Samsung Quartalszahlen – deutlicher Rückgang bei Umsatz und Gewinn im mobilen Bereich

Samsung hat die Quartalszahlen für das erste Quartal 2019 vorgelegt und insgesamt dürfte der Konzer mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres macht das Unternehmen nur noch ein Drittel des Gewinns und der gesamte Umsatz ist um etwa 8 Trillionen Won nach unten gegangen.

Im mobilen Bereich sind die Zahlen dabei deutlich nach unten gegangen: Der Umsatz sank in den ersten 3 Monaten 2019 auf 27,20 Trillionen Won. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 28,45 Trillionen Won gewesen. Auch beim Gewinn sieht man diesen Rückgang: von 3,77 Trillionen Won im ersten Quartal 2018 sanken die Einnahmen unter dem Strich im ersten Quartal 2019 auf 2,27 Trillionen Won. Das Unternehmen macht damit auch im mobilen Bereich immer noch einen deutlichen Gewinn, aber der Rückgang ist dennoch deutlich.

Im Original schreibt das Unternehmen zu den Zahlen in den ersten 3 Monaten 2019:

The IT & Mobile Communications Division posted KRW 27.2 trillion in consolidated revenue and KRW 2.27 trillion in operating profit for the quarter.

Overall market demand for smartphones decreased QoQ as the industry moved into a seasonally weak period, but Samsung reported a QoQ rise in revenue thanks to solid sales of the Galaxy S10.

However, growth in smartphone shipments was limited as sales of previous models fell due to a lineup reorganization of mid- to low-end products. Increased expenses from adoption of high-end features, marketing and the lineup revamp pressured profitability. Earnings for the Networks Business also improved thanks to the commercial launch of 5G in South Korea.

Für die Zukunft plant Samsung allerdings mit besseren Zahlen und hofft vor allem auf die neuen Topmodelle und die 5G Versionen der jeweiligen Geräte sowie auf die neu aufgestellte A-Serie des Unternehmens mit den vielen neuen Modellen. Allerdings gab es mit dem verzögerten Marktstart des Galaxy Fold bereits wieder die ersten Probleme. Daher bleibt abzuwarten, ob im zweiten Quartal 2019 die Zahlen den Erwartungen entsprechen können.

Die kompletten Zahlen von Samsung im Detail:

Apple iPhone – Verkaufszahlen sollen nicht mehr veröffentlicht werden

Die aktuellen Unternehmenszahlen von Apple brachten wieder neue Umsatzrekorde, aber auch eher eine Stagnation bei den Verkaufszahlen. So gab es 10 Millirden Dollar mehr Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal, aber die Verkäufe lagen beim iPhone in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die guten Zahlen beim Umsatz gehen also nicht darauf zurück, dass Apple mehr Geräte verkaufen konnte, sondern dass die Preise für die Apple Produkte massiv erhöht wurden. Konkret konnte Apple den Umsatz mit dem iPhone trotz etwa gleiche Verkaufszahlen um mehr als 9 Milliarden US Dollar steigern. Hier wirken sich die deutlich teureren iPhone X* Modelle aus und in diesem Jahr ist zu erwarten, dass Apple mit iPhone XS und XS max den Umsatz pro Gerät nochmal steigert. Es sieht also so aus als hätte Apple mehr oder wenige aufgegeben, immer mehr neue Kunden erschließen zu wollen. Stattdessen optimiert man den Umsatz pro Kunde und bietet immer teurer Geräte an. Bisher scheinen die Kunden diese Strategie auch noch ohne Probleme mitzumachen, denn trotz der höheren Preise sind die Verkäufe stabil geblieben und nicht zurück gegangen.

Apple reagiert nun auf die eher verhaltenen Verkaufszahlen und will zukünftig die konkreten Zahlen zu den Verkäufen der Modelle nicht mehr kommunizieren. Stattdessen sollen wohl nur die Umsätze veröffentlicht werden.

