Bundesnetzagentur: viele Maßnahmen wegen Spam und Hacking im Februar

Smartphone und Internet Sicherheit Symbolbild

Bundesnetzagentur: viele Maßnahmen wegen Spam und Hacking im Februar – Die Bundesnetzagentur geht aktiv gegen Rufnummern vor, bei denen es viele Beschwerden gab und die nachweislich für Spam oder Betrugsversuche eingesetzt wurde. Im Februar 2022 wurden mittlerweile fast täglich solche Maßnahmen erlassen. In der Regel wurde dabei die Abrechnung für diese Rufnummern verboten und auch, bestehende Forderungen zu kassieren. Teilweise wurden auch Nummern komplett abgeschaltet. Interessanterweise gibt es auch immer noch Fax Spam, bei dem per Fax ungebetene Werbung verschickt wird – es scheinen also immer noch genug Fax Geräte aktiv zu sein, dass sich dies lohnt. Oft sind es mittlerweile Angebote zu Masken oder Schnelltests, die auf diese wenig seriöse Weise beworben werden.

Teilweise wurden auch Maßmahmen gegen gleich mehrere Rufnummern verhängt, die im Zusammenhang mit Computerbetrug aufgetaucht sind und bei denen man beispielsweise nach Ransom-Ware Attacken den Rechner wieder freischalten sollte.

Die bisher betroffenen Rufnummern und die Details

Bescheid vomRufnummerKategorieMaßnahme
11.02.20220059162968707, 0059162390098, 0059162961192HackingIsoliertes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot sowie Auszahlungsverbot  am 28.01.2022
10.02.2022045378273700, 045378273701, 045378273702, 045378273703, 045378273704, 045378273705, 045378273706, 045378273707, 045378273708, 045378273709Spam FaxAbschaltung der Rufnummern zum 15.02.2022
10.02.202201621808191, 01621808131Spam SMSAbschaltung der Rufnummern zum 15.02.2022
10.02.202201621808208Spam SMSAbschaltung der Rufnummer zum 15.02.2022
09.02.20220080010033100Spam FaxAbschaltung der Rufnummer zum 14.02.2022
04.02.20220012144160400, 0050575117427, 00995570013575, 00995570090308, 00995570070140, 00995570099887, 00995570003916HackingIsoliertes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot sowie Auszahlungsverbot  am 27.01.2022
03.02.202208007224202Spam FaxAbschaltung der Rufnummer zum 08.02.2022
02.02.2022098229989926Internet PopUpAbschaltung der Rufnummer zum 07.02.2022
02.02.2022045047099600Internet PopUpAbschaltung der Rufnummer zum 07.02.2022
02.02.2022091174394933Internet PopUpAbschaltung der Rufnummer zum 07.02.2022
02.02.2022093057989661Internet PopUpAbschaltung der Rufnummer zum 07.02.2022
01.02.202201621808125, 01621808130Spam SMSAbschaltung der Rufnummern zum 07.02.2022
01.02.202201625630181Spam SMSAbschaltung der Rufnummer zum 07.02.2022
01.02.202201621807817, 01621807910, 015205733091, 015259464980, 015259464981, 015259464984Spam SMSAbschaltung der Rufnummern zum 07.02.2022
01.02.202201625635059, 01621807836, 015225417407, 015225416967, 015204082350Spam SMSAbschaltung der Rufnummern zum 07.02.2022
01.02.2022015221055620Spam FaxAbschaltung der Rufnummer zum 07.02.2022
01.02.202200672361323, 001642511000, 002209092661, 002323007186, 002323007243, 002323072436, 002463899038, 005923276970, 0013456462930, 0016042511000, 0018095886407, 0018095908399, 0021629758819, 0021656233050, 0021656240432, 0021691974516, 0021695372230, 0021697237814, 0022235737253, 0022391676605, 0022992089676, 0022992480500, 0023230070351, 0023230071836, 0023230072026, 0023230072436, 0023230072459, 0023230075806, 0023230075904, 0023230554346, 0023230554396, 0023233372395, 0023545335708, 0023572807078, 0023572807860, 0023572850660, 0023574151330, 0023576285905, 0023576383412, 0023576383416, 0023579713039, 0023579726364, 0023579726388, 0023579726534, 0023579726801HackingIsoliertes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot sowie Auszahlungsverbot  vom 22.01.2022 bis 23.01.2022
01.02.20220023579743267, 0023579743727, 0023579757317, 0023595591496, 0026774696000, 0034902750847, 0037061961757, 0037129794650, 0038268006125, 0038268526346, 0059163148348, 0059332256085, 0059372048128, 0059372310893, 0059372311484, 0059372311689, 0059372312298, 0059372314570, 0059372317755, 0059372318539, 0059372410159, 0059372414803, 0077273792919, 0079407547089, 0085630901852, 0096450221474, 00211910491351, 00213511671655, 00237656957414, 00240666117079, 00242057405802, 00243876664214, 00250788397304, 00252675726308, 00252677069404, 00258849919033, 00375294191141, 00393488981907, 00593724101159, 00992917185719, 009647386020582, 0059377241100159HackingIsoliertes Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot sowie Auszahlungsverbot  vom 22.01.2022 bis 23.01.2022

