Blau – neue Allnet Flat mit bis zu 8GB Datenvolumen

Ab morgen wird es bei Blau ein neue Tarifportfolio im Postpaid Bereich auf Rechnung geben. Das Unternehmen setzt dabei vor allem auf mehr Datenvolumen und bietet zukünftig Allnet Flat mit bis zu 8GB Datenvolumen im Monat an. Dazu gibt es auch kleinere Datenvolumen, beispielsweise bekommt man die Allnetflat mit 3GB ab 9.99 Euro.

An den Grundwerten ändert sich allerdings im Vergleich zu den aktuellen Tarifen eher wenig. Die Allnet Flat bieten auch weiterhin kostenlose Gespräche und SMS in alle Netze. Das mobile Surfen ist im O2 Netz mit LTE Speed möglich und bietet Geschwindigkeiten mit bis zu 21,6Mbit/s im Download. Das ist allerdings im Vergleich zu den originalen o2 Tarifen eher langsam: Diese bieten bereits Geschwindigkeiten bis zu 225MBit/s und sind damit deutlich schneller als die Allnet Flat bei Blau. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt auch bei den neuen Allnetflat 24 Monat und die Kündigungsfrist liegt bei 3 Monaten.

Die neuen Tarife im Überblick:

Blau M

  • Datenvolumen: 2 GB (LTE)
  • Datengeschwindigkeit: bis zu 21,6 Mbit/s
  • Freieinheiten: 300 Freiminuten und SMS in alle deutschen Netze
  • Monatliche Grundgebühr: 7,99 Euro
  • Anschlusspreis: 29,99 Euro
  • Vertragslaufzeit: 24 Monate

Dieser Tarif ist das einzige Angebot, das keine Flatrate für Gespräche beinhaltet. Stattdessen bekommt man 300 Freiminuten jeden Monat. Sind diese aufgebraucht, wird jede weitere genutzte Minute mit 9 Cent abgerechnet.

Blau Allnet L

  • Datenvolumen: 3 GB (LTE)
  • Datengeschwindigkeit: bis zu 21,6 MBit/s
  • Telefonie und SMS: Flat in alle deutschen Netze
  • Monatliche Grundgebühr: 9,99 Euro
  • Anschlusspreis: 29,99 Euro
  • Vertragslaufzeit: 24 Monate

Blau Allnet XL

  • Datenvolumen: 5 GB (LTE)
  • Datengeschwindigkeit: bis zu 21,6 MBit/s
  • Telefonie und SMS: Flat in alle deutschen Netze
  • Monatliche Grundgebühr: 14,99 Euro
  • Anschlusspreis: 29,99 Euro
  • Vertragslaufzeit: 24 Monate

Blau Allnet Plus

  • Datenvolumen: 8 GB (LTE)
  • Datengeschwindigkeit: bis zu 21,6 MBit/s
  • Telefonie und SMS: Flat in alle deutschen Netze
  • Monatliche Grundgebühr: 24,99 Euro
  • Anschlusspreis: 29,99 Euro
  • Vertragslaufzeit: 24 Monate

Die Angebote stehen auf Wunsch auch immer mit Hardware zur Verfügung. Man kann aus einer breiten Auswahl an Handys und Smartphones wählen, allerdings steigt dann der monatliche Preis der Tarife etwas an (je nach Preis des gewählten Modells) und in der Regel kommt dann auch noch ein höherer Kaufpreis dazu.

Blau selbst schreibt zu den neuen Tarifen:

Mit dem neuen Postpaid Portfolio bietet Blau allen Interessenten eine noch bessere Auswahl an günstigen Tarifen. Das Einsteigerangebot Blau M mit 2 GB Datenvolumen sowie 300 Freiminuten und SMS in alle deutschen Netze gibt es bereits ab günstigen 7,99 Euro monatlich. Mit dem Allnet L Tarif zahlen Kunden für 3 GB und eine Telefonie- und SMS-Flat nur 9,99 Euro im Monat und für den Allnet XL Tarif mit 5 GB Datenvolumen inkl. Allnet-Flat geben sie nur 14,99 Euro monatlich aus. Für Kunden, die regelmäßig surfen, telefonieren und texten gibt es zusätzlich noch den neuen Blau Allnet Plus Tarif – dieser beinhaltet ebenfalls eine Telefonie- und SMS-Flatrate und zusätzlich 8 GB Datenvolumen für 24,99 Euro. Alle Tarife verfügen über die EU-Roaming Option

Zusammenfassend ersetzt Blau die bisherige 1,5GB Flat (für 12,99 Euro und damit wenig konkurrenzfähig) durch einen neuen Tarif mit 8GB Datenvolumen für 24.99 Euro. Allerdings gibt es auch im O2 Netz bereits Anbieter, die 8GB deutlich billiger anbieten. Beispielsweise kostet bei PremiumSIM eine Allnet Flatrate mit 8GB Datenvolumen für 19.99 Euro. Das Angebot von Blau liegt 5 Euro darüber und gerade preisbewusste Kunden dürften sich daher eher auf anderen Marken konzentrieren.

O2 mit neuen Handytarifen und bis zu 60GB Datenvolumen

O2 hat angekündigt, dass man ab dem 5. Juni die Handytarife umbauen wird und dabei vor allem auf Datenvolumen Wert legt. Zukünftig wird es drei O2 Free Tarife geben, die Datenvolumen zwischen 1GB und 30GB bieten. Die Preise bewegen sich dabei zwischen 19.99 und 39.99 Euro. Dabei werden auch die neuen Tarife nach dem Verbrauch des monatlichen Datenvolumens mit 1Mbit/s weitersurfen können. Dann steht zwar kein LTE mehr zur Verfügung, aber die Geschwindigkeit reicht immer noch aus um im Web zu surfen oder Mails zu checken.

