Smart Home Markt mit starkem Weihnachtsquartal

Smart Home Markt mit starkem Weihnachtsquartal – Die Analysten von IDC haben neue Zahlen zum Smart Home Absätze in Europa veröffentlicht und sehen vor allem im letzten Quartal 2020 ein deutliches Wachstum in diesem Bereich. Insgesamt wurden in diesem Quartal 12,2 Prozent mehr Geräte verkauft als im Jahr zuvor, die Corona Auswirkungen sind also in diesem Quartal nicht zum tragen gekommen.

„Nach einem negativen ersten Halbjahr 2020 erholte sich der Smart-Home-Markt und zeigte ein anhaltendes Wachstum und Interesse bei den Verbrauchern“, sagte Antonio Arantes, Senior Research Analyst für Smart-Home-Geräte in Westeuropa. „Smart-TVs, eines der Produkte, die zwischen Januar und Juni 2020 am meisten gelitten haben, haben den Trend des dritten Quartals 20 wieder aufgeholt und einen der größten Wachstumsbeiträge geleistet.“

„Der Smart-Home-Markt in Mittel- und Osteuropa (CEE) wuchs im Jahresvergleich um 6,4%, wobei Video-Unterhaltung der Haupttreiber war“, sagte Jan Prenosil, Senior Research Analyst für Smart-Home-Geräte in CEE. „Intelligente Lautsprecher verzeichneten ein solides Wachstum, vor allem in Russland, wo die Popularität lokaler Hersteller stetig wächst. Wir haben gute Ergebnisse in Kategorien erzielt, die sich auf andere Haushaltsprodukte wie Hausüberwachung und -sicherheit, Thermostate und Beleuchtung beziehen. Die Struktur der Haushaltsausgaben hat sich geändert während der Pandemie geändert und die Verbraucher konzentrierten sich mehr auf die Verbesserung ihrer Häuser. Dies führte zu einem erhöhten Interesse an intelligenten Geräten als Teil dieser Verbesserungen. „

Die Zahlen von IDC im Detail

Vor allem Google aber auch Amazon konnten von diesem Wachstum profitieren. Spannend ist auch, dass die chinesichen Anbieter wie Huawei oder Xiaomi in diesem Markt bisher noch nicht nennenswert vertreten sind. Vor allem Google konnte deutlich zulegen, Marktfürher in diesem Bereich bleibt aber weiter Amazon mit den Echo-Systemen. Beide Unternehmen können vor allem im TV Bereich punkten: Google Chromecast mit Google TV die AMazon Fire TV Serie sind hier Produkte, die gut ankommen. In Corona Zeiten haben viele Nutzer ihr Home TV Systeme neu aufgestellt und davon profitieren die beiden Anbieter.

iRobot und IFTTT starten eine smarte Serviceplattform

iRobot und IFTTT starten eine smarte Serviceplattform – iRobot und IFTTT haben eine neue Zusammenarbeit bekannt gegeben. Konkret kann man ab sofort über eine neue Serviceplattform bei IFTTT nun die Roboter von iRobot so steuern, dass sie auf andere Smarthome Geräte reagieren. Damit können die Reinigungsroboter nun flexibler gestartet werden oder auch besser reagieren, wenn es Probleme gibt (beispielsweise eine SMS schicken, wenn sie festhöngen).

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

Damit können die mit WLAN verbundenen Saug- und Wischroboter nun über die iRobot HOME App durch IFTTT-Befehle mit weiteren Smart Home-Geräten verbunden und programmiert werden. Der Roomba Saugroboter kann zum Beispiel so eingestellt werden, dass er jeden Montag zwischen 9 und 11 Uhr den Saugvorgang startet, sobald das intelligente Türschloss absperrt.

iRobot geht mit dieser Partnerschaft einen weiteren Schritt in Richtung einer integrierten Plattform für das Smart Home der Zukunft und ermöglicht Kunden den nächsten Schritt hin zum automatisierten Zuhause.

