Huawei: Umsatz wächst auch im ersten Halbjahr 2020

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Huawei: Umsatz wächst auch im ersten Halbjahr 2020 – Huawei hatte in den ersten Monaten 2020 gleich mit zwei Herausforderungen zu kämpfen: wie bei den anderen Herstellern auch hat die Corona-Krise Auswirkungen auf das Geschäft gehabt und daneben gibt es nach wie vor das Embargo der Trump Regierung gegen das Unternehmen und damit hat Huawei keinen Zugang mehr zu Google Diensten bei Android.

Den Unternehmenszahlen konnten diese Probleme aber nichts anhaben, Huawei wächst auch im ersten Halbjahr 2020 und kann den Umsatz insgesamt auf 454 Milliarden Yuan steigern. Das ist eine Verbesserung im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 13,1 Prozent. Auf den Consumer-Bereich, zu dem auch die Handy- und Smartphone Saprte gehört, entfallen dabei 255,8 Milliarden Yuan Umsatz.

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

As countries around the globe are grappling with the COVID-19 pandemic, information and communications technologies (ICT) have become not only a crucial tool for combatting the virus, but also an engine for economic recovery. Huawei reiterated its commitment to working with carriers and industry partners to maintain stable network operations, accelerate digital transformation, and support efforts to contain local outbreaks and reopen local economies.

Leider sind dies nur die vorläufigen Zahlen und daher gibt es noch keine Details zu den einzelnen Geschäftsverläufen. Insgesamt muss man aber festhalten, dass Huawei trotz der Probleme sehr gut dasteht und nach wie vor seine Wachstumsstrategie fortsetzen kann. Bei den Verkaufszahlen dürfte das Unternehmen damit den zweiten Platz bei den Smartphone Verkäufen weltweit sichern und es bleibt abzuwarten, wir groß der Abstand zu Apple und Samsung bei den Verkäufen ausfallen wird.

Insgesamt dürften sich auch immer mehr Kunden an die App Gallery anstatt des Playstores gewöhnen, so dass die neuen Modelle von Huawei ohne Google Dienst wohl zukünftig besser verkauft werden. Das Wachstum von Huawei wird also perspektivisch wohl noch höher ausfallen als aktuell – das werden dann aber wohl die Zahlen für das zweite Halbjahr 2020 zeigen.

Mobilfunk: Kunden zahlten 2019 wieder mehr für Gespräche, SMS und Internet

Mobilfunk: Kunden zahlten 2019 wieder mehr für Gespräche, SMS und Internet – Der monatliche Umsatz pro Kunde im Mobilfunk-Bereich ist im letzten Jahr zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder angestiegen. Bisher habe sich die durchschnittlichen Kosten für Mobilfunk-Nutzer in erster Linie nach unten entwickelt: sowohl Gespräche, SMS als auch Internet wurden immer billiger, dazu kam der Trend zu Allnet Flatrates, die vielfach diese Leistungen zum Pauschalpreis abgerechnet haben.

2019 stiegt nun der Umsatz pro Kunde und Monat wieder leicht an und lag bei 14,61 Euro über alle Netze und Abrechnungsarten in Deutschland. Das sind etwa 30 Cent mehr als im Vorjahr – kein gigantischer Anstieg, aber dennoch startet hier möglicherweise eine Trendumkehr hin zu mehr Ausgaben im Mobilfunk-Bereich. Die Verbraucher scheinen gewillt zu sein, für beispielsweise mehr Datenvolumen auch etwas mehr zu bezahlen.

Die Preisentwicklung im Mobilfunk im letzten Jahr im Vergleich

Die Entwicklung des Umsatzes hängt dabei sehr vom genutzten Netz und von der Vertragsart ab. Im Prepaid Bereich findet man vor allem die Wenig-Nutzer und daher sind die monatlichen Umsätze pro Kunde in diesem Segment auch eher gering. Sie bewegen sich von 2 Euro im Monat bei den Prepaid Simkarten im Telekom Netz hin zu 5,90 Euro bei den Prepaid Handykarten im O2 Netz. O2 verdient derzeit im Prepaid Bereich pro Kunde also am besten.

Anders sieht es dagegen bei den Handyverträgen aus. Hier liegt die Telekom vor. Pro Monat zahlt ein Telekom-Vertragskunden durchschnittlich 21 Euro im Monat und damit mehr als 10 Mal so viel wie ein Prepaid Kunde im gleichen Netz. Bei Vodafone liegt dieser Wert bei 18,20 euro und bei O2 bei 13,70 Euro. O2 verdient also pro Vertragskunde im Vergleich am wenigsten.

