EU-Kommission genehmigt die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone

Vodafone kann mit der geplanten Übernahme von Unitymedia starten, denn nun gibt es auch von Seiten der EU grünes Licht für diesen Deal und damit steht rechtlich gesehen nichts mehr im Wege. Das Unternehmen hatte in Deutschland bereits Kabel Deutschland und deren Kabel-Netz übernommen und nun erwirbt Vodafone mit Unitymedia noch weitere Kabelnetze in Bundesländern, in den Kabel Deutschland nicht aktiv war. Auf diese Weise entsteht nun ein weiteres großes Kabelnetz als deutlich Konkurrenz zum normalen Festnetz der Telekom.

Vodafone schreibt selbst dazu:

Insgesamt 272 Tage prüfte die EU-Kommission die geplante Übernahme. Am Ende verblieben lediglich zwei Bedenken: zum einen hinsichtlich einer potentiellen Verminderung des Wettbewerbs durch Wegfall des DSL-Angebots im Unitymedia-Vermarktungsgebiet, zum anderen hinsichtlich einer möglichen größeren Verhandlungsmacht im Fernsehmarkt. Diese Bedenken konnte Vodafone mit einem Auflagenpaket auflösen. In diesem Paket öffnet Vodafone sein Kabelnetz bundesweit für Telefónica und schafft damit einen weiteren nationalen Kabelwettbewerber. Zugleich bringt Vodafone mehr Qualität, Flexibilität und Unabhängigkeit für TV-Sender. Auf die EU-Genehmigung wird jetzt das so genannte Closing (Vollzug des Kaufvertrags) zum Monatsende erwartet – damit kann die Integration beginnen. „Damit schaffen wir nach fast zwei Jahrzehnten der Trennung wieder ein vereinigtes Kabelnetz in ganz Deutschland. Und können Deutschland von einem der langsamsten zu einem der schnellsten Digitalstaaten auf dem Kontinent machen“, so Ametsreiter.

Ein besonderer Punkt war dabei das Angebot, dass zukünftig auch O2 im Vodafone Kabel-Netz wird DSL Tarife anbieten können. Vodafone öffnet also das neue Netz von Anfang an auch für Drittanbieter um auf diese Weise mehr Wettbewerb in den Bereich der Internet-Anschlüsse zu bekommen.

Für Kunden von Unitymedia und auch Vodafone ändert sich aber vorerst nichts. In den FAQ schreibt Vodafone sehr konkret:

Für Dich ändert sich durch den Zusammenschluss erst einmal nichts. Als Vodafone-Kunde bleibst Du weiterhin Vodafone-Kunde. Als Unitymedia-Kunde bleibst Du weiterhin Unitymedia-Kunde.
Alle Verträge, Tarife und Ansprechpartner im Service bleiben bis auf Weiteres bestehen.
Ein Sonderkündigungsrecht gibt es nicht.

Bisher hat die Telekom im Festnetz-Bereich die meisten Kunden und das wird sich wohl auch so schnell nicht ändern. Dennoch wächst mit der Übernahme von Unitymedia mit Vodafone eine echte Konkurrenz heran und es dürfte spannend werden zu sehen, wie die Telekom auf diesen neuen Anbieter reagieren wird.

 

 

Bundeskartellamt: United Internet darf Drillisch übernehmen

Die geplant Fusion von 1&1 und Drillisch hat eine weitere Hürde genommen. Das Bundeskartellamt hatte den Deal geprüft und sieht derzeit keine Probleme, wenn United Internet (das Mutterunternehmen von 1&1) Drillisch übernimmt.

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, sagt dazu: Der Mobilfunkmarkt wird von den drei großen Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica bestimmt. Drillisch kann sich hier gemeinsam mit United Internet zu einem belebenden Element entwickeln. Der Zusammenschluss begegnet vor diesem Hintergrund keinen wettbewerblichen Bedenken.

Insgesamt geht das Bundeskartellamt also davon aus, dass mit dem Zusammenschluss bzw. der Übernahme der Wettbewerb im Mobilfunk-Markt wieder gestärkt wird. Durch die Fusion von Eplus und O2 war die Zahl der großen Netzbetreiber auf drei geschrumpft. Nun könnte ein vierter größerer Anbieter dazu kommen, auch wenn die Kundenzahlen von Drillisch und 1&1 zusammengenommen noch deutlich hinter denen von Telekom, Vodafone und O2/Eplus zurück liegen. Beide Unternehmen zusammen kommen auf etwa 14,3 Millionen Kunden. Die Telekom und auch O2 haben dagegen mehr als 40 Millionen Kunden uund auch Vodafone kommt immerhin auf über 30 Millionen Kunden im Mobilfunk-Bereich. Auf Augenhöhe ist das neue Unternehmen damit auch nach der Fusion nicht – die Basis gegenüber den anderen Netzbetreibern sieht aber auf jeden Fall besser aus.

