Übernahme: Razer kauft Nextbit – gibt es ein neues Robin-Smartphone?

Das Smartphone-Startup Nextbit ist in Deutschland weitgehend unbekannt, dabei hat es das Unternehmen geschafft, aus einer Idee tatsächlich ein marktreifes Smartphone zu entwickeln. Das Smartphone mit der Bezeichnung Robin war dabei vor allem durch das Cloud Konzept in den Fokus gekommen, denn das Gerät ist in der Regel ständig mit Cloud-Diensten verbunden und benötigt daher an sich keinen Speicher im Gerät selbst. Mit dem Gerät bekam man immer auch 100GB Cloud Speicher direkt mit dazu, um die Vorteile des Smartphones auch nutzen zu können.

Allerdings war dem Unternehmen die Luft nach dem Start des Robin ausgegangen. Seit dem hat man wenig von Nextbit gehört. Es gab beispielsweise keine Meldungen zu neuen Geräten oder zumindest zu Plänen, welche neuen Geräte man auf den Markt bringen könnte. Nun gibt es eine Meldung von Razer, das man das Unternehmen aufgekauft hätte. Razer ist dabei in erster Linie durch Zubehör für Games bekannt und verkauft unter anderem passende Gadgets für Gamer.

Das Unternehmen selbst schreibt dazu in der Pressemitteilung:

Razer™, the leading global lifestyle brand for gamers, today confirmed that it has acquired the majority of the assets of Nextbit Systems Inc. and has brought onboard the management and employees of the company. Financial details of the transaction, which closed earlier this month, were not disclosed.

“Nextbit is one of the most exciting companies in the mobile space,” says Razer Co-Founder and CEO Min-Liang Tan. “Razer has a track record of disrupting industries where our technology and ability to design and innovate have allowed us to dominate categories with longstanding incumbents, such as the peripherals and laptop categories. With the talent that Nextbit brings to Razer, we look forward to unleashing more disruption and growing our business in new areas.”

Nextbit soll allerdings nicht direkt in das Unternehmen eingegliedert werden, sondern als eigene Firma weiter wirtschaften. Auch das Managment bleibt erhalten. Man möchte eine größtmögliche Unabhängigkeit erhalten. Für Razer gibt es damit neben dem Gaming-Bereich auch ein Standbein in der mobilen Welt. Da immer mehr Spiele sich auf Handys und Smartphones verlagern, ist das ein durchaus sinnvoller und auch nachvollziehbarer Schritt.

Die Spekulationen gehen aber natürlich schon in die Richtung eines neuen Gerätes. Razer wird das Unternehmen sicher nicht nur gekauft haben, um es abzuwickeln. Stattdessen wird man sicher mit den finanziellen Ressourcen von Razer neue Projekte angehen oder Ideen umsetzen, die bereits bestehen, aber bisher mangels Finanzierung nie den Weg in die Praxis gefunden haben. In welche Richtung dies gehen könnte lässt sich aber noch nicht sagen. Auf der Webseite von Nextbit wird auf jeden Fall nach wie vor nur vom Robin gesprochen – auch wenn das Gerät mittlerweile gar nicht mehr zu haben ist.

Robin kommt später

Das Robin-Smartphone von Nextbit verzögert sich. Ursprünglich sollte das Smartphone bereits im Februar (sogar bereits Anfang Februar) ausgeliefert werden und zumindest für die GSM Version scheint man dieses Datum halten zu können. Bei der CDMA Robin Version gibt es dagegen Probleme. Nach Angaben des Herstellers war der Februar als Liefertermin hier sehr optimistisch geplant. Mittlerweile geht man eher davon aus, dass die CDMA Geräte erst April ausgeliefert werden können. Leider gibt es auch hier noch kein genaues Datum.

Im Kickstarter Bereich dazu heißt es im Original:

When we estimated we would deliver CDMA Robin in February, we were being optimistic. Now that we’ve gone through development and are working out the testing schedule, we think April is more realistic. We don’t know exactly when in April as there are still a number of factors outside our control. We will keep you up to date, as we get more and more information.

