Samsung: neuer LPDDR5X RAM mit 8,5 Gbps Speed vorgestellt

Samsung: neuer LPDDR5X RAM mit 8,5 Gbps Speed vorgestellt – Bei Handys und Smartphones ist neben dem Prozessor mittlerweile auch der Speicher ein wichtiger Faktor geworden und vor allem die Schreibgeschwindigkeit bei den RAM Bausteinen macht einen Unterschied zwischen Topmodellen und günstigeren Smartphones. Samsung hat nun einen neuenLPDDR5X DRAM Baustein vorgestellt, der zukünftig mobil zum Einsatz kommen könnte und der im Vergleich zur Vorgänger-Generation 1,3fache Schreibgeschwindigkeit bei 20 Prozent geringerem Energieverbrauch bietet.

Das Unternehmen schreibt selbst zur Leistung der neuen Technik:

Samsungs LPDDR5X ist ein mobiler DRAM der nächsten Generation, der entwickelt wurde, um Geschwindigkeit, Kapazität und Energieeinsparungen für zukünftige 5G-Anwendungen deutlich zu steigern. Im Jahr 2018 lieferte Samsung den branchenweit ersten 8-Gbit-LPDDR5-DRAM und heute geht das Unternehmen mit dem ersten 16-Gbit-LPDDR5X-DRAM aggressiv über den Mobilfunkmarkt hinaus.

Der LPDDR5X DRAM bietet Datenverarbeitungsgeschwindigkeiten von bis zu 8,5 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s), was über 1,3 Mal schneller ist als die 6,4 Gbit/s von LPDDR5. Durch die Nutzung der branchenweit fortschrittlichsten 14-nm-DRAM-Prozesstechnologie verbraucht er auch rund 20 % weniger Strom als LPDDR5-Speicher. Darüber hinaus wird der 16-Gb-LPDDR5X-Chip bis zu 64 Gigabyte (GB) pro Speicherpaket ermöglichen und damit der steigenden Nachfrage nach mobilem DRAM mit höherer Kapazität weltweit gerecht werden.

Das Unternehmen plant dabei, den neuen DRAM nicht nur bei Smartphones einzusetzen, sondern auch darüber hinaus, selbst Fahrzeuge kommen für die neue Technik in Frage. Allerdings hat das Unternehmen bisher noch nicht angekündigt, in welchen Geräten genau der neuen Speicher zum Einsatz kommen wird. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass es vorrangig die Topmodelle sind, die auf den neuen LPDDR5X RAM setzen werden.

Samsung: 2018 sollen die 512GB Speicher-Module kommen

Bisher haben selbst die Topmodelle unter den Smartphones beim internen Speicher maximal 256GB (oft sogar deutlich weniger) und das hat einen Grund: es liegt weniger an den Herstellern, die nicht mehr Speicher verbauen wollen, sondern es fehlte bislang vor allem die Technik großer Speichermodule. Die meisten Hersteller hatten also bisher gar nicht die Wahl, den Kunden mehr internen Speicher zur Verfügung zu stellen.

Das könnte sich 2018 ändern, denn Samsung hat angekündigt, dass man mit der Produktion eines Speicherchips mit 512GB Kapazität begonnen hat und dieser soll 2018 für den Markt zur Verfügung stehen. Wahrscheinlich wird man damit natürlich vorrangig die eigenen Modelle versorgen, aber das Geschäft mit den Chips und Speichern ist auch darüber hinaus ein wichtiger Baustein in der Unternehmensstrategie und daher wird es diese Technik wohl auch für andere Hersteller geben. Man könnte daher spekulieren, ob auch Apple in 2018 auf 512GB internen Speicher bei den Topmodellen setzen wird und ob man sich wieder auf einen Deal einlässt.

Das Unternehmen schreibt dazu:

“The new Samsung 512GB eUFS provides the best embedded storage solution for next-generation premium smartphones by overcoming potential limitations in system performance that can occur with the use of micro SD cards, said Jaesoo Han, executive vice president of Memory Sales & Marketing at Samsung Electronics. “By assuring an early, stable supply of this advanced embedded storage, Samsung is taking a big step forward in contributing to timely launches of next-generation mobile devices by mobile manufacturers around the world.”