Welche Auswirkungen die Fusion haben wird, haben wir hier zusammen gefasst.

Über Drillisch

Die Drillisch AG ist mit 3,62 Mio. Mobilfunkkunden (Stand: 31.03.2017) einer der großen netzunabhängigen Telekommunikationsanbieter in Deutschland. Der Konzern bietet ein umfassendes Portfolio an Dienstleistungen und Produkten aus dem Bereich mobiler Sprach- und Datendienste. Im Premiumsegment konzentriert sich das Unternehmen dabei auf seine Marke smartmobil.de (mit Fußballprofi Lukas Podolski als Werbegesicht) sowie auf die Marke yourfone, unter der Drillisch mehr als 200 Ladengeschäfte in den Top-Lagen deutscher Innenstädte betreibt. Darüber hinaus zählen viele weitere erfolgreiche Mobilfunkmarken zum Portfolio der Drillisch AG, darunter simply, sim.de, McSim, helloMobil, WinSim und discoTEL.

Über 1&1 Telecommunication

Die 1&1 Telecommunication SE ist mit 8,7 Mio. Kundenverträgen (Stand: 31.12.2016) ein führender DSL- und Mobilfunkanbieter in Deutschland. Als 100%ige Tochtergesellschaft der börsennotierten United Internet AG bietet sie DSL-Komplettpakete mit attraktiven Mehrwertdiensten und Mobilfunk-Flatrates im D- und E-Netz an.

Übernahme: Razer kauft Nextbit – gibt es ein neues Robin-Smartphone?

Das Smartphone-Startup Nextbit ist in Deutschland weitgehend unbekannt, dabei hat es das Unternehmen geschafft, aus einer Idee tatsächlich ein marktreifes Smartphone zu entwickeln. Das Smartphone mit der Bezeichnung Robin war dabei vor allem durch das Cloud Konzept in den Fokus gekommen, denn das Gerät ist in der Regel ständig mit Cloud-Diensten verbunden und benötigt daher an sich keinen Speicher im Gerät selbst. Mit dem Gerät bekam man immer auch 100GB Cloud Speicher direkt mit dazu, um die Vorteile des Smartphones auch nutzen zu können.

Allerdings war dem Unternehmen die Luft nach dem Start des Robin ausgegangen. Seit dem hat man wenig von Nextbit gehört. Es gab beispielsweise keine Meldungen zu neuen Geräten oder zumindest zu Plänen, welche neuen Geräte man auf den Markt bringen könnte. Nun gibt es eine Meldung von Razer, das man das Unternehmen aufgekauft hätte. Razer ist dabei in erster Linie durch Zubehör für Games bekannt und verkauft unter anderem passende Gadgets für Gamer.

Das Unternehmen selbst schreibt dazu in der Pressemitteilung:

Razer™, the leading global lifestyle brand for gamers, today confirmed that it has acquired the majority of the assets of Nextbit Systems Inc. and has brought onboard the management and employees of the company. Financial details of the transaction, which closed earlier this month, were not disclosed.

“Nextbit is one of the most exciting companies in the mobile space,” says Razer Co-Founder and CEO Min-Liang Tan. “Razer has a track record of disrupting industries where our technology and ability to design and innovate have allowed us to dominate categories with longstanding incumbents, such as the peripherals and laptop categories. With the talent that Nextbit brings to Razer, we look forward to unleashing more disruption and growing our business in new areas.”

Nextbit soll allerdings nicht direkt in das Unternehmen eingegliedert werden, sondern als eigene Firma weiter wirtschaften. Auch das Managment bleibt erhalten. Man möchte eine größtmögliche Unabhängigkeit erhalten. Für Razer gibt es damit neben dem Gaming-Bereich auch ein Standbein in der mobilen Welt. Da immer mehr Spiele sich auf Handys und Smartphones verlagern, ist das ein durchaus sinnvoller und auch nachvollziehbarer Schritt.

