Zwischenportierung – so parkt man die Rufnummer richtig und günstig

Zwischenportierung – so parkt man die Rufnummer richtig und günstig – die Mobilfunknutzer gewöhnen sich in einigen Fällen an die Rufnummer, auf welche sie im Laufe ihres Vertrags angewiesen sind und wollen sie, sobald neue, günstigere Angebote zum Vorschein kommen, nicht loswerden. Was viele jedoch nicht wissen, ist wie man die besagte Nummer portiert bzw. mitnimmt. Im folgenden Beitrag soll eine Auseinandersetzungen mit dem beschriebenen Problem erfolgen, sodass die Leser, falls sie mit ähnlichem Problem konfrontiert werden, darauf bestens vorbereitet sind.

Warum die Rufnummermitnahme?

Neben der einfachen Antwort über die Gewohnheit und die Nutzung der schon vertrauten Nummer, kann sich die Mitnahme der Zahlenkombinationen auch dann lohnen, wenn man von den neuen Tarifen so schnell wie möglich profitieren will. Denn mit der sogenannten Zwischenportierung kann der Kunde mit einem schon bestehenden Vertrag, auf die Dienste vom neuen Angebot desselben Anbieters zugreifen. Dabei muss man auf mehrere wichtige Schritte achten, was sich jedoch im Endeffekt profitabel zeigen kann.

Rufnummer zwischenportieren – worauf ist zu achten?

HINWEIS: 2020 wurden die Kosten für die Freigabe der Rufnummer beim alten Anbieter auf 6,82 Euro abgesenkt und gelten für alle Anbieter. Die Kosten für das Parken einer Rufnummer sind damit deutlich geringer.

Man muss jedoch im Voraus sagen, dass eine Portierung innerhalb desselben Anbieters nicht möglich ist. Ist man also Kunde bei O2 und will den bestehenden Vertrag wechseln und dabei von der Rufnummermitnahme profitieren, wird das nicht ohne Weiteres vonstattengehen können. Vielmehr handelt es sich bei einer Zwischenportierung um die Mitnahme der bisherigen Rufnummer, Übertragung dieser auf einen kostenfreien Prepaid Tarif und dann wieder zurück zu dem vertrauten Anbieter. Hat man das gemacht, wird man als „Altkunde“ auf die Vorteile von Neukunden Zugriff nehmen können. Doch wie läuft die Portierung im Detail ab?

Zwischenportierungsverlauf

Folgende Schritte muss der Leser beachten, um den Vorgang richtig ausführen zu können:

  1. zuerst muss sich der Interessent einen preiswerten Prepaid Tarif finden. Diese benötigt man, um die besagte Nummer darauf kurzzeitig zu übertragen
  2. hat man den Tarif gefunden und bestellt (dabei muss man auch darauf achten, dass die Option einer Rufnummermitnahmen mit enthalten ist), kann man den bisherigen Vertrag kündigen und die Nummer auf das erwähnte Prepaid Angebot einstellen
  3. anschließend kann man den Prepaid Tarif kündigen und die Nummer zum alten Anbieter mitnehmen

Was den erwähnten Prepaid Tarif und die Wahl dieses betrifft, so haben die Leser eine große Auswahl an Angeboten. Zu empfehlen wären jedoch die Angebote, bei welchen die einmaligen Bereitstellungskosten gering sind, denn man will nicht große Summen für etwas ausgeben, was man innerhalb kurzer Zeit wieder kündigt. Von anderen Webseiten werden des Weiteren folgende Prepaid Angebote empfohlen:

Beim ersteren zahlt man keinen Anschlusspreis und erhält einen zusätzlich Bonus in Höhe von 25 Euro für die Portierung. Prinzipiell sollte man sich für eine kostenlose Sim entscheiden, damit nicht zu viele Kosten für das Parken der Rufnummern

Mit welchen Kosten ist bei der Portierung zu rechnen?

Bei dem beschriebenen Vorgang werden selbstverständlich  einige Kosten entstehen. Doch sind diese höher, als diejenigen, welche bei normalen Tarifwechsel auf den Nutzer zukommen? Bei den Berechnungen anhand der Angebote von mobilcom-debitel und Vodafone, sowie dem dargestellten Wechselprozess fallen ungefähr 6,82 Euro an, wobei dieser Preis bei anderen Tarifen variieren kann. Wem das nicht als zu viel für beschriebene Dienste und die vertraute Nummer erscheint, kann problemlos auf die Option zugreifen. Wer jedoch den ganzen Aufwand und die Kosten vermeiden will, sollte es sich lieber überlegen, bevor er die Zwischenportierung tätigt.