Bundesnetzagentur: deutlich mehr Beschwerden wegen Rufnummern-Missbrauch

Bundesnetzagentur: deutlich mehr Beschwerden wegen Rufnummern-Missbrauch – Die Bundesnetzagentur hat die Zahlen für 2021 beim Thema Spam und unerwünschte Anrufe veröffentlicht und vor allem bei den Beschwerden zum Rufnummernmissbrauch sind die Fälle deutlich gestiegen. Über 50.000 mehr Beschwerden wurden in diesem Bereich registriert, viele davon mit dem Hintergrund von Corona. Dabei wurden etwa Schnelltests oder Masken angeboten und beworben.

Die Bundesnetzagentur schreibt selbst zu den Zahlen:

Bis Ende November 2021 sind bei der Bundesnetzagentur 138.480 schriftliche Beschwerden und Anfragen zum Rufnummernmissbrauch eingegangen (Vorjahreszeitraum: 84.340). Besonders viele Beschwerden – über 30.000 – betrafen unverlangt zugesendete Werbefaxe mit denen insbesondere der Verkauf von Corona-Schnelltests oder Masken beworben wurde. Darauf hat die Bundesnetzagentur mit Abschaltungsanordnungen und Untersagungsverfügungen reagiert.

Im Bereich SMS-Spam sind über 45.000 Beschwerden eingegangen. Hauptsächlich handelte es sich um SMS von angeblichen Paketdiensten, in denen Empfänger auf einen Link tippen sollen. Die Folge können schädliche Apps, Massen-SMS und Abofallen sein. Die Bundesnetzagentur hat frühzeitig gewarnt und Handlungsempfehlungen veröffentlicht. Dem Großteil der Betroffenen ist so kein finanzieller Schaden entstanden.

Zu sogenannten Ping-Anrufen (rund 5.000 Beschwerden) und Drittanbieter bzw. Abo-Fallen im Mobilfunk (rund 350 Beschwerden) sind die Beschwerdezahlen stark zurückgegangen bzw. befinden sich weiter auf niedrigem Niveau. Die Maßnahmen der Bundesnetzagentur zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher greifen.

Die Zahl von falschen SMS von angeblichen Paketdiensten ist auch sehr hoch. Dabei werden SMS mit falschen Links verschickt, die dann Nutzer auf Webseiten mit Malware locken oder versuchen, auf solchen Webseiten persönliche Daten abzugreifen. Immer wieder berichten Nutzer von Wellen solcher vorgeblichen Benachrichtigungen.

Samsung Smart Call – das steckt hinter dieser Funktion

Samsung Smart Call – das steckt hinter dieser Funktion – Die Zahl der Bedrohungen am Handy und Festnetz nimmt nicht ab und es gibt immer neue Maschen, um Angerufenen Daten oder Geld zu entlocken. Man kann sich dagegen auf verschiedene Weisen schützen und Samsung bietet unter dem Namen Samsung Smart Call einen eingebaute Funktion bei den neueren Galaxy Smartphones an, die dies ebenfalls unterstützen soll. Mit Samsung Smart Call kann man sich also vor Spam Anrufern und Spam Rufnummern schützen.

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

Mit der Funktion Smart Call der Samsung Galaxy Smartphones werden Nummern erkannt, die nicht in deinen Kontakten gespeichert sind und du wirst informiert, wenn es sich bei einem eingehenden Anruf möglicherweise um Spam handelt.

Zur Bereitstellung dieser Funktion erfasst das Unternehmen Hiya Daten über den Gesprächspartner, wie dessen Telefonnummer und verarbeitet diese im Einklang mit der Datenschutzrichtlinie von Hiya für Samsung-Geräte. Du kannst diese Funktion jederzeit in den Anrufeinstellungen unter dem Menüpunkt Anrufer-ID und Spam-Schutz ein- oder ausschalten.

Die Funktion lässt sich dabei in der Telefon-App unter Einstellungen => Anruf-ID und Spam Schutz aktivieren und prüft dann alle Anrufe über die Hiya Datenbank auf eventuellen Spam. Man kann über das System dann auch Rufnummern melden und blockieren.

