eine Reihe von Maßnahmen an, mit denen die Probleme zukünftig besser gelöst werden sollen. Insgesamt setzt das Unternehmen dabei auf drei Punkte:

  • Die Preise für einen Akku-Wechel bei Geräten, in denen die Garantie nicht mehr greift, wird deutlich esenkt und beträgt zukünftig nur noch ein Drittel. Statt 79 Dollar verlangen die Service-Center dann nur noch 29 Dollar (oder den entsprechenden Betrag in der Landeswährung). Diee Neuerung soll Ende Januar online gehen.
  • Anfang 2018 soll es dazu eine weitere Neuerung geben, mit der Apple mehr Informationen zum aktuellen Status des iPhone geben will. Nutzer können dann einfacher abfragen, welche Faktoren möglicherweise die Leistung der Modelle beeinflussen.
  • Und natürlich versichert man, dass man immer daran arbeitet, Fehler und Probleme möglichst schnell und einfach zu beseitigen.

Unklar ist, wie Apple mit Fällen umgehen wird, bei denen die Kunden aufgrund dieser Probleme zum alten Preis die Akkus getauscht haben. Möglicherweise gibt es hier auch eine Gutschrift – sicher ist das aber nicht und es wird im offenen Brief auch nicht erwähnt. Unabhängig davon ist es aber sehr erfreulich zu sehen, dass Apple sehr schnell und umfangreich auf die Kritik der Kunden reagiert und versucht, eine Lösung zu finden.

Der offene Brief von Apple im Original:


A Message to Our Customers about iPhone Batteries and Performance

We’ve been hearing feedback from our customers about the way we handle performance for iPhones with older batteries and how we have communicated that process. We know that some of you feel Apple has let you down. We apologize. There’s been a lot of misunderstanding about this issue, so we would like to clarify and let you know about some changes we’re making.

First and foremost, we have never — and would never — do anything to intentionally shorten the life of any Apple product, or degrade the user experience to drive customer upgrades. Our goal has always been to create products that our customers love, and making iPhones last as long as possible is an important part of that.

How batteries age

All rechargeable batteries are consumable components that become less effective as they chemically age and their ability to hold a charge diminishes. Time and the number of times a battery has been charged are not the only factors in this chemical aging process.

Device use also affects the performance of a battery over its lifespan. For example, leaving or charging a battery in a hot environment can cause a battery to age faster. These are characteristics of battery chemistry, common to lithium-ion batteries across the industry.

A chemically aged battery also becomes less capable of delivering peak energy loads, especially in a low state of charge, which may result in a device unexpectedly shutting itself down in some situations.

To help customers learn more about iPhone’s rechargeable battery and the factors affecting its performance, we’ve posted a new support article, iPhone Battery and Performance.

It should go without saying that we think sudden, unexpected shutdowns are unacceptable. We don’t want any of our users to lose a call, miss taking a picture or have any other part of their iPhone experience interrupted if we can avoid it.

Preventing unexpected shutdowns

About a year ago in iOS 10.2.1, we delivered a software update that improves power management during peak workloads to avoid unexpected shutdowns on iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 6s, iPhone 6s Plus, and iPhone SE. With the update, iOS dynamically manages the maximum performance of some system components when needed to prevent a shutdown. While these changes may go unnoticed, in some cases users may experience longer launch times for apps and other reductions in performance.

Customer response to iOS 10.2.1 was positive, as it successfully reduced the occurrence of unexpected shutdowns. We recently extended the same support for iPhone 7 and iPhone 7 Plus in iOS 11.2.

Of course, when a chemically aged battery is replaced with a new one, iPhone performance returns to normal when operated in standard conditions.

Recent user feedback

Over the course of this fall, we began to receive feedback from some users who were seeing slower performance in certain situations. Based on our experience, we initially thought this was due to a combination of two factors: a normal, temporary performance impact when upgrading the operating system as iPhone installs new software and updates apps, and minor bugs in the initial release which have since been fixed.

We now believe that another contributor to these user experiences is the continued chemical aging of the batteries in older iPhone 6 and iPhone 6s devices, many of which are still running on their original batteries.

Addressing customer concerns

We’ve always wanted our customers to be able to use their iPhones as long as possible. We’re proud that Apple products are known for their durability, and for holding their value longer than our competitors’ devices.

To address our customers’ concerns, to recognize their loyalty and to regain the trust of anyone who may have doubted Apple’s intentions, we’ve decided to take the following steps:

  • Apple is reducing the price of an out-of-warranty iPhone battery replacement by $50 — from $79 to $29 — for anyone with an iPhone 6 or later whose battery needs to be replaced, starting in late January and available worldwide through December 2018. Details will be provided soon on apple.com.
  • Early in 2018, we will issue an iOS software update with new features that give users more visibility into the health of their iPhone’s battery, so they can see for themselves if its condition is affecting performance.
  • As always, our team is working on ways to make the user experience even better, including improving how we manage performance and avoid unexpected shutdowns as batteries age.

At Apple, our customers’ trust means everything to us. We will never stop working to earn and maintain it. We are able to do the work we love only because of your faith and support — and we will never forget that or take it for granted.