Insgesamt liegen die Umsätze bei Vodafone am höchsten. Nimmt man Prepaid und Postpaid zusammen liegt der Umsatz pro Monat und Kunde im Vodafone Netz bei 13 Euro und damit sogar einen Euro höher als bei der Telekom. O2 liegt mit 9,80 Euro Umsatz sogar unter 10 Euro im Monat.

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Mobilfunk-Markt: Vodafone macht den meisten Umsatz pro Kunde

Mobilfunk-Markt: Vodafone macht den meisten Umsatz pro Kunde – Der Gesamtumsatz pro Mobilfunk-Kunden lag nach Angaben der Bundesnetzagentur im letzten Jahr bei durchschnittlich 14.61 Euro (über alle Netze und Tarifarten). Hardware-Kosten waren dabei nicht eingerechnet. Die durchschnittliche Handy-Rechnung lag also genau bei diesem Wert. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den jeweiligen Netzen, insgesamt gab es den meisten Umsatz pro Kunde im Mobilfunk-Netz von Vodafone. Dort lag der Wert bei 13 Euro im Monat und damit etwa 1 Euro höher als im Telekom Netz und mehr als 3 Euro über den Umsätzen pro Kunde und Monat im O2 Netz.

Bei inside-sim.de schreibt man im Original dazu:

Nach den aktuellen Zahlen aus den Geschäftsberichten liegt Vodafone vor mit den höchsten ARPU Werten. Ein Vodafone Kunde zahlt etwa 13 Euro monatlich. Bei den Vodafone Handytarifen lag dieser Wert sogar bei 18.20 Euro, bei den Callya Prepaid Tarifen dagegen bei nur 4,30 Euro. Bei der Telekom liegen die Umsätze im Postpaid Bereich sogar noch höher. Dort werden 21 Euro pro Kunde und Monat umgesetzt. Dafür ist aber der Prepaid-Bereich sehr umsatzschwach. Pro Kunde erzielt die Telekom bei den Prepaid Sim gerade einen Umsatz von 2 Euro. Insgesamt kommt das Unternehmen damit auf einen ARPU von 12 Euro über alle Kunden. Insgesamt erzielt die Telekom mit den MagentaMobil Handytarifen derzeit den meisten Umsatz im Vergleich der Netzbetreiber.

Im Prepaid Bereich legen die Umsätze deutlich niedriger – hier merkt man sehr deutlich, dass Prepaid Tarife häufig von Wenig-Nutzern eingesetzt werden.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist der durchschnittliche Umsatz pro Kunde sogar etwas angestiegen. 2015 lag dieser Wert insgesamt noch bei 14,21 Euro, im letzten Jahr war er dann bei den bereits erwähnte 14,61 Euro. Die Änderung war also nicht sehr groß, aber dennoch vorhanden. Interessant sind aber die genutzten Leistungen. Vor allem beim Datenvolumen gab es einen deutlichen Anstieg. Dieses lag 2019 bei durchschnittliche 2,14GB pro Kunde und Monat. 2015 lag dieser Wert noch bei 441MB – die moderat höheren Preise beinhalten also ein deutlich höheres Datenvolumen.

Telekom Geschäftszahlen: fast 800.000 Mobilfunk-Neukunden im ersten Quartal 2020

Telekom Geschäftszahlen: fast 800.000 Mobilfunk-Neukunden im ersten Quartal 2020 – Die Telekom hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2020 veröffentlicht und kann auf mehr Umsatz verweisen und vor allem den Gewinn steigern. Das ist durchaus bemerkenswert, denn im März gab es bereits die Auswirkungen der Corona Krise und damit vor allem bei den Verkaufszahlen in den Shops Einbußen.

Das Unternehmen schreibt konkret zu den Zahlen und den Auswirkungen von Corona:

Die Deutsche Telekom startet trotz der globalen Ausbreitung des Coronavirus und den damit in vielen Ländern seit März verbundenen Einschränkungen mit starken Zahlen ins Geschäftsjahr 2020. Der Umsatz stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte um 10,2 Prozent zu und erreichte 6,5 Milliarden Euro.