Bundesnetzagentur greift durch – die Mitnahmen der Rufnummer wird jetzt RICHTIG billig

Bundesnetzagentur greift durch – die Mitnahmen der Rufnummer wird jetzt RICHTIG billig – die Bundesnetzagentur hat schon im letzten Jahr die Entgelte für die Mitnahme der alten Rufnummer zu einem anderen Anbieter überprüft und dabei festgestellt, dass diese deutlich zu hoch lagen. Bis über 30 Euro wurden teilweise dafür verlangt.

Daher hat die Behörde nun Maßnahmen ergriffen und die Absenkung dieser Entgelte angeordnet. Ab sofort dürften Anbieter für die Freigabe der alten Rufnummer und deren Übertragung zum neuen Anbieter nur noch maximal 6,82 Euro verlangen. Das ist deutlich weniger als der aktuelle Höchstbetrag.

Wir haben die Hürden beim Wechsel des Mobilfunkanbieters deutlich abgesenkt. Das fördert den Wettbewerb und davon profitieren die Verbraucher. Ab heute dürfen für die Portierung höchstens 6,82 Euro erhoben werden, bisher waren es oft rund 30 Euro„, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Viele Mobilfunk-Unternehmen hatten dabei die Entgelte bereits freiwillig reduziert. Es gab aber auch einige Anbieter, denen die Bundesnetzagentur diese neue Höchstgrenze per Verordnung vorschreiben musste. Man schreibt im Original dazu:

Gegen diejenigen Mobilfunkanbieter, die nicht zu einer freiwilligen Absenkung bereit waren, wurden im Februar 2020 Verfahren der nachträglichen Entgeltüberprüfung eingeleitet. Auf Basis einer nationalen Vergleichsmarktbetrachtung wurde die Höhe des maximal zulässigen Entgelts auf einen Betrag von 6,82 Euro (brutto) festgelegt. Den Anbietern ist freigestellt, für die Leistung auch ein niedrigeres Entgelt oder gar kein Entgelt zu erheben.

Nach den telekommunikationsrechtlichen Vorgaben zum Kundenschutz dürfen Verbrauchern nur die Kosten in Rechnung gestellt werden, die einmalig beim Wechsel entstehen. Die betroffenen Unternehmen (freenet, 1&1 Drillisch, 1&1 Telecom und Telefonica) konnten in den Überprüfungsverfahren keine höheren Kosten nachweisen.

Das neue Entgelt ist dabei die maximale Obergrenze. Die Unternehmen dürfen also ab sofort keine höhere Entgelten mehr verlangen. Es steht aber den Anbieter frei, gar keine Kosten mehr zu erheben oder geringe Kosten in Rechnung zu stellen – es könnte für die Verbraucher also auch noch günstiger werden als die maximalen 6,82 Euro.

Bundesnetzagentur: 40 Euro Gebühr für Rufnummernmitnahme sind zu hoch

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) ist gegen einen Anbieter vorgegangen, der im Festnetz-Bereich zu hohe Gebühren für die Mitnahme einer Festnetz-Nummer berechnet hatte. Konkret ging es dabei um die Freikom GmbH. Das Unternehmen hatte einen Kunden für die Mitnahme der alten Rufnummer 39.90 Euro in Rechnung gestellt. Das liegt selbst über der aktuellen Höchstgrenze von 29.95 Euro. Der Kunde hatte sich darauf hin bei den Ordnungsbehörden beschwert und die BNetzA den Fall geprüft.

Konkret schreibt die BNetzA:

Nach den telekommunikationsrechtlichen Vorgaben zum Kundenschutz dürfen Verbrauchern nur die Kosten in Rechnung gestellt werden, die einmalig beim Wechsel entstehen. Das von der Bundesnetzagentur angeordnete Entgelt in Höhe von 9,61 Euro netto wurde anhand eines europäischen Preisvergleichs ermittelt. Dem Unternehmen bleibt freigestellt, für die Leistung auch ein niedrigeres oder kein Entgelt zu erheben. Das nunmehr angeordnete Entgelt liegt deutlich unter der bislang am Markt üblichen Höchstgrenze von 29,95 Euro (inkl. Umsatzsteuer). Höhere Kosten sind von der Freikom GmbH nicht nachgewiesen worden.

