Telekom StreamOn – Gericht legt dem europäischen Gerichtshof Fragen vor

Telekom StreamOn – Gericht legt dem europäischen Gerichtshof Fragen vor – Der Streit um das StreamOn Angebot der Telekom geht in eine weitere Runde. Die Bundesnetzagentur hatte den Betrieb untersagt und dagegen hatte die Telekom geklagt. Das Verwaltungsgericht Köln hat das Verfahren nun ausgesetzt und Fragen zur Auslegung der Verordnung (EU) 2015/2120 und den darin enthaltenen Vorschriften über die sog. Netzneutralität dem europäischen Gerichtshof vorgelegt. Auf Grundlage der Beantwortung dieser Fragen soll dann ein Urteil fallen.

Das Gericht schreibt selbst zum fachlichen Hintergrund:

Das Gericht möchte vom Europäischen Gerichtshof vornehmlich wissen, ob Vereinbarungen im Sinne des Art. 3 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 2015/2120 zwischen Anbietern von Internetzugangsdiensten und Endnutzern namentlich über Merkmale von Internetzugangsdiensten wie Preis, Datenvolumina oder Geschwindigkeit den Anforderungen des Art. 3 Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 2015/2120 und dem dort geregelten Gleichbehandlungsgrundsatz genügen müssen. Des Weiteren hat es dem Europäischen Gerichthof verschiedene Fragen im Hinblick auf die Reichweite von Art. 3 Abs. 3 Uabs. 2 und 3 der Verordnung (EU) Nr. 2015/2120 vorgelegt, wonach in unterschiedlichem Ausmaß sog. Verkehrsmanagementmaßnahmen zulässig sein können. Damit möchte das Gericht geklärt wissen, ob die Bandbreitenreduzierung im Falle von „StreamOn“ als eine zulässige Verkehrsmanagementmaßnahme eingestuft werden kann. Schließlich hat das Gericht dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 2015/2120 dahingehend auszulegen ist, dass die Bandbreitenreduzierung im Falle von „StreamOn“ das Recht der Endnutzer im Sinne des Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 2015/2120 einschränkt.

Über StreamOn können Kunden der Telekom bestimmte Inhalte ohne Anrechnung auf das Datenvolumen beziehen, beispielsweise Musik- und Videos-Streaming oder mittlerweile auch Spiele. Diese Konstruktion wurde sehr kritisiert – mittlerweile hat die Telekom die Konditionen aber teilweise angepasst. Dennoch läuft das Verfahren um den Dienst weiter und es bleibt abzuwarten, was der EuGH in dieser Hinsicht entscheidet und welche Leitlinien er in Sachen Netzneutralität in dieser Hinsicht setzen wird. Das könnte auch für andere Anbieter interessant werden, die vergleichbare Angebote haben oder planen.

Oberverwaltungsgericht NRW: Telekom darf StreamOn vorerst nicht weiter betreiben

Der gerichtliche Streit um das Stream-On Angebot der Telekom hat einen neuen Höhepunkt erreicht. In einem Eilverfahren bestätigt das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen nun, dass diese Option gegen das Gebot der Netzneutralität verstößt und damit in dieser Form nicht weiter betrieben werden kann. Geklagt hatte die Bundesnetzagentur als Aufsichtsbehörde für den Bereich Telekommunikation.

Nach dem Urteil darf das Unternehmen nun das „Produkt „StreamOn“ in der bisherigen Form vorläufig nicht weiterbetreiben“. Das wäre ein herber Schlag für alle Kunden, die dies bereits nutzen.

Konkret schreibt die Richter:

Die Telekom Deutschland GmbH darf das von ihr angebotene Produkt „StreamOn“ in der bisherigen Form vorläufig nicht weiterbetreiben. Dies hat das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in einem durch die Telekom Deutschland GmbH gegen die Bundesnetzagentur angestrengten Eilverfahren entschieden und damit die erstinstanzliche Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln bestätigt.

[…]

Zur Begründung führte der 13. Senat aus, der Grundsatz der Netzneutralität verpflichte die Anbieter von Internetzugangsdiensten zur Gleichbehandlung allen Datenverkehrs. Hiergegen werde verstoßen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeit für Videostreaming gegenüber anderen Diensten oder Anwendungen gezielt gedrosselt werde. Da der Grundsatz der Neutralität ein grundlegendes Funktionsprinzip des Internets zugunsten sämtlicher Nutzer schütze, sei es auch unerheblich, ob der Kunde mit der Buchung von „StreamOn“ in die Drosselung eingewilligt habe.

