O2 Quartalszahlen: Verlust sinkt, Kundenzahlen steigen

O2 Quartalszahlen: Verlust sinkt, Kundenzahlen steigen – o3 hat die aktuellen Quartalszahlen für das zweite Quartal 2020 veröffentlich und kann trotz Corona-Effekten eine positive Bilanz ziehen. Der Umsatz wächst bei Telefonica/O2 und auch die Kundenbasis hat sich im Vergleich zum Vorjahr etwas vergrößert. Im ersten Halbjahr gab es allerdings weiter einen Verlust beim Betriebsergebnis in Höhe von 37 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es in diesem Zeitraum noch 131 Millionen Euro Verlust gewesen.

“Wir haben uns im ersten Halbjahr robust entwickelt und zeigen relative Stärke im Vergleich zu unseren Wettbewerbern und zur Industrie“, sagte Markus Haas, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. „Telefónica Deutschland / O2 bleibt ein Stabilitätsanker in der deutschen Wirtschaft. Unser Kerngeschäft ist intakt. Den Effekten von COVID-19 konnten wir uns allerdings nicht ganz entziehen. Zum Ende des Quartals hat sich die Geschäftsdynamik wieder aufgehellt.“

Besonder erfreulich dürfte für O2 sein, dass man bei den Vertragskunden fast eine halbe Million neuer Nutzer hat gewinnen können. Dafür liegt die Zahl der Preis Kunden auch im 2. Quartal 2020 nochmal niedriger und geht langsam auf die Marke von 19 Millionen Prepaid Kunden zu.

Die Kundenzahlen von O2 im Detail

Weniger erfreulich für O2 sind die Umsätze pro Kunde. Im zweiten Quartal 2020 ist der durchschnittliche Umsatz pro Kunde und Monat nochmal abgesunken und liegt nun mit 9,60 Euro deutlich unter der Marke von 10 Euro. Im Prepaid Bereich sank der Umsatz sogar auf 5,80 Euro, im Postpaid Bereich auf 13,30 Euro. Hier merkt man wohl die sehr aggressive Preispolitik von O2 Anbietern. Auch bisher hat O2 im Vergleich der Netzbereiber bereits die niedrigsten Umsätze pro Kunde gehabt – das scheint sich nun noch deutlicher auszuprägen.

Telefonica Quartalzahlen: O2 mit mehr Vertragskunden und mehr Umsatz

Telefonica Quartalzahlen: O2 mit mehr Vertragskunden und mehr Umsatz – O2 hat die aktuellen Quartalszahlen für die ersten 3 onaten 2020 veröffentlicht und kann auf ein gutes erstes Quartal verweisen. Der Umsatz insgesamt stiegt auf 1,85 Milliarden Euro und liegt damit 3,8 Prozent über den Werten aus dem gleichen Quartal des Vorjahres. Auch der Gewinn stieg im Jahresvergleich an.

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

In den ersten drei Monaten stieg der Umsatz um 3,8 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro, während sich das bereinigte OIBDA um 1,6 Prozent auf 532 Millionen Euro erhöhte. Das lag sowohl am fortgesetzten Wachstum bei Vertragsanschlüssen im Mobilfunk als auch an der hohen Nachfrage nach Festnetzangeboten. Telefónica Deutschland setzte ihren Netzausbau kontinuierlich fort und konnte auch unter den besonderen Umständen der Corona-Pandemie ein hohes Niveau im Kundenservice beibehalten. Mit seiner verlässlichen Infrastruktur und Sonderleistungen für seine Kunden lieferte das Unternehmen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag in der Krise. Telefónica Deutschland bestätigt den Ausblick für das Gesamtjahr, wird jedoch die Auswirkungen von COVID-19 weiter beobachten und analysieren.

Insgesamt kann das Unternehmen nun wieder auf 43,65 Millionen Kunden verweisen. Das sind etwa 700.000 Kunden mehr als noch im Vorjahr. Dieses Wachstum kommt dabei durch den Vertragsbereich zustande. O2/Telefonica konnte dabei etwa 1,4 Millionen neue Kunden von den eigenen Verträge überzeugen. Das ist ein deutliche Anstiege im Jahresvergleich. Das Wachstum scheint aber auf Kosten der Prepaid Angebote gegangen zu sein, denn dort verliert das Unternehmen etwa 650.000 Kunden im Vergleich mit dem ersten Quartal 2019. Insgesamt machen die guten Zahlen im Postpaid Bereich diesen Verlust bei den Kundenzahlen wieder wett. Dazu sind Postpaid Kunden meistens die etwas ertragreichener Kunden mit teureren Tarifen, so dass sich insgesamt auch der Umsatz und der Gewinn des Unternehmens gesteigert hat.