Damit darf die Freikom GmbH zukünftig für die Mitnahme der alten Rufnummer zu einem anderen Anbieter nur noch 9.61 Euro netto oder 11,44 Euro brutto berechnen.

Interessant ist dabei vor allem der Verweis auf den Vergleich mit den Kosten anderer Anbieter. Diese liegen offensichtlich sehr deutlich unter den Kosten, die in Deutschland berechnet werden. Mit unter 10 Euro betragen die Kosten in Europa im Durchschnitt sogar nur bei einem Drittel dessen, was maximal in Deutschland möglich wäre. Es sieht daher so aus, als würden deutsche Kunden auch beim Wechsel des Anschlusses und des Anbieters zu viel zahlen, wenn sie ihre alte Rufnummer mitnehmen wollen.

Leider gilt die aktuelle Entscheidung der Bundesnetzagentur aber nur speziell für den Anbieter Freikom GmbH. Alle anderen Anbieter und Provider sind zumindest noch nicht von dieser Absenkung der Gebühren betroffen. Die BNetzA hat aber zumindest ein gutes Argument geliefert, mit den man zu hohe Portieurngsgebühren beim alten Anbieter überprüfen lassen kann. Im Zweifel muss der Anbieter darlegen, welche zusätzliche Kosten bei der Portierung entstanden sind, die eine höhere Gebühr begründen könnten. Konkret kann diese Entscheidung also dazu führen, dass früher oder später auch bei den anderen Anbietern die Kosten für die Mitnahme einer Festnetz-Nummer deutlich sinken.

Die Entscheidung betrifft dazu nur die Rufnummernmitnahme im Festnetz-Bereich. Die Mobilfunk-Netze sind davon nicht erfasst. Hier berechnen die Anbieter auch meistens Kosten im Bereich von 25 bis 30 Euro. Es fehlt an der Stelle aber noch der europäische Vergleich, so dass man nicht sagen kann, ob auch die Gebühren im Mobilfunk über denen im europäischen Raum liegen.

Sara: Neuer Siri-Klon in Cydia aufgetaucht – Alle iPhones, iPods und iPads werden unterstützt

Der exklusive Sprachassistent auf dem iPhone 4S konnte sich seit der Veröffentlichung über stetige Beliebtheit freuen und zahlreiche Endverbraucher wünschen sich Siri auf ihrem älteren iOS-Gerät. Mittlerweile stehen jedoch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um den Sprachassistenten auf anderen Geräten zu verwenden. Die Jailbreak-Community konnte bereits einige Siri-Potierungen hervorbringen und die Verwendung der meisten Funktionen des Sprachassistenten ermöglichen. Vor wenigen Stunden ist nun ein neuer Siri-Klon in Cydia aufgetaucht, welcher sich Sara nennt und kompatibel mit allen älteren iOS-Geräten sein soll.

Die Cydia-Anwendung befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase und beinhaltet noch nicht alle Funktionen von Siri. Jedoch konnte das Entwickler-Team aus Vietnam bereits einfache Sprachbefehle implementieren. Zudem kann der Siri-Klon auch in der deutschen Sprachen und in weiteren 37 Sprachen verwendet werden. Außerdem kann die Funktionalität von Sara sehr leicht durch zusätzliche Plugins erweitert werden und ermöglicht daher eine stetige Weiterentwicklung.

Allerdings müssen die Entwickler in Zukunft noch etwas Zeit investieren, um die vorhandenen Probleme mit der Wetter-App und dem Wecker zu bereinigen. Zudem gibt es zur Zeit noch keine konkrete Aussage darüber, wie die Entwickler mit den privaten Informationen der Benutzer umgehen.