Die größte Änderung bei den neuen Tarifen besteht dabei vor allem in der neuen Boost Funktion. Mit dieser lässt sich das Datenvolumen in den O2 Free Tarifen gegen 5 Euro Aufpreis verdoppeln. Im größten Tarif des Unternehmens stehen damit ab Juni bis zu 60GB mit LTE Speed und 225MBit/s für 44,95 Euro monatlich zur Verfügung. Die Boost Option kann aber auch zu den kleineren Tarifen gebucht werden.

O2 selbst schreibt zum Angebot:

Doch damit nicht genug: Kunden können für nur 5 Euro zusätzlich ihr Highspeed-Datenvolumen mit dem O2 Free Boost verdoppeln. „Unsere zentrale Mobilfunkmarke O2positioniert sich in der Mitte des Marktes und spricht mit ihrem Freiheitsversprechen alle Kunden an. Große Datenpakte zum herausragenden Preis-Leistungsverhältnis sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Wir bieten maximale und bezahlbare Freiheit für den individuellen digitalen Lifestyle unserer Kunden“, kündigt Wolfgang Metze, Privatkundenvorstand bei Telefónica Deutschland, an.

Dazu gibt es mit O2 Free Connect eine weitere Funktion: Die Tarife können standardmäßig mit bis zu 10 Geräten geteilt werden. O2 rüstet damit die MultiSim Funktion deutlich auf und bietet sie kostenfrei mit an. In den Tarifen gibt es daher bis zu 10 Simkarten, die sich alle das gleiche Datenvolumen des Grundtarifs teilen. Hintergrund ist hier vor allem die Nutzung mit anderen Endgeräten wie Smartwatches oder auch einem Auto. Bis zu zehn Endgeräte können zukünftig bei den O2 Tarifen über den Grundtarif versorgt werden. Neben der Hauptkarte umfasst Connect zwei Multicards mit Allnet- und SMS-Flat sowie bis zu sieben Datacards ohne Voice- und SMS-Funktionalität speziell für smarte Endgeräte. Konkret können damit zwei Handys ausgestattet werden und 7 weitere Datengeräte (die dann aber nicht telefonieren oder SMS versenden können).

O2 Free Connect im Video

o2 Free Connect - Anwendungen im Überblick

Mit der Connect Funktion erklärt sich auch das viele Datenvolumen, denn wenn man mit dem Tarif bis zu 10 Gerät mobil ins Internet bringen kann, teilen sich  natürlich auch bis zu 10 Geräte die 60GB Datenvolumen pro Monat und dann bleibt für das einzelne Gerät gar nicht mehr so viel übrig. Allerdings gilt wie oben bereits geschrieben, dass man mit den Tarifen auch nach der Drosselung noch mit 1MBit/s surfen kann – dann allerdings ohne LTE.

Interessant ist auch, dass O2 keine Tarif bietet, der LTE Geschwindigkeiten ohne Drosselung anbietet. Vodafone und die Telekom haben mittlerweile entsprechende Tarife auf den Markt gebracht (für teure 80 Euro pro Monat). O2 scheint diesen Schritt noch nicht mit gehen zu wollen – allerdings sind 60GB monatlich natürlich in der Regel für die meisten Verbraucher genug Datenvolumen, dass sie wohl selten aufbrauchen werden und daher ist der größte O2 Tarife (für etwas mehr als die Hälfte des Preises der Flats von Telekom und Vodafone) schon recht nah an einer Flatrate ohne Drosselung, auch wenn es nominell natürlich eine Drosselung gibt.

Smartmobil, WinSIM und PremiumSIM – Drillisch vereinheitlicht die Tarife wieder

Bei einer ganzen Reihe von Drillisch Discountern sind in dieser Woche neue Tarife online gegangen. Unter anderem bei Smartmobil, WinSIM und PremiumSIM findet man dabei nun fast identische Tarife, die sich teilweise lediglich in einzelnen Bereichen beim Datenvoumen unterscheidet. So gibt es mittlerweile bei den drei Anbietern einen neuen Tarif mit 1GB Datenvolumen für nur 6.99 Euro monatlich. Das Unternehmen scheint also die Marken vor allem im Bereich der Einsteiger-Tarife fit machen zu wollen. Auf der anderen Seite findet man kaum noch Angebote mit 10GB, in der Regel sind maximale 6 bis 8GB monatliches Datenvolumen das Maximum.

Bei den Laufzeiten hat sich dagegen wenig geändert. Die Tarife haben in der Regel eine Laufzeit von 24 Monaten und eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Verpasst man diese verlängern sich die Allnet Flat bei allen drei Anbietern um jeweils ein weiteres Jahr. Man kann die Flatrates auch mit einer Laufzeit von nur einem Monat buchen, aber dann steigt der monatliche Preis um jeweils 2 Euro an. Bei der kleinsten Flatrate mit 1GB Datenvolumen zahlt man so 8.99 Euro monatlich statt 6.99 Euro.

Die neuen Tarife am Beispiel von Smartmobil:

LTE Special

LTE Starter

LTE All

LTE Pro

Telefonie & SMS

Flat

Flat

Flat

Flat

Datenvolumen

1 GB

3 GB

4 GB

6 GB

Datengeschwindigkeit

bis zu 21,6 MBit/s

bis zu 50 MBit/s

bis zu 50 MBit/s

bis zu 225 MBit/s

EU-Roaming

inklusive

inklusive

inklusive

inklusive

Monatlicher Paketpreis

6,99 Euro /

8,99 Euro

8,99 Euro /

10,99 Euro

12,99 Euro /

14,99 Euro

16,99 Euro /

18,99 Euro

Vertragslaufzeit

24 Monate /

1 Monat

24 Monate /

1 Monat

24 Monate /

1 Monat

24 Monate /

1 Monat

In den mittleren Tarifen wurden teilweise die Datenvolumen nach oben angepasst bzw. bestehende Sonderaktionen in diesem Bereich verlängert.

