Beautygate – zu schöne Selfies bei iPhone XS und XS max?

Bei einigen Nutzer von iPhone XS und XS max gab es in den Tagen seit dem Marktstart der Geräte einige nicht ganz so schöne Probleme und wie es aussieht sind noch weitere Schwierigkeiten dazu gekommen, wenn auch eher Probleme der nicht ganz so gravierenden Sorte: Die Selfie Kamera (und wohl auch die Hauptkamera) korrigieren die Fotos von Gesichtern in der Normaleinstellung zu stark. Einige Nutzer sprechend daher davon, dass sie auf Selfies sehr unnatürlich aussehen, weil die Korrekturen so stark ausfallen. Es gibt derzeit wohl auch keine Möglichkeit, dies abzuschalten. Die Standardeinstellungen von Apple scheinen einfach so stark einzugreifen und so stark zu filtern, dass ein Teil der Natürlichkeit der Aufnahmen dabei verloren geht.

Auf reddit hat ein Nutzer einen entsprechenden Vergleich veröffentlicht:

In einigen Magazinen wird dieses Problem mittlerweile als Beautygate bezeichnet, wobei man aber wohl nicht direkt von einem Gate reden kann, denn es scheint wohl nur einige Korrekturen durch Apple zu benötigen, um dieses Problem mit einer späteren Version wieder in den Griff zu bekommen. Apple selbst hat bei den neuen Geräten auch die Kamera überarbeitet, durchaus denkbar, dass der Effekt durch diese Neuerungen kommt:

„iPhone Xs ist vollgepackt mit Technologien der nächsten Generation und der enorme Fortschritt bringt das Smartphone der Zukunft einen Schritt näher. Alles ist auf dem neuesten Stand der Technik, einschließlich des branchenweit ersten 7-Nanometer-A12 Bionic Chip mit Achtkern Neural Engine, schnellerer Face ID und einem fortschrittlichen Dual-Kamerasystem, das Fotos im Porträtmodus mit Smart HDR und dynamischer Tiefenschärfe aufnimmt„, sagt Philip Schiller, Senior Vice President of Worldwide Marketing von Apple.

Einen richtigen Bugfix oder Workaround dagegen gibt es leider noch nicht. Auf reddit schreibt ein Nutzer als zumindest teilweise Hilfe, dass das Abschalten von Smart HDR den Effekt zumindest für die Hauptkamera etwas abmildert:

After more thorough testing it seems that, at least on the back camera that turning off Smart HDR does seem to help a small amount. But there is still quite a bit of smooth present. The front camera seems to not be affected by this setting change. I would strongly advice not using HDR right now until Apple fixes these issues.

Prinzipiell ist so ein Filter natürlich keine schlechte Sache, aber er sollte zumindest abschaltbar sein, so dass man auch „echte“ Fotos machen kann, die dann weniger überzeichnet sind.  Apple selbst hat sich noch nicht offiziell zu dieser Sache geäußert, aber es gibt einige Experten, die berichten, dass das Unternehmen diese Fälle untersucht und prüft, was man dagegen tun kann. Wann genau es aber eine Lösung dafür geben wird, ist bisher leider noch nicht bekannt. Flapsig gesagt: Man sollte Selfies von Nutzern eines neuen iPhones also erst mal misstrauen, es könnte sein, dass die Personen im normalen Leben etwas anders aussehen …

Death by selfie

Wie gefährlich sind Selfies und Selfie-Sticks? Mashable hat dazu eine interessante Statistik aufgestellt: Bisher gab es im Jahr 2015 12 Todesfälle, die mit Selfies in Verbindung standen. So stürzte bei der Besichtigung des Taj Mahal eine 66jähriger japanischer Tourist eine Treppe hinunter und verstarb an seinen Verletzungen. Er hatte die Treppe nicht bemerkt, weil er ein Selfie machen wollte.

In Spanien starb ein Mann in Villaseca de la Sagra beim Versuch, ein Foto beim Stiertreiben zu machen. Er wurde von einem Bull so schwer verletzt das jede Hilfe zu spät kam. In Russland überlebte eine junge Frau den Versuch, ein Selfie mit einem Gewehr zu machen, nur knapp. Das Gewehr ging los und verletzte die Frau schwer.