Die Handelszeitung schreibt dazu:

Apple hat die Börse mit seiner Umsatzprognose für das wichtige Weihnachtsgeschäft enttäuscht – und wird künftig keine Absatzzahlen mehr zu seinen Geräten veröffentlichen. Die Zahl binnen drei Monaten verkaufter iPhones, iPads und Mac-Computer sei kein guter Gradmesser für den Erfolg des Apple-Geschäfts, begründete Finanzchef Luca Maestri den Schritt. Konzernchef Tim Cook griff zu einem Alltagsbeispiel: An der Laden-Kasse werde man auch nicht gefragt, wie viele Artikel im Einkaufswagen liegen.

Dieses Transparenz-Embargo betrifft dabei nicht nur die iPhone Modelle. Auch beim Mac und dem iPad wurden bisher die konkreten Verkaufszahlen veröffentlicht. Auch dies wird wohl zukünftig wegfallen. Diese Änderungen sollen dabei bereits für das laufende Quartal gelten. Damit könnten die aktuellen Zahlen die letzten offiziellen Verkaufszahlen sein, die Apple zu den eigenen Modellen veröffentlicht. Ab dem Weihnachtsquartal 2018 gibt es dann nur noch die Umsätze.

Prinzipiell ist der Schritt des Unternehmens nachvollziehbar. Der Smartphone-Markt stagniert beispielsweise weltweit und die Zuwächse bei den Gesamt-Verkäufen über alle Hersteller sind marginal, teilweise ist der Gesamtmarkt sogar rückläufig. Davon ist natürlich auch Apple betroffen und kann daher aufgrund des Gesamtmarktes gar keine hohen Wachstumszahlen beispielsweise bei den iPhone Verkäufen erreichen. Daher ist es durchaus sinnvoll, sich auf bestehende Kunden zu konzentrieren und mit diesen mehr Geld zu verdienen. Allerdings ist dies natürlich auch ein Rückschritt in Sachen Transparenz. Apple war bisher einer der Hersteller, der in solchen Sachen deutlich offener gearbeitet hat als die Konkurrenz. Das Unternehmen ist damit auch bisher sehr gut gefahren, man kann nicht sagen, dass die Zahlen oder deren Veröffentlichung Apple geschadet hätte. Daher ist es sehr bedauerlich, dass Apple diese Form der Transparenz zurück fährt und auf die Linie der anderen Hersteller einschwenkt. Zukünftig muss man sich als noch mehr auf die Zahlen von Analysten und den Produktionsstätten verlassen, wenn es darum geht, den Erfolg der iPhone Modelle einzuschätzen.

Samsung Quartalszahlen: Smartphone-Umsatz liegt weiterhin unter den Vorjahreszahlen

Samsung kann auch im dritten Quartal 2018 gute Unternehmenszahlen vermelden. Das Unternehmen konnte den Gesamtgewinn in diesem Bereich um 18 Prozent auf umgerechnet 10 Milliarden Euro steigern. Für diesen Gewinnsprung im Vergleich zum gleichen Quartal im Vorjahr ist dabei vor allem der Chip-Bereich des Unternehmens verantwortlich. Hier konnte Samsung besonders deutlich zulegen.

Smartphone-Geschäft in Teilen rückläufig

Anders sieht es dagegen im Bereich der Handys und Smartphones aus. Das Unternehmen mußte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn in diesem Bereich deutliche Abschläge hinnehmen. Im Vergleich zum 2. Quartal 2018 gab es zwar wenig Veränderungen beim Umsatz, aber zumindest im Vergleich mit dem gleichen Quartal aus dem Vorjahr sieht man recht deutlich, das der Umsatz in diesem Bereich um mehr als 10 Prozent zurück gegangen ist. Das wirkt sich natürlich auf den Gewinn aus. Dieser liegt etwa ein Drittel niedriger als im gleichen Qaurtal des Vorjahres. Samsung selbst schreibt dazu:

Although Samsung achieved solid sales of flagship models in the quarter, its total smartphone shipments remained flat due to decreased sales of mid- to low-end products. Overall profit for the division decreased on-quarter due to increased promotional costs and a negative currency impact. Earnings for the Networks Business also decreased on-quarter, following the concentration of LTE investments from major overseas carriers in the first half.