Man kann auch eine Zusammenarbeit mit Hue Leuchtsystemen startet und diese blinken lassen, wenn der Reinigungsroboter seinen Job getan hat. Auf der IFTTT Plattform gibt es dazu nun eine neue Unterseiten und eine ganze Reihe von Tutorials, die erklären, wie man die smarte Zusammenarbeit am besten löst. Dabei sind viele bekannte Smart-Home-Systeme mit aufgeführt, so dass man die iRobot Systeme an sich mit den meisten Lösungen am Markt koppeln kann.

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Avast Sicherheitsreport: Viele Router und Smart-Home System sind unsicher

Avast Sicherheitsreport: Viele Router und Smart-Home System sind unsicher – Avast hat eine aktuelle Version des Smart Home Security Report für 2019 veröffentlicht und dabei wieder festgestellt, dass die Sicherheit von Samrt Home Systemen nach wie vor Probleme macht. Teilweise finden sich unsichere Geräte in den Netzwerken, in einigen Fällen ist der Router selbst das Problem und angreifbar.

Was genau sagt Avast Smart Home Security Report ?

Der neue Avast Scan zeigt, dass:

  • 16,7 Prozent der vernetzen Haushalte in Deutschland über mindestens ein unsicheres Gerät verfügen, welches das gesamte Netzwerk angreifbar macht
  • 17,1 Prozent der Router in deutschen Haushalten unzureichend gesichert sind
  • Neben Routern und Smart-Home-Geräten sind Set-Top-Boxen, Sicherheitskameras und vernetzte Drucke die Haushaltsgeräte, die sich am häufigsten unter den angreifbaren Geräten finden

Dabei führte Avast diesen Test bei ungefähr 16 Millionen Smart-Home-Netzwerken und konnte feststellen, dass 46,3 Prozent der untersuchten Netzwerke über fünf oder mehr vernetzte Endgeräte verfügen, wobei 16,6 Prozent dieser Smart-Homes mindestens ein unsicheres Gerät beinhalten. So kann bereits ein schwacher Punkt ausreichen um das gesamte Netzwerk, zusammen mit den privaten Informationen der Nutzer, anzugreifen. Folgendes sagt dazu Ondrej Vicek, EVP und CTO von Avast:

Die Menschen nutzen ihren Smart-TV, um ihre Lieblings-Netflixserien zu streamen oder verbinden ihr Babyfon mit ihrem Heimnetzwerk, wissen dabei aber oft nicht, wie sie die Sicherheit ihrer Geräte aufrechterhalten können. Um in das Netzwerk zu gelangen reicht für Hacker ein einziges schlecht gesichertes Gerät. Sobald sie dann im Netzwerk sind, können Sie sich auf andere Endgeräte ebenso Zugriff verschaffen, wie auf die persönlichen Daten, die diese senden oder speichern, einschließlich Live-Videos und Sprachaufnahmen.“

Dabei schlägt Vicek einfache Sicherheitsmaßnahmen vor, welche die Netzsicherheit erhöhen können:

„Einfache Vorkehrungen, wie die Wahl eines sicheren und einmaligen Passworts oder einer Zwei-Faktor-Authentifizierung auf allen Geräten erhöhen die Sicherheit immens. Darüber hinaus ist es wichtig, regelmäßige Updates der Firmware durchzuführen, um sicherzustellen das stets die aktuellste Software auf dem Gerät installiert ist.“

Insbesondere der erste angesprochene Punkt – Passwörter – spielen eine wichtige Rolle bei der Cyber-Sicherheit. Darauf soll im nächsten Punkt eingegangen werden.

Schwache Zugangsdaten und alte Software führt zu Problemen

Nach Angaben von Avast wurden 66,5 Prozent der anfälligen Geräte als unsicher eingestuft. Grund dafür waren schwache Zugangsdaten, zu welchen Passwörter und Ein-Faktor-Authentifizierungen zählen. Der Rest der anfälligen Geräte wies ein Problem im Bereich der veralteten Software auf. Dasselbe betrifft auch die 11 Millionen Router, die von Avast gescannt wurden. Mehr als die Hälfte dieser beinhaltete eine schwache Sicherung oder zu alte Software, die keinen guten Schutz für das Netzwerk bereitstellen konnte. Auch an dieser Stelle sollen die Leser daran erinnert werden, Software Updates vorzunehmen.