Abzuwarten bleibt, wie sich die Entwicklung im 2. Quartal fortsetzen wird. Durch Corona leider vor allem das Smartphone Geschäft und auch O2 musste die Läden schließen. Das dürfte sich zumindest auf die Neukundenzahlen negativ ausgewirkt haben, auch wenn die Online-Vertragsabschlüsse mittlerweile eine große Rolle spielen.

O2/Telefonica Deutschland kauft Tarifhaus komplett

O2/Telefonica Deutschland kauft Tarifhaus komplett – Es war ein recht kurzer Auftritt. Tarifhaus startet 2016 am Markt und nun hat Telefonica Deutschland die Markt durch den Erwerb sämtlicher Aktien der Tarifhaus AG durch Telefónica Deutschland aufgekauft. Damit fügt Telefonica den eigenen Marken Tarif mit hinzu und neben Blau, Netzclub oder auch Fonic gehört nun auch die Tarifhaus AG zur Unternehmensgruppe.

Tarifhaus selbst schreibt zum Kauf des Unternehmens:

Die Tarifhaus AG hatte im Jahr 2016 mit Telefónica eine umfassende Vereinbarung über den Vertrieb von Mobilfunktarifen mit kurzer Laufzeit vereinbart, um dieses Marktsegment für Telefónica Deutschland besser zu erschließen. Die Tarifhaus AG konnte zu einem qualitativ hochwertigen Kundenwachstum der Telefónica beitragen. Mit dem Unternehmensverkauf wurde ein erfolgreicher Abschluss der Kooperation erreicht.

Leider gibt es keine Hinweise, wie es genau mit der Marke weiter gehen soll. Beispielsweise bleibt offen, ob Tarifhaus als eigene Marke weiter geführt wird oder ob man die Kunden einfach direkt bei O2 integriert und die Marke selbst nicht mehr weiter führt. Dazu bietet Tarifhaus aktuell auch eine ganze Reihe von Tarife aus den D-Netzen an. Es scheint nicht sehr wahrscheinlich, dass zukünftig diese Tarife und Flatrates weiter angeboten werden, denn dann würde eine Telefonica-Marke für die konkurrierenden Netzbetreiber Tarife verkaufen. Blau und Netzclub sind beispielsweise auch reine O2 Netz Anbieter.

Wen die Marke zukünftig als weitere Handytarife und Mobilfunk-Dienstleistungen anbietet, dann wird sich das wohl komplett auf das Mobilfunk-Netz von O2 beziehen. O2 selbst schreibt dazu:

Mit der Akquisition der Tarifhaus AG kann Telefónica künftig insbesondere den über den Partner gewonnenen Kundenstamm direkt für die Kundenbindung und –entwicklung ansprechen und so unmittelbar weiteren Wert aus diesen Kundenverhältnissen im eigenen Netz ziehen. Die bisherige Tarifhaus AG wird perspektivisch mit ihren Aktivitäten in den operativen Vertriebsaktivitäten der Telefónica aufgehen.

Das liest sich eher so, als würde es mittelfristig keine Angebote bei Tarifhaus mehr geben. Mehr Details wird es aber hoffentlich in den nächsten Wochen dazu geben.

O2 Jahresbericht – weniger Mobilfunk-Kunden aber mehr Handyverträge

Telefonica hat den Geschäftsbericht für das Jahr 2018 vorgestellt und gibt damit einen Einblick in die Geschäftsentwicklung des Unternehmens und natürlich vor allem in die Entwicklung von O2. Insgesamt hat die Unternehmensgruppe dabei 7,364 Miliarden Euro Umsatz gemacht und damit den Umsatz aus dem Vorjahr sehr leicht übertroffen. Allerdings gibt es nach dem Kauf von Eplus nach wie vor hohe Abschreibungen die ein positives Jahresergebnis verhindern.