Fans brauchen also noch etwas Geduld, wobei die Geräte ohnehin nicht nach Deutschland kommen sollte. Für den deutschen Markt ändert sich also kaum etwas.

Prinzipiell ist es aber schon bemerkenswert, das sehr viele Projekte mit Verzögerungen zu kämpfen haben. Das Turingphone ist nach wie vor nicht zu haben und auch modulare Geräte lassen auf sich warten. Die Entwicklung neuer Technologien und Ansätze scheint im Smartphone Bereich mehr Probleme zu bereiten, als sich das die Macher haben vorstellen können.

Quelle: Nextbit

Nextbit präsentiert Robin

Viele Gerüchte und Spekulationen kursierten im Internet rund um das Startup Projekt von Nextbit. in diesem Zusammenhang hielt sich das Unternehmen sehr lange verdeckt. Lediglich geheimnisvolle Twitter-Meldungen, wie beispielsweise Schaltkreise die sich zu einem Gehirn vervollständigen, sorgten für Mutmaßungen. Am Dienstag, den 01. September, stellte das Unternehmen das neue Smartphone vor. Das Nextbit Robin verspricht etwas Neues. Nach Angaben von Nextbit soll das Gerät lernfähig sein. Im Folgenden werden die Eigenschaften des Smartphones näher erläutert.

Das Gehäuse besteht aus Polycarbonat und ist es äußerst eckig gestaltet. Ober- und unterhalb des Display befinden sich Stereo-Frontlautsprecher. Das Display misst eine Diagonale von 5,2 Zoll. Dabei löst es mit 1.920 x 1.080 Pixel auf. Das entspricht einer Full HD-Auflösung.

Im Inneren befindet sich der Snapdragon 808-Prozessor. Im Vergleich zu dem 810-Modell ist der 808-Prozessor deutlich kühler. Der Prozessor wird durch einen 3 Gigabyte starken Arbeitsspeicher unterstützt. Der Akku umfasst eine Kapazität von 2.780 mAh. Dieser kann über den USB 3.0 Type C-Anschluss aufgeladen werden.

Auf der Rückseite ist eine 13 Megapixel Kamera verbaut. Diese ist mit dem Phase Detection-Autofokus ausgestattet. Auf der Frontseite ist eine 5 Megapixel Kamera mit einer f/2.0-Blende zu finden. Seitlich ist zudem ein Fingerabrucksensor integriert.

Bei dem Betriebssystem wird es sich um eine Andorid-Version handeln. Die Nutzeroberfläche ist, wie beim Stock Android, auf das Wesentlichste reduziert. Dabei wird auf jegliche Bloatware verzichtet.

Intern kann ein Speicher von 32 Gigabyte genutzt werden. Heutzutage ist dies eine standardisierte Größe, wäre da nicht die innovative Idee von Nextbit. Mit dem Nextbit Robin soll jeder Nutzer einen eigenen Cloud-Speicher erhalten. Dabei sollen 100 Gigabyte pro Nutzer zur Verfügung stehen. Das Unternehmen bezeichnet das Smartphone als Cloud-First-Gerät, welches nahtlos mit einem Cloud-Server verbunden ist.

Des Weiteren soll das Gerät automatisch lernen. Damit ist gemeint, dass das Gerät Apps, Bilder, Videos, etc., welche über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wurden, automatisch in die Cloud auslagert. Bei Bedarf können die Daten wieder aus der Cloud heruntergeladen werden. Dabei synchronisiert das Gerät nur dann, wenn eine WLAN-Verbindung besteht und das gerät am Strom angeschlossen ist.

Die ersten 1000 Kickstarter-Unterstützer erhalten das Nextbit-Smartphone für 299 Dollar zuzüglich Steuern und Versand. Anfang 2016 wird das Nextbit Robin auf dem Markt erscheinen. Ab dann kann es für 399 Dollar in den Farben Mint und Midnight erworben werden. Wird das Smartphone aus Deutschland bestellt, fallen 95 Dollar für Steuern und Versand an.