Die am stärksten gefährdeten Geräte

Des Weiteren konnte die Untersuchung von Avast folgende Geräte als für Cyber Angriffe besonders anfällig:

  1. Netzwerkgeräte (31,2 Prozent)
  2. Drucker (29,0 Prozent)
  3. Netzwerkspeicher (21,0 Prozent)
  4. Sicherheitskameras (11,6 Prozent)
  5. Set-Top-Boxen (2,5 Prozent)

Vor allem was die Drucker betrifft, stellen diese die gängigste Ursache von Netzwerkproblemen dar und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch in USA, Kanada, Australien, Singapur, Südkorea, Japan und anderen Staaten. Ebenfalls stark gefährdet sind Medien-Streaming-Dongles und -Boxen. Alle, die mehr zu dem Thema erfahren wollen, können das über den Link machen. Dort werden weitere Daten und Geräte angeführt, auf die man insbesondere bei der Netzwerknutzung achten sollte.

Verbraucherzentrale: die Hälfte der Deutschen hat kein Interesse an Smart Home

Der  Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat eine Umfrage zum Thema Smart Home durchführen lassen um zu ermitteln, wie die deutschen Verbraucher zu Fragen rund um Smart Home eingestellt sind. Dabei wurden 1048 Personen repräsentativ befragt.

Etwa 57 Prozent der befragten Personen gaben an, recht genau zu wissen, was mit Smart Home gemeint ist, nur ca. 7 Prozent hatten noch gar nichts von diesem Thema gehört. Umgekehrt würden aber nur etwa 9 Prozent Smart Home Produkte und Dienste nutzen, während etwa 49 Prozent der Befragten angaben, kein Interesse an Smart Home zu haben. Befragt nach den Gründen für das geringe Interesse gaben diese teilnehmen vor allem zur Antwort, dass sie keinen Mehrwert sehen würden, aber auch, dass Daten weiter geben werden könnten. Konkret befürchteten etwa 50 Prozent der Befragten mit geringem Interesse an Smart Home, dass sie Angst hätten, Daten preiszugeben und das diese in die Hände von Dritten gelangen könnten. Fast ebenso groß war die Angst, dass diese Systeme gehackt werden könnten. Die Verbraucherzentrale schreibt im Original zu den Ergebnissen:

In der repräsentativen Online-Umfrage äußerten sich 57 Prozent der Befragten, dass sie ziemlich genau wüssten, was Smart Home sei. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten hat jedoch kein Interesse an Smart Home. Nur neun Prozent wollen Smart Home Produkte und Dienstleistungen in jedem Fall nutzen. Die wichtigsten Kritikpunkte an Smart Home betreffen den fehlenden Mehrwert (64 Prozent), die Angst um die Weitergaben von persönlichen Daten auch an Unbefugte (49 Prozent), die Angst vor Hackerangriffen (47 Prozent) und die zu hohen Kosten (47 Prozent).

Eng mit diesen Bedenken war aber auch der Punkt der Kosten verbunden. Die Verbraucher sehen oft keinen Mehrwert in Smart Home Systemen und finden die Nutzung daher noch zu teuer. Smart Home wird also oft nicht als Möglichkeit zum Sparen angesehen, sondern als zusätzliche Ausgabe, die eigentlich nicht notwendig wäre. Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit wiegen daher noch schwerer, da Smart Home als überflüssig angesehen wird.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher, dass Verbraucher im digitalen Smart Home gegenüber dem analogen Zuhause nicht benachteiligt werden dürfen. Das betrifft die Sicherheit, die Rechte und die Kosten. So muss zum Beispiel rechtlich geregelt werden, wer haftet, wenn bei Fehlprogrammierung Heizungsschäden entstehen oder der Kühlschrank auftaut. Software-Updates, insbesondere Sicherheits-Updates müssen in regelmäßigen Intervallen und über die gesamte Lebensdauer des Gerätes zur Verfügung gestellt werden. Zwei Jahre reichen dafür nicht aus. Smart-Home Geräte, die Energie einsparen sollen, müssen sich rechnen und dürfen unter dem Strich für die Verbraucher nicht zu Zusatzkosten führen.