Bei den Kundenzahlen sind die Entwicklungen eher durchwachsen. Die Zahl der Endkunden lag bei 47,1 Millionen (über alle Bereiche) und damit etwas unter dem Niveau aus dem Vorjahr. Vor allem im Mobilfunk-Bereich sanken die Kundenzahlen. Zum Stichtag 31.12.2018 weist das Unternehmen 42,8 Millionen Mobilfunk-Simkarten aus. Das sind etwa 350.000 Simkarten weniger als in 2017 zum gleichen Stichtag. Der Trend der sinkenden Kundenzahlen setzt sich damit auch 2018 fort.

Besonders problematisch ist der Prepaid Bereich. Viele ehemalige O2 Prepaid Anbieter (vor allem in der Drillisch Unternehmensgruppe) bieten keine Prepaid Produkte mehr an, einige wurden sogar ganz eingestellt. Die Zahl der Prepaid Simkarten im O2 Mobilfunk-Netz sank daher in 2018 um ganze 1,3 Millionen Handykarten. Im Gegenzug konnte O2 aber im Bereich der Vertragskunden punkten und dort mehr etwa 1 Millionen neue Vertragskunden dazu gewinnen. 22,276 Millionen Simkarten nutzen bei O2 mittlerweile einen Vertrag, damit steigt der Anteil der Postpaid Nutzer auf über 50 Prozent. Im O2 Netz gibt es also 2018 mehr Postpaid- als Prepaid-Kunden. Das war lange Zeit umgekehrt.

Aufgrund der vielen neuen Verträge dürfte sich O2 über die insgesamt gesunkene Zahl der Simkarten im eigenen Netz auch eher wenig ärgern, denn in der Regel sind Postpaid Kunden die besseren Kunden mit mehr Umsatz. Allerdings hat man im letzten Jahr durchaus bemerkt, dass O2 auch im Prepaid Bereich wieder aktiver werden möchte: viele Discounter wurden mit günstigen Prepaid Allnet Flat ausgestattet und der Netzclub Tarif wurde mit neuen Features aus dem Dornröschen-Schlaf geweckt. Ob das ausreicht den Abwärts-Trend im Prepaid Bereich zu stoppen muss sich erst zeigen – zumindest ist O2 in diesem Segment aber nicht untätig geblieben.

Telefónica will 5G bereits 2018 umsetzen – aber nur in Spanien

Der Nachfolger von LTE soll eigentlich erst 2020 fü den praktischen Einsatz zur Verfügung stehen, aber viele Anbieter setzen 5G derzeit bereits testweise ein, um Erfahrungen mit der neuen Technik zu sammeln und sich auf die Umstellung der Netze vorzubereiten. Telefónica scheint dabei bereits sehr weit fortgeschritten zu sein, denn das Unternehmen hat angekündigt, dass man noch 2018 mit einem Pilotversuch starten will bei dem zwei spanische Städte mit einem 5G Netz ausgerüstet werden. Der Netzaufbau erfolgt dabei in Zusammenarbeit mit Nokia und Ericsson. Die Vorteile der neuen Technik liegen dabei vor allem bei den Nutzern. 5G bietet Geschwindigkeiten im Gigabitbereich und soll das Surfen mit 1 bis 10Gbit/s möglich machen. Zum Vergleich: Vodafone bietet derzeit die schnellsten Geschwindigkeiten in Deutschland mit 0.5Gbit/s. Dazu sind auch die Zugriffszeiten bei 5G deutlich geringer und liegen bei nur bei 1 bis 5 Millisekunden. Die neue Technik hat aber auch für die Netzbetreiber selbst deutliche Vorteile. So können unter 5G bis zu 100 Mal mehr Geräte eingeloggt sein. Man kann also wesentlich mehr Endgeräte mit der gleichen Technik versorgen. Das wird vor allem dann interessant, wenn immer mehr smarte Geräte (beispielsweise im Haushalt) eine eigene Verbindung zum Internet haben.

Bei Venturebeat schreibt man im Original dazu:

Segovia and Talavera de la Reina will be the lucky early recipients of 5G technology; each is notably much smaller than Spain’s best-known cities and thus more manageable for full-city testing. Telefónica notes that its rollout will give priority to citizens — rather than companies — by deploying 5G throughout urban centers in a way that will help the cities develop new industries and increase tourism.

