Top 10 News der Woche – Wochenrückblick 15/2012

Dies ist ein Überblick über die populärsten Artikel, die wir auf AppDated diese Woche veröffentlicht haben. Hier könnt ihr euch überzeugen, dass ihr diese Woche keine wichtigen Neuigkeiten verpasst habt.

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Diesen Wochenrückblick wird jede Woche von uns angeboten, damit ihr immer auf dem aktuellsten Stand seid und keine News verpasst.

Apple veröffentlicht Java-Update und Flashback Removal Tool

Apple hat am gestrigen Tag gleich zwei Wege den Mac-Benutzern bereitgestellt, um den momentan aktiven Flashback-Trojaner zu entfernen. Zum einen wurde ein neues Java-Sicherheitsupdate, mit dem die häufigsten Varianten des Trojaners entfernt werden. Daneben deaktiviert das Update die automatische Ausführung von Java-Applets. Das Update kann über die Softwareaktualisierung oder die verlinkten Support-Dokumente geladen werden.

Apple schreibt folgendes in den Versionshinweisen:

Mit diesem Java-Sicherheitsupdate werden die am häufigsten vorkommenden Varianten der Flashback-Malware entfernt. Außerdem wird mit diesem Update das Java-Web-Plug-In so konfiguriert, dass das automatische Ausführen von Java-Applets deaktiviert wird. Dieses kann über die Java-Einstellungen erneut aktiviert werden. Wurden während eines längeren Zeitraums keine Applets ausgeführt, werden diese vom Java-Web-Plug-In erneut deaktiviert. Dieses Update wird für alle Mac-Benutzer empfohlen, die Java installiert haben.Einzelheiten zu diesem Update erhalten Sie unter http://support.apple.com/kb/HT5242?viewlocale=de_de.

Zum anderen steht auch ab sofort das Flashback Removal Tool auf den Apple-Servern zum Download bereit und kann den Trojaner von infizierten Macs, die OS X Lion ohne eine Java-Installation verwenden, entfernen. Denn obwohl der Trojaner hauptsächlich über eine Sicherheitslücke in Java eingeschleust wird, existieren auch noch andere Wege, um einen Mac zu infizieren. Aus diesem Grund wurde ein eigenständiges Removal Tool entwickelt, das den Trojaner entfernt.

Mit diesem Update werden die am häufigsten vorkommenden Varianten der Flashback-Malware entfernt. Dieses Update beinhaltet das gleiche Werkzeug zum Entfernen von Malware wie Java für OS X 2012-003. Dieses Update wird allen Mac-Benutzern empfohlen, die Java nicht installiert haben.

Apple veröffentlicht Support-Dokument und plant Software zur Entfernung des Flashback-Trojaners

Kürzlich hat Apple ein Support-Dokument für den sogenannten Flashback-Trojaner veröffentlicht und die infizierten Benutzer darüber informiert, dass man in Cupertino bereits an einer Entfernungs-Software arbeite. Diese Software soll in Zukunft den Trojaner erkennen und anschließend natürlich auch entfernen können.

Ebenfalls geht aus dem Dokument hervor, dass jeder Mac-Benutzer dringend die über die Softwareaktualisierung verfügbaren Java-Updates installieren soll. Des Weiteren scheint Apple das Thema definitiv ernst zu nehmen und versucht in Kooperation mit anderen Internet-Anbietern weltweit den Trojaner aufzuspüren. Dadurch soll die Ausbreitung der Malware minimiert werden.

Der Flashback-Trojaner verbreitet sich momentan über eine Sicherheitslücke in Java, die bereits seit einiger Zeit in der Windows-Welt bekannt ist und sich in der Regel als Installationspaket des Flash Players tarnt. Nach den ersten Angaben sollen rund 600.000 infizierte Macs weltweit existieren. In Deutschland sollen jedoch nur 2000 Geräte befallen sein.

Momentan existiert jedoch schon eine sichere Methode, um den Trojaner zu identifizieren. Der Flashback Checker untersucht in wenigen Sekunden die möglicherweise infizierten Dateien und informiert anschließend den Benutzer über den Fund.

Bildquelle zayzay

Google führt automatischen Malware Scanner „Bouncer“ in Market ein

Google hat auf die vielen Berichte über die im Market enthaltene Malware und Spyware reagiert und hat seit heute einen hauseigenen automatischen Virenscanner in den Android Market implementiert. Nachdem der Scanner in seiner monatelangen Betaphase bereits intern getestet wurde, wird nun die finale Version auf den Google Servern angewendet.

Der Scanner simuliert die Benutzung von Anwendungen auf einer virtuellen Android Maschine und spürt ungewöhnliche Ereignisse sowie suspekte Datenströme auf. Des Weiteren durchsucht Bouncer auch neu erstellte Entwickleraccounts der Android-Programmierer und prüft darin enthaltene Apps auf Spyware und ähnlichem. Wird dabei eine Schadsoftware gefunden, wird diese markiert, später noch einmal manuell geprüft und schließlich aus dem Market entfernt.

Derzeit soll wohl der ganze Market nach Schadsoftware durchsucht werden, da es bereits ein breites Spektrum an schädlichen Apps im Market gibt. Ob Google allerdings den Schädlingsanteil von aktuell etwa 40% auf 0% senken kann, bleibt fraglich, denn immerhin ist es ein automatischer Virenscanner, der natürlich auch Fehler machen kann. Google machte allerdings ausdrücklich klar, dass man keine ausschließlich manuelle Überprüfung von Spyware auf Apps anwenden wolle, wie etwa Apple das tut.

Wir werden sehen, wie sich der Anteil von Malware am Android Market in den nächsten Tagen und Wochen verändert und warten gespannt auf nächste Studien darüber.

[via googlemobile.blogspot & android4you]