Samsung Galaxy S8 – so schnell wir das neue Topmodell

Das neue Samsung Galaxy S8 wird voraussichtlich Ende des Monats offiziell vorgestellt und soll im April dann im Handel verfügbar sein. Neben viele Fotos und Rendering-Aufnahmen gibt es nun auch einige Details zur Performance der neuen Geräte. Samsung setzt dabei auf den neuen Snapdragon 835 Prozessor und wird – dann exklusivem Deal mit Qualcomm – das erste Unternehmen sein, dass ein Gerät mit diesem Prozessor auf den Markt bringen wird. In Zusammenarbeit mit den 4GB RAM verspricht der neue Prozessor richtig gute Leistungen, bisher war aber unklar, wie schnell die Geräte wirklich sein werden.

Bei Geekbench sind nun die erste Leistungsdaten für das Samsung Galaxy S8+ und den Snapdragon 835 Prozessor aufgetaucht. Die Werte sehen dabei wie folgt aus:

  • Single-Core: 1929 Punkte
  • Multi-Core:  6084 Punkte

Damit wäre das Galaxy S8+ fast 200 Punkte schneller aus die Vorgnängerversion im Single-Core Test und etwa 1000 Punkte besser im Multi-Core Szenario. Der Prozessor schafft hier also aus dem Stand eine deutliche Verbesserung der Performance in allen Bereichen. Der Unterschied ist dabei so groß, dass man ihn auch in der Praxis spüren sollte. An die Single-Core Performance des iPhone 7 plus (3305 Punkte) kommt das Modell zwar nicht heran, im Mlti-Core Test liegt das S8+ aber deutlich vor dem iPhone, dass in der Regel nur auf etwa 5400 Punkte kommt. Das Huawei P9 liegt im Multi-Core Test noch weiter zurück und kommt nur auf Werte von um die 4.900 Punkten – wie sich die neuen Huawei P10 Modelle schlagen werden, ist bisher leider noch nicht bekannt.

Sollten sich dieser Werte in der Praxis bestätigen, wäre das S8+ mit den Snapdragon 835 Prozessor das schnellste Android Gerät auf dem Markt und macht auch Apple deutlich Konkurrenz. Allerdings hat die Konkurrenz natürlich auch neue Modelle in Vorbereitung, die ebenfalls auf den neuen Prozessor setzen. Es bleibt daher abzuwarten, wie gut sich das Galaxy S8 und auch das S8+ im Vergleich zu den Topmodellen aus dem Jahr 2017 schlagen wird.

Dazu kommt noch, dass der neue Prozessor deutlich weniger Energie verbrauchen soll, weil er im 10nm Verfahren gefertigt wird. Diese neue Technik soll den Chip deutlich schneller machen. Qualcomm spricht in der Ankündigung davon, dass der 835 Prozessor etwa 27 Prozent mehr Leistung haben soll also der Vorgänger Snapdragon 821. Besonders interessant ist auch, dass man den Energieverbrauch der Chips reduziert hat. Der Prozessor wird etwa 40 Prozent weniger Energie verbrauchen, als das Vorgänger-Modell. Das schon nicht nur den Akku sondern dürfte auch Vorteile bei der Abwärme bringen. Möglicherweise kommt der neue Prozessor daher mit geringere Heatpipes zum Ableiten der Wärme aus, was noch mehr Platz in den Geräten frei macht. Oder umgekehrt können die Hersteller mit diesem Chip bei gleich großen oder sogar kleineren Akkus längere Laufzeiten erreichen.

Die 27 Prozent mehr Leistung werden nach den aktuellen Zahlen nicht ganz erreicht. Betrachtet man die aktuellen Leistungsdaten auf den Benchmarks, liegt die Steigerung im Vergleich zum Vorjahresmodell bei 8 bis 16 Prozent. Das ist immer noch ein deutlicher Leistungsschub im Vergleich mit den S7-Modellen, aber es scheint, als gäbe es hier zumindest beim Chip noch Reserven, die man eventuell ausschöpfen kann.

Speedvergleich: Apple iOS 10 Beta gegen iOS 9.3.2

Bei iAppleBytes hat man die aktuelle Beta Version von iOS 10 (Build 1) im Vergleich gegen die aktuelle Version iOS 9.3.2 laufen lassen um zu schauen, was Apple an der Performance verändert hat.

Die Beta ist dabei deutlich langsamer beim Starten der Geräte, ansonsten ist das Bild aber eher uneinheitlich. Einige Apps starten schneller, andere langsamer. Insgesamt scheint Apple also trotz Beta Status schon einiges richtig gemacht zu haben, in der fertigen Version sollte aber bei der Performance trotzdem noch etwas nachgebessert werden.

Nach den ersten Erfahrungen ist die Beta von iOS 10 auch noch nicht für die normale Nutzung zu empfehlen, zu viele Abstürze und Freezes treten noch auf und machen die Arbeit damit nicht wirklich zum Vergnügen.

 

Speedvergleich: Apple iOS 10 Beta gegen iOS 9.3.2