Bleibt abzuwarten, wie die Anbieter in diesem Bereich reagieren werden. Mittlerweile gibt es verschiedene Smarthome Systeme (beispielsweise zur Absicherung zur Wohnung oder zur Steuerung von Heizung und Beleuchtung). Hier müssten die Anbieter wohl vor allem im Bereich der Transparenz und des Datenschutzes nacharbeiten. Beispielsweise ist es an sich nicht notwendig, dass die Steuerungen zentral über Server verwaltzet werden – so etwas kann auch alles lokal vorgenommen werden. Daten, die nicht an zentrale Server geschickt werden sind dann auch nicht so anfällig für Sicherheitsprobleme oder eventuelle Datenweitergaben.

EWE Smart-Home System einfach und sicher im Test

EWE Smart-Home System einfach und sicher im Test – Aufgeschreckt durch Einbruchsserien und geringe Fahndungserfolge der Polizei sind viele Hausbesitzer irgendwann mit der Frage konfrontiert, wie sie ihrer Häuser und Grundstücke auch bei Abwesenheit überwachen oder ungebetene Gäste abschrecken können.

Bis vor wenigen Jahren war die Realisierung von Sicherheitsanlagen, Wohnraumüberwachung und effektivem Einbruchsschutz Bauherren vorbehalten, die bereits bei der Planung ihrer Häuser eine höhere Summe in die nötige Hausautomationsanlage und den Ausbau der Elektro-Installation investierten. Eine Nachrüstung in einem bewohnten Haus war oft kaum möglich und mit längeren Handwerksarbeiten und Schmutz verbunden. Bei Mietwohnungen mussten Mieter und Vermieter die Frage klären, wer für die nötigen Investitionen aufkommt, die auch nach einem Auszug fest verbaut bleiben.

Mit dem Begriff „smart home“ wird einer der größten Wachstumsmärkte der IT-Branche zusammengefasst, der diese Probleme löst. Neben der nahezu alle Lebensbereiche umfassenden „Vernetzung der Dinge“ (z.B. ins heimische Netzwerk eingebundene Waschmaschinen und Kühlschränke) ist hier auch an Hausautomationssysteme zu denken, die per Plug & Play realisiert werden und per Funk mit verschiedenen Aktoren (Geräten, die verschiedene Schalt- oder Regelaufgaben ausführen) kommunizieren.

Unter dem Label „Smart Living“ bietet der norddeutsche Energiekonzern EWE verschiedene Pakete an, mit denen der Laie innerhalb kürzester Zeit die Lampen („Hell & Schnell“) oder die Heizung („Warm & Spar“) ins heimische Netzwerk und Internet einbinden und so jederzeit von überall steuern und kontrollieren kann. Die„smarte Lösung“ zum Schutz vor Einbrechern und zur Wohnraumüberwachung heißt bei EWE „einfach & sicher“.

EWE, bisher nur im norddeutschen Raum aktiv, bot zunächst seinen Kunden die verschiedenen Pakete an, bevor die „Smart Living Serie“ auch allen anderen zur Verfügung stand. Da wir unser Set in einem Vorort von Berlin testen, war bei evtl. Rückfragen eine Filiale von EWE nicht weit. Für alle anderen bleibt da meist nur die Kundenhotline.

Inhalt des Pakets „einfach & sicher“ und Installation

Zunächst wird die EWE smart living-App, die für iOS und Android verfügbar ist, installiert und die Nutzerdaten wie Name, Kundennummer, Emailadresse und ein persönliches Passwort eingetragen. Nachdem eine von EWE zugesendete Email bestätigt ist, widmen wir uns der ersten Schachtel des StarterKits: Darin befindet sich die „EWE smart living Basis“, das Herz der drahtlosen Haussteuerung mit Z-Wave-Funk. Die Zentrale, ein Netzwerk-Adapter mit Powerline-Technik, sorgt für das Zusammenspiel aller Geräte und ermöglicht sowohl unterwegs als auch zuhause den Zugriff über das Smartphone. Sie wird mit dem mitgelieferten LAN-Kabel an das bestehende Heimnetzwerk angeschlossen. Zwei LEDs an der Vorderseite signalisieren den Status der Komponenten.

