Huawei überholt Samsung bei den Marktanteilen – zumindest in Russland

Huawei überholt Samsung bei den Marktanteilen – zumindest in Russland – International gibt es derzeit keine Frage: Samsung ist der größte Handyhersteller auf dem Markt und der Abstand zur Konkurrenz st durchaus beachtlich. In einzelnen Märkten sieht es allerdings anders aus und in Russland hat es Huawei im zweiten Quartal 2019 geschafft, Samsung zu überholen und selbst Marktführer zu werden.

Nach den Zahlen von Analysten von Omdia hat das Unternehmen dort seine Verkaufszahlen im zweiten Quartal 2019 verdoppelt und konnte 5,4 Millionen Smartphones verkaufen.  Damit liegt das Unternehmen zumindest in der zweite Hälfte 2019 etwa 600.000 verkaufte Units vor Samsung.

Bei Omdia schreibt man im Original dazu:

During the second half of 2019, Huawei shipped 5.4 million smartphones to Russia, a dramatic 145 percent increase from 2.2 million in the second half of 2018, according to the new Omdia report, Smartphone Market Report – Russia – H1 2019. Huawei’s share totaled 31.7 percent in the third quarter and 29.3 percent in the fourth quarter, allowing the company to overtake market leader Samsung by 3.2 and 4.2 percentage points in the third and fourth quarters respectively. For the entire second half, Huawei shipped 600,000 more units than its rival Samsung.

Die Entwicklung ist deswegen so spannend, weil Huawei zu dieser Zeit (und auch nach wie vor) unter dem US Embargo stand und es daher unklar war, wie die Nutzung von Android weiter gehen würde. In Russland scheint diese Maßnahmen der US-Regierung aber eher positives Marketing gewesen zu sein, denn immerhin konnte das Unternehmen die Verkaufzahlen mehr als verdoppeln. Marken, der der US Regierung ein Dorn im Auge sind, scheinen also in Russland besonders gut anzukommen.

Bleibt abzuwarten, ob sich diese Entwicklung auch 2020 so fortsetzen wird. Aktuell stehen alle Hersteller unter großem Druck, weil die Nachfrage deutlich gesunken ist und auch die Produktion mit den Auswirkungen von Corona zu kämpfen hat. Daher wird wohl das erste Quartal 2020 kein gutes Quartal für die Handy-Hersteller sein und es bleibt abzuwarten, b Huawei oder Samsung davon besonders betroffen sind.

 

Russe verklagt Apple auf 15.000 Dollar, weil eine App ihn schwul gemacht hätte

Russe verklagt Apple auf 15.000 Dollar, weil eine App ihn schwul gemacht hätte – Apple steht immer im Fokus von vielen Klagen und Klagenandrohungen weiltweit. Ein sehr skurriler Fall kommt jetzt aus Russland. Dort hatte ein Mann die GayCoin App ausprobiert und sich auch gleich auf eine gleichgeschlechtliche Beziehung eingelassen. Dabei entdeckte er, dass er wohl wirklich homosexuell ist, denn mittlerweile hat er einen festen Freund.

Die MoscowTimes schreibt dazu:

The plaintiff, identified as D. Razumilov, alleges that he became “mired in same-sex relationships” this summer after receiving 69 GayCoins on a cryptocurrency payment app he downloaded onto his iPhone in 2017. The unknown sender was said to have included an English-language message that Razumilov interpreted as “don’t judge without trying.” … “I can say after the passage of two months that I’m mired in intimacy with a member of my own sex and can’t get out,” his complaint continues. “I have a steady boyfriend and I don’t know how to explain it to my parents. After receiving the aforementioned message, my life has changed for the worse and will never be normal again.” 

Ganz zufrieden scheint er daher mit seinem neuen Beziehungsstatus nicht zu sein, denn der Kläger geht davon aus, dass ihn erst die Benutzung der App schwul gemacht hätte. Daher verklagt er Apple nun auf einen Schadenersatz von umgerechnet etwas mehr als 15.000 Dollar.

Am 17. Oktober soll es dazu die erste Anhörung geben. Rechtlich gesehen dürfte es einige Punkte geben, die gegen einen Erfolg sprechen. Selbst wenn man die inhaltliche Ebene außen vor lässt ist es fraglich, wie weit Apple dafür verantwortlich ist und nicht der Betreiber der fraglichen App. Apple hat sich bisher zu diesem Fall noch nicht geäußert.

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Russland setzt auf Huawei beim 5G-Ausbau

Russland setzt auf Huawei beim 5G-Ausbau – In den USA ist Huawei nicht mehr gern gesehen und mit dem Embargo gegen das Unternehmen hat die Regierung dort klar gemacht, dass man in Huawei eher ein Problem sieht denn eine Lösung. In Russland hat man diese Art von Berührungsängsten nicht. Dort wurde bereits im Sommer bestätigt, dass Huawei ein wichtiger Partner beim Aufbau der neuen 5G Netze sein wird und mittlerweile gibt es auch die ersten konkreten Schritte.

In Moskau wurden die ersten 5G Netze aktiviert und in Verbindung mit dem russischen Netzbetreiber MTS soll Huawei in Zukunft diese Technik zuerst in der gesamten Hauptstadt aufbauen und dann in den großen Städten des restlichen Landes.

In einer Pressemmitteilung heißt es dazu:

Moscow authorities say the network will become part of the city’s normal infrastructure within the next few years. A pioneer in telecoms networks compared to many Western countries, Russia plans to deploy 5G in all of its main cities by 2024. When Chinese President Xi Jinping visited Russia in June — at the height of Washington’s conflict with Huawei — Russia’s main operator MTS signed a contract with the Chinese company.

Die Unterstützung von Russland für Huawei war also nicht nur ein symbolischer Akt, sondern hat mittlerweile auch erste praktische Umsetzungen. Damit dürfte es immer schwerer für die USA werden, Huawei aus dem 5G Markt zu drängen oder andere Staaten zum Verzicht auf Huawei 5G-Technik zu bewegen. In Deutschland setzen die Netzbetreiber ebenfalls auf 5G Technik von Huawei.