Prepaid Karten und Prepaid Tarife im Vergleich

Prepaid Karten und Prepaid Tarife im Vergleich – Prepaid Karten warten lange Zeit der heimliche Star unter den Handytarifen. Dank Discountern wie Simyo, Congstar oder auch ALDI gab es sehr schnell interessante Tarife auf dem Markt und der Druck auf die normalen Handytarife mit langen Laufzeit war groß. Mittlerweile hat sich die Situation etwas geändert, denn dank Internet-Flatrates brauchen viele Nutzer ohnehin Tarife mit monatlichen, regelmäßigen Kosten und da lohnen sich normale Handytarife wieder. Im Prepaid Bereich hat man dagegen lange wenig neue Tarife auf den Markt gebracht und arbeitet oft noch mit den Konditionen von vor 2 bis 3 Jahren. Mittlerweile ist die Zahlen der Anbieter gesunken, nur noch etwas mehr als zwei Dutzend Discounter bieten eine eigene Prepaid Karte an. Es gibt aber auch Hoffnung. Sowohl Vodafone als auch die Telekom und O2 haben ihre Prepaid Tarife erneuert und bieten nun die Prepaid Karte samt LTE und attraktiven Tarifen an.  Trotzdem gibt es nach wie vor interessante Tarife auch im Prepaid-Bereich, wobei der Fokus hier nach wie vor auf Wenig- und Normal-Nutzern liegt. Vor allem im Bereich der Prepaid Freikarten bieten Prepaid Sim Vorteile, die man so bei anderen Anbietern nicht findet. Damit sind diese Angebote vor allem für Wenig-Nutzer interessant.

Die Prepaid Karten und die Prepaid Tarife im Vergleich

Weitere Tariftabellen findet man beispielsweise hier: Prepaid Vergleich bei prepaid-experten.com | normale Handytarife auf Rechnung im Vergleich

Prepaid Handys und Smartphones

In den vergangenen Jahren wurden Prepaidkarten oft auch in Verbindung mit Prepaid Handys angeboten. Mit dem Trend zum teuren Smartphone hat dies allerdings etwas nachgelassen, da man die Geräte nicht über die Laufzeit refinanzieren kann, sondern per Einmalzahlung kaufen müsste. Teurere Geräte wie das iPhone oder die Topmodelle von Samsung sind damit in der Regel nicht finanzierbar. Oft werden aber Notfall-Handys (beispielsweise für Senioren) oder Einsteigergeräte auf diese Weise noch angeboten.

Gerade im O2 Bereich bemerkt man diesen Einschnitt sehr deutlich. Durch die Fusion von Eplus und O2 (mittlerweile technisch zumindest abgeschlossen) sind viele Discounter mit Handyangeboten weg gefallen. Beispielsweise gibt es mit Tchibo einen Anbieter weniger, der auch Prepaid Handys mit im Angebot hatte. Andere Provider wie Netzclub oder Fonic sind zumindest inaktiv – können aber noch genutzt werden, auch wenn für sie mittlerweile keine Werbung mehr gemacht wird. Davon sind aber auch andere Netze betroffen, beispielsweise hat gerade erst EDEKA die Tarife unter der neuen Marke EDEKA Smart ins Telekom Netz verlegt. Die alten EDEKA mobil Tarife sind zwar weiterhin nutzbar, werden wohl aber nicht mehr vermarktet.

LTE und 5G im Prepaidbereich

Im letzten Jahr wurde der LTE Zugang bei den meisten Prepaid Discounter ausgebaut, daher findet man bei den aktuellen Tarifen im Prepaid Vergleich mittlerweile fast immer LTE. Allerdings gibt es kaum schnelles LTE mit LTE max. Nur die originalen Tarife der jeweiligen Netzbetreiber bieten LTE max, bei den Discounter findet man in der Regel nur Speed bis 21,6 bis 25 MBit/s. Auch gegen Aufpreis gibt es in der Regel nicht mehr Speed, bleibt spannend wann es hier die ersten Anbieter geben wird.

Allerdings gibt es auch schlechte Nachrichten. So gibt es beispielsweise bei der Telekom die MagentaMobil Prepaid Simkarte mit LTE derzeit nur in Verbindung mit einer Grundgebühr. Das Prepaid Tarife immer ohne monatliche Kosten auskommen, gilt in diesem Bereich also so direkt nicht mehr. Dennoch erfreulich: Besondere Tarifdetails wie Datenautomatik gibt es bisher nicht bei den Prepaid Sim und es scheint auch nicht so, als würden die Anbieter über eine Einführung nachdenken.