Der Aufbau der 5G Verbindungen soll dabei anfangs auf Basis des bestehenden 4G Netzes erfolgen, danach möchte man aber ein komplett eigenständiges 5G Netz aufbauen. Telefónica setzt dabei bei der Entwicklung von 5G auf jeden Fall einen Meilenstein und setzt die Konkurrenz gehörig unter Druck, früher oder später auch 5G in der Praxis einzusetzen. Für Kunden des Unternehmens dürfte sich aber auch mit 5G noch nicht viel ändern, denn derzeit fehlen noch weitgehend Endgeräte, mit denen man die schnellen 5G-Geschwindigkeiten auch nutzen kann. Derzeit existiert beispielsweise noch kein Smartphone, das 5G kann. Das dürfte sich aber in den nächsten Jahren ändern – möglicherweise kommen bereits 2018/19 die ersten Geräte mit 5G Unterstützung auf den Markt.

Wie geht es weiter mit BASE? Neue Tarife oder Einstellung?

BASE hat in den letzten Jahren eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich. Bei der Übernahme von Eplus durch O2 wurden BASE erst mit O2 Tarifen bestückt, dann wieder mit eigenen Tarifen neu aufgestellt und nun hat das Unternehmen die Vermarktung im Netz über Partner bereits wieder beendet. Gründe dafür wurden nicht genannt. In einer Meldung an die Partner des Unternehmens heißt es nur kurz und bündig:

… leider müssen wir dir heute mitteilen, dass das BASE Partnerprogramm nach vielen erfolgreichen Jahren zum 31. März 2017 eingestellt wird. […] Wir bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit und freuen uns darauf, Dich bei der Bewerbung der anderen Telefónica Marken zu unterstützen.

Die Einstellung der Partnervermarktung ist in der Regel ein schlechtes Zeichen. Sehr oft geht dies einher mit der Stilllegung oder kompletten Beendigung von Marken und Tarifen. In der Vergangenheit war es bereits häufiger so gewesen, dass Anbieter erst die Vermarktung eingestellt haben und dann die entsprechenden Angebote vom Markt verschwunden sind. Es gibt aber auch gegenteilige Beispiele: so haben Fonic und Netzclub die Partnervermarktung bereits vor mehr als einem Jahr beendet – die Marken gibt es aber immer noch, auch wenn das Neukundengeschäft eher überschaubar ist und in erster Linie der Bestand an Kunden verwaltet wird.

Bisher hatte man die Marke vor allem für den Online-Bereich optimiert. Im der Ausrichtung 2016 heißt es dazu:

Seit Anfang Juli ist BASE mit seiner neuen, reinen online Ausrichtung und seinen unkomplizierten Tarifen am Start. Zielgruppe: netzaffine und preisbewusste Kunden. Mit dem Slogan „Geht nicht? Geht doch!“ präsentiert sich BASE ab morgen im TV und im Internet als Garant für günstige Online-Angebote einem breiten Publikum.

Nun kappt man mit der Partnervermarktung einen wichtigen Kanal für die Bewerbung online: die Online Marke BASE wird damit im Netz deutlich weniger beworben – das ist kein gutes Zeichen für die zukünftige Wertigkeit von BASE in der Markenstrategie von O2.

O2 bzw. Telefonica haben sich bisher noch nicht dazu geäußert, warum man bei BASE diesen Schritt vollzogen hat. Die Webseite des Unternehmens ist auf jeden Fall noch online und auch die Buchung und Bestellung von Tarifen ist nach wie vor möglich. Das spricht dafür, dass bei BASE nicht schlagartig die Lichter ausgehen werden. Vielleicht probt O2 auch nur einen erneuten Relaunch. Die O2 Free Tarife zum Discountpreis (mit Drosselung Light) wären auf jeden Fall ein interessanter Ansatz für einen neuen Premium Discounter.

O2 – Migration der Eplus Kunden abgeschlossen

Im Kunden-Bereich hat o2 die Fusion mit Eplus mittlerweile abgeschlossen. Das Unternehmen hat dabei mehrere Millionen Kunden (o2 spricht von einer zweistelligen Millionenzahl) aus dem Prepaid- und Postpaid-Bereich migriert und in ein gemeinsames Kundensystem überführt, das nun sowohl die bisherigen O2- als auch die Eplus-Kunden beinhaltet. Nach Angaben des Unternehmens war dies der größte Zusammenschluss dieser Art in Europa.