Das zweite Paket enthält neben einem Bewegungsmelder zwei Zwischenstecker, mit denen die Weihnachtsbeleuchtung, eine Lampe, der Fernseher, das Radio und was auch immer über das Handy gesteuert werden können… hier sind der Fantasie der Anwender kaum Grenzen gesetzt. Ein Radio oder die Beleuchtung, die auch aus der Ferne auf Kommando gesteuert werden können, spielen natürlich bei Fragen zu Abwehr und Abschreckung von Einbrechern eine große Rolle. Auch bei Abwesenheit können z.B. Zeiten programmiert werden, an denen Lichter oder Fernseher an und nach gewisser Zeit wieder aus gehen, um zu simulieren, dass jemand da ist.

Die zwei im Set enthaltenen Tür- bzw. Fensterkontakte melden jederzeit, wenn die Tür, das Fenster oder eine Schublade, an denen sie angebracht werden, geöffnet werden. Wir entscheiden uns dafür, benachrichtigt zu werden, wenn die gläserne Terrassentür und das Fenster daneben geöffnet werden und bestimmen, dass in diesem Fall auch eine Lampe angeht, die an einen Zwischenstecker angeschlossen ist

Zum Paket gehört schließlich noch eine W-Lan Kamera von D-Link, die z.B. dann, wenn ein Kontakt an Fenster oder Tür ausgelöst wird, auch bei Dunkelheit noch scharfe Foto- und Filmaufnahmen macht, während wir auf unserem Handy benachrichtigt werden und Zugriff auf die Kamera haben.

Die Installation und der Aufbau sind selbsterklärend. Auf der Homepage von EWE lassen genaue Einrichtungsvideos keine Fragen offen. Als wir doch eine zu einer zusätzlichen Außenkamera haben, berät man uns sowohl am Telefon als auch in der Filiale freundlich und kompetent.

In der App werden verschiedene Szenarien entworfen, z.B. dass beim Verlassen des Hauses alle Lampen, die an Zwischensteckern angeschlossen sind ausgehen, dass beim Öffnen einer Tür sofort das Handy benachrichtigt wird oder einfach nur Anwesenheit simuliert wird.

Besondere Aufmerksamkeit widmet EWE der Frage nach Sicherheit der Daten und weißt darauf hin, dass die Daten aus dem „Smart Home“ (neben Sensordaten auch Bilder von WLAN-Überwachungskameras) nur innerhalb des eigenen Rechenzentrums am Firmensitz in Oldenburg verarbeitet werden. Damit tritt EWE offensiv Befürchtungen entgegen, die Nutzer könnten durch ihre eigene Überwachungstechnik selbst überwacht werden. Gerade nach den Enthüllungen Edward Snowdens wird das auch im Email-Bereich als Standortvorteil deutscher Firmen vermarktet.

Bei täglichen Einsatz fällt bald auf, dass die App oft lange zum Starten braucht. Nachdem eine Nachricht mit dem Hinweis auf einen Alarm auf Handy gesendet wurde, dauerte es oft eine Weile, bis die Information dazu auch abgerufen werden kann. Nach Wochen merkten wir, dass das Bild der Kamera in der App des Herstellers viel besser ist, als in der App von EWE. Die App des Kameraherstellers speichert bei der Aufnahme von Fotos auch immer einen kurzen Film. Das tolle Foto vom Fuchs, der uns in die Kamerafalle lief, wäre mit der App von EWE nicht möglich gewesen. Die App der Dlink- Kamera ist viel besser und kann viel mehr.

Bei den Kontakten, die wir an die Fenster angebracht haben, nervt irgendwann das rote Licht, das nicht ausgeschaltet werden kann und jedem schon von weitem signalisiert, dass hier ein „scharfer Sensor“ aktiv ist.

Kosten

Um das Set nutzen zu können, fällt zunächst für die Basis, bestehend aus der „EWE smart living Zentrale“ und der „EWE smart living App“, eine Grundpauschale von 4,95 € im Monat an. Die Mindestlaufzeit des Vertrages beträgt dabei 24 Monate.

