Stiftung Warentest: Handyreparaturen „nur für wagemutige Bastler“

Stiftung Warentest: Handyreparaturen „nur für wagemutige Bastler“ – Die Stiftung Warentest hat sich im aktuellen Heft (Dezember 2020) neben den aktuellen Handys auf den Markt auch die Reparierbarkeit der Modelle angeschaut. Dabei ging es nicht um die Reparatur in der Fachwerkstatt, sondern um den Wechsel von wichtigen Teilen wie Display oder anderen Komponenten durch Laien.

Insgesamt haben die Tester 13 Modelle geprüft und kommen dabei zu einem eher ernüchternden Fazit. Nur ein Gerät ließ sich auch von Laien recht einfach reparieren. Das war das Fairphone 3 (und auch das Fairphone 3+), die direkt auf diese Reparierbarkeit konstruiert wurden. Es reichte bei diesem Gerät ein kleiner Schraubenzieher aus, um das Display zu wechseln. Bei allen anderen Geräte raten die Tester eher ab und empfehlen die Reparaturen „nur für wagemutige Bastler“. Man sollte sich bei den meisten Fällen eher an Fachwerkstätten wenden. Das führt allerdings oft dazu, dass bei einem Defekt gleich zu einem neuen Gerät gegriffen wird und man die Reparatur eher scheut.

Hintergrund für diese Bewertung ist die aktuelle Konstruktion der Geräte, wie man sie bei den meisten Herstellern findet. Das Gehäuse und viele andere Komponenten sind miteinander verklebt und daher nicht mehr einfach zu wechseln. Selbst das Öffnen der Geräte kann da schon ein Problem werden und unter Umständen die Smartphones beschädigen, wenn man kein Fachwerkzeug hat und nicht weiß, wie man ansetzen muss.

Neben dem Fairphone 3 gibt es aber beispielsweise mittlerweile auch das Gigaset GS4, bei dem man die Rückseite recht einfach abnehmen kann. Dieses Gerät war noch nicht im Test, macht eine Reparatur und auch den Akkuwechsel einfacher möglich. Dazu ist dieses Problem mittlerweile auch in der Politik angekommen. Das EU Parlament hat eine Entschließung für ein Recht auf Reparierbarkeit angenommen. Damit könnten Anbieter zukünftig verpflichtet werden, mehr auf die Reparaturfähigkeit von Smartphones zu achten. Welche konkreten Maßnahmen aus dieser neuen Entschließung abgeleitet werden könnten, ist bisher aber leider nicht nicht bekannt.

iPhone XR – Display Tausch kostet 221,10 Euro

Das iPhone XR ist das günstigste Modell der neuen Reihe von iPhones in 2018 und diese vergleichsweise niedrigen Preise schlagen sich auch bei der Reparatur nieder. Sollte der Bildschirm defekt sein und ausgetauscht werden müssen, zahlt man beim iPhone XR deutlich weniger als bei den beiden anderen Modellen. Das geht aus einem neuen Support-Dokument hervor, dass Apple inzwischen veröffentlicht hat.

Bei Appleinsider schreibt man dazu:

A new repair documents was posted by Apple on Monday morning. Where an out-of-warranty or iPhone XR screen repair necessitated by accidental damage costs the user $199, other damage including the rear of the phone is set to $399.
For comparison, the iPhone XS screen repair bill is set to $279 for the iPhone XS and $329 for the iPhone XS Max. Other damage is $549 and $599 respectively. Repair pricing for all models of the iPhone 7 and iPhone 8 remain the same.

An der Stelle macht sich der Unterschied bei den Display zugunsten der XR-Modelle bezahlt.Die iPhone XR arbeiten mit einem LCD Display und das ist in der Herstellung billiger als die OLED Einheiten für dne Bildschirm bei den iPhone XS Geräten. Daher kann man auch Ersatz deutlich billiger anbieten.