Samsung Smart Call aktivieren – BILD: Samsung

Samsung erweitert also mit mit der Smart Call Funktion Android um einen Spam-Schutz und das ist durchaus sinnvoll, denn viele Nutzer haben Probleme in diesem Bereich. Allerdings ist natürlich auch Smart Call kein 100 Prozent Schutz gegen Spam, denn gefälschte Rufnummern oder unbekannte Nummern, die unterdrückt wurden, können sich natürlich nicht erkannt und gefiltert werden. Ein wenig muss man also auch selbst noch bei Anrufen auf eventuellen Missbrauch achten.

TIPP: Nutzer mit anderen Smartphones außer Samsung Geräten können auch direkt die Hiya App nutzen. Diese ist kostenfrei im Play Store zu haben und bietet auch in der kostenlosen Version die wichtigsten Funktionen der Smart Call Funktion von Samsung.

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Bundesnetzagentur schaltet 220 Rufnummern wegen Mißbrauchs ab

Die Bundesnetzagentur hatte in der letzten Zeit mehrere hundert Beschwerden von Verbrauchern bekommen, in denen es um Werbe-SMS mit pornographischen Inhalten gibt. Die Kurznachrichten versprachen angebliche Gewinne, enthielten vermeintliche persönliche Nachrichten oder Informationen über vorgeblich verfügbare Kredite. Jede SMS enthielt einen Kurzlink, der auf eine Internetseite mit pornographischen Angeboten führte. Öffnet der Nutzer diese Seite, wird er zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements zu Preisen von 2,99 Euro bis 4,99 Euro pro Woche für das Herunterladen von pornographischen Filmen und Bildern aufgefordert. Eine Einwilligung zum Senden dieser SMS an die betroffenen Verbraucher gab es in der Regel nicht.

Die BNetzA hat daher reagiert und insgesamt 220 Mobilfunkrufnummern abschalten lassen, die in Zusammenhang mit dieser SMS-Werbung stehen. Diese Rufnummern können damit zukünftig nicht mehr genutzt werden und stehen daher auch nicht mehr als Absender für unfreiwillige Werbung zur Verfügung.

Verbraucher sollten auf Werbe-SMS von unbekannten Absendern nicht reagieren. Das gilt auch für vermeintlich persönliche Inhalte oder Gewinnversprechen„, mahnt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Wir werden auch weiterhin gezielt Maßnahmen anordnen, um die Menschen vor telefonischer Belästigung zu schützen.

Im Bereich Rufnummernmissbrauch hat die Bundesnetzagentur bei rechtswidriger Nummernnutzung die Befugnis, einzuschreiten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Ein Ansatzpunkt für Maßnahmen kann insbesondere bei Verstößen gegen Vorschriften des Telekommunikationsgesetz (TKG) selbst, aber auch bei Verstößen gegen andere Vorschriften wie z. B. das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) vorliegen. Eine rechtswidrige Nummernnutzung kann je nach Ausmaß des Verstoßes zur Abmahnung, Abschaltung von Nummern, zu Rechnungslegungs- und Inkassierungsverboten, Portierungsverboten, Geschäftsmodelluntersagungen und zu Schaltungsverboten führen. In diesem Fall scheint mal allerdings neben der Abschaltung keine weiteren Maßnahmen ergriffen worden zu sein. Zumindest wurde seitens der BNetzA nicht mitgeteilt, dass man beispielsweise auch eine Abmahnung ausgesprochen hat. Möglich wäre auch ein Inkassierungsverbot: dann dürften die offenen Rechnungen aus diesen SMS nicht mehr eingefordert werden. In anderen Fällen hatte die Behörde auch bereits ein Bußgeld ausgesprochen. Auf diese Maßnahmen scheint man in diesem Fall verzichtet zu haben.

Wer selbst von diesen SMS betroffen war oder eventuell auch weiterhin betroffen ist (unter anderen Rufnummern und vielleicht von anderen Anbietern) kann dies direkt an die BNetzA melden. SMS-Werbung ist gesetzlich verboten, wenn der Adressat dem vorher nicht ausdrücklich zugestimmt hat. Fehlt diese Einwilligung, handelt es sich um unerlaubte Werbung, die gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verstößt. Häufen sich die Beschwerden, wird die Agentur in der Regel aktiv. Die Meldung an die BNetzA kann direkt online erfolgen. Dazu bietet die Behörde verschiedene Formulare an:

Unter SMS kann man in dem Fall auch unerwünschte SMS melden und dazu beispielsweise auch ein Foto oder einen Screenshot der SMS übermitteln. Die Nutzung der Formulare ist kostenfrei und in der Regel wird man über Email zum Fortgang der Beschwerde informiert.