Insgesamt sind die Änderungen für Verbraucher damit eher positv, weil es nun bei den Marken von Drillisch etwas mehr Auswahl gibt und auch die Datenvolumen (teilweise) angepasst wurden. Man bekommt also für das gleiche Geld mehr Datenvolumen. Eher negativ ist, dass man wieder dazu übergeht, bei vielen Marken die gleichen Angebote auszuspielen. Damit gibt es zwar an sich viele Discounter, aber sie bieten alle das gleiche an – viel mehr Auswahl haben Verbraucher daher trotzdem nicht.

Die neuen 1&1 Allnet Flat – bis zu 15GB Datenvolumen und 225Mbit/s Speed

Die neuen Tarife haben dabei auch eine neue Bezeichnung bekommen: durch den neuen Speed lautet die Bezeichnung jetzt (gestaffelt nach dem verfügbaren Datenvolumen) All-Net-Flat LTE S, M, L und XL. Die bisherigen Tarife mit den Zusätzen Pro usw. sind zwar weiter nutzbar, können aber nicht mehr neu gebucht werden.

Das Unternehmen hat dabei neben dem Namen aber noch mehr umgestellt und bietet im Vergleich zu den bisherigen Flatrates noch mehr Datenvolumen und mehr Speed. Dazu muss man allerdings auf die Netzauswahl verzichten. Bisher gab es die Tarife wahlweise im Vodafone-Netz und im Netz von O2, die neuen Tarife sind nur noch bei O2 zu bekommen haben aber dafür einige Vorteile:

  • Der maximale Speed wurde in den Tarifen auf 225MBit/s LTE Geschwindigkeit erhöht. Die Allnet Flat von 1&1 nutzen also nicht nur das O2 LTE Netz, sondern surfen auch mit der maximal verfügbaren Geschwindigkeit. In den älteren Tarifen waren maximal 21,6MBit/s zu bekommen – das hat sich durch die neuen Angebote verzehnfacht.
  • Die Tarife bieten mittlerweile auch mehr Datenvolumen. Insgesamt stehen im größten Tarif mittlerweile bis zu 15GB Datenvolumen zur Verfügung und für etwa 25 Euro monatlich bekommt man bereits eine Internet Flatrate mit 10GB Datenvolumen.

Die kompletten Tarifdetails gibt es direkt auf der Webseite von 1&1*

Besonders erfreulich: Trotz des Wechsels in das Mobilfunk-Netz von O2 bietet 1&1 nach wie vor alle Allnet Flatrates ohne Datenautomatik an. Sobald das monatliche Datenvolumen aufgebraucht ist, wird der Tarif damit gedrosselt. Eine kostenpflichtige Nachbuchung von Datenvolumen findet nicht statt. Daher gibt es auch keine Mehrkosten, wenn man das monatliche Freivolumen überschreitet.

Kritisch muss man dagegen anmerken, dass 1&1 auf günstigste Einstiegstarife setzt, die nach 13 Monaten allerdings deutlich teurer werden. So gibt es die kleinste Flat bereits ab 9.99 Euro im Monat, ab dem 13. Monat steigt der Preis aber auf 19.99 Euro an – ohne das die Möglichkeit zur Kündigung besteht, denn die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Allerdings sind die Angebote auch im Durchschnitt (mit den erhöhten Kosten nach einem Jahr) im Vergleich mit anderen Allnet Flat durchaus noch preiswert. Man sollte nur im Hinterkopf behalten, dass der Einstiegspreis nicht dauerhaft so preiswert bleibt.

Die aktuellen Tarife bei 1&1 im Überblick:

  • 1&1 All-Net-Flat LTE S All-Net-Flat, EU-Flat, Datenvolumen 2GB/Monat, 50 Mbit/s
  • 1&1 All-Net-Flat LTE M All-Net-Flat, EU-Flat, Datenvolumen: 5 GB/Monat, mit LTEmax
  • 1&1 All-Net-Flat LTE L All-Net-Flat, EU-Flat, SMS-Flat, Datenvolumen: 10 GB/Monat, mit LTEmax
  • 1&1 All-Net-Flat LTE XL All-Net-Flat, EU-Flat, SMS-Flat, Datenvolumen: 15 GB/Monat , mit LTEmax und zusätzlicher SIM – Karte

Die kompletten Tarifdetails gibt es direkt auf der Webseite von 1&1*

Aktuelle Hardware-Angebote bei 1&1

1&1 bietet in der Regel alle Flatrates auch mit passenden Smartphones an und das hat sich auch mit der Tarifumstellung nicht geändert. Es gibt die aktuellen Topmodelle (wie das Galaxy S8 oder das iPhone X), aber auch weniger teure Geräte. Dazu bekommt man zu den jeweiligen Smartphones oft auch Sonderaktionen wie aktuell die Zeiss-VR-One Brille in Verbindung mit dem Nokia 5 oder dem Nokia 8. Die Preise pro Monat liegen bei den Hardware-Angeboten des Unternehmens aber natürlich meistens etwas höher als bei den reinen Tarifen, dazu gibt es die Modelle (hier als Beispiel die Nokia-Deals) oft auch bereits ab 0 Euro:

  • In Verbindung mit der 1&1 All-Net-Flat LTE XL (ab 54,99 Euro im Monat) oder der 1&1 All-Net-Flat LTE L (ab 39,99 Euro im Monat) gibt es das Nokia 8 für 0 Euro.
  • Mit der 1&1 All-Net-LTE M (ab 24,99 Euro im Monat) ist das Nokia 8 für 99 Euro zu haben.
  • Mit dem Tarif 1&1 All-Net-Flat LTE S (für 19,99 Euro im Monat) ist das Nokia 8 für 249,99 Euro erhältlich
  • Das Nokia 5 ist in Verbindung mit allen 1&1 All-Net-Flat Tarifen für 0 Euro Einmalzahlung zu haben

Die kompletten Angebote gibt es direkt auf der Webseite von 1&1*

Kein Vodafone Netz bei den neuen LTE Tarifen – ist das ein Problem?

