Apple – iPhone, AR-Brille und Apple Watch sollen Kunden 2019 „umhauen“

Tim Cook hat auf der Jahreversammlung von Apple vor den Aktionären einen Ausblick auf das kommende Jahr und darüber hinaus gegeben. In den letzten Wochen gab es viele schlechte Nachrichten rund um das Unternehmen – neben einer Gewinnwarnung gab es auch juristische Niederlagen gegen Qualcomm und die Quartalszahlen sahen vergleichsweise schlecht aus. Daher bemühte sich Cook, die zukünftige Entwicklung positiv dazustellen und wurde sogar in einige Punkte recht konkret was die Planungen des Unternehmens betrifft.

So arbeitet Apple derzeit an eine Augmented Reality Brille (ähnlich den Google Glasses) und sieht in dieser Technik einen wichtigen Faktor für die zukünftige Entwickung des Unternehmens. Dazu will Apple auch bei den Apple Watch und den AirPods neue Entwicklungen anstoßen und die Verkaufszahlen erhöhen. Generell verspricht Cook Produkte, die zukünftig die Kunden umhauen sollen und das erhöht natürlich die Erwartungen deutlich. Apple stand immer wieder in der Kritik weil die Innovationen des Unternehmens niedriger ausfielen als die Erwartungen der Kunden und der Aktionäre – die Worte von Cook scheinen nun anzudeuten, dass man hier aktiver werden will.

Im Detail schreibt man bei Bloomberg dazu:

Chief Executive Officer Tim Cook said he has „never been more optimistic“ about where the company is today and where it’s heading. In a pep talk to investors, Cook said the iPhone maker is “planting seeds” and “rolling the dice” on future products that will just “blow you away.” Speaking at the company’s annual general meeting in Cupertino, California, Cook reiterated that the iPhone maker is still on track to double revenue from services in 2020 from the nearly $25 billion in 2016. Referencing speaking notes on an iPad, Cook touched on several of the company’s product categories.

Weitere Details zu den Planungen für 2019 und darüber hinaus gab es aber leider nicht. So bleibt offen, ob auch Apple an einem faltbaren iPhone arbeitet, dass die Modelle von Samsung und Huawei kontern könnte.

Auf jeden Fall hat Tim Cook mit seinen Worten recht hohe Erwartungen an die zukünftigen produkte von Apple – und darunter natürlich vor allemdas iPhone – geweckt und es bleibt abzuwarten, wie genau Apple diese Erwartungen wird erfüllen können.

Bild: Tim Cook CC BY SA iphonedigital

Apple: 2,6 Millionen Dollar weniger Bonus für Tim Cook

2016 war für Apple ein durchaus gutes Jahr, allerdings leider nicht so gut wie erhofft. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Zahlen sogar etwas schlechter als erwartet. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn liefen die Geräte in 2017 weniger gut wie erwartet. In Zahlen bedeutet dies:

  • 215,6 Milliarden US Dollar Umsatz (2015: 233,7 Milliarden)
  • 60 Milliarden US Dollar Gewinn (2015: 71,2 Milliarden)

Apple hat die Erwartungen für 2016 bereits etwas reduziert im Vergleich zum Vorjahr, aber auch diese gesenkten Zahlen konnte man nicht erreichen.

Die schlechten Zahlen haben nun auch Auswirkungen auf die Einkommen und vor allem die Boni der Chef-Etage. Allen voran Tim Cook bekommen die Führungskräfte durch das Verfehlen der eigenen Ziele deutlich weniger Bonus ausgezahlt. In einer Mitteilung an die Aktionäre heißt es dazu:

Apple delivered another year of strong financial results in 2016. However, the two financial measures used to evaluate executive performance under our annual cash incentive program, net sales and operating income, declined from our record-breaking 2015 levels. These results were below the target performance goals set by the Compensation Committee. As a result, the annual cash incentive payouts to our named executive officers were below target.