Das Urteil ist allerdings erst im Eilverfahren getroffen. Eine endgültige Entscheidung zu dieser Sache steht damit noch aus, es geht hier vorläufig nur darum ob die Telekom StreamOn weiter anbieten darf, bis das endgültige Urteil gesprochen ist, wobei das Gericht aber auch hier sehr gute Chancen für einen Sieg der Bundesnetzagentur sieht und daher dem Stopp der Stream-On Vermarktung zustimmt.

Mittlerweile bietet die Telekom neben dem ursprüngliche Stream-On Angebote noch weitere Optionen dieser Art an. Das Urteil bezieht sich wohl aber nur auf die Streaming-Option, allerdings würde die Begründung des OVG auch für alle anderen Optionen dieser Art gelten und möglicherweise auch für andere Anbieter. Auch Vodafone nutzt beispielsweise unter dem Namen GigaPass vergleichbare Angebote.

Immer auf den Laufenden bleiben: Tech News und Meldungen direkt auf das Handy oder in den Sozialen Netzwerken: Appdated Telegramm Channel | Appdated bei Facebook | Appdated bei Twitter

Musik, Videos und Games mit Telekom StreamOn genießen – seit April 2017 haben alle Inhaber der Telekom Magenta-Mobil Tarife die Möglichkeit, kostenlose StreamOn Optionen zu dem bestehenden Handytarifen zu buchen und diese zu nutzen. Somit ist das Telekom Unternehmen das erste, das es den Kunden erlaubt  unbegrenzt Musik und Videos zu streamen. Wer die Option für sich noch nicht entdeckt hat oder an einem StreamOn Tarif interessiert ist, dem sollte der folgende Artikel alle dafür nötigen Informationen aufschlussreich darstellen.

Telekom StreamOn Partner

Was man als erstes bei der StreamOn Option beachten sollte, ist dass dieser bestimmte Partner im Bereich Musik, Video und Games hat. Greift man auf diese zu, dann wird das gebuchte Datenvolumen des Vertrages nicht belastet. Dabei wächst die Partner-Liste monatlich und bietet den Nutzern immer mehr Streaming-Möglichkeiten an. Im folgenden sollen diese Partner-Services vorgestellt werden.

Audio-Partner von StreamON

  • Apple Music, ALDI life Musik, AlternativeFM, Amazon Music Unlimited, Amazon Prime Music, Antenne Bayern, Antenne Brandenburg, Antenne Düsseldorf, Antenne Luxemburg, Antenne MV, Antenne Niederrhein, Antenne Niedersachsen, Antenne Sylt,  Antenne Thüringen, antenne 1, ARD Audiothek, Astiga,  atmotraxx Radio, Audible
  • BAUMANN und CLAUSEN Radio, barbara radio, BAYERN 3, BB Radio, bigFM, BigMusic Radio, BookBeat, breakz.fm, Bremen Eins, Bremen Zwei, Bremen NEXT, Bremen Vier, BR-Radio, ByteFM
  • Charivari, Chartmix, Club FM, DASDING, Die neue Welle, Die neue 107.7, Deezer, deinfm, delta radio, DELUXE MUSIC, DFL Audiothek
  • 1LIVE, 1000 Antworten (SWR)
  • egoFM, Energizerstyle, ENERGY, ERF Plus, ERF Pop
  • Feierfreund, Fivee.FM, Flux Music, Freies Radio Wiesental
  • gong fm
  • HarbourTown Radio, harmony.fm, hearthis.at, hr1, hr3, hr4, hr-iNFO, Hitkanal.FM, Hit Radio N1, Hitradio FFH, Hitradio MS One, Hitradio RT1,
    Hitradio RTL
  • hr2-kultur
  • I Love Radio, Inforadio, ISN Radio
  • JAM FM, JUKE Music
  • kick!fm
  • Klassik Radio Select,  Kochblogradio, Kultradio, Kulturradio
  • Laut.fm, Leipzig Beatzz, LoungeFM, lulu.fm
  • MDR Audio, MDR JUMP, MDR Kultur, MDR Sputnik, meinsportradio.de, Munich’s Hardest Hits, Musicalradio
  • Napster, Narando, NDR Kultur, NDR 2, NDR Radio, N-JOY, NE-WS 89.4, Novum FM
  • Ostseewelle HIT-RADIO Mecklenburg-Vorpommern
  • Peppermint FM, planet radio, PULS
  • Qoburadio
  • Radio.de, Radio AllgäuHIT, Radio Arabella (München), Radio Bielefeld, Berlin 88,8, RADIO BOB!, Radio Bochum, Radio Bollerwagen, Radio Brocken, Radio B2, Radio Charivari München, Radio Charivari Würzburg, Radio Chemnitz, Radio CityBeat, Radio Dresden, Radio Duisburg, Radioeins, Radio Emscher Lippe, Radio Energy (Bremen), Radio Ennepe Ruhr, Radio Erzgebirge, Radio Erzgebirge 2, Radio Essen, Radio Fairground, Radio Fantasy, radio ffn,  Radio Fritz, Radio Gong, Radio Gütersloh, Radio Hagen, Radio Hannover, Radio Herford, Radio Herne, Radio Hochstift, Radio K.W., Radio Lausitz, Radio Leipzig,
    Radio Leipzig 2, ,Radio Lippe, RadioMonster.FM, Radio Mühlheim, Radio Neandertal, Radio Nordseewelle, Radio Oberhausen, Radio Paloma, radioplayer.de,
    RADIO PSR, Radio Regenbogen, Radio Roland, Radio RSG, Radio Saarbrücken, Radio Sauerland, Radio SAW, Radio Schwabmünchen,
    Radio Teddy, Radio Ton, radio Top 40, Radio UNiCC, Radio VHR, Radio WAF, Radio WAF deinfm, Radio Westfalica, Radio Wuppertal, Radio Vest, Radio Zwickau, Radio 7, RADIO 21, Radio 90,1, Rautemusik, Rock Antenne, Rockland Radio, Rockland.fm, RPR1, R.SA, R.SH,
    RTL Radio
  • Schlagerparadies, Schlagerplanet Radio, SecondRadio, Soundcloud, Spotify, Spreeradio, SR, SR 3, STAR FM 87.9, Star FM Nürnberg, Stingray Music, SWR1 BW, SWR1 RP, SWR2, SWR3, SWR4
  • Technobase.fm, Tech & Tonic, Techno4Ever, the wave – relaxing radio, Tidal, Top100 Station
  • Vote.fm
  • WDR 2, Webradioscout24, Welle Niederrhein, wunschradio, UNSERDING, YOU FM,
  • 1/DEUTSCH, 104.6 RTL Berlins Hitradio, 106.4 Top FM, 106,9 Radio Gong, 1A-Webradio.de, 54house.fm, 80s80s, 89.0 RTL, 90s90s