Bei dem Bewegungsmelder, den zwei Zwischensteckern und den zwei Tür-/Fensterkontakten besteht, ähnlich wie bei einem Handyvertrag mit Gerät die Wahl, diese für einmalig 319,90 € direkt zu kaufen oder in 24 Monatsraten a´ 8.00 abzuzahlen. Auch die W-Lan Kamera für innen kann entweder mit 5,45 € im Monat abbezahlt oder für einmalig 129,95 € direkt erworben werden. Darüber hinaus kann das Set kann mit weiteren Komponenten wie einer WLAN-Kamera für außen erweitert werden.

Unser Paket „Einfach & Sicher“ würde in dieser Form mit der Zentrale, den Zwischensteckern, zwei Kontakten, dem Bewegungsmelder und der Kamera entweder monatlich 18,40 €, oder bei Direktkauf 319,90 € einmalig + 4,95€ pro Monat, für die Zentrale inklusive App kosten.

Fazit

Für Menschen, die sich nicht umfassend mit dem Thema „smart home“ beschäftigen wollen, die ohne große Vorkenntnisse eine schnelle Lösung für einen eng umrissenen Zweck suchen, könnten die einfachen Lösungen von EWE interessant sein.Hier sollte dann aber mit der wachsenden Anzahl an Wettbewerbern verglichen werden. Der Hinweis der Datenauswertung im eigenen Rechenzentrum wird jetzt noch diejenigen ansprechen, die kritisch gegenüber der Übermittlung und Auswertung von privaten Daten durch einen der großen amerikanischen Player gegenüberstehen.

Die lange Vertragslaufzeit ist allerdings eher ein Problem. Das sich rasend entwickelnde und gerade in einem großen Umbruch befindliche Marktsegment „smart home“ spricht derzeit m.E. gegen den Abschluss eines Vertrages mit 24 Monate Vertragslaufzeit. Ist man als „Smart Home“ Neuling anfangs begeistert von den Möglichkeiten, haben sich mittlerweile mit Siri, Cortana und Alexa Steuerungsmodule für zu Hause etabliert, die mit Phillips- Hue Lampen, Zwischensteckern oder Heizungsthermostaten bereits heute eine erstaunliche Bandbreite an Möglichkeiten bieten, dass einem schon nach kurzer Zeit die für ganz bestimmte Zwecke gedachten Pakete von EWE nicht mehr reichen.

In zehn Jahren wird vermutlich fast jeder Haushalt mit einer künstlichen Intelligenz von Amazon, Google, Apple oder Microsoft und dem dazugehörigen Kosmos an Sensoren und Reglern ausgestattet sein. Dienstleistungen, die EWE jetzt in drei Pakete aufteilt, werden zum Standartrepertoire eines smarten Zuhauses. Beim Aufbau eines „Smart Home“ muss an viel mehr als nur an Heizung, Licht und Sicherheit gedacht werden.

Smart Home: Telekom Starterset jetzt mit Home Base + PULS Tablet

Die Telekom bietet im Juni (bis 3. Juli 2017) das Einsteigerpaket für Smart Home mit Rabatten sowie dem PULS Tablet mit 100 Euro Rabatt an. Das Paket besteht dabei aus der Home Base, die für die gesamte Steuerung und Koordinierung der Smart Home Geräte zuständig ist sowie dem PULS Tablet, mit dem man die Home BASE einfach per App steuern kann. Dabei sind die Preise deutlich reduziert:

  • Home Base statt 119,99 € nur 1 € (über die Home Base kommuniziert die App auf Smartphone und Tablet mit allen angeschlossenen Geräten)
  • Telekom PULS-Tablet statt 149,99 € nur 49,99 € (Auf dem 20,32 cm (8”) HD-Multitouch-Display steuern Kunden  Ihr Zuhause ganz einfach über die MagentaSmartHome App)

Um das System nutzen zu können reicht allerdings das Startset nicht aus, man benötigt noch weitere Hardware wie Thermostate, Fensterkontakte oder Taster. Dazu hat das System eine monatliche Grundgebühr von 9.95 Euro. Man zahlt also über die gesamte Laufzeit für die Nutzung nochmal ungefähr 240 Euro.