Die gute Nachricht: zumindest die Topmodelle von Samsung verkaufen sich solide. Beim Galaxy S9 und dem Note 9 scheint es also durchaus gut zu laufen, auch wenn es keine neuen Rekorde bei den Verkäufen gibt.

Probleme hat das Unternehmen dagegen im Bereich der preisgünstigeren Modelle. Sowohl die Einsteiger-Smartphones also auch die Mittelklasse-Modelle scheinen sich nicht mehr so gut zu verkaufen. Das liegt auch daran, dass Samsung die Modellpalette verändert hat und vor allem im Einsteiger-Bereich deutlich weniger Geräte anbietet. Allerdings hat Samsung mittlerweile bereits reagiert und zumindest die Mittelklasse mit dem neuen Galaxy A7 und dem Galaxy A9 (mit Quad-Lens Kamera) sowohl von der Technik her als auch von der Anzahl der Modellreihen verstärkt. Ob das helfen wird, die Umsätze in diesem Bereich wieder anzukurbeln muss sich aber erst noch zeigen.

Neues Design angedeutet

Interessant ist vor allem der Ausblick in die Zukunft, den Samsung in den neuen Quartalszahlen gibt. Das Unternehmen spricht dabei von einem neuen Design, das 2019 kommen soll und einer diversifizierten Produkpalette.  Im Original heißt es:

Samsung will strive to expand sales of premium smartphones through differentiated design and a diversified lineup. The Company will also solidify its market leadership by adopting cutting-edge technologies across its entire Galaxy lineup, including the Galaxy A series. Moreover, Samsung will strengthen its competitiveness in the mid- to long-term by leading innovation with the launch of foldable and 5G smartphones as well as enhancing its Bixby-based AI and IoT services.

Das scheint die bisherigen Gerüchte zu bestätigen, dass es beim kommenden Galaxy S10 und auch den erwarteten Modellen der A-Serie Änderungen beim Design geben wird. Auch der Hinweis auf Bixby ist interessant. Samsung hat also den Assistenten noch nicht aufgegeben. Möglicherweise wird die Software zukünftig in mehr Sprachen ausgerollt werden und dann vielleicht auch auf Deutsch nutzbar sein.

Apple Quartalszahlen – deutlich mehr Einnahmen pro iPhone

Apple hat die neuen Quartalszahlen für das abgelaufene Quartal veröffentlicht und an sich hat das Unternehmen vor allem im Bereich der iPhones nur unwesentlich mehr Geräte verkaufen können. In den drei Monaten von April bis Juni gingen etwa 41,3 Millionen Geräte über die Ladentheke, das sind nur etwa 300.000 Stück mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres.

Allerdings konnte das Unternehmen aufgrund der höheren Preise der aktuellen Modelle (vor allem beim iPhone X für nach wie vor mehr als 1000 Euro) den Umsatz deutlich erhöhen. Apple hat also das Kunststück fertig gebracht, trotz fast gleichen Verkaufszahlen wesentlich mehr einzunehmen. Der Umsatz stieg auf 29,9 Milliarden US Dollar und damit um etwa 4 Milliarden US Dollar mehr als noch im Jahr zuvor im gleichen Quartal. Vor einem Jahr lag der Umsatz nur bei 24,846 Milliarden US Dollar.

“We’re thrilled to report Apple’s best June quarter ever, and our fourth consecutive quarter of double-digit revenue growth,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Our Q3 results were driven by continued strong sales of iPhone, Services and Wearables, and we are very excited about the products and services in our pipeline.”

Schlechte Nachrichten gibt es dagegen bei den anderen Hardware Bereichen. Sowohl bei den iPad Tablets als auch bei den Mac Produkten sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um etwa 5 Prozent. Die Verkäufe bei den Mac brachen sogar um 13 Prozent ein – beide Bereiche scheinen derzeit die Sorgenkinder bei Apple zu sein.