Video-Partner von StreamON

  • airtango.live, Alleskino, alugha,  Amazon Prime Video, ARD Buffet, ARD Mediathek
  • Bibel TV und Bibel TV Kids, BluTV, BR24, Brandenburg aktuell, BR Mediathek, Bundesliga Live – Fussballfunk, Bunte
  • Chip.de, Clip my Horse TV, Couchfunk, Crunchyroll
  • DasErste.de, DAZN, DerElefant, Deutsche Welle, Deutsches Musik Fernsehen, Die Maus, DW Learn German
  • ERF Mediathek, Eurosport Player
  • FashionTV, FAZ.NET, Fernsehen-App mit Live TV, France24, funk
  • GigaTV-App, GMX, Google Play Filme & Serien
  • hessenschau, Horizon Go
  • iM Football
  • Kaffee oder Tee, Kicker, Kinoflimmern, Kividoo, kochbar.de
  • MagineTV, Magenta TV, maxdome, MDR Aktuell, MDR Sachsen, MDR Sachsen-Anhalt, MDR Sport, MDR Serbja, MDR Thüringen, MDR Zeitreise, Medienportal Sachsen-Anhalt, MUBI
  • NDR Elbphilharmonie Orchester, NDR Hamburg, NDR Mecklenburg-Vorpommern, NDR Niedersachsen, NDR Schleswig-Holstein, Netflix, Netzkino, NRWision, n-tv
  • Planestream, PGA Tour, Promiflash
  • rbb Abendschau, rbb Mediathek, rbb|24, RTL.de, RTL NEXT, RTL TVnow
  • Save.TV, Sesamstrasse.de, Sky Go, Sky Sport, Sky Ticket, South Park, Spiegel Online, Spiegel.TV, Sport 1 News, Sport.de, Sportschau, SWR Aktuell, SWR Mediathek
  • tagesschau, Tatort, TikTok, Telekom Sport, Toggo t-online.de, TV.de, TV App Live – Fernsehen TV, TV Bayern, TV Programm App mit Live TV, TV Spielfilm
  • Unser Sandmännchen
  • Vevo, Videobuster, Videoload, VIP.de VOX.de
  • Waipu.tv, Watchbox, Watch It!, WDR, WEB.DE, Welt News, Wetter.de
  • YouTube, YouTube Gaming, YouTube Kids, YouTV, Zattoo, ZDF Mediathek
  • 2018 WM Spielplan, 7TV

Eine beliebte Frage bei den Fußball Fans ist, ob man auch die Bundesliga mit StreamOn schauen kann. Die Antwort lautet dabei kurz und knapp: Ja. Ebenso wie die StreamOn Optionen, gibt es seit April 2017 die kompletten Bundesliga Spiele im Streaming-Angebot. Die entsprechenden Spiele finden sich entweder auf SkyGo oder auf Eurosport Player. Wer die Spiele in Live-Übertragung sehen will, kann das über den DAZN Sender, der ebenfalls ein Partner von StreamOn ist, machen.

