Benchmark-Vergleich: Apple iPad mini und Google Nexus 7 im Test

Das iPad mini ist seit einer Woche im Handel verfügbar und konnte bereits sehr positive Testberichte einfahren. Im 7-Zoll-Bereich ist die Konkurrenz allerdings groß und mit dem kleineren iPad-Bruder hat sich Apple genau gegen das Google Nexus 7 positioniert. In mehreren Benchmarktests muss nun das iPad mini beweisen, ob es auch das zusätzliche Geld wert ist.

Die Kollegen von MobileGeeks haben sich die beiden 7 Zoll Tablets geschnappt und durch verschiedene Benchmark-Anwendungen gejagt. Das iPad mini verfügt jedoch nur über einen A5 Dual-Core-Prozessor und sollte aus diesem Grund wahrscheinlich schlechter abschneiden als das Nexus 7, welches mit einem NVIDIA Tegra 3 Quad-Core ausgestattet ist. Die folgenden Tests werden zeigen, ob Apple auch mit einem veralteten Prozessor auftrumpfen kann.

Im Geekbench, der vorwiegend die Prozessor-Geschwindigkeit misst, hat das kleinere Apple-Tablet keine Chance und muss eindeutig den Kürzeren ziehen. Beim Sunspider wird die Javascript-Ladezeit (kürzer ist besser) gemessen und ist vorwiegend zur Verdeutlichung der Browsergeschwindigkeit gedacht, gleiches gilt auch für den Browsermark. Im ersten Test kann das iPad mini überzeugen und im zweiten Verfahren sind die beiden Tablets fast gleich auf. Im GL Benchmark allerdings kann das Tablet aus dem Hause Cupertino mit der verbesserten Grafikleistung punkten und das Nexus 7 ausstechen.

Insgesamt sind die beiden Tests relativ ausgeglichen und jedes besitzt Vor- und Nachteile. Allerdings muss man bedenken, dass das iPad mini nicht unbedingt einen schnelleren Prozessor benötigt, denn jegliche Anwenudngen und das System selbst laufen einwandfrei.

iPhone 5: Das schnellste Smartphone in Benchmark-Tests

Das iPhone 5 ist das wohl lang ersehnteste Smartphone in diesem Jahr und steht momentan im Mittelpunkt der Medien. Die Gerüchteküche hat den Hype bereits vorhergesagt und die Verkaufszahlen bestätigen den ersten Erfolg. Die Konkurrenz ist natürlich weiterhin größer den je und können durch potente Hardware normalerweise gegenüber den iPhones auftrumpfen. Das neue Apple-Smartphone wiederum zeigt, dass ein gut konzipierter Dual-Core-Prozessor mit bis zu 1,2 GHz leistungsfähiger sein kann als die Vierkernprozessoren in den aktuellen Android-Smartphones.

Die Kombination aus angepasster Hardware und dem eigens entwickelten Prozessor hat bereits in den ersten Benchmark-Tests überzeugt, aber nun hat sich das bekannte Hardware-Magazin AnandTech die sechste iPhone-Generation genauer unter die Lupe genommen und verschiedensten Benchmarks unterzogen. Zudem haben die amerikanischen Kollegen die ersten Diagramme aufgestellt und somit nochmals bildlich dargestellt, dass das iPhone 5 momentan das weltweit schnellste Smartphone ist.

In den Kategorien Browser und Grafik haben sich die Hardware-Experten das iPhone mit älteren Generation, aber auch mit der Konkurrenz verglichen. Sowohl im Browserbereich als auch in der Grafikleistung kann das iPhone 5 überzeugen und lässt die anderen Geräte alt aussehen. Zusätzlich hat auch PCMag einen ähnlichen Vergleich auf die Beine gestellt, aber zusätzlich noch andere Benchmark-Tests durchgeführt. Die Ergebnisse wiederum bestätigen die Daten von Anandtech und kommen auch zum Schluss, dass das iPhone 5 durch den deutlich schnelleren Zugriff auf den Speicher einen erheblichen Leistungszuwachs erhält. Die anderen Smartphones können damit momentan noch nicht mithalten und hinken hinterher. In der unteren Vergleichstabelle wurde jedoch die nordamerikanische Version des Galaxy S3 verwendet, die auch einen Dual-Core-Prozessor besitzt. Die Quad-Core-Variante, die hierzulande verkauft wird, kommt auf bis zu 1900 Punkte im Geekbench-Test.

Um die Werte der beiden Magazine zu bestätige, haben ich noch mal ein kleines Video angefertigt, in dem ich einige Benchmarks durchführe. Den BrowserMark konnte ich leider auf Grund von Serverproblemen bei dem Dienst nicht durchführen. Ansonsten bin ich im Geekbench-Test auf einen Wert von 1649 Punkte gekommen und der SunSpider hat 908,2 Millisekunden ausgespuckt. Beim 3D Benchmark komme ich auf 60,27 Frames pro Sekunde. Die Werte können sich durchaus sehen lassen und stimmen mit den Angaben von AnandTech sowie PCMag überein. Ein Vergleichstest in Videoform zwischen dem Samsung Galaxy S3, HTC One X und iPhone 5 folgt in der kommenden Woche.

iPhone 5 kann auch bei Javascript-Benchmarks überzeugen

Das iPhone 5 hat bekanntlich nicht nur äußerlich einige Änderungen erhalten, sondern wurde auch im Inneren auf Vordermann gebracht. Der neue A6-Prozessor soll laut den neusten Erkenntnissen auf einem eigenen ARM-Design basieren, welcher vermutlich von der zugekauften Firma P.A. Semi entwickelt wurde. Die ersten Geekbench-Benchmarks konnten bereits überzeugen und haben sogar einige Android-Flaggschiffe ausgeboten.

Nachdem am heutigen Tag die ersten Testberichte der großen Medien im Netz aufgetaucht sind, wurde nun auch der erste SunSpider Javascript-Benchmark veröffentlicht. Die amerikanischen Kollegen von AnandTech haben die Ergebnisse ausgegraben, die vermutlich in den ersten Reviews entstanden sind. Im SunSpider-Test konnte das neue iPhone 5 eine beachtliche Leistungssteigerung erzielen und benötigt nur noch 914,7 Millisekunden für den Test, wohingegen die Vorgängergeneration nur einen Wert von 2250 ms erreicht hat.

Aber nicht nur im eigenen iOS-Umfeld kann das neue Apple-Smartphone überzeugen, sondern auch im Vergleich mit der Konkurrenz. Das Samsung Galaxy S3 benötigt im gleichen Test 1442,9 Millisekunden und das HTC One X 1608 Millisekunden. Aber auch der Intel Atom Z2460, welcher durch eine verbesserte Speicherverwaltung die Liste anführte, kann mit dem A6-Prozessor im Javascript-Vergleich nicht mithalten.

Die SunSpider-Benchmarks messen generell die Performance im Web Browser und werden von dem Prozessor, aber auch durch die Javascript-Implementation von dem Betriebssystem beeinflusst. Dementsprechend wird der schnellere A6-Prozessor auch beim täglichen Surfen zur Geltung kommen, aber auch die neue iOS-Version könnte den anderen Apple-Geräten einen Leistungsschub bescheren. In unserem Test erreicht das iPhone 4S mit iOS 6 einen Wert von 1747,3 Millisekunden und schneidet mit dem neuen Betriebssystem um einiges besser ab.

via MacRumors