Bei den 5G Tarifen sieht es eher schlecht aus. Im Prepaid Vergleich gibt es bisher nur einen Anbieter mit 5G: die MagentaMobil Prepaid Sim der Telekom.  Dort kann man gegen einen Aufpreis von 3 Euro monatlich die Zugang zum 5G Netz der Telekom buchen. In den ersten 12 Wochen ist diese Option kostenlos, so dass man mit den Prepaid Sim auch sehr einfach das 5G Netz testen ann.

Prepaid Freikarten oder nicht?

Einige Anbieter im Prepaid Vergleich bieten derzeit ihre Tarife auch als Freikarte an. Dann gibt es keinen Kaufpreis und auch keine Versandkosten. Im Vergleich mit anderen Prepaidtarifen gibt es bei den Freikarten kaum Unterschiede. Die Simkarte sind genau so teuer oder genau so billig wie andere Karten in dem Bereich. Man zahlt lediglich keinen Kaufpreis, bekommt dafür aber auch kein Startguthaben oder nur ein Guthaben von 1 Euro. Kostenlose Simkarten sind daher keine schlechte Alternative, bieten aber auch keine richtigen dauerhaften Vorteile. Die Auswahl ist allerdings eher übersichtlich und hat sich in den letzten Jahren auch nicht nennenswert verändert: Netzclub Freikarte | O2 Freikarte | Vodafone Callya Freikarte

Bei einigen Anbieter gibt es allerdings gar nicht mehr die Auswahl. So bieten sowohl Vodafone als auch O2 ihre Prepaid Karten nur noch als Freikarten an. Die Option von Tarifen mit Kaufpreis gibt es also gar nicht mehr – zumindest nicht bei diesen beiden Anbietern. Andere Marken wie FYVE nutzen zumindest ab und an die Möglichkeit, die Karten als Freikarten zu promoten.

Prepaid Flatrates und Optionen

Für die sinnvolle Nutzung einer Prepaidkarte als Handytarif sind derzeit in den meisten Fällen Flatrates und Optionen unumgänglich. Diese werden in der Regel für 30 Tage zur Karte dazu gebucht und müssen auch vorher abgerechnet werden. Der Kaufpreis muss daher vor Nutzung auf der Karte sein. Nach Ablauf der 30 Tage verlängern sich diese Flatrates oft um weitere 30 Tage, falls genug Guthaben auf der Karte ist. Ohne Guthaben werden die Optionen nicht erneut gebucht. Bei einigen Anbietern ruhen sie aber nur und werden neu gebucht, wenn genug Guthaben auf der Karte ist. Teilweise werden auch Allnet Flatrates mit zur Prepaidkarte angeboten. Diese sind aber oft teurer als Angebote ohne Prepaid-Abrechnung.

Beim Abrechnungsintervall sollte man genau hin schauen. Viele ältere Tarife bieten hier einen Zeitraum von einem Monat (30 Tage) innerhalb denen die gebuchte Leistung genutzt werden kann. Neuere Prepaidkarten sind dagegen oft schon auf 28 Tage (4 Wochen) Intervall umgestellt. Das scheint kein großer Unterschied zu sein. Allerdings bedeutet diese Verkürzung auf Jahressicht gesehen, dass man die Optionen einmal mehr buchen und damit auch einmal mehr bezahlen muss. Leider gibt es aber keine Möglichkeit – entweder man lässt sich auf den Zeitraum ein oder nicht.

Video: Kostenfalle trotz Prepaid

Echte Prepaid Karten vs. unechtes Prepaid

Das Problem aus dem oben genannten Video besteht oft in sogenannten Prepaidkarten, die unechtes Prepaid anbieten. Dabei wird ein Postpaidvertrag gegenüber dem Kunden als Prepaid abgerechnet. Solche Tarife erkennt man oft daran, dass die Abrechnung mit Verzögerung erfolgt, während sie bei echtem Preis in der Regel in Echtzeit durchgeführt wird. Echtes Prepaid sind beispielsweise die Prepaid Karten der Netzbetreiber selbst oder auch Blau, Congstar oder Fonic.