Die Spekulationen gehen aber natürlich schon in die Richtung eines neuen Gerätes. Razer wird das Unternehmen sicher nicht nur gekauft haben, um es abzuwickeln. Stattdessen wird man sicher mit den finanziellen Ressourcen von Razer neue Projekte angehen oder Ideen umsetzen, die bereits bestehen, aber bisher mangels Finanzierung nie den Weg in die Praxis gefunden haben. In welche Richtung dies gehen könnte lässt sich aber noch nicht sagen. Auf der Webseite von Nextbit wird auf jeden Fall nach wie vor nur vom Robin gesprochen – auch wenn das Gerät mittlerweile gar nicht mehr zu haben ist.

Samsung kauft Harman für 8 Milliarden

Samsung Electronics hat einen neuen Deal unter Dach und Fach gebracht. De Kaufpreis liegt dabei bei 112 US-Dollar pro Aktie, insgesamt gibt Samsung für die Übernahme damit um die 8 Milliarden US-Dollar aus. Harman steht dabei in erster Linie für vernetzte Dienst und für Samsung dürfte wohl die Erfahrung und das Know-How des Unternehmens im Bereich der KfZ-Vernetzung von Interesse sein. Unter dem Schlagwort „Connectet Car“ bietet Harman mittlerweile verschiedene Systeme an. Das beginnt bei Infotainment-Systemen, geht über Telematik und reicht bis hin zu integrierten Sicherheitssystemen, für Abstandsmessung oder verschiedene Kamerasysteme, die eine Blick um das gesamte Fahrzeug ermöglichen. Samsung verspricht sich hier die Möglichkeit, diese Technik zukünftig auch in den eigenen Systemen anbieten zu können.

Im Original heißt es dazu:

“HARMAN perfectly complements Samsung in terms of technologies, products and solutions, and joining forces is a natural extension of the automotive strategy we have been pursuing for some time,” said Oh-Hyun Kwon, Vice Chairman and Chief Executive Officer of Samsung Electronics.  “As a Tier 1 automotive supplier with deep customer relationships, strong brands, leading technology and a recognized portfolio of best-in-class products, HARMAN immediately establishes a strong foundation for Samsung to grow our automotive platform.  Dinesh Paliwal is a proven global leader and, in our extensive discussions, we have developed deep respect for him, his strong senior leadership team and HARMAN’s talented employees.  HARMAN’s sustained track record of rapid growth fueled by technology leadership and an unmatched automotive order pipeline reflects its commitment to innovation and customers.”

Harman hat derzeit bereits etwa 8.000 Mitarbeiter und arbeitet mit vielen der größten Automobil-Hersteller weltweit zusammen. So findet man Lösungen von Harman beispielsweise bei Mercedes, BWM, AUDI oder auch Fiat. Auch Toyota und Harley Davidson setzen auf die Technik des Unternehmens. Damit hat Harman nicht nur einen guten Namen in der Branche sondern auch bereits Zugriff auf viele Kunden in diesem Bereich – das wird Samsung auf jeden Fall zu Gute kommen.

Mit der Übernahme von Harman bekommt Samsung damit auch die Möglichkeit, die eigenen mobilen Lösungen im Smartphone Bereich in die Fahrzeuge zu bringen. Möglicherweise wird dadurch dann die Möglichkeit der Zusammenarbeit von Car-Systemen und Handys (besonders Smartphones Handys) deutlich verbessert. Bisher wurden aber noch keine weiteren Details dazu veröffentlicht, was genau zukünftig geplant ist und in welche Richtung man bei der Vernetzung von Fahrzeugen gehen will. Auch im Audio-Bereich verspricht sich Samsung Synergien durch die Übernahme, denn auch in diesem Bereich hat Harman viel Erfahrung und viele Marken, die bereits bekannt sind und auf die nun auch Samsung Zugriff hat. Allerdings gibt es auch hier noch keine Details, wie die Zusammenarbeit zukünftig aussehen soll.

Nach der Übernahme soll Harman als eigene Marke weiter geführt werden. Auch bei der Führungsebene wird es vorerst keine größeren Änderungen geben. Das bisherige Managment-Team bleibt bestehen. Stattdessen will Samsung das eigene Team rund um den Sektor der KfZ-Elektronik deutlich stärker mit Harman zusammen arbeiten lassen.

Samsung plant, den Deal aus der Kasse zu bezahlen, die 8 Milliarden US Dollar sollen also Cash fließen und nicht etwas in Aktien gezahlt werden. Die Übernahme soll dabei Mitte 2017 abgeschlossen werden.