Bessere Zahlen brachten dagegen die anderen Bereiche. Bei den Services (unter anderem Apple Pay und die Einnahmen aus dem App Store) wuchs der Umsatz um mehr als 30 Prozent und lag bei 9.5 Milliarden Euro. Das sind mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz mehr als noch im Vorjahr.

Auch bei der anderen Technik gab es einen deutlich Zuwachs. Im Bereich der sogenannten „Other Products“, zu denen unter anderem auch die Apple Watch zählt, steigt der Umsatz ebenfalls deutlich an und lag 37 Prozent über den Zahlen im Vorjahr. Tim Cook schreibt dabei von starken Zahlen bei den Wearables, die Apple Watch scheint sich damit mittlerweile deutlich besser zu verkaufen als noch in den Vorjahren. Mit etwa 3,7 Milliarden Dollar Umsatz ist dieser Bereich aber immer noch die kleinste Sparte im Apple Unternehmen.

Insgesamt kann Apple aber sehr gute Zahlen vermelden. Der Umsatz steigt über alle Bereiche auf 53,265 Milliarden US Dollar und liegt damit etwa 16 Prozent über dem Umsatz im gleichen Quartal des Vorjahres. Das Unternehmen kann also nach wie vor auf ein sehr gutes Wachstum verweisen und vor allem die Strategie mit den neuen teureren iPhone Modellen scheint aufgegangen zu sein. Allerdings ist das Unternehmen nach wie vor sehr stark vom iPhone abhängig. Immer noch kommen mehr als die Hälfte der Umsatz aus diesem Bereich und die Schwäche bei Mac und iPad hat diese Abhängigkeit leider kaum verkleinert. Sollte es daher ein Problem mit dem iPhone geben, wäre das gesamte Unternehmen gleich in einer sehr schwierigen Situation, denn es gibt kaum andere Bereich mit denen man fehlende Umsätze wett machen könnte.

Für Apple Aktionäre gibt es in diesem Jahr eine Dividende von 73 Cent pro Aktie. Die Auszahlung der Dividende wird am 16. August erfolgen.

Samsung: Umsatz sinkt, Gewinn auch

Samsung hat die ersten Schätzungen für die Unternehmenszahlen des zweiten Quartals 2018 veröffentlicht und die Werte liegen deutlich unter den Zahlen, die das Unternehmen im ersten Quartal 2018 erreichen konnte und beim Umsatz auch unter den Werten des gleichen Quartals im Vorjahr.

Das Unternehmen geht dabei von einem Gewinn von 14,8 Billiarden Won aus.  Das ist etwa eine Billiarde Won weniger als noch im ersten Quartal des Jahres. Allerdings ist der Gewinn etwas höher als im letzten Jahr, so dass die Zahlen nicht ganz so gravierend eingeschätzt werden sollten.

Beim Umsatz sieht es dagegen noch schlechter aus. Samsung rechnet für den Zeitraum April bis Juni 2018 mit etwa 58 Billiarden Won Umsatz. Diese Zahlen liegen etwa 3 Milliarden Won unter den Zahlen des Vorjahresquartals und 4 Milliarden Won unter den Umsatzzahlen im gleichen Quartal des letzten Jahres. Damit konnte das Unternehmen wohl weder beim Gewinn noch beim Umsatz die Erwarten so richtig erfüllen.

Noch gibt es die Auswertung nicht im Detail und daher ist nicht klar, wie genau der mobile Bereich im einzelnen abgeschnitten hat, aber es sieht zumindest nicht so aus, als könne Samsung mit dem Galaxy S9 und den anderen neuen Modellen, die in diesem Quartal auf den Markt gekommen sind, die Erwartungen erfüllen. Es gab bereits Hinweise, dass die Galaxy S9 Geräte eher weniger gute Verkaufszahlen bringen würden, das scheint sich mit dem Blick auf diese ersten Zahlen zu bestätigen.