Die Preise sind zwar derzeit nur in Dollar angegeben, aber man kann davon ausgehen, dass die Reparatur-Kosten in Deutschland ähnlich liegen werden und es sich allem beim Unterschied zwischen den Modellen keine größeren Änderungen geben wird. Update: Mittlerweile gibt es die Infos auch in Deutsch. Das iPhone XR kostet bei einer Screen-Reparatur in Deutschland 221.10 Euro. Ein anderer Schaden an den Modellen schlägt sogar mit 431,10 Euro zu Buche. Damit liegen die Modelle aber immer noch deutlich unter den Kosten für Reparaturen beim iPhone XS.

Wo liegen die Unterschiede des iPhone XR zum iPhone XS?

Wie bereits geschrieben haben die iPhone XR in einigen Teilen die gleichen Komponenten, die man auch von den teureren Modellen her kennt. Bei der Technik muss man beim iPhone XR im Vergleich zu den XS-Modellen einige natürlich Abstriche machen:

  • Die Kamera ist nur ein normales Modell, während man in den XS-Versionen auf eine Dual Lens Kamera setzt. An sich kommt aber als Objektiv die gleiche Technik zum Einsatz, die man auch von den teureren Versionen her kennt, es fehlt nur das zusätzliche Teleobjektiv.
  • Bei Display* setzt Apple beim iPhone XR auf LCD* Technik und nicht auf die OLED Technologie, die im iPhone XS und XS max zum Einsatz kommt.
  • Beim Gehäuse bietet das iPhone XS nur dem Aluminium-Rahmen, den man bereits von Vorgängermodellen her kennt. Dabei wird zwar auch Serie 7000 Aluminium in Raumfahrtqualität genutzt, der Stahlrahmen aus dem iPhone XS ist aber dennoch robuster.
  • Bei der Schutzklasse kommt das iPhone XR nur auf IP67 und bietet damit nominell etwas geringeren Schutz gegen Staub und Wasser.

Vor allem bei der Leistung und auch beim Design bekommt man damit ein vollwertiges iPhone und die Technik ist einen Topmodell durchaus angemessen. Apple macht aber deutlich, dass es auch noch besser geht. Besonders bei der Kamera werden sich Nutzer aber sicher fragen, warum man für 849 Euro keine Dual Lens Kamera bekommt, die teilweise auch bereits in Modellen zum Einsatz kommt, die deutlich billiger sind.

Ärgerlicher Trend: Neuere Handy sind weniger robust

Vor einigen Tagen haben die Versicherungsexperten von SquareTrade die aktuellen Zahlen zur Anfälligkeit des Galaxy S9 und S9+ gegenüber Schäden veröffentlicht und es lohnt sich ein Blick in die Historie der Geräte um zu sehen, dass gerade bei Beschädigungen die neueren Modelle nicht unbedingt besser geworden sind.

Aktuell erreichen die Galaxy S9 und S9+ beim Breakability Score eine Punkzahl von 71 (Galaxy S9) und 79 Punkten (GalaxyS9+). Je höher der Wert, desto anfälliger sind die Modelle gegenüber Beschädigungen. Das iPhone X liegt hier beispielsweise bei einem Wert von 90. Im letzten Jahr kamen Galaxy S8 und S8+ auf Werte von 76 bzw. 77 Punkten. Zumindest das Galaxy S9 liegt etwas darunter – wesentliche Verbesserungen sind aber nicht zu erkennen. Im Video seiht man auch recht gut, dass ein Fall aus 6 Fuß Höhe bereits ausreicht um wirklich gravierende Schäden am Display* zu verursachen.