Facebook ist an Whatsapp Übernahme interessiert

Nachdem WhatsApp bereits letzte Woche mehrfach in der Blogosphäre aufgeschlagen ist und durch Fehlermeldungen sowie Kettenbriefe für Aufmerksamkeit gesorgt hat, macht am heutigen Tag eine weitere Meldung über den beliebten Messenger die Runde.

Den neusten Gerüchten von TechCrunch zufolge ist Facebook momentan mit den Entwicklern von WhatsApp im Gespräch und soll über eine mögliche Übernahme verhandeln. Das soziale Netzwerk möchte allem Anschein nach den Fokus auf die mobilen Endgeräte weiter ausbauen und nach dem Kauf von Instagram den nächsten großen Fisch an Land ziehen. In der Regel sind die Redakteure von TechCrunch auch sehr gut über die Geschehnisse im Silicon Valley informiert, so kann man davon ausgehenen, dass an diesem Gerücht wirklich etwas dran ist. Es gibt allerdings noch keine genauen Details zum möglichen Kaufpreis oder einem genauen Stand der Verhandlungen.

Mit diesem Schritt könnte sich Facebook aber auch für die Zukunft in der Smartphone-Welt festigen, denn mittlerweile ist der WhatsApp-Messenger auf nahe zu jedem Geräte zu finden. Die Verbreitung des sozialen Netzwerks wäre damit erstmals gewährleistet, denn WhatsApp besitzt über 100 Millionen aktive Nutzer und am Tag werden mehr als 1 Milliarde Nachrichten verschickt. Auf Basis dieser Zahlen könnte Facebook seinen Messenger-Dienst ausbauen und die fehlende Datenübertrag integrieren.

Die Frage ist nur, wie Facebook mit dem WhatsApp-Clienten nach der Übernahme umgehen wird. Der eigentliche Konkurrent würde aller Wahrscheinlichkeit in den eigenen Facebook Messenger übergehen und somit auf lange Sicht eingestampft werden. Es ist davon auszugehen, dass Facebook natürlich die aktiven Benutzer auf die eigene Platform umschifften will und das möglichst bald. Hingegen hat Facebook bei Instagram gezeigt, dass man den gekauften Dienst auch weiterführen kann und ohne große Änderungen beibehält. Hierbei muss man allerdings bedenken, dass Instagram kein aktiver Konkurrent zu einem Facebook-Dienst ist, WhatsApp dagegen schon.

Darüber hinaus setzt WhatsApp auf ein anderes Geschäftsmodell, denn im Gegensatz zu Facebook vermeiden die beiden Gründer Koum und Brian Acton auf den Einsatz von Werbung und wollen lieber den ein oder anderen Cent von den Kunden sehen. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich das soziale Netzwerk bei einer Übernahme entscheidend und möglicherweise könnten wir bald schon einen mit Werbung infizierten WhatsApp-Messenger sehen. Die nächsten Wochen werden zeigen, was an dem Gerücht dran ist und sicherlich noch detaillierte Informationen hervorbringen.

via mobiflip

Apple übernimmt Sicherheitsspezialisten AuthenTec für 356 Millionen Dollar

In regelmäßigen Abständen übernimmt Apple kleinere Unternehmen, um sich neues Know-how, zusätzliche Patente und zukunftsweisende Technologien anzueignen. Jetzt berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, dass Apple erneut zugeschlagen hat und den Sicherheitsspezialisten AuthenTec für einen Kaufpreis von 356 Millionen US-Dollar (8 Dollar pro Aktie) aufkaufen möchte. Das Unternehmen stellt unter anderem Sensoren für Fingerabdrücke her, die in mobilen Geräten zur Benutzerauthentifizierung genutzt werden können. Ebenfalls bietet der Sicherheitsspezialist auch VPN-Lösungen für Endgeräte an.

AuthenTec Inc, which makes fingerprint sensor chips used in personal computers, said it agreed to be bought by Apple Inc for about $356 million.2

Zu den bisherigen Kunden zählen Alcatel, Cisco, Fujitsu, HBO, HP, Lenovo, LG, Motorola, Nokia, Orange, Samsung, Sky und Texas Instrumentes, die allesamt auf die Technologien von AuthenTec setzen. Beispielsweise verwendet Samsung die QuickSec VPN-Lösung von AuthenTec im Samsung Galaxy S3 und vielen weiteren Geräten.

