Apple: Google zahlt 3 Milliarden Dollar für die Standardsuche

Die letzten Quartalszahlen für die Monate April bis  Juni sind bei Apple sehr gut ausgefallen und insbesondere im Bereich der Service-Umsätze (Apple Care, Apple Pay, digitaler Content usw.) konnte Apple die Einnahmen erhöhen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm das Unternehmen in diesem Quartal etwa 1,5 Milliarden US Dollar mehr ein und der Umsatz in diesem Bereich stieg auf über 7,2 Milliarden Dollar. Die Analysten von Bernstein gehen davon aus, dass ein nicht unwesentlicher Teil dieser Umsätze bei Apple direkt von Google kommen könnte.

Apple profitiert dabei davon, dass Google gerne die eigene Suche als Standardsuchfunktion auf den iPhone und iPads bzw. Macs sehen möchte. Wenn Apple Nutzer also eine Suche starten, landen sie voreingestellt bei Google. Nur wenn sie selbst aktiv werden und eine andere Suchmaschine anwählen, nutzen sie einen anderen Anbieter für die Suche. Das tun allerdings eher wenige Nutzer. Apple lässt sich diesen Service gut bezahlen. 2014 zahlt das Unternehmen noch etwa 1 Milliarde US Dollar an Apple, nun sollen es bereits 3 Milliarden US Dollar sein. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass sich die Zahl der Apple Geräte erhöht hat.

Im Original bei CNBC heißt es:

„Court documents indicate that Google paid Apple $1B in 2014, and we estimate that total Google payments to Apple in FY 17 may approach $3B,“ Bernstein analyst A.M. Sacconaghi Jr. said. „Given that Google payments are nearly all profit for Apple, Google alone may account for 5% of Apple’s total operating profits this year, and may account for 25% of total company OP growth over the last two years.“ Bernstein sees pros and cons in the payments. Sacconaghi said that Google might decide to back away from paying Apple any licensing fees if it feels confident enough that its search engine is so popular Apple won’t include any other option by default.

Die Analysten gehen aktuell davon aus, dass 2017 der Gewinn von Apple zu einem Teil auf die Zahlungen von Google zurück geht. Insgesamt sollen etwa 5 Prozent des Apple Gewinns in diesem Jahr auf dieser Vereinbarung beruhen. Auch wenn Apple also keine eigenen Suchmaschine betreibt, nimmt das Unternehmen durchaus interessante Summen aus dem Geschäft mit der mobilen Suche ein.

Google-Suche: Update für iOS-App bringt Chrome für das iPad

Google hat vor zwei Tage die neue Version 1.0.0.8117 für die iOS-App „Google-Suche“ freigegeben und damit die komplette iPad-Benutzeroberfläche überarbeitet. Im Endeffekt wurden einige Funktionen aus Chrome für Android-Tablets durch dieses Update auf das iPad gebracht. Hingegen wurde das iPhone nur mit einem Vollbild-Modus ausgestattet.

Die App bietet eine direkte Integration der Google Suchmaschine auf dem iPad und Suchergebnisse beziehungsweise Webseiten werden für einen besseren Überblick nebeneinander angezeigt. Zusätzlich kann eine Seitenvorschau verwendet werden und die Google Instant-Funktion, um schneller die richtige Antwort zu finden. Weiterhin wurde eine Bilderansicht mit „Karussell“-Navigation, sowie eine visuelle Benutzeroberfläche für den Suchverlauf ergänzt. Zum Schluss wird auch der Zugriff auf die Google-Apps vereinfacht.

Leider bekommt die iPhone-Version nur kleinere Fehlerbehebungen und einen Vollbildmodus für Suchergebnisse spendiert. Auch die Möglichkeit Push-Benachrichtigungen für das Google-Mail-Postfach zu empfangen wurde entfernt, dafür sollen Benutzer die eigene Google-Mail App verwenden.

Diese kann direkt im App Store kostenlos heruntergeladen werden und ist 11,9 Megabyte groß.