Bei den neuen Tarifen LTE Tarifen bietet 1&1 nur noch das O2 Netz als Mobilfunk-Netz an und das finden einige Nutzer schade, da Vodafone bei den meisten Netztests die besseren Noten bekommen hat. Allerdings muss man dazu sagen, dass es bei 1&1 (wie bei allen Drittanbietern im Vodafone Netz) nie das gesamte Vodafone Netz gegeben hat, sondern immer nur die 3G Bereich. LTE war also bei den Vodafone Tarife nie möglich. Man kann diese Tarife auch weiterhin buchen, allerdings firmieren sie jetzt unter der Bezeichnung D-Netz Tarife und sind in einer extra Rubrik zu finden. Im Vergleich hat das O2 Netz mittlerweile (dank der Fusion mit Eplus) sogar die meisten Funkmasten.

Video: Rufnummermitnahme zu 1&1

Die bestehende Rufnummer lässt sich mit zu 1&1 nehmen. Das Unternehmen vergütet für Neukunden, die ihre Rufnummer mitbringen, diesen Wechsel mit 25 Euro. Allerdings verlangt der alte Anbieter in der Regel etwa 25 bis 30 Euro für die Freigabe der Rufnummer. Wie man den Wechsel am besten einleitet, kann man hier im Video sehen:

Simfinity beendet die Partnerprogamm Vermarktung

Simfinity ist ein Mobilfunk-Anbieter, hinter dem neben O2 bzw. Telefonica auch die ProSiebenSat.1 Gruppe steht und daher wurde der Anbieter und die Tarife des Unternehmens auch sehr häufig im TV bei den entsprechenden Sendern der Mediengruppe eingeblendet. Das scheint aber nicht mehr so gut funktioniert zu haben, denn wie das Unternehmen mitteilt, will man die Vermarktung im Online-Bereich über Partner zukünftig ganz einstellen. Damit dürfte sich die Präsenz der Marke im Internet verringern und wahrscheinlich auch die Zahl der Neukunden.

Im Original heißt es dazu:

… ab Dezember geht die Partnerschaft von ProSiebenSat.1 und Telefónica Deutschland in die nächste Runde. Im Rahmen der veränderten Zusammenarbeit wird die Vermarktung der bisher im Mittelpunkt der Partnerschaft stehenden Marke simfinity eingestellt. …

Dieser Schritt an sich ist noch kein wirkliches Problem, denn natürlich werden die bestehenden Tarife weiter geführt, auch wenn sich die Zahl der Neukunden zukünftig in einem überschaubaren Rahmen halten dürfte. Allerdings ist Simfinity nicht die erste Marke, bei der die Vermarktung eingestellt wurde und in der Regel deutet dieser Schritt darauf hin, dass es Probleme gab und gibt und diese sogar zum Aus führen können. So wurden bei O2 in den letzten Jahren (im Zuge der Fusion mit Eplus) bereits viele Marke auf diese Weise beendet. Einige Angebote führen noch eine Art Zombiedasein (man denke in diesem Zusammenhang an Netzclub oder Fonic). Die Marken sind zwar noch vorhanden und können genutzt werden (man kann auch noch Tarife bestellen) aber sie wurde bereits länger nicht mehr auf dem neusten Stand gebracht und werden damit immer weniger attraktiv, bis irgendwann alle Kunden zu den anderen Marken gewechselt haben.

Ob dieses Schicksal auch Simfinity bevor stehen wird, ist bisher noch nicht gar klar. Das Unternehmen hat keine weiteren Angaben dazu gemacht, daher ist für die weitere Entwicklung viel möglich. Bei Simyo wurden die Kunden beispielsweise direkt zu Blau umgestellt, weil die Marke komplett eingestellt wurde – das scheint aber bei Simfinity zumindest derzeit noch nicht bevor zu stehen. Unklar ist auch, wie es mit FYVE weiter geht.  Das Unternehmen ist ebenfalls eine Marke der ProSiebenSat.1 Digital GmbH und damit auch ein möglicher Kandidat für eine Abwicklung. Allerdings gab es bei FYVE im letzten Jahr durchaus Update und neue Tarife, daher kann es durchaus sein, dass FYVE auch zukünftig aktiv bleiben wird.

Der Simfinity Spot

O2 Free – neue Tarife mit bis zu 25GB Datenvolumen und Drosselung light

O2 bietet ab heute eine neue Struktur bei den O2 Free Tarifen an und hat die Flatrates dabei auch deutlich aufgewertet. Die neuen Angebote sind nicht nur im 5 Euro monatlich billiger geworden, sondern beinhalten jetzt auch richtig viel Datenvolumen. Je nach monatlichem Preis sind dabei bis zu 25 Gigabyte monatliches Volumen verfügbar. Eine Datenautomatik gibt es bei diesen Tarifen nicht mehr, O2 hatte mit der Umstellung auf O2 Free auf diesen Tarifbestandteil verzichtet. Dafür gibt es bei den Tarifen einen besonderen Vorteil: Erreicht man die monatliche Drosselgrenze, werden die Tarife zwar langsamer, aber nicht so langsam wie bei der Konkurrenz. Man kann bei O2 auch gedrosselt noch mit bis zu 1Mbit/s surfen – allerdings ohne LTE.

„Telefónica Deutschland ist der erste Mobilfunkanbieter, der sein Tarifportfolio so konsequent auf extra große Datenpaketeausrichtet und diese auch bezahlbar macht. Das ist ein echter Quantensprung für unsere Kunden. Wir setzen mit dem neuen O2 Free Portfolio einen neuen Standard für die mobile Freiheit“, sagt Markus Haas, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland. „O2 Free Kunden erhalten mehr Highspeed-Volumen als jemals zuvor. Damit können sie online aus dem Vollen schöpfen und ohne Kompromisse jederzeit und auch unterwegs alle Möglichkeiten der digitalen Welt nutzen.“

Die neuen Tarife bieten natürlich wieder (wie auch die aktuellen Flatrates bei O2 Free) kostenlose Gespräche und SMS in alle deutschen Netze. Die Umstellung ändert in diesem Punkt nichts. Auch beim Speed bleibt alles gleich. Die O2 Free Handyflat bieten LTE Zugang und unterstützen Geschwindigkeiten von bis zu 225Mbit/s. Allerdings muss dafür das O2 vor Ort entsprechend ausgebaut sein.

