Paukenschlag: Google kauft Fitness-Armband Marke Fitbit

Paukenschlag: Google kauft Fitness-Armband Marke Fitbit – Experten hatten schon länger vermutet, dass Google einen Einstieg im Bereich der Wearables plant, denn mit dem Pixel hat das Unternehmen eigenen Smartphones, passende Smartwatches wurden aber bislang nicht veröffentlicht. Nun scheint klar, welchen Weg Google in dieser Hinsicht gehen will, denn mit Fitbit hat das Unternehmen mit einen der bekanntesten Anbieter im Wearables-Segment gekauft. Fitbit selbst hatte vor wenigen Jahren erst die Marke Pebble und deren Smartwatches erworben und nun wird Fitbit selbst von Google aufgekauft. Der Preis für die Transaktion soll dabei bei 2,1 Milliarden US Dollar liegen.

Google selbst schreibt in der Ankündigung dazu:

Today, we’re announcing that Google has entered into a definitive agreement to acquire Fitbit, a leading wearables brand. We believe technology is at its best when it can fade into the background, assisting you throughout your day whenever you need it. Wearable devices, like smartwatches and fitness trackers, do just that—you can easily see where your next meeting is with just a glance of an eye or monitor your daily activity right from your wrist.

In der Ankündigung greift Google auch bereits den Datenschutzbedenken vor, denn immerhin haben die Fitbit Geräte sehr viele Daten über die Nutzer gesammelt. Diese sollen auf keinen Fall für Google Ads genutzt werden und die Nutzer sollen dazu auch die Möglichkeit bekommen, ihre Daten löschen zu können, falls sie Google doch nicht vertrauen.

Google hat damit auf jeden Fall eine interessante neue Hardware-Plattform, auf der man das eigene  WearOS einsetzen kann. Leider gibt es noch keine Hinweise, was genau das Unternehmen zukünftig an neuen Geräten in diesem Bereich plant und ob man zukünftig auch eine Pixel Watch auf den Markt bringen wird oder ob Fitbit als Marke dauerhaft weiter besteht. Wahrscheinlich gibt es bei eventuellen neuen Geräten noch gar keine tatsächlichen Planungen, diese werden wohl erst im nächsten Jahr kommen und dann werden wir sehen, wie die Google Produktpalette im Wearables-Bereich gestaltet werden wird.

 

 

Stiftung Warentest bescheinigt wenig Mehrwert bei Smartwatches

Stiftung Warentest unterzieht in der Oktober Ausgabe 2015 die kleinen Minicomputer am Handgelenk einem weitläufigen Test.  Sogenannte Smartwatches, auch in der Fachsprache Wearable genannt, stellen sich als neue Generation von Uhren heraus. Sie liefern dabei mehr als nur Zeit, sondern händeln Telefonate, Kurznachrichten, Mails, Termine, zählen Schritte oder messen den Puls und vieles mehr. Doch im Test von Stiftung Warentest stellte sich heraus, dass die Hightech-Uhren bisher noch in den Kinderschuhen stecken oder ohne Anbindung ans Smartphone fast nichts können.

Das hat Stiftung Warentest getestet

Unter die Lupe genommen hat Stiftung Warentest hierzu 12 Smartwatches die im April bis Juni 2015 eingekauft worden. Gemessen wurde die allgemeine Funktion des Displays (Größe, Helligkeit etc.), auch wie Nachrichten sich lesen und beantworten lassen oder gar Telefonate beantwortet werden können. Die Fitnessfunktionen standen dabei genauso im Mittelpunkt, wie die Handysteuerung über die Uhr. Auch die Handhabung der Uhr war dabei ausschlaggebend für die Bewertung, wie auch der Akku, Stabilität und Vielseitigkeit bis hin zum Datensendungsverhalten der schlauen Uhren.

Smartwatches bisher nur Handlanger fürs Handy

Im Test von Siftung Warentest erreichten die besten Smartwachtes nur eine befriedigende Bewertung. Dabei schnitten die Modelle von Apple mit der Apple Watch und seiner Sportvariante noch am besten ab, doch auch nur weil sie spürbar besser funktionierten als andere Uhren. Apple lässt sich diesen guten Qualitätsvorteil auch gut bezahlen und zwar mit rund 450 bis 700 Euro und das obwohl außer Nachrichten empfangen, etwas Fitness und nette Technikfunktionen die Uhren relativ wenig können und deshalb kein Handyersatz sind.

Viele Uhren entfalten ihre Funktionen außerdem nur in Verbindung mit dem Smartphone in dem sie sich über Bluetooth drahtlos verbinden und so Daten austauschen. Doch dafür muss zuvor eine passende App auf dem Handy installiert werden. Selbst die Samsung-Smartwatch Gear s (325 Euro) braucht trotz eigener SIM-Karte und weitgehender Selbstständigkeit zum Einrichten ein Samsung Smartphone. Wer als Multimedia-Fan hingegen in die Technik reinschnuppern möchte, der kann mit 140 Euro mit der Alcatel Onetouch Watch einsteigen. Diese schnitt jedoch auch nur mit mangelhaftem Ergebnis ab, da die Verbindung zum Handy sehr instabil war. Günstiger und dennoch mit befriedigender Leistung, direkt nach den Apple Watches, schnitt im Test die Smartwatches von LG Watch R (227 Euro) auf Android-Basis ab.

Einige Mängel und Funktionen der Smartwatches

Im Test fiel auf, dass die Bedienung der Uhren wenig intuitiv ist und den meisten Uhren nur Kurzanleitungen beliegen. Die Uhren lassen sich zudem recht unterschiedlich bedienen. Apple Watches verfügen über einen guten Touchscreen und eine drehbare Krone, die Samsung Gears s wird hingegen nur über ein berührungsempfindliches Display gesteuert. Andere Uhren lassen sich nur durch Tasten bedienen. Die Kommunikation ist bei den meisten Uhren auch eher träge. Richtig Telefonieren kann man nur mit den Uhren von Apple oder Samsung. Andere Uhren melden Anrufe nur. Nachrichten lassen sich auf der Smartwatch Samsung Gear S am besten lesen, durch ihren großen Display. Außerdem lässt sich bei den meisten Uhren nur eingeschränkt auf Nachrichten antworten. Viele haben hierfür nur vorgefertigte Texte und keine eigene Tastatur. Bei den Akkulaufzeiten sieht es insgesamt bei den Smartwatches eher mau aus. Je nach Nutzungsverhalten ist der Akku daher schnell leer.

Fazit von Stiftung Warentest: Smartwatches sind noch nicht massentauglich und oft meist teuer mit wenig Mehrwert. Im Grunde sind die schlauen Uhren bisher nur externe Monitor für Smartphones. Für Technik-Fans aber durchaus interessant. Das kann man natürlich auch ganz anders sehen.

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