Vor wenigen Jahren waren die Modelle noch stabiler

Der Vergleich mit älteren Modellen ist eber schwer, da das Unternehmen die Bewertungsmatrix geändert hat, daher kann man die Zahlen leider nicht 1:1 vergleichen. Beim Galaxy S7 gab es aber eine Note von 4 und eine Bewertungen „Medium Risk“ und das iPhone &s schaffte sogar eine 4 samt dem Urteil „Medium Risk“. Für die aktuellen Modelle wurden die Werte nach oben angepasst. Das Galaxy S9 beispielsweise wurde als „Medium-High“ eingestuft und damit beurteilen die Tester das Risiko für Schäden als höher als bei den Vorgänger-Modellen. Das iPhone X führt derzeit die Rangliste bei den empfindlichsten Geräten sogar an – hier wird ein Schaden als sehr wahrscheinlich eingestuft, wenn die Modell herunterfallen (vor allem beim sehr hartem Untergrund).

Im Vergleich mit den Vorgängermodellen haben also die Geräte sowohl bei Apple als auch beim Samsung bei der Schadensanfälligkeit zugelegt. Samsung konnte zwar mit dem Galaxy S9 den Trend etwas stoppen und mit stabilieren Materialien die Geräte etwas widerstandsfähiger machen als die Galaxy S8 aus 2017 – an die Werte der S6 und S7 Modelle auf den Vorjahren kommt aber auch das aktuellen Topmodell von Samsung nicht heran.

Noch ein Punkt: Die Reparaturkosten sind deutlich gestiegen

So kostet ein Ersatzdisplay beim iPhone 6 je nach Anbieter etwa 50 bis 100 Euro. Mittlerweile zahlt man beim iPhone X mehr als 500 Euro, wenn das Display kaputt gehen sollte. Für eine Reparatur wird also etwa der halbe Geräte-Neupreis fällig – das  macht Reparaturen natürlich weniger attraktiv.

Diese Entwicklung gibt es im Übrigen so nicht nur beim den Apple Modellen, sondern auch die neueren Galaxy S-Modelle von Samsung haben sowohl bei der Schadenshäufigkeit als auch bei den Reparaturkosten zugelegt.

An der Stelle rächt sich wohl der Trend zu immer größeren Displays und kleineren Rändern. Das ist zwar schick und bietet auch die Möglichkeit, größere Bildschirme zu verbauen ohne das die Geräte größer werden, gleichzeitig bleibt aber auch weniger Platz um stabilisierende Elemente einzubauen. Dazu bedeuten größere Displays natürlich auch immer mehr Kosten und sind die Rändern gebogen, steigen die Kosten noch einmal zusätzlich an.

Insgesamt kann man aufgrund dieses Trends vor allem dazu raten, die Geräte mit Schutzhüllen auszustatten und im besten Fall auch Schutzfolienfür die Bildschirme zu benutzen. Das bietet natürlich auch keinen absoluten Schutz gegen Beschädigungen, senkt das Risiko von Schäden an den teuren Geräten aber deutlich. Und natürlich ist zu hoffen, dass die Hersteller zukünftig wieder mehr Wert auf Widerstandsfähigkeit legen – im besten Fall ohne auf das Design zu verzichten.

Video: Wie robust sind aktuellen Smartphone?

iPhone 7 und 7 plus – Reparaturkosten deutlich gesunken

Die Preise von Handys sinken in den Monaten nach dem Release deutlich. Diese Entwicklung zeichnet sich aber nicht nur bei Neugeräten ab, sondern findet sich auch bei den Reparaturen. So kostete die Reparatur eines iPhone 7 plus Anfang diesen Jahres noch etwa 430 Euro (Durchschnitt über alle Reparaturen). Im September lagen die Kosten dagegen deutlich geringer und der Durchschnitt wurde in diesem Monat mit nur noch 279 Euro angegeben. Das sind immer fast 40 Prozent weniger als noch zu Anfang des Jahres. Die Daten basieren dabei auf dem Portal clickrepair und es zeichnet sich jetzt bereits ab, dass die Ausgaben für Reparaturen wahrscheinlich noch weiter sinken werden.