„Mit der technischen Kundenmigration haben wir ein zentrales Projekt unserer Integration erfolgreich abgeschlossen. Auf unserem Weg zur OnLife Telco bildet die gemeinsame Kundenplattform eine wichtige Voraussetzung, dass alle unsere Kunden direkt von unseren digitalen Transformationsprozessen profitieren können“, sagt Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland. „Die Umsetzung war mit Blick auf Umfang und Komplexität des Projekts ein enormer Kraftakt und wir haben einen neuen Maßstab für Migrationen dieser Größenordnung in unserer Branche gesetzt.“

Das neue System soll dabei deutlich leistungsfähiger sein und einen verbesserten Service bieten. Dazu lassen sich durch die neue Plattform Aktionen einfacher umsetzen. Im Zuge dieser Umstellung wurden auch etwa 200 bisher genutzt Systeme von Eplus abgeschaltet.

Allerdings ging dieser Prozess nicht ganz ohne Probleme von Statten. Nach wie vor beklagen sich beispielsweise Kunden von Blau über Probleme mit dem Support und langen Wartezeiten, bis ein Problem endlich bearbeitet wurde. Besonders durch die Übernahme der Simyo Kunden gab es dabei viele Probleme und der Support war in vielen Fällen nicht erreichbar.

So schreibt ein Kunde bei mobil-helden.de:

Zweifelnd wegen der automatischen Übernahme von simyo* zu blau ließ mich bei der simyo Hotline 01771771145 anrufen. Nach Vorbringen meines Anliegens teilte mir die wirklich äußerst unfreundliche Dame am Telefon mit, dass ich mich an blau zu wenden habe.
Auf meine Nachfrage hin, daß sie mir doch sicherlich die Kontaktdaten von blau geben könnte, gab sie an, dass dem simyo Vertrieb diese Informationen nicht vorliegen würde.

Und ein anderer Kunde schreibt:

Hallo warum geht bei der 0177 1771159 keiner ran versuche seit 3 stunden anzurufen.
wenn ich eine karte bestellen möcht habe ich sofort einen kundenberater dran. Frechheit.

Auch bei ALDI Talk (der Discounter wurde ebenfalls von Eplus auf O2 umgestellt) oder auch Simfinity berichten die Nutzer von ähnliche Schwierigkeiten und Problemen, auch wenn bei diesen Marken die Probleme nicht ganz so gravierend zu sein scheinen. Es bleibt abzuwarten, ob mit dem Abschluss der Migration auf eine gemeinsame Plattform nun diese Schwierigkeiten aufhören werden oder ob es nach wie vor ein Problem sein wird, einen Kundenbetreuung an die Leitung zu bekommen. Für die Kunden von O2 (besonders im Bereich der Prepaid Discounter) ist in jedem Fall zu hoffen, dass sich die Serviceleistung bessern wird.

O2 und Telefónica Deutschland – so kann man der Datenweitergabe widersprechen

O2 hatte bereits 2012 angekündigt, dass man mit der Vermarktung von Kundendaten Geld verdienen möchte. Mittlerweile scheint die Idee so weit zu sein, dass man sie in die Realität umsetzen kann.

Ziel ist es dabei, mit den aggregierten Bewegungsdaten der O2-Kunden Einnahmen zu generieren, in dem man sie an Dritt-Unternehmen verkauft. Im Fokus stehen dabei verschiedene größere Unternehmen und auch Behörden, die mir diesen Daten Analysen durchführen können. Allerdings werden die Daten anonymisiert. Telefonica hat dazu extra ein Anonymisierungsverfahren in drei Stufen eingeführt, das zertifiziert wurde und das auch die Bundesdatenschutzbeauftrage abgesegnet hat. Das Unternehmen schreibt dazu:

Millionen Kunden vertrauen jeden Tag auf unsere Kommunikationsnetze. Der Schutz und die Sicherheit ihrer Daten haben deshalb höchste Priorität. Mit der Data Anonymization Platform (DAP) hat Telefónica Deutschland eine Methode entwickelt, mit dem diese Daten über ein mehrstufiges Verfahren verlässlich anonymisiert werden. Die DAP wurde in enger Abstimmung mit der Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI) entwickelt.