Games-Partner von StreamON

Seit Mitte August 2018 steht neben der Musik- und Video-Option von StreamOn auch die Option StreamOn Gaming zur Verfügung. Mit der zusätzlich buchbaren Option können Online-Games gespielt werden, ohne dabei das monatliche Datenvolumen zu verbrauchen. Die Stream-On-Gaming-Option ist nicht für alle Telekom-Tarife verfügbar, allerdings bei einigen dafür kostenlos erhältlich. Unter dem Motto: Streamen bis der Arzt kommt, ist die Gaming-Option in den Young-Tarifen kostenlos zubuchbar. Im Standard-Portfolio hingegen kann sie ab dem Tarif MagentaMobil S bzw. der Family Card S für 2,95 Euro im Monat zugebucht werden.

Insbesondere bei den Games handelt es sich um einen großen Verbrauch an gebuchten Daten, die mithilfe von der Partner-Option abgedeckt werden. Denn bei Spielen werden konstant neue Updates, Downloads und Verbindungen erforderlich, damit man auf dem neusten Stand bleiben kann. Alleine bei PokemonGo wird man am Ende des Monats ungefähr 1GB Datenvolumen verbrauchen müssen. Diese Option gibt es erst seit August 2018 und sie ist leider nicht für alles Telekom Nutzer zubuchbar. So können die Inhaber von Young-Tarifen dieses Angebot kostenlos hinzufügen, während die Nutzer ab dem MagentaMobil S bzw. der Family Card S die Option für 2,95 Euro im Monat hinzubuchen können.

Die Liste, der von Telekom StreamOn unterstützen Spielen sieht wie folgt aus:

  • Asphalt 8, Asphalt 9
  • Big Farm
  • CAll of War, Castle Clash, Clash of Clans, Clash Royale
  • Dead Rivals – MMO Zombies, Delicious – Emily’s Miracle of Life, Delicious – Moms vs Dads, Disney Magic Kingdoms, Dungeon Hunter Champ.
  • Elvenar, Empire: Four Kingdoms
  • Forge of Empires
  • Fortnite
  • Lords Mobile
  • Modern Combat Versus
  • Need for Speed No Limits
  • Pokemon Go
  • Real Racing 3
  • SimCity BuildIt
  • The Sims Freeplay, The Sims Mobile,
  • Warlords of Aternum, World of Tanks Blitz, World of Warships Blitz

Kann man mit Stream On Musik und Videos downloaden?

Eine weitere beliebte Frage, was den StreamOn Dienst betrifft, lautet: „kann man Video- und Musik-Dateien herunterladen“. Auch fällt hier die Antwort sehr leicht: Nein. Auch ist das Streamen via Tethering nicht erlaubt, um die nächste Frage vorwegzunehmen. Um das StreamOn Angebot auf mehreren Geräten nutzen zu können, braucht man eine entsprechende Anzahl von den SIM-Karten, auf welche der StreamOn Tarif hinzugebucht wurde.

Nutzung von StreamOn im Ausland

Leider ist die kostenlose Nutzung von dem Streaming-Service im Ausland nicht erlaubt. Befindet man sich in anderen EU-Staaten, werden die genutzten Daten dementsprechend angerechnet. Auch besteht aktuell eine Auseinandersetzung zwischen der Bundesnetzagentur und Telekom, was die Grenzen der Streaming-Optione betrifft.

StreamOn-Tarife im Überblick

Wie es schon erwähnt wurde, können die Nutzer von einem Magenta-Mobil-Tarif die StreamOn Dienste kostenlos hinzubuchen. Dafür eignen sich die Magenta Mobil S Young, Magenta Mobil M um die Musik Stream-Option zu bekommen. Für Video-Streaming eignen sich die Tarife Magenta Mobil L, sowie MagentaMobil M Young und weiter. Hierbei muss man beachten, dass jegliche Aktivitäten, die mit dem Streaming nicht in Verbindung stehen, zum Beispiel Herunterladen von Liedtexten oder Filmbildern, von dem Datenvolumen abgebucht werden. Die Nutzung und die Aktivierung von StreamOn, können über Kundenservice oder online gebucht werden. Dafür entfallen keine Kosten.