„Es bleibt also spannend, ob auch die aktuellen Modelle in den Reparaturkosten soweit sinken wie die Vorgänger. Unabhängig von den Durchschnittspreisen für eine Displayreparatur eines iPhone 7 und 7 Plus, ist diese bereits für 90 Euro möglich.“, sagt Marco Brandt, Geschäftsführer von clickrepair.

Dass die Reparaturkosten bei den Handywerkstätten sinken, hat sich auf dem Reparaturportal clickrepair erstmals im Februar angedeutet. Hier fielen die Kosten für eine Displayreparatur bereits um rund 17 Prozent beim iPhone 7 und 7 Plus. Einen weiteren drastischen Kostensturz bei beiden Modellen gab es im Mai – rund 130 Euro im Vergleich zum Januar. Diese fast lineare Reparaturkostenentwicklung bei den aktuellen iPhones hat sich auch in der 6. Generation gezeigt. Durchschnittlich liegt diese nun bei 163 Euro.

Die Gründe für das Absinken der Reparaturkosten sind dagegen unterschiedlich. Zum einen sinken wahrscheinlich die Preise für die Ersatzteile im Laufe der zeit natürlich auch ab. Zum anderen wird auch der Zeitwert der Geräte weniger, so dass sich sehr teure Reparaturen im Laufe der Zeit nicht mehr lohnen und dann auch nicht mehr durchgeführt werden. Die Nutzer mit großen Schäden und teuren Reparaturen greifen dann wohl eher zu neuen Geräten und werden von der Reparaturstatistik nicht mehr erfasst.

Bei Samsung gibt es allerdings den entgegengesetzen Trend: Während die Displayreparaturen beim Galaxy S7 seit Januar konstant bei durchschnittlich rund 232 Euro liegen, sind die Reparaturkosten beim Samsung Galaxy S7 Edge deutlich teurer. Hier stiegen die Kosten für eine Displayreparatur im Februar von 360 Euro auf 425 Euro – sechs Monate passierte hier wenig.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Reparaturen beim neuen iPhone X gestalten werden. Das neue Display mit wenig Rand scheint anfälliger für Beschädigungen zu sein und dürfte insgesamt auch mehr Kosten verursachen, weil die Technik teurer ist. Es könnte also im Reparaturbereich neue Höchstwerte geben.

iPhone 8 – Umstellung auf OLED Displays treibt die Reparaturkosten in die Höhe

Eine der größten Neuerungen beim kommenden iPhone 8 soll in diesem Jahr die Umstellung des Displays auf die OLED Technik werden. Bisher setzt Apple bei den iPhone Modelle auf LCD Display, diese sind aber weniger flexibel einsetzbar und scheinen den Ansprüchen des Unternehmens nicht mehr zu genügen. Daher wird das iPhone 8 nicht nur mit einem größeren Display kommen, sondern auch mit einer neuen Technik. Samsung setzt schon länger auf OLED Displays und fährt damit an sich recht gut.

Allerdings wird diese Umstellung wahrscheinlich auch die Reparaturkosten der neuen iPhone 8 Modelle in die Höhe treiben, denn LCD Displays sind im Durchschnitt etwas günstiger in der Reparatur als die OLED Bildschirme. Der Unterschied liegt dabei bei etwa 25 Prozent. Bei Clickrepair hat man folgende Zahlen ermittelt:

Dazu kommt noch ein weiterer Punkt, der die Kosten für die Displays allgemein ein damit auch die Reparaturkosten in die Höhe treiben wird: die 3D Touch Funktionalität. Diese hatte Apple noch bei den älteren LCD Display eingeführt und sie wird wohl auch im iPhone 8 zum Einsatz kommen. Allerdings macht diese Technik die OLED Displays deutlich teurer. Einige Quellen gehen davon aus, dass sich der Preis für das Display von etwa 9 Dollar auf über 20 Dollar fast verdreifachen könnte.