Durch dieses Verfahren sollen Rückschlüsse auf einzelne Personen nicht mehr möglich sein. Das kann man dem Unternehmen so glauben oder auch nicht, auf jeden Fall bietet Telefonica auch an, sich auf diesem Verfahren auszuklinken. Dazu wurde eine eigene Webseite eingerichtet, auf der man den Status des eigenen Trackings erfahren kann und über die sich auch ändern lässt, ob die eigenen Daten mit weiter gegeben werden oder nicht. Die Webseite ist hier zu finden:

Derzeit kann man sich noch ohne Nachteile austragen, es hat also keinen Einfluss auf den Tarif oder die Kosten, ob man die Daten weiter gibt oder nicht. Es steht aber zu befürchten, dass sich das in der Zukunft ändern könnte und das man dann für Tarife, die mit Datenweitergabe sind, weniger zahlen muss. Oder umgekehrt gesagt: Wer auf Privatsphäre wert legt, könnte zukünftig mehr bezahlen.

Telefonica – geringere Umsatz aber mehr Gewinn

Telefonica, das Mutterunternehmen von O2, hat die Quartalszahlen für die letzten drei Monate vorgelegt und konnte auf durchaus gute Zahlen verweisen. Die Zahl der Kunden im Mobilfunk-Bereich stieg auf 43,4 Millionen Nutzer. Im zweiten Quartal 2016 konnten die Zahlen dabei nochmal um 339.000 gesteigert werden, wobei vor allem die Partnermarken zu diesem Anstieg beitrugen und weniger die O2 Angebote selbst.

Besonders positiv: Telefonica kann zum ersten Mal nach der Fusion von O2 und Eplus wieder einen Überschuss melden. Unter dem Strich blieben im Zeitraum April bis Juni 2016 252 Millionen Euro Überschuss übrig. Im Vorjahresquartal war es noch ein Verlust von 68 Millionen Euro gewesen.

„Unsere Strategie der konsequenten Datenmonetarisierung zahlt sich aus und wird im Zuge unserer digitalen Transformation weiteres Momentum gewinnen. Von den positiven Zukunftsaussichten sollen auch unsere Aktionäre über steigende Dividenden profitieren.“  so Finanzvorstand Rachel Empey zu dem Zahlen Unsere Investitionen in Marke, Netz und IT werden sich im zweiten Halbjahr zunehmend positiv auswirken. Wir werden in diesem Jahr bereits mehr als die Hälfte der für 2019 angestrebten jährlichen Synergien von 800 Millionen Euro beim Operating Cash Flow erreichen.“

Der Gewinn ist allerdings vor allem auf den Verkauf von Masten und Standorten zurück zu führen. Dieser Sondereffekt sorgte für einen Gewinnschub von 352 Millionen Euro.

Kritisch ist dagegen, dass der Umsatz im Mobilfunk-Bereich mit Tarifen und Diensten weiter gesunken ist. Das Unternehmen erwirtschaftete im 2. Quartal 2016 nur noch 1,36 Milliarden Euro Umsatz und damit 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach Angaben von Telefonica macht sich hier der verschärfte Wettbewerb im Bereich der preis-sensitiven Kunden bemerkbar und darüber hinaus auch regulatorische Eingriffe in den Mobilfunk-Markt. Diesen Effekt sieht man aber als nicht dauerhaft an. In der Meldung dazu heißt es:

Der Wettbewerb hat sich in den letzten Quartalen insbesondere im Non-Premium-Segment verschärft. Zudem sorgen Effekte aus der Entwicklung der Kundenbasis sowie regulatorische Eingriffe für Gegenwind. Sowohl die steigende Nachfrage bei der Datennutzung als auch das Wachstum der LTE-Kundenbasis dürften sich aber fortsetzen. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass das Wachstum des Datenverbrauchs künftig zu einer Umkehrung der Entwicklung bei den Umsatzerlösen aus Mobilfunkdienstleistungen führen wird.

Bleibt abzuwarten, ob sich die Entwicklung in den beiden folgenden Quartalen daran orientieren wird.