Qualcomm Snapdragon 895 und 895+: auch 2022 sind zwei Top-Prozessoren Generationen geplant

Qualcomm Snapdragon 895 und 895+: auch 2022 sind zwei Top-Prozessoren Generationen geplant – Qualcomm hat bereits in diesem Jahr neben dem Snapdragon 888 Prozessor noch ein Update, den neuen Snapdragon 888+ SoC auf den Markt gebracht. Damit ermöglicht man den Herstellern, im zweiten Halbjahr schnellere Modelle auf den Markt zu bringen. Diese Strategie wird das Unternehmen wohl auch im kommenden Jahr so verfolgen, denn Leaker Ice Universe hat zwei Modelle von Top-Prozessoren im kommenden Jahr angekündigt:

  • Der neue Snapdragon 895 Chipsatz soll Anfang des Jahres zur Verfügung stehen und der Nachfolger für die aktuellen SD 888 Modelle sein. Die Produktion wird durch Samsung im 4 Nanometer Verfahren erfolgen.
  • Der Snapdragon 895+ Chipsatz soll in der zweiten Hälfte 2022 veröffentlicht werden und auch im 4 Nanometer Verfahren gefertigt sein. Der Hersteller ist dabei aber TSMC und man kann davon ausgehen, dass diese Version einige Verbesserungen im Vergleich zum SD 895 haben wird.

Damit haben etwas später erscheinende Modelle die Möglichkeit, direkt mit dem Snapdragon 985+ Chipsatz zu planen und bringen eventuell einige Funktionen mit, die es beim SD 895 noch nicht gibt.

Bisher gibt es noch keine Details, was genau Samsung bei den neuen SoC planen könnte. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass die Prozessoren im Vergleich zur aktuellen Generation wieder mehr Power mitbringen und wohl auch energieeffizienter arbeiten werden. Das war bisher bei jeder neuen Generation der Fall und wird wohl auch im kommenden Jahr so zutreffen. Spannend wird dabei, wie die Wärmeentwicklung unter Last aussieht. Die Abwärme und die Erhitzung der Geräte ist mittlerweile ein wichtiger Faktor geworden, weil zu starke Erhitzung zur Drosselung und Abschaltung führt. Daher sind SoC, die weniger Wärme produzieren, meistens effizienter.

iPhone 6s – unterschiedliche Chipsätze laut Apple kein Problem

In den neusten iPhone Modelle sind zwei verschiedene Varianten des A9-Chips verbaut: einmal mit Samsung als Hersteller und einmal von TSMC. Der TSMC Chip ist dabei etwas größer, beide haben aber eine ähnliche Leistung. Bei Tests der beiden Chipsätze gab es aber gerade beim Akkuverbrauch deutliche Unterschiede. Bei Tests mit Geekbench 3 hielten die TSMC Modelle länger durch – bis zu zwei Stunden Unterschied machte der Chipsatz aus.

Das Statement von Apple dazu ist bemerkenswert:

„With the Apple-designed A9 chip in your iPhone 6s or iPhone 6s Plus, you are getting the most advanced smartphone chip in the world. Every chip we ship meets Apple’s highest standards for providing incredible performance and deliver great battery life, regardless of iPhone 6s capacity, color, or model.

Certain manufactured lab tests which run the processors with a continuous heavy workload until the battery depletes are not representative of real-world usage, since they spend an unrealistic amount of time at the highest CPU performance state. It’s a misleading way to measure real-world battery life. Our testing and customer data show the actual battery life of the iPhone 6s and iPhone 6s Plus, even taking into account variable component differences, vary within just 2-3% of each other.“

Damit gibt Apple zu, das es Unterschiede zwischen den Chip-Varianten gibt, ist allerdings der Meinung, dass diese Unterschiede in der Praxis nicht zum Tragen kommen. Lediglich unter Laborbedingungen und „unrealistischen“ CPU Belastungen wären diese von Bedeutung. Im normalen Betrieb lägen die Unterschiede nur bei 2 bis 3 Prozent.

Allerdings dürfte das in der Praxis kaum zu kontrollieren sein. Apple bezieht viele Komponenten von unterschiedlichen Herstellern, so dass es kaum machbar sein wird zwei vollkommen identische Geräte mit dieser Genauigkeit zu prüfen. Wahrscheinlich ist die Ansage von Apple aber eine Herausforderung für die Tester, auch unter normalen Bedingungen Unterschiede zu finden.