Der Unterschied zwischen den Tarifvarianten:

Man sieht also sehr deutlich, dass sich sowohl preislich, als auch vor allem bei den Datenvolumen etwas getan hat. Die neuen Tarife enthalten bis zu fünf Mal so viel Freivolumen wie die bisherigen Angebote bei O2. Darauf ist das Unternehmen auch stolz:

Wolfgang Metze, Chief Consumer Officer (CCO) von Telefónica Deutschland: „Das neue O2 Free Portfolio ist am Puls der Zeit und erfüllt den Wunsch der Kunden, noch länger und unbeschwerter mit Highspeed surfen zu können. Je nach Bedarf enthalten die neuen Tarife Datenpakete in verschiedenen Größen. Mit extra großen Datenpaketengenießen unsere Kunden eine neue Art der mobilen Freiheit zu einem sehr fairen Preis-Leistungsverhältnis.“

Allerdings muss man gerade im Bereich der kleineren Datenvolumen sagen, dass es auch billiger geht. So bieten viele Discounter die Allnet Flat (auch im O2 Netz) mit 1GB Datenvolumen bereits für unter 10 Euro an und damit etwa halb so teuer wie O2. Auch die 10GB Datenvolumen gibt es bei einigen Anbietern bereits ab etwa 25 Euro monatlich. Dann ist zwar die O2 Free light Drosselung nicht mit enthalten und man surft nach dem Verbrauch des Datenvolumens extrem langsam weiter, aber das ist bei 10GB monatlichem Volumen nicht so relevant.

Drillisch und 1&1 – es könnte teurer werden nach der Fusion

Drillisch fährt derzeit eine knallharte Preisstrategie und versucht, die Konkurrenz in der Regel bei jedem Angebot preislich zu unterbieten. Letzte Aktion in diesem Bereich war beispielsweise die 15GB Flatrate bei Simply, mit der man auf die O2 Free 15 Aktion von O2 reagiert hat. Dabei bliebt man 5 Euro unter dem Angebot von O2.

Zukünftig könnte sich dies aber ändern. In einem Interview mit Reuters hat Vlasios Choulidis, Vorstandssprecher bei Drillisch, einige Einblick in die zukünftige Ausrichtung gegeben und dabei auch angedeutet, dass man das Image von sehr niedrigen Preise zukünftig möglicherweise los haben möchte. Im Original heißt es dazu:

„The perception that Drillisch stands for cheap deals will change,“ Chief Executive Vlasios Choulidis told Reuters. „We will be at the same level with the three big operators.“

„We will continue to be able to offer the best value for money, but at higher prices we will also be able to offer more. Our products will be better and prices will rise accordingly,“ Choulidis said.

Insgesamt scheint man also den Weg gehen zu wollen, den Telekom, Vodafone und O2 schon länger beschreiten: man bietet zwar nicht den günstigsten Preis, versucht die Verbraucher aber durch Leistung und Inklusiveinheiten sowie Sonderdienste zu überzeugen. Das scheint nun auch ein Ziel von Drillisch zu sein, wobei natürlich nicht sicher ist, wie es bei den einzelnen Marken genau weiter geht.

Auch ist bisher noch komplett unklar, wie sich die neue Ausrichtung auf bestehende Verträge auswirken wird. Einen Vorgeschmack auf kommende Änderungen könnte aber die Preiserhöhung bei WinSIM Anfang des Jahres geben. Dort hatte man die sehr günstigen Tarife im Preis erhöht und den Kunden nur die Wahl gelassen, diese Erhöhung zu akzeptieren oder zu kündigen. Es besteht daher die Gefahr, dass diese Vorgehensweise auch zukünftig genutzt wird, um höhere Preise umsetzen zu können.

Insgesamt gibt es aber im Portfolio von Drillisch viele Marken und mit 1&1 kommt eine weitere hinzu. Es ist daher durchaus auch denkbar, dass es eine gemischte Strategie geben wird: einige Marken wie 1&1 oder Smartmobil werden zu Premiummarken aufgewertet und haben dann auch entsprechend hohe Preise (mit mehr Leistung). Dagegen könnte es auch nach wie vor einige Discount-Marken geben, die nach wie vor den Preiskampf angehen und versuchen, die Angebote der Konkurrenz zu unterbieten. Das könnte allerdings zukünftig schwieriger werden, da man mit diesen Marken natürlich auch dem eigenen Premium-Segment Konkurrenz machen würde.

Congstar – mehr Speed für die Prepaid Karte – zumindest etwas

Congstar wird ab dem 23. Mai die Palette der Prepaid Pakete aufrüsten und drei neue Pakete anbieten. Diese bieten eine Kombination aus Gesprächsminuten, SMS und Internetflat und sind damit vor allem für Nutzer interessant, die ihr Smartphone regelmäßig nutzen und damit auch ins Internet gehen wollen.

Das Unternehmen hat dabei neben der neuen Zusammenstellung auch den Speed der Pakete erhöht. Wer eines der neuen Angebote bucht, surft mit bis zu 21,6Mbit/s. Bisher war bei Congstar bei den Prepaid Simkarten maximal 7,2Mbit/s Speed enthalten, nur wer den Datenturbo gebucht hatte, konnte mit maximal 14,4Mbit/s surfen. Das bleibt zukünftig auch so, nur bei den neuen Paketen gibt es den extra Speed bis 21,6Mbit/s. Allerdings gibt es auch mit den neuen Angeboten keinen Zugang zum LTE Netz. Die Congstar Tarif werden also auch weiterhin nur mit 3G Speed angeboten.