Download von Sara:

  • Quelle „http://isoftjsc.com“ in Cydia hinzufügen, anklicken und Sara herunterladen bzw. installieren

Zum Schluss zeigt das folgende Video einen kleinen Eindruck über die Funktionalität von Sara:

Spire: Siri als legaler Hack für iPhone 4, iPhone 3GS, iPod touch 3G & 4G in Cydia verfügbar

Vor wenigen Tagen haben wir bereits angekündigt, dass der Hacker und Entwickler Chpwn während der Weihnachtszeit womöglich die erste legale Portierung von Siri veröffentlicht. Nur kurze Zeit später steht nun endlich der erste legale Siri-Hack für das iPhone 4, iPhone 3GS, iPad 1, iPod touch 3G und 4G der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Das sogenannte Tool „Spire“ steht direkt in Cydia zum Download bereit und kann auf allen Geräten mit iOS 5 installiert werden. Das Jailbreak-Tweak ist über das BigBoss-Repository verfügbar und hat eine Größe von 1,5 MB. Während der Installation werden jedoch zusätzlich noch rund 100 MB direkt von dem Apple-Server heruntergeladen. Aus diesem Grund sollte Spire nur über eine W-Lan Verbindung heruntergeladen werden.

Eine komplette Lösung wird mit Spire jedoch nicht angeboten, denn das Jailbreak-Tweak benötigt noch den zusätzlichen Authentifizierungs-Token von einem iPhone 4S, um eine Serververbindung zu bewerkstelligen. Zudem muss die Verbindung über einen eigenen Proxy-Server geregelt werden, welcher vorher eingerichtet werden muss.

Weitere Informationen:

Jedoch arbeitet der Entwickler Chpwn zusätzlich noch an einer anderen Lösung für den Proxy-Server:

Spire is my (along with Ryan Petrich) new tool for installing Siri on previously unsupported, but jailbroken, devices. Spire is a small download, but while installing it will download Siri itself (directly from Apple). Spire is available in Cydia right now — go get it! This will use about 100 MB of data, so please connect to Wi-Fi before installing.

However, Spire is not a complete solution. Apple still requires authorization to use Siri, so information from an iPhone 4S is still required. To insert this information, Spire allows you to enter your own proxy server address. I’ve put up a list of my ideas on how you might get access to a proxy; hopefully you can figure something out.

Spire uses a new method to obtain the files necessary for Siri, so it doesn’t have thecopyright issues encountered by previous attempts. Similarly, rather than directing all traffic through a specific proxy server (and the associated privacy issues), Spire allows you to specify your own proxy server.

Thanks to planetbeing for PartialZip and Ryan Petrich for his fixes and improvements.

Nichtsdestoweniger wurde hierdurch der erste Baustein für neue Entwicklungen gelegt und sollte in den nächsten Wochen neue Möglichkeiten hervorbringen. Denn diese Methode verletzt keine Copyright-geschützen Inhalte und auch keine privaten Daten werden an unseriöse Proxy-Server geschickt. Zudem prognostiziert Chpwn, dass in naher Zukunft kostenpflichtige Siri-Proxy-Server zur Verfügung stehen werden, um seine Geräte mit Siri auszustatten. Momentan existiert jedoch ein solcher Dienst noch nicht.

Wir werden die weitere Entwicklung für euch im Blick behalten und über neue Erkenntnisse entsprechend berichten.

via

 

Aktualisierte iOS 5.0.1-Firmware ermöglicht legale Portierung von Siri auf ältere Geräte

Am gestrigen Abend hat Apple eine aktualisierte iOS 5.0.1-Firmware für das iPhone 4S veröffentlicht und damit einen sehr ungewöhnlichen Schritt durchgeführt. Obwohl das Update nur marginale Änderungen für Russland, Brasilien und Taiwan beinhaltet, könnten auch die anderen Anwender davon profitieren.

Denn erstmalig hat Apple eine Firmware mit entschlüsselter Ramdisks veröffentlicht und erlaubt dadurch den Zugriff auf den Apple-Server. Ein simples Script kann die Firmware herunterladen und die benötigen Dateien für eine Portierung von Siri extrahieren. Aufgrund des öffentlichen Zugriffes auf diese Dateien könnte Siri auch auf älteren Geräten legal verwendet werden.