Samsung hat dazu einen Wende bei der Unternehmensausrichtung im mobilen Bereich vollzogen und legt eher Wert auf die teureren Modelle und weniger auf die günstigeren Smartphones im Massenmarkt. Daher lässt sich der geringere Umsatz durchaus erklären – das Unternehmen setzt eher auf die Topmodelle und deren hohen Preisspannen. Das ist auch durchaus keine schlechte Strategie, wenn man denn Modelle hat, die im Bereich der Top-Smartphones gute Umsätze bringen. Das scheint aber das S9 nicht leisten zu können und daher erklärt sich wohl auch, dass neben dem Umsatz auch der Gewinn mit gefallen ist.

Apple – 1,5 Millionen mehr verkaufte iPhones im ersten Quartal

Apple hat die Unternehmenszahlen für das erste Quartal 2018 bekannt gegeben und kann dabei vor allem bei den iPhones deutlich zulegen. Insgesamt hat das Unternehmen 52,2 Millionen iPhones verkaufen können. Das sind zwar weniger als im Weihnachtsquartal, aber dennoch etwa 1,5 Millionen Geräte mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres. Die Befürchtungen um schlechte Verkaufszahlen durch die neue iPhone Generation haben sich also nicht bewahrheitet. Im Gegenteil kann das Unternehmen über alle Geräte sehr gute Zahlen melden.

Noch besser fällt der Umsatz im Bereich der iPhone aus. Dieser steigt um knapp 5 Milliarden US Dollar auf 38 Milliarden Dollar an. Hier machen sie die teuren iPhone X bemerkbar, die natürlich auch unter dem Strich für Apple ein besseres Ergebnis erzielen. Apple hat also in diesem Quartal nicht nur mehr Geräte verkauft, sondern pro Gerät auch mehr eingenommen – über alle Geschäftsbereiche bleibt für das Unternehmen ein Gesamtumsatz von 61,137 Milliarden US Dollar. Das sind fast 10 Milliarden Dollar mehr als im gleichen Quartal 2017.

Das Unternehmen schreibt dazu:

“We’re thrilled to report our best March quarter ever, with strong revenue growth in iPhone, Services and Wearables,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Customers chose iPhone X more than any other iPhone each week in the March quarter, just as they did following its launch in the December quarter. We also grew revenue in all of our geographic segments, with over 20% growth in Greater China and Japan.”

Neben den iPhone konnten auch die iPad bei den Verkaufszahlen und dem Umsatz zulegen, lediglich die Mac-Verkäufe gingen zurück. Besonders dynamisches Wachstum gab es aber bei den Services (beispielsweise Apple Music) und den anderen Produkten (zu denen auch die Apple Watch zählt). In beiden Bereichen konnte Apple im Vergleich zum Vorjahr den Umsatz um jeweils mehr als 30 Prozent steigern. Im Bereich der Services macht das Unternehmen mittlerweile fast so viel Umsatz wie in den Bereichen Mac und iPad zusammen.

Die Anleger reagierten positiv auf diese Zahlen. Der Kurs der Apple-Aktie legt nachbörslich zu und lag bis zu 4 Prozent im Plus.

Samsung – 2018 soll der Fokus stärker auf High-End-Smartphones gerichtet werden

Samsung hat die Unternehmenszahlen für das letzte Quartal 2017 veröffentlicht und musste dabei vor allem im Bereich Handys und Smartphones eine kleinen Rückgang sowohl bei den Verkaufszahlen als auch beim Gewinn hinnehmen. So verkaufte das Unternehmen über alle Modelle gerechnet etwas mehr als 25 Millionen Geräte. Im Quartal zuvor waren es noch 27,6 Millionen gewesen. Im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres konnte das Unternehmen aber etwa 2 Millionen Modelle mehr verkaufen. Der Gewinn lag etwas unter den Zahlen des Vorjahres. Samsung merkt dazu an, dass man hohe Marktingkosten hatte, die den Gewinn etwas gedrückt haben.

Samsung schreibt zu den Zahlen:

For the IT & Mobile Communications Division (IM), earnings in the mobile business declined due to a hike in marketing costs under strong seasonality. Total smartphone shipments decreased due to the lineup optimization of low-end models, while shipments of flagship products, such as the Galaxy Note 8, increased from the previous quarter. In the network business, customers’ LTE investments concentrated in the first half, resulting in the weak earnings in the second half.