Neben der Größe des Speichers hat man bei der neuen Generation von Flash-Speichern auch die Geschwindigkeit der Datenübertragung erhöht. So können die neuen Module mit einer Geschwindigkeit von bis zu 860 Megabyte pro Sekunde gelesen und auch beschrieben werden. Damit lassen sich auch große Datenmengen in recht kurzer Zeit transferieren, Samsung schreibt als Beispiel, das man einen Videoclip mit 5GB Datenvolumen in etwa 6 Sekunden auf den Speicher schreiben kann. Das ist vor allem im Vergleich mit microSD-Karten ein sehr guter Wert und übertrifft deren Geschwindigkeit um etwa das 8fache.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Blick in die Unternehmenspolitik von Samsung. Da die Produktion jetzt bereits in die Massenfertigung gegangen ist, könnten bereits für das kommende Galaxy S9 und S9+ genügend Module zur Verfügung stehen, so dass eventuell bereits die kommenden Topmodelle (die immerhin bereits im Januar vorgestellt werden sollen) mit dem neuen großen Speicher ausgestattet sein können. Sicher kann man dagegen davon ausgehen, dass das Galaxy Note 8 (wahrscheinlich im Q3 2018) mit 512GB Speicher auf den Markt kommen wird – immerhin ist bis zum Start dieser Geräte noch genug Zeit um genug Chips zu produzieren. Samsung selbst hat sich leider nicht dazu geäußert, in welchen kommenden Modellen der neue interne Speicher mit 512GB zu finden sein wird – man kann aber in jedem Fall davon ausgehen, dass es zumindest in 2018 vor allem die Topmodelle des Unternehmens sein werden, die vorrangig versorgt werden.

iPhone 8 – Apple kauft den Speichermarkt leer

Das iPhone 8 aber auch die erwarten iPhone 7s und 7 werden wahrscheinlich wieder in Auflagen von mehreren Millionen Stück vorproduziert und das merkt man mittlerweile auch auf den Märkten. Besonders im Bereich der Speicher haben andere (und vor allem kleinere) Unternehmen Probleme, ihre Nachfrage nach Speicherchips abgedeckt zu bekommen. Hintergrund ist dabei, dass die Hersteller in diesem Bereich natürlich in erster Linie die Premium-Kunden wie Apple (oder auch Samsung) bedienen und erst danach die kleineren Tranchen für andere Geräte und Modelle. Samsung hat an dieser Stelle noch eine Sonderrolle, weil man selbst auch Speicher-Chips her stellt.

So hat LG gegenüber der Agentur Reuters bestätigt, dass man im Vorfeld bereits Einkäufe vorgezogen hat, um nicht am Ende mit leeren Händen da zu stehen. Im Original heißt es bei Reuters:

Others are placing orders earlier than before to ensure their perilously low inventories do no dry up completely. „After the supply shortages emerged we brought forward our procurement decisions … to ensure a stable supply,“ smartphone and personal computer maker LG Electronics Inc said in a statement, adding it had pushed up quarterly purchase decisions by about a month.

Analysten gehen davon aus, dass Apple derzeit etwa 18 Prozent der Jahresproduktion an NAND Speicherchips verbraucht. Damit würde fast jeder 5. produuzierte Chip weltweit an Apple gehen. Besonders im Vorfeld der Vorstellung neuer Modelle im September kommt es dabei immer zu Nachfragespitzen, wenn die Vorproduktion bereits angelaufen ist und die Geräte auf den Markt kommen. In diesem Jahr könnte das Unternehmen bis zu 100 Millionen iPhone 8 umsetzen – entsprechend viele Speicherchips werden gebraucht.

Möglicherweise werden einige Hersteller gezwungen sein, ihre Modelle aufgrund der Knappheit von Speichermodulen sogar etwas abzuspecken und mit langsameren oder kleinerem Speicher auf den Markt zu bringen. Die Alternative dazu wäre es, langfristige Lieferverträge abzuschließen oder zusätzliche Boni zu zahlen, wenn die gewünschten Speicher geliefert werden. Insgesamt schreibt Reuters sogar, das es mittlerweile eine Art Hamsterkäufe in dem Bereich gibt.

Apple Fans müssen sich auf jeden Fall keine Sorgen machen. Das Unternehmen hat genug Macht im Markt um von Knappheiten dieser Art nicht betroffen zu sein. Die neuen Modelle werden daher mit den Spezifikationen auf den Markt kommen, die Apple geplant hat.