Hingegen scheint Apple womöglich mehr an den Kompetenzen im Bereich Near Field Communication (NFC) interessiert zu sein und möchte sich in Aussicht auf das neue iPhone erweiterte Sicherheitsvorkehrungen aneignen. In jedem Fall kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei um eine strategische Investition in die Zukunft handelt, die vermutlich in absehbarer Zeit auch ihre Früchte tragen wird.

Apple möchte Loewe übernehmen – Deutscher Hersteller hat bereits dementiert

Seit einigen Monaten ist der Apple-Fernseher nicht mehr aus der Gerüchteküche wegzudenken und mittlerweile verdichten sich die Hinweise darüber immer mehr. Erst vor Kurzem wurde von dem Foxconn-Chef bestätigt, dass das taiwanische Unternehmen die Vorbereitungen für die Produktion gestartet hat. Jetzt scheinen sich die ersten handfesten Informationen ans Tageslicht zu trauen und haben die Gerüchte erneut bestärkt.

Am gestrigen Tag wurde von den amerikanischen Medien berichtet, dass Apple dem deutschen Elektronikkonzern Loewe ein Übernahmeangebote unterbreitet hat. Allem Anschein nach möchte sich das kalifornische Unternehmen zusätzliches Know-How für das TV-Geschäft einkaufen und ist ebenso an den Vertriebswegen von Loewe interessiert. Eine Entscheidung über das Angebot von rund 87,3 Millionen Euro soll bis Ende nächster Woche von Loewe abgegeben werden. Das Traditionsunternehmen hat die Meldung jedoch kurz nach der Veröffentlichung  heute morgen dementiert.

Über die Übernahme wurde bereits Anfang des Jahres spekuliert und im Endeffekt wurde nur eine Kooperation zwischen den Unternehmen angekündigt. Seitdem können Loewe-Geräte in Apple Stores und im Online Shop erworben werden. Ebenfalls verbaut der deutsche Fernsehhersteller seit einiger Zeit die AirPlay-Funktion in ihren Audio Systemen und auch beim eigenen Fernseher setzt Loewe auf eine Integration von iOS-Geräten.

Spätestens Ende der kommenden Woche wird die Meldung aufgeklärt und wir werden über die womögliche Übernahme mehr erfahren.

Apple übernimmt den Flash- und Chip-Spezialisten Anobit

In der vergangenen Wochen wurde mehrmals thematisiert, dass der Konzern aus Cupertino den israelischen Flash-Entwickler Anobit für eine Übernahme in Betracht ziehen würde. Allem Anschein nach wurde die Übernahme bereits durchgeführt und Apple hat den israelischen Chip-Spezialisten für 500 Millionen US-Dollar gekauft. Mit dieser Übernahme will Apple sich wichtige Ressourcen für die Zukunft sichern. Denn unter anderem entwickelt der erworbene Hersteller Flash-basierte Speichermedien (Solid State Disks), die bereits als Speicher im iPad, iPhone und MacBook Air verwendet werden.

Die Firma Anobit stellt jedoch keine eigenen Speichermedien her, sondern betreibt nur intensive Entwicklungen von verbesserten Flash-Lösungen auf MSP-Basis. Mit Hilfe dieser Technik soll die Geschwindigkeit, Lebensdauer und Leistung von Flash-basierten Systemen gesteigert und gleichzeitig Kosten gesenkt werden. Zudem wurde ein eigener Flash-Controller für Smartphones und Computer entwickelt, welcher die Leistung von Geräte mit einer Solid State Disk steigern soll.

Neben der Akquisition von Anobit berichtet die israelische Tageszeitung Calcalist noch, dass Apple außerdem die erste Forschungs- und Entwicklungsabteilung außerhalb der USA eröffnen möchte. Eine offizielle Stellungnahme der beiden Parteien fehlt allerdings bislang noch.

Jedoch sollen die Anobit-Chefs, laut 9to5Mac, bereits ihre Mitarbeiter die Botschaft per E-Mail mitgeteilt haben. Zudem hat auch der israelische Ministerpräsident dem Unternehmen aus Cupertino zur Übernahme gratuliert:

Welcome to Israel, Apple Inc. on your 1st acquisition here. I’m certain that you’ll benefit from the fruit of the Israeli knowledge.

— The PM of Israel (@IsraeliPM) December 20, 2011