Die neuen Pakete sehen dabei wie folgt aus:

  • Smart Paket für Normalnutzer
    Das neue Prepaid Smart Paket bietet für 8 Euro/30 Tage neben 300 Minuten und 50 SMS in alle deutschen Netze auch 400 MB Highspeed-Datenvolumen bei einer Surfgeschwindigkeit von max. 21,6 Mbit/s – natürlich in bester D-Netz-Qualität. Zudem erhalten Nutzer 10 Euro Startguthaben.
  • Surf Paket für Vielsurfer
    Mit dem Prepaid Surf Paket erhalten Nutzer zum Preis von 10 Euro/30 Tage 1 GB Datenvolumen bei einer Surfgeschwindigkeit von max. 21,6 Mbit/s. Zusätzlich gibt es 100 Telefonminuten in alle deutschen Netze sowie einmalig 10 Euro Startguthaben. Jede SMS kostet nur günstige 9 Cent.
  • Allnet Paket für Vieltelefonierer
    Das Prepaid Allnet Paket bietet zum Preis von 20 Euro/30 Tage eine Telefonflat in alle deutschen Netze und ebenfalls 1 GB Highspeed Datenvolumen bei einer Geschwindigkeit von bis zu 21,6 Mbit/s. Die Kosten pro SMS betragen günstige 9 Cent. Kunden, die sich für das Prepaid Allnet Paket entscheiden, profitieren zudem von 20 Euro Startguthaben.

Die Allnet Flat auf Prepaid Basis ist besonders interessant. Bisher hatte Congstar Allnetflat nur per Rechnung im Angebot. Mit dem neuen Paket bietet das Unternehmen nur derzeit die einzige Allnet Flat mit Prepaid Abrechnung im Telekom Netz. Wie bei den anderen Tarifoptionen bei Congstar hat auch diese Flat nur eine kurze Laufzeit von 30 Tagen und ist damit vergleichsweise flexibel. Leider gibt es aber auch bei dieser Allnetflat kein LTE – die 1GB Datenvolumen versurft man also mit maximal 3G Geschwindigkeit (UMTS/HSDPA).

Neben den neuen Paketen stehen auch weiterhin die bekannten Tarifbausteine bei Congstar zur Verfügung. Man kann also über den Tarifbauksten auch zukünftig den eigenen Wunschtarif zusammenstellen. Vom normalen Grundtarif ohne Kosten bis zur 1GB Datenflat und 500 Freiminuten monatlich ist dabei einiges möglich.

Showdown der Urlaubsgiganten: Prepaid versus Vertrag

Es ist vollbracht. Nach jahrelangem Tauziehen hat sich der EU-Ministerrat endlich darauf geeinigt, dass innerhalb der EU Roaminggebühren abgeschafft werden. Fortan gelten Obergrenzen von 3,2 Cent pro Minute fürs Telefonieren sowie 1 Cent pro Kurznachricht – schon ab 15. Juni dieses Jahres. Für mobile Daten ist indes ein sanfter Abbau geplant. Ab Sommer wird die Grenze bei 7,70 Euro pro GB liegen. Bis 2022 soll der Endpunkt von 2,50 Euro pro Gigabyte erreicht sein. Fraglos ein wichtiger Schritt für alle, die zwischen Fuerteventura und Rhodos ihren Urlaub verbringen möchten. Doch was, wenn auf den Flugkarten die USA, Thailand oder Argentinien als Reiseziel angegeben sind? Dann beginnt wieder der Kampf zwischen Prepaidkarte und Vertrag. Und im folgenden Artikel wird er bereits online ausgefochten.

Die Kontrahenten

Die Prepaidkarte: Günstig, voll kontrollierbar und ohne viele Umwege zu kaufen. Damit kann die Prepaidkarte punkten, dafür lieben sie ihre Fans.

Der Handyvertrag: Dauerhafte Connection, günstigere Preise und mit ziemlicher Sicherheit Roaming in jedem Land.

Beide Kontrahenten können auf den ersten Blick ziemliche Stärken in den Ring führen. Doch wie schwer wiegen diese noch, wenn sich der irgendwo im amerikanischen Hinterland oder im südostasiatischen Dschungel befindet?

Round 1: Roaming

Der wohl wichtigste Faktor des ganzen Kampfes ist, ob man mit dem Handy überhaupt in besagtem Ausland telefonieren kann. Und hier kann der Vertrag früh für sich Punkte machen. Denn die meisten deutschen Anbieter haben weltweit Partnerverträge abgeschlossen, die den Handykunden maximale Verfügbarkeit bescheren sollen. Vor wenigen Jahren hätte der Vertrag diese erste Runde gnadenlos für sich entschieden, weil Prepaid-Roaming in der Regel nur möglich war, wenn man umständlich von zuhause aus Zusatztarife buchte. Diese Hürde haben jetzt jedoch die meisten Anbieter fallen gelassen. Allerdings: So üppig wie beim Vertrag sind die Länderlisten nicht, oft werden nur Erstweltländer abgedeckt.

Gewinner Runde 1: Vertrag wegen der größeren Roaming-Abdeckung

Round 2: Die Kosten

Was innerhalb der EU Geschichte sein wird, hat außerhalb davon weiterhin Gültigkeit. Bei der Prepaidkarte geht der Trend vieler Anbieter hier dazu, spezielle Auslandspakete zu verkaufen. Also faktisch wie früher, nur diesmal mit Verbindungsgebühren statt dem Roaming an sich. Diese Lösung ist allerdings auch nötig, denn tendenziell schlagen die Anbieter bei Prepaid-Auslandsgebühren härter zu als bei den Verträgen.