Die Todesfälle basierten dabei meistens darauf, dass die Selfie-Opfer abgelenkt waren und Gefahren in der Umgebung nicht wahrnahmen. Das führt dann zu schweren Stürzen (wie im Fall des Taj Mahal) oder auch so Unfällen mit Fahrzeugen und Zügen, die einfach übersehen wurden. Gerade bei Sehenswürdigkeiten werden Selfies und insbesondere Selfie Sticks daher mittlerweile sehr oft von Anfang an verboten. Russland hat mittlerweile sogar eine Brschüre herausgegeben um vor den Gefahren von Selfie zu waren. Russlands Innenminister warnt ausdrücklich:

„Before taking a selfie, everyone should think about the fact that racing after a high number of ‚likes‘ could lead him on a journey to death and his last extreme photo could turn out to be posthumous,“

Microsoft malt es für die BILD Zeitung nochmal auf …

Die BILD Zeitung hatte in einem aktuellen Artikel zu Mittelklasse Handys bis 400 Euro geschrieben, das Lumia 640 hätte keine Frontkamera für Selfie-Aufnahmen. Besonders peinlich: Der Artikel erschien im BILD+ Bereich, bei dem die Nutzer zahlen müssen um ihn lesen zu können.

Microsoft hat das nicht auf sich sitzen lassen und auf Facebook eine Art Gegendarstellung veröffentlicht. Als Foto mit deutlichem Hinweis auf die Frontkamera. Gute Replik  …

 

„Adult Player“ – Porno-App erpresst Nutzer mit Selfies

„Adult Player“ – Porno-App erpresst Nutzer mit Selfies – Der App-Markt wächst stetig. So lag die Zahl der App-Downloads im Jahr 2011 noch bei 25 Milliarden. Rund vier Jahre später wurden bereits 180 Milliarden Downloads gezählt. Laut statista sollen im Jahr 2017 ca. 268 Milliarden Apps heruntergeladen werden.

Neben dem Angebot von Apple bietet der Google Play Store ein großes Angebot. Durch das stetige Wachstum verzeichnete die Plattform von Google im Januar 2015 einen wichtigen Meilenstein. Erstmals erwirtschaftete der Google Play Store in Deutschland höhere monatliche Umsätze als die Konkurrenzplattform von Apple.

Dieses unglaubliche und durchaus positives Wachstum wirft Schatten. Neben nützlichen Programmen werden immer mehr Apps veröffentlicht, mit welchen ausschließlich kriminelle Absichten verfolgt werden. Das neuste Beispiel wurde von Zscaler offengelegt. Die App „Adult Player“ lockt Nutzer mit pornographischen Inhalten. Sobald das Programm heruntergeladen und installiert wird, kann das Programm auf die Frontkamera zugreifen. Dank der stetig verbesserten Smartphones kann die App sehr gute und scharfe Bilder festhalten. Diese verwendet das Programm und sperrt das Display mit einem solchen. Die Anzüglichen Bilder sind auf dem Smartphone zu sehen. Um das Smartphone wieder zu entsperren, fordert „Adult Player“ 500 Dollar. Diese sollen via Pay Pal überwiesen werden. Wurde das Geld überwiesen, bleibt das Display dennoch gesperrt.

Um das Programm zu entfernen, rät Zscaler dazu, dass das Smartphone im Safe Mode gestartet wird. Als nächste werden der App die Administratorenrechte entzogen. Hierfür müssen die Einstellungen geöffnet werden. Unter dem Menüpunkt „Sicherheit“ kann der Punkt „Geräteadministrator“ ausgewählt werden. Dort wird das Programm deaktiviert. Abschließend lässt sich die App deinstallieren.

„Adult Player“ gehört zu der Kategorie Ransomware, was übersetzt Erpressersoftware bedeutet. Bedauerlicherweise ist „Adult Player“ kein Einzelfall. Laut Intel Security ist die Anzahl der Ransomware seit 2014 um 127 Prozent gestiegen. Vorwiegend sind Computer und Laptops betroffen. Dennoch finden Verbrecher mit dem App-Markt eine anziehende Nische. Auch wenn der Google Play Store solche Programme sperrt, sollten stets die geforderten Zugriffe der Apps beachtet werden. Des Weiteren ist es ratsam, dass lediglich Apps aus dem Google Play Store und nicht aus dem Internet heruntergeladen werden.