Videoqualität

Was das Bild betrifft, den die Nutzer von StreamOn-Dienste erhalten werden, so liegt dessen Qualität auf einem „DVD-Niveau“. Die Videos, die keine Stream-On-Partner sind, werden in ihrer Qualität gesenkt. Um die Auflösung solcher Aufnahmen zu erhöhen, sollte man den StreamOn deaktivieren und die Bildqualität des Videos erhöhen. Für diejenigen, die „MagentaEINS StreamOn Music & Video Max“ gebucht haben, also die Tarife M und L innehaben, wird die bestmögliche HD-Auflösung bereitgestellt.

Datendrosselung

Ebenfalls sollten die Nutzer von Telekom darauf achten, dass nach dem Verbrauch der gebuchten Daten, die Geschwindigkeit des Empfangs gedrosselt wird. Das wirkt sich auch dementsprechend auf die StreamOn Optionen aus. Mit dem „SpeedOn“ Dienst lässt sich jedoch zusätzliches Datenvolumen buchen – leider nicht kostenlos.

In welchen Fällen ist Stream On kostenlos buchbar?

Hat man einen Tarif nach April 2017 gebucht oder ist man zu diesem gewechselt, kann man die StreamOn Option kostenlos zubuchen. Die jeweiligen Optionen unterliegen keiner Laufzeit und können jederzeit gekündigt werden. Diese Tarife sehen wie folgt aus:

  • StreamOn Music: MagentaMobil M, MagentaMobil S Young, Family Card M
  • StreamOn Music&Video: MagentaMobil L, MagentaMobil M Young, MagentaMobil L Young, Family Card L
  • StreamOn Music&Video Max: mit MagentaEins (Telekom Festnetz- und Mobilfunkanschluss) ab dem Tarif MagentaMobil M / MagentaMobil M Young

Ebenso kann man den passenden Magenta-Mobil-Tarif jederzeit online buchen. Hatte man zuvor einen älteren Tarif gebucht und will auf StreamOn Optionen Zugriff haben, muss man damit rechnen, dass der Tarif teurer sein wird. Um die entsprechende StreamOn Option erwerben zu können genügt es, entweder die Telekom-Hotline oder den Kundencenter der Telekom zu kontaktieren. Bei den Magenta-Angeboten S können hingegen keine StreamOn-Angebote zusätzlich gebucht werden.

Telekom StreamOn – Gericht sieht Netzneutralität verletzt

Der Streit um das Telekom StreamOn Angebot geht in eine weitere Runde. Die Bundesnetzagentur hatte bereits bemängelt, dass einige Punkte dieses Dienstes der Telekom gegen die europäischen Regeln der Netzneutralität verstoßen und  daher die Fortführung dieses Angebotes untersagt. Dagegen hatte die Telekom Klage erhoben. Vor dem Verwaltungsgericht Köln (Az.:  1 L 253/18) wurden die Argumente beider Seiten geprüft und auch das Verwaltungsgericht kam zu dem Urteil, dass StreamOn in seiner aktuellen Ausgestaltung ein Verstoß gegen die Regeln der Netzneutralität darstellt. Konkret bemängelten die Richter zwei Punkte, die auch bereits die Bundesnetzagentur angesprochen hatte:

  • Mit den neuen europäischen Roamingrichtlinien müssen Dienste in der EU genau so abgerechnet werden wir im Heimatland. Es darf daher nicht länger sein, dass StreamOn im EU Ausland nicht funktioniert. Die Option muss in den Ländern der EU genau so kostenfreies Streaming ermöglichen wir in Deutschland auch.
  • Die Drosselung der Qualität bei Videos ist ebenfalls ein Problem. Die Telekom reduziert in einigen Tarifen bei der StreamOn Option die Qualität von übertragenen Videos auf sehr kleine Auflösungen. Das hält die Bundesnetzagentur für nicht zulässig, da es keinen technischen Grund gibt, dies vorzunehmen. Daher müssen zukünftig in allen Tarifen mit StreamOn auch HD Videos möglich sein.

Im Original schreibt das Gericht zur Entscheidung:

Die Bundesnetzagentur stellte fest, dass dieses „StreamOn“-Angebot gegen den europarechtlich verankerten Grundsatz der Netzneutralität sowie gegen europäische Roaming-Regelungen verstoße, und untersagte die Fortführung von „StreamOn“ in der derzeitigen konkreten Ausgestaltung.