Samsung optimiert derzeit die Produktpalette auf die teureren High-End Modelle und will diese Strategie auch in 2018 so fortsetzen. Der Fokus liegt also zukünftig noch stärker auf den hochpreisigen Geräten.

Die Auswirkungen dieser Strategie kann man aktuell bereits bei den Modellen der A-Klasse sehen. Samsung hat die bisherigen Mittelklasse Modelle A3 und A5 aus der Entwicklung genommen und wird sie nicht mehr weiter fortsetzen. Stattdessen gibt es nun das Galaxy A8 und A8+. Diese Geräte wurden nicht nur beim Namen an die Topmodelle angeglichen, sondern bekommen auch das neuen (teure) Design und liegen preislich über den bisherigen Modelle aus der A-Serie. Optimierung der Mittelklasse bedeutet bei Samsung daher derzeit, dass die Geräte etwas teurer werden.

Unklar ist bisher, wie es bei den Einsteiger-Modellen von Samsung weiter geht. Die J-Serie des Unternehmen liegt in einem Preisbereich von 150 bis 250 Euro und wenn man auch hier eine Optimierung ansetzt, könnte das auch in diesem Jahr für diese Modelle eine Preissteigerung (in Verbindung mit einigen zusätzlichen Features) geben. Allerdings gibt es dazu bisher weder von Samsung selbst noch durch Leaks Hinweise, wie die Modellpalette in 2018 aussehen wird.

Bei den Topmodellen ist dagegen bereits weitgehend bekannt, auf was Samsung in diesem Jahr setzen wird. Das Samsung Galaxy S9 und auch das S9 bekommen das gleiche Design wie die Modelle aus 2018, werden aber sowohl bei der Technik als auch bei der Kamera aufgerüstet. Zum Einsatz kommt der neuen Snapdragon 845 Prozessor und bei der Kamera setzt Samsung ebenfalls auf eine ganze Reihe von Neuerungen, so dass die meisten Experten erwarten, dass die Aufnahmen der neuen Galaxy S9 mit die besten werden, die es derzeit am Markt gibt.

Apple – mehr als 46 Millionen verkaufte iPhones im 3. Quartal

Apple hat die Unternehmenszahlen für das 3. Quartal 2017 (das 4. Quartal im Apple Geschäftsjahr) veröffentlicht und diese Zahlen sind traditionell immer besonders interessant, da sie Aufschluss darüber geben, wie der Start der neusten Modell-Generation gelaufen ist. Das iPhone 8 ist bereits seit dem 22. September im Handel und daher sind die erste Verkäufe bereits mit in diese Zahlen eingeflossen.

Geht man nach den Zahlen ist das Geschäft mit iPhone 8 und 8 plus sehr gut angelaufen. Die Verkäufe lagen bei 46,68 Millionen Stück weltweit in den Monaten von Juli bis September über alle iPhone Modelle zusammen. Das ist eine Steigerung von etwas mehr als einer Million Einheiten oder drei Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz konnte da nicht ganz mithalten, aber es gab auch eine Steigerung von 28,1 Milliarden auf 28,8 Milliarden US-Dollar im Bereich der iPhones. Insgesamt stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal vor allem durch starke Verkäufe bei den Macs und im Servicebereich deutlich an und liegt nun bei 52,58 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Anstieg von fast 6 Milliarden US-Dollar oder 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der iPhone Verkauf ist aber immer noch der Umsatzbringer und macht mehr als 50 Prozent des Umsatzes aus.

“We’re happy to report a very strong finish to a great fiscal 2017, with record fourth quarter revenue, year-over-year growth for all our product categories, and our best quarter ever for Services,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “With fantastic new products including iPhone 8 and iPhone 8 Plus, Apple Watch Series 3, and Apple TV 4K joining our product lineup, we’re looking forward to a great holiday season, and with the launch of iPhone X getting underway right now, we couldn’t be more excited as we begin to deliver our vision for the future with this stunning device.”