So bekommt CEO Tim Cook zwar sein volles Grundgehalt von 3 Millionen Euro für das Geschäftsjahr. Der Bonus für 2016 fällt mit an die 6 Millionen Euro aber deutlich niedriger aus als im Vorjahr. In 2015 bekam der CEO beispielsweise fast 8 Millionen US Dollar Bonus. Bei sehr guten Zahlen um dem Erreichen aller Ziele könnte Cook sogar bis zu 12 Millionen US Dollar Bonus bekommen (Maximum).  Bei anderen Mitgliedern der Führungsriege von Apple fällt dieser Bonus sogar noch niedriger aus. Sie erhalten teilweise weniger als die Hälfte des Bonus aus dem Vorjahr. Statt 4 Millionen US Dollar werden bei ihnen in 2016 nur 1,79 Millionen US Dollar ausgeschüttet.

Die vergleichsweise schlechte Performance des iPhone 7 macht sich also auch in den Gehaltszahlen der Apple-Chefs bemerkbar und es gibt damit auch einen finanziellen Anreiz, in 2017 mit dem iPhone 8 wieder ein innovatives Produkt auf den Markt zu bringen, dass die Erwartungen mehr als erfüllt. Die aktuellen Gerüchte dazu sehen schon sehr interessant aus und Versprechen deutlich mehr Innovationen, als es noch beim iPhone 7 der Fall war. So soll es in diesem Jahr sogar drei Modellvarianten geben.

Für das iPhone 8 geplant sind daher folgende Modellvarianten:

  • iPhone 8 mit 4,7 Zoll Display* und TFT-LCD Bildschirm
  • iPhone 8 mit 5,5 Zoll Display und TFT-LCD Bildschirm
  • iPhone 8 mit 5,8 Zoll Display und AMOLED Bildschirm

Die meisten Quellen gehen davon aus, dass es die neue AMOLED Technik beim iPhone nur im größten Gerät geben wird. Das 5,8 Zoll iPhone könnte auf diese Weise also der Technologieträger werden, der die meisten neuen Funktionen der 2017er iPhone Generation vereint. Im Original heißt es dazu:

Apple will launch 4.7-, 5.5- and 5.8-inch new iPhone models in second-half 2017, with TFT-LCD panels to be used in the former two models and AMOLED for the 5.8-inch one, the sources said. Global shipments of the AMOLED iPhone in 2017 are estimated at 60-70 million units, the sources noted.

Unklar bleibt, ob das AMOLED Display auch gebogen sein wird. Einige Quellen gehen davon aus und sehen bereits eine Edge-Version des iPhone. Da dies beim LCD Display aber nur sehr scher zu realisieren wäre, wird das gebogene Display wohl nur in der AMOLED Version zu sehen sein. Es könnte daher nach der aktuellen Aufstellung zwei ebene Versionen geben und das zu das 5,8 Zoll Gerät mit abgerundeten Kanten.

Tim Cook: iPhone 7 kommt mit großartigen Features

Die eher schlechten Zahlen und die vielen negativen Berichte scheinen Apple nicht ganz kalt zu lassen und so geht CEO Tim Cook im CNBC Interview in die Offensive und verspricht für das nächste iPhone einige wirklich interessante Neuerungen.

Er spricht dabei ganz offensiv davon, dass die nächste Generation nicht nur eine Weiterentwicklung das iPhone 6s sein wird, sondern auch eine ganze Reihe von technischen Neuerungen enthalten soll. Im Original heißt es:

„We have great innovation in the pipeline, like new iPhones that will incent you and other people that have iPhones today to upgrade to new iPhones. We are going to give you things that you can’t live without, that you just don’t even know you need today […] You will look back and wonder ‚how did I live without this?'“

Er geht natürlich nicht weiter darauf ein, was genau an Neuerungen geplant ist, aber zumindest scheint er davon überzeugt zu sein, dass diese Neuerungen bei den Kunden ankommen werden. Ziel ist es dabei, die Generation der iPhone 6 und 6s Nutzer von einem Wechsel auf das neue Modell zu überzeugen. Damit können man die gigantischen Verkaufszahlen dieser Generation wiederholen und die alte Stärke von Apple auf dem Markt wieder her stellen.

Ob das gelingt, wird sich erst noch zeigen müssen. Bisher gibt es zum iPhone 7 noch keine bahnbrechenden Ankündigungen, die erwarten lassen, das man die Nutzer wirklich von einem Wechsel wird überzeugen können, aber es sind ja auch noch einige Monate, bis die neuen Geräte auf den Markt kommen werden.

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