Der hiergegen erhobene Eilantrag der Telekom blieb erfolglos. Zur Begründung führte das Gericht aus, der Grundsatz der Netzneutralität verpflichte Anbieter von Internetzugangsdiensten, wie die Telekom einer sei, den gesamten Verkehr bei der Erbringung von Internetzugangsdiensten gleich zu behandeln. Hiergegen werde durch die Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit für Streaming-Dienste verstoßen. Diese Drosselung stehe auch nicht zur Disposition des Kunden, so dass es unerheblich sei, ob dieser durch Vertragsabschluss „freiwillig“ die Drosselung hinnehme. Schließlich stehe die derzeitige Ausgestaltung auch nicht im Einklang mit europäischen Roaming-Regelungen. Danach dürften für Roaming-Dienste im europäischen Ausland keine zusätzlichen Entgelte im Vergleich mit den inländischen Endkundenpreisen verlangt werden. Dadurch, dass die Telekom eine Anrechnung der gestreamten Datenmengen auf das jeweilige Datenvolumen nur bei einer Inlandsnutzung ausschließe, werde sie diesen Anforderungen nicht gerecht.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig und die Telekom kann gegen diese Entscheidung beim Oberverwaltungsgericht in Münster vorgehen. Daher kann man derzeit auch noch den StreamOn Tarif der Telekom ohne Probleme buchen und auch an den Regelungen zu diesem Angebote hat sich bisher noch nichts verändert. Bisher ist aber noch nicht bekannt, ob die Telekom gegen das Urteil vorgehen wird.

Bis zu einer endgültigen Klärung ändert sich für Kunden der Telekom und für Nutzer des StreamOn Angebotes nicht. Allerdings wird man be der Telekom sicher bereits darüber nachdenken, ob man StreamOn so weiterführen kann, wenn man die Bedingungen der Bundesnetzagentur umsetzen müßte. Konkret würde der Betrieb wohl teurer werden, wenn man zukünftig StreamOn auch für kostenlose Streams im Ausland anbieten müßte und das könnte schon ein Argument sein, den Dienst nicht mehr weiter zu führen oder zumindest nicht mehr kostenlos anzubieten. Ob einen Änderung aber notwendig werden wird, ist natürlich auch von eventuell noch kommenden Urteilen abhängig.

 

Telekom: StreamOn Gaming mit unbgerenzem Datenvolumen für Gamer

Pünktlich zur Gameom 2018 hat die Telekom eine neue Tarifoption vorgestellt, die sich direkt an Gamer richtet und unter dem Namen StreamOn Gaming angeboten wird. Man kennt die StreamOn Option dabei bereits aus dem Streaming-Bereich. Dort können Verbraucher über diese Option bestimmte Streaming-Dienste nutzen, ohne das dabei Datenvolumen berechnet wird. Dieses Konzept übernimmt die Telekom nun auch auf den Bereich der Computerspiele und bietet eine Tarif-Option an, mit der man online Games spielen kann ohne das dafür Datenvolumen berechnet wird.

In den MagentaMobil Young Tarife ist diese Option dabei kostenlos mit dabei. Für die normalen MagentaMobil Allnetflat und Tarife gibt es diese Option auch, aber dann werden monatlich 2.95 Euro zusätzlich zur monatlichen Grundgebühr berechnet. In den Young Tarifen können sich dabei auch Bestandkunden freuen, denn es gibt nicht nur mehr Datenvolumen, sondern man kann auch diese neue Option kostenlos dazu buchen – an der monatlichen Grundgebühr ändert sich nichts.

Das Unternehmen schreibt zu dem neuen Tarif:

„Bereits heute nutzen mehr als 1,4 Millionen Kunden unser Audio- und Videoangebot StreamOn – Tendenz stark steigend“, erklärt Torsten Brodt, Leiter Commercial Management Telekom Deutschland. „Mit StreamOn Gaming erweitern wir unser bestehendes Angebot gezielt und gehen nach der Unterstützung des eSports-Teams SK Gaming den nächsten Schritt in diesem boomenden Bereich.“ Das neue Angebot beinhaltet zum Start 17 Spiele zahlreicher Partner*. Darunter Top-Titel wie Fortnite und Pokémon Go. Der Clou dabei: Das eigene Datenvolumen wird beim mobilen Spielen nicht belastet. Ab sofort können Kunden StreamOn Gaming in allen Young-Tarifen kostenlos dazu buchen.