In diesem Jahr besonders interessant: Apple konnte bereits mit dem iPhone 8 gute Zahlen und ein spürbares Wachstum hin legen. Es kommt aber noch das iPhone X und damit dürfte es sowohl für die Verkaufszahlen als auch für den Umsatz im nächsten Quartal nochmal einen Boost geben. Diesen gab es so in den Vorjahren nicht (da in den vergangenen Jahren die Modelle alle gemeinsam im September auf den Markt kamen) und daher ist damit zu rechen, dass 2017 das Weihnachtsquartal für Apple nochmal deutlich stärker ausfallen wird. Hier treffen Weihnachtsboom und Start des iPhone X zusammen – das könnte die Verkaufszahlen in ungeahnte Höhen katapultieren.

Etwas sorgen machen dagegen die Zahlen zum iPad. Apple konnte zwar auch hier im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr absetzen (+1 Millionen Einheiten über alle Modelle), aber die extrem guten Verkaufzahlen aus dem 2. Quartal 2017 konnte man nicht halten. Im Vergleich zum 2. Quartal 2017 gingen die Verkäufe um etwa 10 Prozent zurück, das sind immerhin eine Million Einheiten weniger.

Die Börse reagiert auf diese Zahlen sehr positiv. Nachbörslich ging der Kurs des Unternehmens deutlich nach oben und erreicht fast die Marke von 174 US Dollar. Das ist ein Plus von 3 bis 4 Prozent und es könnte durchaus sein, dass Apple die Kursgewinne heute im Laufe des Tages noch weiter ausbauen wird.

LG Quartalszahlen – LG G6 kommt gut an, es bleibt aber trotzdem ein Verlust

LG hat die Quartalszahlen für die letzten 3 Monate bekannt gegeben und diese waren durchaus mit Spannung erwartet worden, denn sie geben auch Auskunft darüber, wie sich die Modelle (und insbesondere das Topmodell) des Unternehmens entwickelt hat.Im Vorjahr kamen die LG G5 Modelle nicht so gut an wie erwartet und daher ist das Interesse hoch, ob das Unternehmen mit der neusten Generation etwas besser machen kann.

Insgesamt kann LG mit der Entwicklung im mobilen Bereich zufrieden sein. Die Umsatz der LG Mobile Communications Company (also der mobile Sparte des LG Konzerns) stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 Prozent an und insgesamt legte der Umsatz 2017 im Vergleich zum Vorjahr sogar um 8 Prozent zu. Der Umsatz liegt nun bei 2,48 Milliarden US-Dollar. Bei den Verkaufszahlen kann das Unternehmen ebenfalls auf eine positive Entwicklung verweisen. Der Absatz der aktuellen LG-Smartphones konnte im Heimatmarkt um extrem gute 44 Prozent gesteigert werden, aber auch im wichtigen Markt Nordamerika stiegen die Verkäufe um fast 10 Prozent an. Das Unternehmen schreibt dazu im Original:

Maßgeblich für diese Verbesserung waren die Verkäufe des G6 Smartphone-Spitzenmodells sowie der für den Massenmarkt bestimmten Modelle wie z. B. der Q- und K-Serie. Der operative Verlust von 375,3 Milliarden KRW (331,37 Millionen US-Dollar) stellt eine Verbesserung um 13 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2016 dar. Die Smartphone-Verkäufe von 13,7 Millionen Stück lagen im Inlandsmarkt um 44 Prozent und in Nordamerika um neun Prozent höher als im zweiten Quartal. Die Geschäftseinheit wird sich im letzten Quartal des Geschäftsjahres auf gesteigerte Verkäufe des vielbeachteten V30 konzentrieren und ihre Kostenstruktur wettbewerbsfähiger machen.