Dazu könnte noch der neue TouchID Sensor kommen, der unter Umständen bereits im Display verbaut ist und den Preis nochmal erhöht. Allerdings sind auch andere Varianten für den Sensor im Gespräch, dieser Faktor muss also nicht in jedem Fall den Preis nach oben treiben.

Was bisher bereits zum iPhone 8 bekannt ist

Dazu gibt es noch einige weitere interessante Details:

  • Das iPhone 8 soll mit 3GB RAM ausgeliefert werden.
  • Die Rückseite der Modelle wird aus Glas gefertigt sein um drahtloses Laden zu ermöglichen. Damit gibt es auch gleichzeitig nochmal die Bestätigung, dass drahtloses Laden als neues Feature bei iPhone 8 eingebaut wird.
  • Für das Laden über den Lightning-Anschluss soll auch Fast Charge angeboten werden.
  • Beim Design soll das iPhone 8 durchaus noch an das aktuelle iPhone 7** erinnern, aber weniger Ränder haben und ein neues TouchID Modul.

Insgesamt werden damit also einige der Punkte, die bereits geleakt worden sind, noch einmal bestätigt.

Mit den neuen Modellen könnten Siri einen eigenen Prozessor bekommen. Eine Quelle von Bloomberg hat für die Veröffentlichung dieses Chips auch ein interessantes Datum genannt: Apple soll den neuen Prozessor bereits testen und damit wäre es durchaus möglich, dass bereits beim iPhone 8 diese Technik zum Einsatz kommt. Die neuen iPhone Modelle könnte damit bereits mit einer besseren Version von Siri ausgestattet sein. Das wäre dann noch eine weitere Neuerung, die im ohnehin schon komplett runderneuerten iPhone 8 verbaut wäre.

Geplant sind in diesem Jahr drei neue Modelle:

  • iPhone 7s mit 4,7 Zoll Display** und TFT-LCD* Bildschirm
  • iPhone 7s plus mit 5,5 Zoll Display** und TFT-LCD* Bildschirm
  • iPhone 8 mit 5,8 Zoll Display* und AMOLED* Bildschirm

Sowohl das iPhone 7s als auch das 7s plus sind dabei sehr ähnlich den aktuellen Modellen und stellen nur eine geringe Weiterentwicklung dar. Die meisten Innovationen wird das neuen iPhone 8 bekommen: hier setzt Apple nicht nur zum ersten Mal auf ein OLED* Display*, sondern es wird wohl auch ein größeres Display* mit deutlich kleineren Rändern geben (vergleichbar dem Design des Galaxy S8**) sowie möglicherweise auch ein erstmals etwas abgerundetes Display*.

 

EDGE-Displays – Schick aber extrem teuer in der Reparatur

Viele neue Topmodelle setzen nicht mehr auf flache Displays, sondern nutzen Abrundungen an den ändern um sowohl die Handlichkeit als auch die Bedienung zu verbessern. Diese sogenannten EGDE-Displays sind dazu auch designtechnisch etwas interessanter, da die Smartphones damit wertiger aussehen.

Leider hat diese Displaytechnik aber auch einen Nachteil: diese Form der Displays ist deutlich aufwendiger bei der Herstellung und damit steigen auch die Kosten bei der Reparatur. Bei Clickrepair hat man sich die Kosten in diesem Bereich angeschaut und ist auf Zahlen gekommen, die Nutzer wenig gefallen dürften. Im Durchschnitt kostet die Displayreparatur bei einem Galaxy S7 Edge 420 Euro, beim S6 Edge sind es immerhin noch 274 Euro. Der Unterschied zwischem normalen Display und EDGE Display liegt also bei 150 Euro bei der Reparaur. Die vergleichbare Reparatur des iPhone 7 ist fast 25 Prozent günstiger. Zudem gehen die aktuellen iPhone-Modelle laut clickrepair Reparatur-Check deutlich seltener zu Bruch. Während die aktuellen iPhones Schulnoten zwischen 1,3 und 1,4 bei der Schadenanfälligkeit aufweisen, pendeln die geschwungenen Modelle von Samsung zwischen 2,5 und 2,8.