Das Angebot gilt allerdings nicht für alle Games. Bei Start sind folgende Spiele mit enthalten:

 RealRacing 3, Need for Speed No Limits, Asphalt 8, Asphalt 9, Disney Magic Kingdoms, Dungeon Hunter Champions, Empire: Four Kingdoms, Big Farm, Hatch Cloud Gaming, Forge of Empires, Elvenar, Clash Royale, Clash of Clans, Fortnite Mobile, Pokémon Go, Modern Combat World of Tanks Blitz, World of Warships Blitz

Wahrscheinlich wird es in den kommenden Monaten noch einige weitere Spiele geben, die StreamOn Option ist auch immer weiter ausgebaut worden und wird nach wie vor erweitert.

Die StreamOn Option der Telekom war bereits durch die Netzagentur geprüft worden. Insgesamt hat man das Angebot dabei als korrekt eingestuft, aber es gab einige Nachforderungen an das Unternehmen. Konkret hat die BNetzA folgende Punkte kritisiert und hier Nachbesserungen gefordert:

  • Mit den neuen europäischen Roamingrichtlinien müssen Dienste in der EU genau so abgerechnet werden wir im Heimatland. Es darf daher nicht länger sein, dass StreamOn im EU Ausland nicht funktioniert. Die Option muss in den Ländern der EU genau so kostenfreies Streaming ermöglichen wir in Deutschland auch.
  • Die Drosselung der Qualität bei Videos ist ebenfalls ein Problem. Die Telekom reduziert in einigen Tarifen bei der StreamOn Option die Qualität von übertragenen Videos auf sehr kleine Auflösungen. Das hält die Bundesnetzagentur für nicht zulässig, da es keinen technischen Grund gibt, dies vorzunehmen. Daher müssen zukünftig in allen Tarifen mit StreamOn auch HD Videos möglich sein.

Mittlerweile scheint die Telekom an der Stelle nachgebessert zu haben, denn man wird das neue Angebot sicher nicht starten, obwohl es noch Klärungsbedarf mit der Bundesnetzagentur gibt.

Telekom StreamOn – Bundesnetzagentur fordert Änderungen

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hatte in den letzten Wochen die StreamOn-Option der Telekom unter die Lupe genommen und geprüft, ob das Angebot im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben steht. Über diese Option kann man (teilweise gegen Aufpreis, bei einige Tarifen kostenfrei) bestimmte Streaming-Dienste nutzen und das Datenvolumen für das Streaming wird dabei nicht auf die Datenflatrate angerechnet. Dabei gibt es sogenannten Content-Partner, deren Streams unter dieses Angebot fallen und anderen Dienste, die (noch) nicht darüber kostenfrei empfangen werden können.

Die schlechte Nachricht dabei: am grundlegenden Prinzip von StreamOn hat die BNetzA wenig auszusetzen. Man findet dort nicht, dass diese Optionen gegen die Netzneutralität verstoßen würde. Am Prinzip des Angebotes muss die Telekom daher nichts ändern.

„StreamOn kann weiterhin von der Telekom angeboten werden. Im Interesse der Verbraucher sind aber Anpassungen bei der Ausgestaltung notwendig“, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „StreamOn muss dem Roam-Like-At-Home-Prinzip entsprechen und Kunden muss Videostreaming in einer ungedrosselten Bandbreite zur Verfügung stehen. Im Interesse der Kunden sorgen wir dafür, dass StreamOn den Vorgaben zu Roaming und zur Netzneutralität Rechnung trägt.“

„Das Gleichbehandlungsgebot ist ein Eckpfeiler der europäischen Regelungen zur Netzneutralität“, sagt Homann. „Das Gleichbehandlungsprinzip hat das Internet zum Innovationsmotor gemacht. Die Vielfalt der Anwendungen und Dienste kommt allen Verbraucherinnen und Verbrauchern zugute. Das Verbot der Drosselung von Videostreaming sichert nicht nur die Vielfalt des Internets, sondern stärkt auch die Anbieter von Videostreaming-Diensten, die auf höherauflösende Inhalte setzen.“

Es gibt aber auch einige Punkte, an denen die Telekom nachbessern muss. Das könnte dafür sorgen, dass die Option teurer wird – auf jeden Fall fällt durch die Flatrate mehr Datenvolumen bei der Telekom an. Konkret hat die BNetzA folgende Punkte kritisiert und hier Nachbesserungen gefordert:

  • Mit den neuen europäischen Roamingrichtlinien müssen Dienste in der EU genau so abgerechnet werden wir im Heimatland. Es darf daher nicht länger sein, dass StreamOn im EU Ausland nicht funktioniert. Die Option muss in den Ländern der EU genau so kostenfreies Streaming ermöglichen wir in Deutschland auch.
  • Die Drosselung der Qualität bei Videos ist ebenfalls ein Problem. Die Telekom reduziert in einigen Tarifen bei der StreamOn Option die Qualität von übertragenen Videos auf sehr kleine Auflösungen. Das hält die Bundesnetzagentur für nicht zulässig, da es keinen technischen Grund gibt, dies vorzunehmen. Daher müssen zukünftig in allen Tarifen mit StreamOn auch HD Videos möglich sein.