LG scheint also mit der neusten Modell-Palette einiges richtige gemacht zu haben und trifft – vor allem in Asien – den Nerv der Kunden. Dazu hat sicher beigetragen, dass die LG G6 Modelle mit die ersten Geräte auf dem Markt waren, die auf das neue Display-Design mit kleinen Rändern setzten und damit der Konkurrenz einige Monate voraus waren. Allerdings scheint es nicht nur daran zu liegen, denn auch die preisgünstigeren Modelle von LG verkaufen sich gut und damit sind auch noch Geräte im Fokus, die auf das eher klassische Smartphone Design mit größeren Rändern oben und unten setzen.

Die nächste Hoffnung von LG ruht nun auf dem LG V30. In diesem Jahr sollen die Modelle auch in Europa zu haben sein und damit kann man erwarten, dass sich die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr noch mal verbessern werden. Es ist also zu erwarten, das LG auch ein gutes Quartal Q4/2017 vermelden kann, wenn die V30 ähnlich gut bei den Kunden ankommen wie die aktuellen LG G6.

Es gibt aber auch weniger gute Nachrichten. LG macht nach wie vor im mobilen Bereich Verlust. Dieser liegt mit 25 Millionen US-Dollar zwar deutlich niedriger als im Vorjahresquartal, aber es ist immer noch so, dass LG mit Handys und Smartphones kein Geld verdient. Auch hier bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen mit einem starken LG V30 die Wende schaffen kann und doch die Gewinnzone erreicht.

Apple Quartalszahlen: mehr als 41 Millionen verkaufte iPhones

Apple hat die aktuellen Quartalszahlen für die Monate April bis Juni veröffentlicht und kann sich dabei über steigende Zahlen bei den Verkäufen freuen. Sowohl bei den Smartphones als auch bei den Tablets und Mac kann das Unternehmen mehr Modelle verkaufen als im gleichen Zeitraum 2016. Bei den wichtigen iPhone Verkäufen steigt die Zahl der Modelle um etwa 2 Prozent auf nun wieder 41,026 Millionen Stück an und der Umsatz in diesem Bereich konnte (dank teurerer Modelle) sogar um 3 Prozent gesteigert werden.

„Wir können für das Juni-Quartal Wachstum bei Absatz und Umsatz über all unsere Produktkategorien hinweg vermelden, das zu einer Steigerung von 17 Prozent beim Gewinn pro Aktie geführt hat“, sagt Luca Maestri, CFO von Apple. „Wir haben zusätzlich im Quartal 11,7 Milliarden US-Dollar an unsere Aktionäre zurückgezahlt, kumuliert beläuft sich die Kapitalrückzahlung aus unserem Programm auf nahezu 223 Milliarden US-Dollar.“

Insgesamt setzt Apple im letzten Quartal mehr als 45 Milliarden US Dollar und und auf den iPhone Bereich entfielen davon allein knapp 25 Milliarden US Dollar. Die Smartphones sind also nach wie vor der Haupt-Umsatzbringer bei Apple. Allerdings sehen die Zahlen auch in anderen Bereichen gut aus. Im Bereich der Services (Apple Care, Apple Pay, digitaler Content usw.) stieg der Umsatz deutlich an. Von 5 Milliarden US Dollar im Vorjahr auf imerhin mehr als 7,2 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Das ist eine Steigerung von fast 22 Prozent.

„Mit einem Umsatzwachstum von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr freuen wir uns, unser drittes aufeinanderfolgendes Quartal mit beschleunigtem Wachstum und einen Allzeit-Quartalsrekord beim Umsatz mit Services bekannt geben zu können“, sagt Tim Cook, CEO von Apple. „Wir haben im Juni eine unglaublich erfolgreiche Worldwide Developers Conference veranstaltet, und wir freuen uns sehr auf die in diesem Herbst kommenden Fortschritte bei iOS, macOS, watchOS und tvOS.“

Die aktuellen Zahlen im Überblick:

Kritisch muss man allerdings sehen, dass Apple dieses Wachstum in erster Linie in den angestammten Märkten USA und Europa erreicht hat. Daas China Geschäft ist nach wie vor ein Problem. Hier konnte Apple die Zahlen nicht steigern, der Umsatz in China sank sogar um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.