„Samsung setzt mit seinen geschwungenen Displays auf Design und hat u.a. deshalb zahlreiche Abnehmer. Nutzer der Edge-Modelle müssen aber aller Voraussicht nach auch weiterhin mit höheren Reparaturkosten rechnen, insbesondere bei Displayschäden“, sagt Marco Brandt, Geschäftsführer des Reparatur-Marktplatzes clickrepair.

Das dürfte sich in diesem Jahr noch verstärken, denn mit dem Galaxy S8 bietet Samsung im Top-Bereich nur noch EDGE-Displays an. Dazu kommt der geringere Rahmen. Dieser macht einerseits wahrscheinlich die Modelle etwas anfälliger, dazu dürfte das Display (danke EDGE-Design und noch mehr Fläche) noch teurer in der Reparatur werden. Genau Zahlen gibt es dazu aber natürlich noch nicht, denn die Modelle kommen offiziell ja gerade erst auf den Markt. In der nächsten Auswertung con Clickrepair dürften aber bereits die ersten Zahlen dazu enthalten sein.

Die aktuelle April-Gesamtauswertung des clickrepair Reparatur-Checks mit 164 Geräten ist unter www.clickrepair.de/check zu finden.

Commodore PET – Was tun bei Defekten?

Commodore PET – Was tun bei Defekten? – Unser Testmodell des Commodore PET hat inzwischen einen merkwürdigen Defekt. Die obere Hälfte des Touchscreen lässt sich nicht mehr bedienen. Es wird alles ganz normal angezeigt, aber es werden keine Eingaben mehr akzeptiert.

Die Frage ist daher: wie sieht es mit dem Kundenservice bei Commodore Business Machines aus? Bei der Bestellung und Auslieferung hatte sich das Unternehmen ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert und insbesondere die Informationspolitik über die Auslieferung war mehr als verbesserungswürdig. Mittlerweile gibt es aber auf der neu gestalteten Webseite des Unternehmens sogar einen (kleinen) FAQ Bereich, der auch das Vorgehen bei Defekten beschreibt.

Dort heißt es:

In case of manufacturing defects or in the event of accidental damage, please do as described:

– remove the rear cover, battery, both SIM cards, any SD card of yours

– send us back the defective UNIT ONLY, and keep everything else (do NOT send the battery, cover, box and so on)

– please be sure that the unit is packed neatly, to prevent any possible further damage from transport

– call TNT customer service and book picking, at the following number 199 803 868 (for calls from outside Italy 0039199803868)

the address to send the unit is

Commodore Business Machines LTD
Via della Ferriera 14
37100 Verona Italy

Deutsche Ansprechpartner oder Service-Unternehmen scheint es leider nicht zu geben, man muss das Gerät wirklich nach Italien zurück schicken.

Wir haben das Gerät daher nun wieder zurück geschickt (mit einem kleinen Anschreiben in Englisch dazu) und werden weiter verfolgen, wie Commodore mit dem Support klar kommt.

 

Google Nexus 4: Reparaturkosten für Display belaufen sich auf 112 Euro

Google hat LG Electronics für die Herstellung des vierten Nexus-Smartphones beauftragt und erstmalig setzt das Unternehmen aus Mountain View auch bei der Rückseite auf Glas. Die Materialwahl des Gerätes gepaart mit leistungsfähiger Hardware und einem unschlagbaren Preis machen das Google Nexus 4 zu einem Kassenschlager. Die günstige Reparatur bei einem Displaybruch ist nun ein weiterer Grund für das neue Google-Smartphone.