Insgesamt könnte durch die Freigabe von HD-Inhalten und dem kostenfreien Streaming im Ausland die Kosten der Telekom für diese Option steigen, da vor allem durch HD Streaming natürlich mehr Datenvolumen anfällt. Dazu können künftig auch Auslandspartner Rechnungen stellen, wenn Kunden im Ausland viel Streaming nutzen und damit einen entsprechend hohen Datenverbrauch haben.

Bleibt abzuwarten, wie die Telekom auf die neuen Vorgaben reagieren wird. Vorerst hat das Unternehmen mit Ende März 2018 Zeit um die Forderungen der BNetzA umzusetzen. Gibt es bis dahin keine Anpassungen, kann die Behörde ein Bußgeld verhängen – allerdings ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig – die Telekom kann dagegen noch vorgehen und es ist zu erwarten, dass dies auch genutzt wird.

StreamOn – Telekom Videostreaming ohne Drosselung

Die Telekom führt ab 19. April einige Neuerungen bei den Magenta Mobil Handytarifen ein und ermöglicht es dabei unter anderem, Musik und Videos ohne Volumenbegrenzung zu streamen. Unter dem Namen Stream On ist dabei diese Option für die meisten Telekom Allnet Flat verfügbar.

„Mit StreamOn werden wir den deutschen Mobilfunkmarkt revolutionieren. Das neue Angebot ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, unseren Mobilfunkkunden auch unterwegs eine uneingeschränkte Nutzung von Audio- und Videoinhalten im besten Mobilfunknetz zu bieten“, sagt Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und Sprecher der Geschäftsführung Telekom Deutschland GmbH. „Wir packen noch mehr Leistung in unsere MagentaMobil Tarife – und das ohne einen Cent Mehrkosten für den Kunden, der jetzt nach Herzenslust jederzeit seine Lieblingssongs hören oder aber Serien schauen und Sportereignisse live verfolgen kann.“

Das neue Angebot steht dabei für folgende Tarife zur Verfügung:

  • MagentaMobil Tarifen M, L, L Plus
  • MagentaMobil L Premium und L Plus Premium

Allerdings sind nicht alle Streaming Anbieter inklusive. Die Telekom hat nur einige Partner gewonnen und arbeitet mit diesem Angebot daher zusammen mit: Apple Music, Napster, Sky, Amazon, YouTube, Netflix, ZDF und 7TV. Streaming von anderen Portalen wird nach wie vor normal berechnet und vom monatlichen Inklusiv-Volumen abgezogen.

Dazu ist die Option auch nochmal der Leistung nach unterteilt und bietet folgende Leistungen:

  • Mit StreamOn Music können Telekom Kunden im Tarif MagentaMobil M die Audio-Streamingdienste teilnehmender Partner auch unterwegs sorglos nutzen, ohne ihr Highspeed-Datenvolumen anzutasten.
  • StreamOn Music&Video bietet Kunden ab dem Tarif MagentaMobil L eine kostenlose Audio- und Video-Streaming-Option. Sämtliche Videoinhalte werden in für das Smartphone mobiloptimierter Qualität, vergleichbar einer DVD-Qualität, übertragen.

Die Telekom hatte ein ähnliches Angebot bereits mit Spotify umgesetzt. Man konnte in einigen Tarifen Spotify unbegrenzt und ohne Limit hören. Allerdings musste dieser Deal wieder eingestellt werden, da man damit wohl gegen die Vorgaben der Netzneutralität der EU verstoßen hatte. Mit den neuen Angeboten umgeht man diese Vorgaben, in dem man nicht nur mit einem Anbieter zusammen arbeitet, sondern allen Anbietern in diesem Bereich eine Zusammenarbeit ermöglicht.

„Das neue Angebot ist einzigartig in Deutschland. Wir bieten schon zum Start eine umfangreiche Partnerauswahl für die unterschiedlichen Interessen unserer Kunden. Und der Content wird weiter wachsen. Es gibt keine Einschränkung, jeder Anbieter von legalen Audio- und Video-Inhalten kann unser Partner werden“, sagt Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland GmbH, und betont: „Die StreamOn Partnerschaft steht allen Interessierten offen.“

Ob das ausreicht, um die Vorgaben in Sachen Netzneutralität zu erfüllen, ist aber bisher noch unklar, wahrscheinlich wird es dazu noch nachgelagerte Prüfungen und vielleicht auch Prozesse geben.