EDEKA smart – neuer Prepaidtarif mit LTE seit gestern verfügbar

Der Lebensmittel-Discounter EDEKA hat an sich bereits mit EDEKA mobil eine eigene Prepaidkarte auf dem Markt, aber offensichtlich war man damit nicht mehr zufrieden und hat nun unter dem Namen EDEKA smart eine neue Marke gestartet. Diese ist seit gestern zu haben und soll zukünftig in allen EDEKA Märkten die bestehenden EDEKA mobil Tarife ersetzen. Dabei hat man nicht nur einen neuen Namen gewählt, sondern auch ein neues Netz. Die Smart-Tarife des Unternehmens nutzen nun als Netzpartner die Telekom und bieten dazu Zugriff auf das LTE Netz der Telekom.

Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit EDEKA – basierend auf unseren Magenta-Tarifen – ein Premium-Mobilfunkprodukt für den Lebensmitteleinzelhandel entwickeln konnten, welches neue Qualitätsstandards setzt und sich abseits der zahlreichen Discountansätze im Einzelhandelsumfeld positioniert. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft können wir dem gemeinsamen Qualitätsanspruch von Telekom und EDEKA gerecht werden und uns somit vom Wettbewerb differenzieren“, so Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland GmbH.

Der neue EDEKA Smart Grundtarif im Überblick:

  • 9 Cent pro Gesprächsminute in alle deutschen Netze
  • 9 Cent pro SMS in alle deutschen Handy-Netze
  • 99 Cent pro Internet-Nutzungstag (maximal 25MB Volumen mit 300MBit/s LTE Speed)
  • keine Grundgebühr und keine Vertragslaufzeit
  • 9.95 Euro Kaufpreis bei 10 Euro Startguthaben

Der besondere Fokus bei diesem Tarif liegt natürlich auf der Nutzung des LTE Netzes der Telekom. Dies ist derzeit nur bei den originalen Telekom Prepaidkarten möglich und Drittanbieter hatten bisher nur Zugang zum 3G Netz des Unternehmens. Bei EDEKA Smart ist dies nun anders und das Unternehmen kann genau so schnell surfen wie die normalen Telekom Prepaidtarife – hat aber beispielsweise keine Grundgebühr. Die Drosselgrenzen sind dabei aber genau so gesetzt wie auch bei den normalen Telekom Prepaidkarten. Im Kleingedruckten heißt es bei EDEKA smart dazu:

Für die Datennutzung ist die DayFlat voreingestellt und kostet 0,99 €/24 Stunden. DayFlat mit 25 MB und LTE Max (danach max. 64 KBit/s im Download und max. 16 KBit/s im Upload). LTE Max für inländischen Datenverkehr. Max. verfügbare LTE-Geschwindigkeit u. a. abhängig vom Endgerätetyp und Netzausbaugebiet (max. erreichbar: 300 MBit/s im Download, 50 MBit/s im Upload). Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 300 MBit/s in immer mehr Ausbauregionen verfügbar. 

Möglicherweise ist der neue Tarif damit auch ein Schritt hin zur Öffnung des Telekom LTE Netzes für Drittanbieter. Zusätzlich interessant sind die Hotspot-Flatrates, mit denen man die Telekom Hotspots mit nutzen kann. Das kann man bisher auch nur von den originalen Telekom Tarifen.

Neben dem Grundtarif bietet das Unternehmen noch weitere Tarifoptionen, mit denen sich das Angebot aufrüsten lässt und dann auch für die Nutzung mit Smartphones geeignet ist. So kann man die Simkarte mit einer Internet Flat mit 1GB aufrüsten und bekommt dazu auch noch eine Flat für Gespräche und SMS ins komplette Telekom Netz. Dieser Tarif unter dem Namen kombi M kostet 9.95 Euro pro Monat. Für 14,95 Euro monatlich gibt es das kombi L Paket mit 1,5GB Datenvolumen und 100 monatlichen Freivolumen sowie ebenfalls einer Flatrate für Gespräche und SMS ins gesamte D1 Netz der Telekom.

Insgesamt ist der neue Tarif also durchaus eine Bereicherung für den Prepaid Markt und dürfte andere Telekom Discounter (wie beispielsweise Congstar) gehörig unter Druck setzen, denn dort hat man immer noch kein LTE.

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