Ein Displaybruch ist bei Smartphones keine Seltenheit und eine unvorsichtige Handhabung oder eine kurze Unachtsamkeit führt schnell zu einem tragischen Fall des teuren Gerätes. Eine Reparatur ist für gewöhnlich ausgesprochen teuer und im Durchschnitt verlangen die Elektronikkonzerne ungefähr 200 Euro für ein erneuertes Gerät. Beim Google Nexus 4 scheinen die Kosten geringer auszufallen. Ein Nutzer drüben bei Caschy hat berichtet, dass man bei der Firma w-support.com für ein brandneues Display und die anfallende Arbeitszeit schlappe 112,21 Euro auf den Tisch legen muss. Das ist im Vergleich ein überaus günstiges Angebot, wenn man bekannt, dass man beim Nokia Lumia 920 200 Euro für die Reparatur bezahlen muss und beim Samsung Galaxy S3 sogar 220 Euro fällig werden.

Aus meiner Sicht ein angemessener und gleichzeitig sehr günstiger Preis, denn sowohl der Touchscreen als auch das Corning Gorilla Glass 2 entsprechen höchster Qualität. Das heißt natürlich nicht, dass man ab sofort unvorsichtig mit seinem Gerät umgehen sollte, aber es ist gut zu wissen, dass sich bei einem solchen Fall die Kosten in Grenzen halten.

via v-i-t-t-i

Google Nexus 10: Einfacher zu reparieren als das iPad 4

Nachdem iFixit bereits das Google Nexus 4 in seine Bestandteil zerlegt hat, haben sich die Reparaturspezialisten von PowerbookMedic nun das neue Nexus 10 geschnappt und natürlich ebenfalls auseinandergenommen.

Das so genannte Teardown hat hervorgebracht, dass das Google-Tablet im Gegensatz zu der Konkurrenz sehr einfach zu reparieren ist. Die meisten neuen Geräte werden immer schwieriger zu reparieren und setzten statt Schrauben häufiger verklebte Komponenten ein. Beim Nexus 10 sieht es anders aus, hier wurden nur die üblichen Philips #00 Schrauben verwendet und auf den Einsatz von Kleber verzichtet. Somit kann das Tablet, um einiges einfacher repariert werden, als das iPad 4 von Apple.

Daneben hat das Zerlegen auch enthüllt, dass vorwiegend Samsung-Komponente verbaut sind. Sowohl der 9000 mAh Akku, der Exynos-Prozessor und der Flash-Speicher wurde von dem südkoreanischen Unternehmen hergestellt.

iPad mini: iFixit zerlegt das kleinere Apple-Tablet

Der bekannte Reparatur-Dienst iFixit hat sich das iPad mini natürlich passend zum offiziellen Verkaufsstart geschnappt und dem traditionellen Zerlegen unterzogen. Der komplette Prozess wurde wie gewohnt in hochauflösenden Bildern festgehalten, die nicht nur das Auseinandernehmen dokumentieren, sondern darüber hinaus auch noch die ein oder andere Erkenntnis hervorbringen.

Bis ins letzte Detail haben die Reparaturspezialisten das kleinere iPad zerlegt und konnten dabei rausfinden, dass Apple weiterhin sehr viele Bauteile bei kompakten Geräten verklebt. Somit ist die Reparatur des Apple-Tablets äußerst kompliziert und kann nur von erfahrenen Personen durchgeführt werden. Die einzige gute Nachricht ist, dass man die Frontscheibe sehr einfach austauschbar kann. Insgesamt hat das iPad mini eine ziemliche schlechte Punktzahl von 2/10 auf der DIY-Skala erreicht. Daneben konnte iFixit herausfinden, dass das iPad mini wirklich Stereo-Lautsprecher enthält und die 32nm-Version des A5-Prozessors enthält, die im Vergleich zum originalen iPad der zweiten Generation energieeffizienter ist.

Bad news: due to the placement of connectors, you’ll need to remove the LCD prior to removing the digitizer. Great news: the LCD and front glass are two separate components. This contrasts the fused glass-LCD assemblies in both the Kindle Fire HD and Nexus 7. Thanks for the repairability, Apple!