WhatsApp – So verhindert man, dass Dateien gespeichert werden

Wie man verhindert das WhatsApp Dateien speichert – Eine Milliarde an Nutzern verwenden täglich den grünen Messenger-Dienst namens WhatsApp. Massenweise werden hierüber Daten versendet, ganz gerne auch in Form von Bildern und Videos. Das ist eine tolle Sache, allerdings füllt sich allmählich auch damit der Speicher auf dem Smartphone, da die WhatsApp-Dateien automatisch abgespeichert werden. Das ist ein Nachteil. Löscht man demnach nicht mehr gebrauchte Bilder und Videos manuell, dann ist bald für neuere Dateien kein Platz mehr. Deshalb ist es praktisch zu wissen, wie man verhindert, dass WhatsApp Dateien sofort abspeichert, um damit den Speicher zu schonen.

Das automatische Speichern von Nachrichten ist eigentlich eine Funktion, damit bei WhatsApp keine Nachrichten oder Bilder von Freunden verloren gehen. Bei Erhalt werden die Dateien schnell und automatisch auf dem Smartphone gespeichert und können so jederzeit abgerufen werden. Von der Speicherung nicht umfasst sind Statusmeldungen und Sprüche. Natürlich wird über WhatsApp auch viel Schwachsinn versendet, dass man am liebsten schnell wieder loswerden möchte. Am besten ist es, wenn sich das Ganze nicht mehr automatisch abspeichert. Das geht bei WhatsApp tatsächlich und hierzu gibt es zwei Optionen, die das ungewollte Speichern verhindern.

1. Möglichkeit – Für alle Kontakte

Die erste Möglichkeit führt über die Einstellungen von WhatsApp. Dort klickt man auf den Reiter „Daten- und Speichernutzung„.  Oben im Bereich findet man hier den Menüpunkt „Medien Auto-Download“ der in die Kategorien Fotos, Audio, Videos und Dokumente unterteilt ist. Für jeden einzelnen Reiter kann man nun die Entscheidung treffen, ob WhatsApp die Dateien dieses Typs automatisch herunterladen soll oder ob dafür ein Datenvolumen verwendet wird oder nicht. Die Einstellungen gelten dabei für alle Chats. Theoretisch kann man einfach überall das Häkchen herausnehmen und keine Dateien werden mehr automatisch abgespeichert.

Es gibt aber bestimmte Kontakte, bei denen möchte man die Bilder und Videos vielleicht doch speichern, dann gibt es noch eine andere Möglichkeit.

2. Möglichkeit – Für bestimmte Kontakte Einstellungen ändern

Dafür geht man in die Chat-Übersicht des entsprechenden Chats bzw. Kontakts. Hier klickt man auf den Namen, um damit die Einstellungen zu diesem Profil zu öffnen. Scrollt man auf der Seite nun etwas nach unten, dann entdeckt man den Punkt „Medien in Aufnahmen speichern„. Klickt man den Punkt an, dann öffnet sich das nächste Pop-up-Menü. Hierüber lässt sich dann entscheiden, ob WhatsApp Dateien aus diesem Chat immer oder niemals speichern soll. Das Gewünschte dann einfach auswählen.

Unabhängig für welche Möglichkeit man sich entscheidet, der Smartphone-Speicher wird geschont und man muss weniger manuell Bilder oder Videos aussortieren.

Natürlich kann man dies auch jederzeit wieder rückgängig machen – wie das geht hat das Unternehmen hier in den FAQ beschrieben.

 

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Telekommunikationsanbieter speichern Nutzerdaten ohne Rechtsgrundlage

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung weist in einer aktuellen Pressemitteilung darauf hin, das im Telekommunikationsbereich Anbieter weiterhin massenhaft Daten ihrer Kunden sammeln und speichern, obwohl es derzeit keine gesetzliche Grundlage dafür gibt. Das geht aus einer Abfrage der Bundesnetzagentur hervor, die dem AK Vorrat vorliegt und in denen die Unternehmen zu ihrer Speicherpraxis befragt wurden. Dabei gaben mehrere Unternehmen Speicher-Zeiten an, die deutlich über dem rechtlichen Rahmen liegen und auch Daten erfassen, die gesetzlich gar nicht für eine Speicherung vorgesehen sind.

Konkret werden dabei drei verschiedene Punkte angesprochen:

  • Speicherung der Kennung der Mobilfunk-Geräte (IMEI) bis zu 4 Monate lang
  • Speicherung der IP-Adresse bis zu drei Monate lang
  • Speicherung der Funkzelle der Nutzung bis zu einer Woche

Einen sinnvollen wirtschaftlichen Grund für die Speicherung dieser Daten gibt es nicht. Für die Abrechnung werden diese Daten in der Regel nicht benötigt und eine ganze Reihe von Verbrauchern nutzt mittlerweile ohnehin Datenflatrates oder Allnet Flat, bei denen pauschal abgerechnet wird und selbst Verbindungsinformationen zur Abrechnung nicht mehr notwendig sind. Dennoch fallen bei den Anbietern weiterhin große Datenmengen an, die offensichtlich auch nicht sofort gelöscht werden.

Beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung schreibt man zu den Gefahren:

„Dass Mobilfunkanbieter bei jeder Verbindung den Aufenthaltsort festhalten, ermöglicht Behörden massenhafte Funkzellenabfragen und kann Unschuldige in Verdacht bringen, beispielsweise nach der Teilnahme an einer Demonstration“, erklärt Uli Breuer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung. „Zu jeder Internetnutzung die IP-Adresse zu speichern ermöglicht Abmahnanwälten, Verbraucher tausendfach wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen im Internet abzukassieren, die sie oft nicht begangen haben.“

„Das Ausmaß der freiwilligen Vorratsdatenspeicherung ist selbst nach dem Maßstab des industriefreundlichen Leitfadens der Bundesnetzagentur klar illegal und ordnungswidrig. Wir haben deshalb Anzeige erstattet und die Bundesnetzagentur sowie die Bundesdatenschutzbeauftragte zum Einschreiten aufgefordert.

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung verlangt von der Bundesnetzagentur, die Speicherdauer jedes Anbieters transparent zu machen, damit Verbraucher Anbieter ohne Vorratsdatenspeicherung wählen können. Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung warnt außerdem, die geplante ePrivacy-Verordnung der EU drohe die „freiwillige Vorratsdatenspeicherung“ durch Telekommunikationsanbieter massiv auszuweiten, und verlangt ein klares Verbot allgemeiner und unterschiedsloser Vorratsdatenspeicherungen.

Die Bundesnetzagentur gibt derzeit allerdings keine Hinweise, welche Unternehmen die Daten so lange speichern und offensichtlich ist man auch nicht gegen die entsprechenden Anbieter vorgegangen, denn das Papier ist bereits von Anfang 2ß018 und bisher scheint es keine Zwangsmaßnahmen gegen die Unternehmen gegeben zu haben.

Der AK Vorrat hat mittlerweile auch Anzeige erstattet um die Bundesnetzagentur zum Handel zu zwingen. Eine Reaktion der Behörde gibt es bisher darauf noch nicht.

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