Mit Hilfe dieser Dateien könnte in naher Zukunft ein legaler Siri-Port veröffentlicht werden. Nichtsdestoweniger muss immer noch eine Verbindung zum Apple-Server ermöglicht werden. Dafür wird ein Authentifizierungs-Token von einem iPhone 4S-Gerät benötigt und muss jede 24 Stunden aktualisiert werden. Falls ein solcher Token exzessiv Anfragen an den Apple-Server sendet, wird der verwendete Token wahrscheinlich komplett blockiert und kann keine Sprachbefehle mehr senden. Demnach muss diese Hürde noch genommen werden, um eine voll funktionsfähigen Portierung von Siri zu ermöglichen.

via iDownloadBlog

Siri: Protokoll geknackt – Verwendung in anderen Geräten & Plattformen möglich

Vor einem Monat wurde das iPhone 4S veröffentlicht und brachte die neue Sprachsteuerung Siri mit sich, welche vorgegebene Sprachbefehle des Benutzers umsetzen kann. Zahlreiche Entwickler haben sich mit der Thematik befasst und haben es sogar bereits geschafft, dass Siri auch auf dem iPhone 4, iPod touch 4G und iPhone 3GS funktioniert. Aufgrund Urheberrechtsverletzungen wird diese Portierung in naher Zukunft leider nicht das Licht der Welt erblicken.

Mittlerweile gibt es aber neue Erkenntnisse über die eigentliche Funktionsweise der Sprachsteuerung und damit neue Möglichkeiten Siri auf verschiedenen Geräten oder Plattformen (Android & Co.) zum Laufen zu bringen. Dem Entwicklerstudio Applidium ist es gelungen, die Kommunikation zwischen dem Gerät und dem Apple-Server zu entschlüsseln. Dadurch konnte die Sprachsteuerung näher analysiert werden und die verschiedenen Abfragen wurden entsprechend ausgewertet.

Dafür haben sie mit Hilfe eines Proxy-Servers den Traffic zwischen Gerät und Apple-Server mitgeschnitten und fanden heraus, dass die Befehle an die IP-Adresse 17.174.4.4 gehen und zwar über den verschlüsselten HTTPS Port 443. Versucht man die IP-Adresse in einem normalen Browser aufzurufen, präsentiert der Server ein Zertifikat für „guzzoni.apple.com“.

Jedoch ist der mitgeschnittene Traffic verschlüsselt und kann nicht ohne weitere Konfiguration ausgelesen werden. Einen angepassten DNS-Server mit einem gefälschten HTTPS-Server nimmt das iPhone leider nicht an, weil das zugehörige Zertifikat nicht gültig ist. Allerdings ist es möglich ein Root-Zertifikat auf das iPhone zu installieren, damit der gefälschte Server angenommen wird. Dadurch konnten die Entwickler die Abfrage an ihren eigenen Server senden und im Nachhinein auswerten. Ein grober Sicherheitsfehler von Apple.

Herausgefunden wurde, dass eine Abfrage mit folgendem Header startet:

ACE /ace HTTP/1.0
Host: guzzoni.apple.com
User-Agent: Assistant(iPhone/iPhone4,1; iPhone OS/5.0/9A334) Ace/1.0
Content-Length: 2000000000
X-Ace-Host: 4620a9aa-88f4-4ac1-a49d-e2012910921

Über diesen ACE-Requests werden nicht nur die Header-informationen gesendet, sondern auch Binärdaten, die mit Hilfe von der zlib-Bibliothek komprimiert werden. Zusätzlich wird auch eine eindeutige Identifikationsnummer (X-Ace-Host), welche für den Autorisierungs-Vorgang benötigt wird, an den Server gesendet. Diese Nummer kann aber laut Applidium recht einfach aus einem iPhone 4S extrahiert werden. Natürlich könnte Apple die entsprechenden X-Ace-Hosts auf ihre schwarze Liste setzen und somit für eingehende Kommunikation sperren. Bei einer privaten Nutzung sollte dies jedoch nicht eintreffen.

Nach der kompletten Analyse der Daten ist den Entwicklern aufgefallen, dass theoretisch jedes Gerät die Sprachsteuerung nutzen könnte. Dafür müsste aber die aufgenommen Sprache auch mit dem freien Codex Speex kodiert und mit dem entsprechenden Header versehen werden. Dadurch wäre es auch möglich ein Android-Gerät mit der Sprachsteuerung von Apple auszustatten.

Alle benötigen Tools zur Extrahierung und Analyse der Daten werden von Applidium über Github angeboten. Der Großteil der veröffentlichten Software ist in Ruby geschrieben, einige auch in C und Objective-C. Mit Hilfe der Werkzeuge können interessierte Entwickler eigene Siri-Applikationen schreiben, so Applidium. Allerdings wird davon ausgegangen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Apple ihr Sicherheitsschema ändert.

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