iPhone: Ortung per U1-Chip lässt sich in iOS 13.3.1 abschalten

iPhone: Ortung per U1-Chip lässt sich in iOS 13.3.1 abschalten – Der Ultrabreitband-Chip der iPhone 11 Modelle sorgte in den letzten Wochen für einige Irritationen, da dieser Chip weiter Standortdaten sammelte, auch wenn die Nutzer dies abgeschaltet hatten. Apple begründete dies mit Vorgaben, dass diese Technik in bestimmten Bereichen nicht eingesetzt werden darf.

In der kommenden iOS Version scheint es nun die Möglichkeit zu geben, diesen Chip komplett abzuschalten. Dann werden auch keine weiteren Standortdaten gesammelt. Allerdings warnt Apple bei der Abschaltung, dass die drahtlosen Datenverbindungen dadurch beeinträchtigt werden könnten.

Bei 9to5mac schreibt man im Original dazu:

After a little privacy snafu last month around the iPhone 11 and 11 Pro still tracking location data even when users had turned off location services, Apple has added a toggle specifically for the UWB chip in the latest iOS 13.3.1 beta. KrebsOnSecurity discovered the behavior of the iPhone 11 Pro continuing to track user locations even when all of the available locations services toggles are turned off (except for the master switch). This caused a flurry of concerns as the reason wasn’t immediately clear.

Der Chip kommt aktuell nur in der iPhone 11 Serie zum Einsatz, daher sind ältere Modelle nicht betroffen. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass Apple auch bei den kommenden iPhone 12 auf diese Technik setzen wird und daher ist die Abschaltung auch für die Zukunft wichtig.

Auf Twitter wird die neue Option bereits gezeigt:

Apple hatte bereits im letzten Jahr die Hintergründe für diese Ortung erklärt. Probleme mit dem Datenschutz soll es dadurch aber nicht geben, denn die Standortanfrage wird nicht zentral gespeichert oder an einen Server übermittelt. Stattdessen geschehen alle Abfrage lokal auf den Geräten. Das bestätigen auch Sicherheitsexperten, die diese Standortzugriffe entdeckt und untersucht hatten.  Die Abschaltung durch den Nutzer ist aber natürlich die deutlich bessere Variante, da man sich so nicht auf die Aussagen von Apple verlassen muss.

Apple erklärt die ungewollte Standort-Abfrage der iPhone 11 Reihe

Apple erklärt die ungewollte Standort-Abfrage der iPhone 11 Reihe – Nutzer hatten bei den aktuellen iPhone 11 Modelle festgestellt, dass eine Standortabfrage auch dann gemacht wurde, wenn an sich alle Dienste dazu abgeschaltet waren. Die Smartphones prüften also die Standorte auch, wenn der Nutzer das explizit abgeschaltet hat. Apple hat dieses Verhalten nun erklärt und Hintergrunde dazu geliefert, warum sich die Smartphones so verhalten. Das ist nach Angaben des Unternehmens kein Fehler, sondern eine extra so verbaute Funktion.

Hintergrund dafür ist laut Apple die neu verbaute Ultrabreitbandfunk  (UWB) Technik. Diese dürfte nach internationalen Regeln in bestimmten Regionen nicht eingesetzt werden und wird dann automatisch abgeschaltet. Allerdings muss dafür der Standort bekannt sein und daher machen die Apple Modelle eine entsprechende Abfrage. Sollte man sich in einer verboten Zone befinden, wird Ultrabreitbandfunk dann automatisch deaktiviert. In älteren Modellen ist diese Technik noch nicht verbaut und daher gibt es erst ab dem iPhone 11 diese Probleme.

Bei Techcrunch zitiert man Apple dabei wie folgt:

“Ultra wideband technology is an industry standard technology and is subject to international regulatory requirements that require it to be turned off in certain locations,” an Apple spokesperson told TechCrunch. “iOS uses Location Services to help determine if an iPhone is in these prohibited locations in order to disable ultra wideband and comply with regulations.”

“The management of ultra wideband compliance and its use of location data is done entirely on the device and Apple is not collecting user location data,” the spokesperson said.

Probleme mit dem Datenschutz soll es dadurch aber nicht geben, denn die Standortanfrage wird nicht zentral gespeichert oder an einen Server übermittelt. Stattdessen geschehen alle Abfrage lokal auf den Geräten. Das bestätigen auch Sicherheitsexperten, die diese Standortzugriffe entdeckt und untersucht hatten. Dennoch soll es zukünftig die Möglichkeit geben, diese Funktion abzuschalten. Da bedeutet dann wohl aber auch, dass Ultrabreitbandfunk generell nicht nutzbar sein wird, wenn man dies deaktiviert.

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