Smart Home: Verbraucherschützer kritisieren Zwangseinbau von Smart Meter

Der Bundestag berät am Freitag in erster Lesung über das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende. Darin vorgesehen ist ein verbindlicher Einbau von Smart Meter – Auch in Privathaushalten. Bei Smart Meter handelt es sich um ein intelligentes Messsystem und einen modernen Stromzähler und das Mess-Gerät soll laut EU-Richtlinie in mindestens 80 Prozent aller Haushalte bis 2020 eingebaut sein.

Verbraucherschützer gegen Smart Meter, weil zu aller erst verpflichtend und nicht freiwillig

Bei Verbraucherschützern löst der verpflichtende Einbau von Smart Meter allerdings Kritik aus. Der Bundestag sollte sich für das Prinzip der Freiwilligkeit stark machen. Grundsätzlich müssten sich Verbraucher für oder gegen Smart Meter entscheiden dürfen, denn es gibt durchaus einige Gründe die gegen den Einbau eines Smart Meter sprechen.

„Smart Meter bringen keine Vorteile, nur Kosten“

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) spricht sich gegen den Zwangseinbau aus, gerade weil den meisten privaten Haushalten „Smart Meter keine Vorteile, aber Kosten“ brächten, erklärte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Denn Smart Meter sparen allein keinen Strom. Es gibt außerdem keine variablen Tarife, mit denen Privatkunden Strom sparen können, wenn er günstig ist. Gebe es solche, dann ließen sich die Smart Meter-Kosten von bis zu 100 Euro pro Jahr im Normalfall auch nicht wieder einspielen. Und außerdem sollen nur Verbraucher die Kosten für die Geräte und deren Wartung zahlen. Gerecht ist dieser Zwang damit nicht.

Smart Meter wecken außerdem Begehrlichkeiten – Daten könnten abgeschöpft werden

Die eigentliche Aufgabe der Smart Meter ist es, dem Verbraucher Einsparpotenziale im eigenen Haushalt aufzeigen. Eigentlich hilfreich, jedoch sollen die Daten welche der Smart Meter erfasst an zentrale Erfassungsstellen weitergeleitet werden, die eine Anpassung des Netzes an den Strombedarf ermöglichen. Hierzu kritisieren Verbraucherschützer ebenfalls, dass die teils im Viertelstundentakt übermittelten Verbrauchsdaten aus den Strommessgeräten auf verschiedenen Seiten Begehrlichkeiten wecken und abgeschöpft werden könnten. Hat die zentrale Erfassungsstelle Sicherheitsschwächen, dann könne jemand mit den erbeuteten Daten genau wissen, ob jemand Zuhause ist oder nicht. Zumal überhaupt die Erfassung von Daten aus dem Smart Meter einen faden Beigeschmack auf Überwachung hat.

Die Telekom senkt den Einstiegspreis bei den Smart Home Produkten

Die Telekom senkt den Einstiegspreis bei den Smart Home Produkten – Am frühen Montag morgen klingelt der Wecker. Das Wochenende ist vorbei und mühsam stehen viele Menschen in Deutschland auf. Noch schlaftrunken beginnt die Vorbereitung für den harten Arbeitstag. In der Mittagspause wird gerätselt, ob die Heizung ausgemacht, die Waschmaschine angestellt oder das Fenster zum Lüften geöffnet wurde. Zur Sicherheit wird das Smartphone aus der Hosentasche gezogen, um nach zuschauen, ob alles ordnungsgemäß erledigt wurde. Dabei wird festgelegt, dass das Fenster noch geöffnet ist. Um das Problem zu lösen, könnte der Nachbar angerufen werden. Alternativ wird auf dem Smartphone die Einstellung für das offenstehende Fenster aufgerufen und der Befehl des Schließens ausgeführt.

Für viele Menschen klingt die zweite Option nach einer weit entfernten Zukunft. Dank Smart Home ist es jedoch jedem Menschen möglich, eine solche Technik zu verwenden. Die Deutsche Telekom bietet mit Smart Home eine Erleichterung für das tägliche Leben. Neben dem verbesserten Komfort kann durch Smart Home sowohl Energie gespart als auch die Sicherheit erhöht werden. Nahezu alle Haushaltsgeräte lassen sich mit Smart Home von unterwegs steuern.