 

iPhone 7 – 32GB Version ist langsamer als die Modelle mit mehr Speicher

Die Preise des neuen iPhone 7 sind wieder nach Speichergröße gestaffelt, der Unterschied zwischen den Modellen liegt aber nicht nur beim Platz sondern auch bei der Geschwindigkeit, mit dem die Speicher genutzt werden können. Bei gsmarena hat man sich diese Geschwindigkeitsunterschied genauer angeschaut und kommt auf deutliche Vorteile bei der Geschwindigkeit bei den größeren Speicherversionen. Im Basemark Test ergaben sich folgende Werte:

  • iPhone 7 mit 128GB Speicher: 1721 Punkte
  • iPhone 7 plus mit 32GB Speicher: 839 Punkte
  • iPhone 6s plus mit 64GB Speicher: 1422 Punkte

Basemark misst dabei (unter anderem( die Schreibgeschwindigkeit des internen Speichers und gibt diesen in Punkten wieder. Die 32GB Version des iPhone 7 greift nach diesen Werten nur mit einem Drittel der Geschwindigkeit auf den Speicher zu, die man bei der 128GB Speichervariante findet. Das neue Smartphone ist mit 32GB in diesem Bereich sogar langsamer als das iPhone 6s mit mehr Speicher. Bei GSM Arena schreibt man dazu:

This benchmark revealed that the iPhone 7 Plus 32GB does badly in the Write portion of the test as otherwise its Read performance is about as equal to the iPhone 6s Plus.

Auch ohne Benchmark waren die Unterschiede beim Kopieren eines 4K Videos (5 Minuten Länge) sehr deutlich. Das iPhone 7 mit 128GB Speicher brauchte dafür nur 17 Sekunden, beim Modell mit 32GB Speicher dauerte der Vorgang 52 Sekunden. Die Unterschiede beim Speed sind also nicht nur akademischer Natur sondern auch direkt in Praxis bemerkbar.

Die Geschwindigkeitsunterschiede könnte vor allem im Speicher selbst begründet liegen, dieser kommt, je nach Größe, von unterschiedlichen Herstellern. So kommt im iPhone 7 mit 32GB der SK Hynix H23QEG8VG2ACS 32 GB Flash Speicher zu Einsatz, bei den größeren Modellen sind Toshiba Speicherelemente mit verbaut.

Microsoft Surface: Klage wegen falscher Speicherangabe eingereicht

Microsoft hat vor etwas weniger als drei Wochen das Surface RT auf dem Markt gebracht und bietet zwei verschiedene Speicherversionen an. Diesbezüglich hat das Unternehmen aus Redmond bereits aufgeklärt, dass der Benutzer nicht den kompletten Speicher für eigenen Daten, Fotos und Apps nutzen kann, denn das Betriebssystem selbst verbraucht einen Großteil des vorhandenen Platzes.

Beim 32-GB-Modell bleibt nur noch die Hälfte des Speichers zur Nutzung übrig, der restliche Platz geht für Windows RT, Recovery-Partition und Office-Programme drauf. Aus diesem Grund hat jetzt ein Rechtsanwalt aus Los Angeles seinen Unmut kund getan und eine Klage gegen Microsoft wegen irreführendem Marketing eingereicht. Das Unternehmen hat bereits reagiert und verlauten lassen, dass Nutzer die Problematik durchaus verstehen würden und des Weiteren wurde ebenfalls ein entsprechender Hinweis vor einigen Tagen auf der Webseite hinzufügt, um die Speicheraufteilung den Käufern zu erläutern.

Im Hinblick auf die Erweiterbarkeit mit einer microSD-Karte kann ich den Ärger nicht sonderlich nachvollziehen und die Chancen für den Anwalt sehen wahrscheinlich nicht gerade rosig aus.

via tablethype

Microsoft Surface: Betriebssystem und Recovery verbrauchen 13 Gigabyte Speicher

Es wurde bereits vor einigen Tagen darüber berichtet, dass beim Microsoft Surface nicht der komplette Speicher verwendet werden kann. Das Betriebssystem und die Recovery-Tools benötigen nämlich ebenfalls Speicherplatz und verbrauchen einen größeren Teil. Microsoft hat sich nun offiziell zu der Thematik geäußert und eine Tabelle veröffentlicht, welche die Aufsplittung des Speichers näher erläutert.

Die vorinstallierten Apps, Windows RT selbst und auch die Windows Recovery Tools benötigen bei der 16 Gigabyte-Version die Hälfte des Speicherns. Bei der größeren Variante kann der Benutzer letztendlich auf 46 Gigabyte zurückgreifen. Der interne Speicher kann allerdings mit einer microSD oder durch ein USB-Laufwerk erweitert werden.

via tabtech