Bei Verträgen existieren indes derzeit zwei Möglichkeiten:

  • Entweder ein „normales“ Roaming, bei dem einfach ein höherer Kurs gilt und der von den meisten Anbietern in bestimmte Ländergruppen eingeteilt und preislich abgestuft wird

  • Oder Reisepakete, die gebucht werden können und dann während eines bestimmten Zeitraums verbilligte Tarife ermöglichen

Beide erfordern Rechnen, welche Variante besser ist, hängt nicht nur vom Anbieter ab, sondern auch der Ländergruppe, die man bereisen möchte. Generell lässt sich jedoch sagen, dass die Vertrags-Auslandstarife meist günstiger sind.

Gewinner Runde 2: Vertrag wegen meist geringerer Gebühren

Round 3: Der Komfort

Landen, den Flugmodus beenden und schon verbindet das Gerät sich mit dem örtlichen Netz. Diese dritte Runde ist auf diese Ebene des Komforts ein echtes Kopf-an-Kopf Duell, denn hier geben sich Prepaidkarte und Vertrag gegenseitig nicht viel.

Wo die Prepaidkarte allerdings einen derben Haken einstecken muss, ist beim Bezahlen: Mit dem Vertrag telefoniert, simst oder surft man einfach nach Lust und Laune. Während des Urlaubs ist dauerhafte Verbindung ohne Rücksicht auf die Kosten gesichert.

Anders beim Prepaid-Handy. Hier muss man die Extrameile gehen, um dies zu duplizieren und einige Optionen in Erwägung ziehen:

  • Vor der Reise Aufladeguthaben kaufen, mit in den Urlaub nehmen und dort nach Bedarf aufladen – dies wird aber nicht von jedem Betreiber angeboten.

  • Aufladung über das Internet per Paypal oder ähnlichen Bezahlformen

  • Eine Auslandsüberweisung in Auftrag geben. Das kann allerdings mehrere Tage dauern

  • Einzahlung eines Guthabens vor der Reise, das dann zu bestimmten Stichtagen abgebucht wird

Im äußersten Notfall bleibt natürlich auch noch die verzweifelte Variante, von einem Bekannten in Deutschland Guthaben kaufen lassen und diesen dann den Aufladevorgang durchführen zu lassen. Bloß ist keine dieser Möglichkeiten wirklich komfortabel deshalb ist der Sieger dieser Runde auch eindeutig.

Gewinner Runde 3: Vertrag, denn damit kann man ohne Umwege durchtelefonieren

Round 4: Surfen

Diese Runde startet erneut mit einem Schlagabtausch unter Gleichstarken. Denn sowohl Vertrag als auch Prepaid sind heute in Sachen Surfen gleichauf, was schlicht daran liegt, dass der Datenverbrauch für unterschiedliche Nutzungen sich ja bei beiden Varianten nicht unterscheidet:

  • Eine WhatsApp-Nachricht verbraucht etwa 10KB pro Textnachricht

  • Das Aktualisieren der Facebook-Seite benötigt ohne Bilder 200KB

  • Musikstreaming frisst pro Minute 1MB

  • YouTube je nach Qualität 2 bis 8MB pro Minute

  • Google-Suche 200KB

  • Abrufen der E-Mails 50KB

Sieht man von den Kosten ab, liegen also hier die Wurzeln für ein echtes Unentschieden. Wenn da nicht einmal mehr die Ländergruppen wären. Denn oftmals ist es so, dass man mit Vertragshandys echte Highspeed-Verbindungen wie LTE bekommt, mit Prepaidkarten jedoch nicht. Allerdings holt hier die Prepaidkarte zu einem nicht ganz sauberen, aber fairen Schlag aus: Wer sich nämlich im Ausland die Prepaidkarte eines dort einheimischen Anbieters ins Handy steckt, surft zu dessen günstigen Inlandskonditionen. Allerdings benötigt dieses Vorgehen Vorplanung sowohl bei Verträgen als auch Prepaid. Hat man nämlich in Deutschland ein Prepaidhandy erworben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es gesimlockt ist – das Handy erkennt also nur SIMs des Anbieters, bei dem es gekauft wurde. Und bei Vertragshandys müsste man dann die SIM-Karten wechseln, was unkomfortabel ist. Eine Möglichkeit wäre ein Dual-SIM-Handy. Allerdings ist der Smartphone-Markt davon nicht gerade übersättigt.

Beide Verbindungsarten können aber indes darauf zurückgreifen, dass in Hotels, Restaurants, Flughäfen und praktisch überall, wo viele Menschen zusammenkommen, WLAN-Hotspots heutzutage praktisch Standard sind. Und das ist, Hands down, immer noch die günstigste Möglichkeit, im Ausland zu surfen.

Gewinner Runde 4: Prepaid. WLAN gibt es für beide Varianten aber durch den Einsatz einer einheimischen Prepaid-SIM kann man beim Surfen im Vergleich zum Vertrag massiv Geld sparen.

Round 5: Aus dem Ausland ins Ausland

In dieser Runde wird es ziemlich tricky. Denn was ist, wenn man sich selbst im Ausland befindet und entweder mit Einheimischen in Verbindung bleiben will, die dort leben oder aber mit anderen Leuten telefonieren möchte, die sich selbst nicht im Heimatland des eigenen Vertrages oder Prepaid-Anbieters befinden? Dann nämlich werden die Optionen ziemlich aufgefächert.

1) Will man einfach im eigenen Urlaubsland herumtelefonieren, müsste der eigene Anruf erst wieder zurück nach Deutschland geleitet und von dort wieder ins Urlaubsland gesendet werden. In Sachen Verbindungsgeschwindigkeit und Sprachqualität macht das zwar kein Problem, denn Telefon- wie Internetverbindungen werden über das feinmaschige Netz von Seekabeln abgewickelt. Jedoch wären die Kosten schlicht überflüssig hoch, denn man müsste, obwohl es sich ja um einen Inlandsanruf handelt, trotzdem den Auslandstarif zahlen.

Für solche Anrufe ist es daher das Beste, sich schlicht eine einheimische SIM oder gleich ein Prepaidhandy zu kaufen. In den meisten Ländern ist das so einfach wie eine Limonade zu kaufen, oft benötigt man nicht mal einen Identitätsnachweis.