Die Home Base empfängt Ihre Steuersignale via Smart Home App über jeden handelsüblichen Router. Es leitet sie dann via Funk an die angeschlossenen Smart Home Komponenten weiter. Daher sind keine weiteren handwerklichen Einbauarbeiten erforderlich. Lediglich die Zwischenstecker müssen an das Haushaltsgerät angeschlossen werden.
Die Smart Home App kann sowohl für iOS als auch für Android heruntergeladen werden. Selbstverständlich sind regelmäßige Updates mit neuen Funktionen inklusive. Für den Fall, dass der Wunsch nach Push-Nachrichten (beispielsweise für Rauchmelder oder Tür-/Fenster-Kontakten) besteht, kann dies eingestellt werden. Der Zugang zum Smart Home Account lässt sich zudem über das Internet verwalten.
Die Vertragslaufzeit ist auf mindestens 24 Monate festgelegt. Zurzeit kann Smart Home für den einmaligen Preis von 1 Euro bestellt werden. Innerhalb der ersten 24 Monate liegt die monatliche Grundgebühr bei 9,95 Euro. Ab dem 25. Monat verringert sich diese auf 4,95 Euro. Außerdem müssen einmalige Versandkosten von 6,95 Euro beglichen werden. Insgesamt entstehen Gesamtkosten von 246,75 Euro. Im Vergleich zu dem Normalpreis von insgesamt 465,60 Euro werden effektiv 226,80 Euro  gespart.
Bei einer Bestellung ist die Home Base (dient als Schaltzentrale), ein zwischenstecker und ein Bewegungsmelder (innen) enthalten. Weitere Komponenten müssen separat gekauft werden. Voraussetzung für die Nutzung von Smart Home sind Smart Home Home Base mit Internetzugang, Smartphone mit einem Internetzugang sowie entsprechende Smart Home Komponenten (Steuerelemente z.B. zur Steuerung der Heizung).

Nach Smart Home jetzt Smart Kinderzimmer – das neue Patent von Google

Google hatte bereits im Jahr 2012 einen Patentantrag eingereicht, der vernetzte Plüschtiere zeigt. Diese sind mit Technik ausgestattet die Interaktionen möglich macht. In den Augen befinden sich Kameras, in den Ohren Mikrofone und im Mund ist ein Lautsprecher. Dazu sollen Motoren angebracht sein um bestimmte Teile der Puppen beweglich zu machen. Damit sollen die Spielzeuge interagieren können.

Die Kurzfassung dazu liest sich durchaus problematisch:

An anthropomorphic device, perhaps in the form factor of a doll or toy, may be configured to control one or more media devices. Upon reception or a detection of a social cue, such as movement and/or a spoken word or phrase, the anthropomorphic device may aim its gaze at the source of the social cue. In response to receiving a voice command, the anthropomorphic device may interpret the voice command and map it to a media device command. Then, the anthropomorphic device may transmit the media device command to a media device, instructing the media device to change state.

Letztendlich werden hier Spielzeuge beschrieben, die mehr oder weniger ständig auf Standby sind und die Umgebung nach vorgegebenen Signalen absuchen um dann darauf reagieren zu können. Dabei sind die Signale nicht direkt näher definiert, es können aber beispielsweise auch Gesichtsausdrücke oder Gesten sein. Die Steuerung soll über Google Dienste erfolgen, die Speicherung der Daten über Google Server vorgenommen werden. Das ist aus datenschutzrechtlicher Sicht höchst bedenklich.

Prinzipiell werden die meisten Kinder auch heute bereits überwacht, wenn es auch in erster Linie gut erkennbare Babyphone sind, die mittlerweile neben Mikrofon und Kamera oft auch Bewegungsmelder und Infrarot haben. Die Speicherung der Daten extern ist aber in diesem Bereich eine ganz neue Dimension.

Das Patent wurde im Übrigen laut Googlewatchblog noch nicht erteilt (trotz der 3 Jahre Wartezeit). Möglicherweise sind die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes ein Grund dafür, wobei es an sich im Patentrecht dafür keine rechtliche Handhabe gibt.