2) Will man indes mit jemand telefonieren, der sich selbst fernab Deutschlands befindet, gelten die gleichen Auslandsregeln wie bei normalen Gesprächen mit Vertrag oder Prepaid. Die günstigste Option wäre es dann allerdings, sich einfach per Kurznachrichtenmitteilung zu verabreden und dann vom WLAN-Hotspot aus miteinander per Skype oder anderen VoIP-Systemen zu kommunizieren.

Gewinner Runde 5: Prepaid, denn ihre einfache Verfügbarkeit ermöglicht es, sich schnell im Ausland zu versorgen und ist damit der gleiche Gewinngrund wie in Runde 4.

Round 6: Verlust des Handys

heimlicher telefondiebstahl

Nach fünf Runden steht es jetzt 3:2 für den Vertrag. Doch der Kampf ist noch nicht entschieden. Denn im Urlaub besteht auch immer das Risiko, dass einem das Handy abhandenkommt. Etwa, weil man es verliert oder weil es gestohlen wird. Und da steckt der Vertrag einen bösen Haken ein. Denn ist ein Vertragshandy erst einmal weg, kann es richtig teuer werden. Denn wer das Handy findet oder geklaut hat, kann damit anstellen was er will, alle Verbindungskosten gehen zulasten des Vertragsunterzeichners.

Deshalb ist die erste Regel beim Verlust eines Vertragshandys auch, es sperren zu lassen. Nächste Hürde, denn jeder Anbieter hat unterschiedliche Auslands-Sperr-Notrufnummern eingerichtet.

Ein weiteres Hindernis: Man benötigt meist nicht nur die Handynummer, sondern auch die SIM-Kartennummer und die Kundennummer beim Anbieter. Wer diese nicht notiert hat, hat erst einmal viel Sucherei vor sich.

Vorteil Prepaid. Denn hier beschränkt sich der Ärger auf den Verlust des Geräts und des darauf gebuchten Guthabens. Ist das leer, kann der Verlust oder Diebstahl einem zumindest keine weiteren Kosten verursachen.

Gewinner Runde 6: Prepaid

Fazit

Ein Harter, aber fairer Kampf, der jedoch keinen echten Sieger hervorbrachte. Sowohl Prepaidkarten als auch Verträge haben ihre Vor- und Nachteile für den Auslandseinsatz. Welche stärker wiegen, muss jeder nach persönlicher Präferenz, Anbieter und vor allem dem Reiseland für sich entscheiden. Fakt ist nur, dass beide Varianten noch viel Nachholbedarf haben. Denn der Wegfall der EU-Roaminggebühren kann nur ein erster Schritt zu mehr Kundenkomfort sein. Am weit entfernten Ende dieses Weges könnten Verträge mit weiteren Ländern stehen, die künftige Nutzer nur noch verwundert auf das Phänomen „Auslandstelefongebühren“ blicken lassen.

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Drillisch mit immer mehr Zwangs-Datenautomatik

Bei einigen Drillisch-Discountern gibt es seit gestern neue Tarife und neben einigen Änderungen bei den Leistungen fällt vor allem eines auf: alle neuen Tarife sind mit einer nicht deaktivieren Datenautomatik ausgerüstet. Damit wird automatisch bis zu 3 Mal im Monat 100MB Datenvolumen für jeweils 2 Euro nachgebucht ohne das der Kunde das verhindern könnte. Bisher kennt man diese Form der Zwangsautomatik nur von Yourfone, die bereits in allen Tarifen damit arbeiten.

Bei den gestern gestarteten neuen LTE mini Tarifen bei Maxxim und WinSIM ist diese Datenautomatik nun ebenfalls nicht mehr deaktivierbar. Den Unterschied erkennt man allerdings nur im Kleingedruckten. Bei der Beschreibung der Datenautomatik heißt es:  „Die Datenautomatik ist fester Tarifbestandteil.„. Damit ist gemeint, dass Kunden die Automatik nicht mehr kündigen können. Bei Tarifen mit deaktivierbarer Datenautomatik fehlt dieser Hinweis.

In der Praxis könnte so der monatliche Preis um mehr als 100 Prozent steigen. So kostet der Maxxim LTE mini S 4.99 Euro monatlich und bietet 500MB Datenvolumen. Wer dieses Volumen überschreitet zahlt für 100MB zusätzliche 2 Euro und das maximal 3 Mal pro Monat. So können Mehrkosten von 6 Euro monatlich entstehen, statt 4.99 Euro kostet der Tarif dann 10.99 Euro.

Als BASE 2014 die Datenautomatik eingeführt hat und diese zu Anfang nicht deaktivierbar war, gab es durchaus heftige Kritik und sogar eine Abmahnung durch die Verbraucherschutz-Zentrale. Mittlerweile ist es aber ruhig geworden und man findet kaum noch Widerspruch. Die Datenautomatik wird als Tarifbestandteil akzeptiert und die Neuerung der nicht mehr deaktivierbaren Datenautomatik dürfte den wenigsten Kunden auffallen. Dazu ist die Drillisch Datenautomatik etwas entschärft, denn es wird noch automatisch ein höherer Datentarif gebucht, wenn man zu viel Volumen verbraucht. Das scheint eher akzeptiert zu werden.

Eines hat sich aber geändert: die Drillisch Discounter sprechen bei den Tarifen mit einer Datenautomatik nicht mehr von einer Internet-Flatrate. Stattdessen wird nur noch das Datenvolumen erwähnt und auch noch der Begriff Volumen benutzt. Damit will man eventuellen Abmahnungen vorbeugen.

Ob sich diese Form der Datenautomatik durchsetzt wird sicher auch von den Kunden abhängen. Akzeptieren diese die neuen Tarife werden sich noch mehr Anbieter auf diese Form der kostenpflichtigen Tarifaufrüstung zurück greifen.