Der Konzern erwartet durch die Pandemie begrenzte Auswirkungen auf den Umsatz. Zum Beispiel wegen der Schließung von Shops, durch geringere Roamingumsätze und Verschiebung oder Wegfall von IT-Projekten in Unternehmen. Andererseits steigen beispielsweise die Umsätze in der Sprachtelefonie und die Wechslerquote im Mobilfunk sinkt. Die Auswirkungen auf das bereinigte EBITDA AL dürften unter Berücksichtigung von gegenläufigen Effekten und Maßnahmen vergleichsweise gering ausfallen. Der Konzern bestätigt deshalb unter Berücksichtigung aller absehbaren Pandemie-Folgen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Im Mobilfunk-Segment gab es ein deutliches Wachstum bei den Kundenzahlen. Im Vergleich zum Ende 2019 stiegen die Zahlen de Telekom Nutzer um fast 800.000 an. Das Unternehmen nähert sich damit de Marke von 37 Millionen Mobilfun-Kunden. Besonders stark viel das Wachstum im Prepaid Bereich aus. Hier macht sich wohl die LTE Freischaltung bei Congstar und den anderen Prepaid Marken positiv bemerkbar. Im April wechselte dann auch noch Kaufland mobil ins Telekom Netz – man kann also davon ausgehen, dass auch in den kommenden Monaten die Prepaid Kundenzahlen bei der Telekom weiter ansteigen werden.  Im Festnetzbereich gab es allerdings einen Kundenrückgang und die Telekom verlor mehr als 100.000 Kunden in diesem Bereich.

Die Telekom Kundenzahlen im Detail

Vodafone Geschäftzahlen: wieder mehr als 30 Millionen Kunden im Mobilfunk-Bereich

Vodafone Geschäftzahlen: wieder mehr als 30 Millionen Kunden im Mobilfunk-Bereich – Vodafone hat die Unternehmenszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/2020 veröffentlicht und kann insgesamt auf gute Zahlen verweisen. Die Integration von Unitymedia ist abgeschlossen und wirkt sich positiv auf die Umsätze und die Kunden zahlen aus.

Das Unternehmen schreibt dazu:

Mit der Unitymedia-Integration steigt der Gesamt-Serviceumsatz im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 17% auf 10,7 Milliarden Euro. Im Festnetz-Bereich wächst die Kundenzahl um 56,6% auf 10,8 Millionen. Das Kabel-Segment bleibt der stärkste Wachstumstreiber und verzeichnet ein Plus von 106% auf 7,9 Millionen Abonnements. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden steigt um 542.000 auf 18,7 Millionen. Das wirkt sich positiv auf den Ertrag aus: Das EBITDA wächst um 2,5%* auf 5,1 Milliarden Euro.

Aber auch im Mobilfunk-Bereich gibt es gute Zahlen. Der unbereinigte Umsatz sankt zwar etwas, aber mittlerweile kann das Unternehmen wieder auf mehr als 30 Millionen Mobilfunk-Kunden verweisen. In den vergangenen Quartal lag diese Zahl bei teilweise nur noch 29,5 Millionen Kunden, mittlerweile sind etwas wieder etwas mehr als 30 Millionen. Besonders erfreulich dürfte dabei für Vodafone die Entwicklung der Vertragskunden sein. Deren Zahl ist um mehr als eine halbe Millionen angestiegen – die Mobilfunk-Verträge im Vodafone Netz scheinen also wieder gut bei den Kunden anzukommen.

Die Vodafone Geschäftsentwicklung im Detail

Die Zahl der Festnetz-Kunden im Bereich Kabel und auch im TV Bereich ist durch die Übernahme von Unitymedia stark angestiegen und hat sich teilweise verdoppelt. Insgesamt kann Vodafone mittlerweile auf mehr als 10 Millionen Festnetz Kunden verweisen. Im Bereich VDSL gibt es allerdings einen Rückgang. Auch die neuen Gigabit Anschlüsse zu sehr günstigen Preise konnten nicht verhindern, dass Vodafone hier weiter Kunden verloren hat und nun bei weniger als 2,9 Millionen Kunden liegt. Durch den Glasfaser-Ausbau erreicht das Unternehmen aber immer mehr Kunden mit schnellem Gigabit Internet und daher bleibt abzuwarten, ob sich diese Zahl wieder nach oben entwickelt. Bisher ist der Ausbau von Gigabit Internet aber noch höchst unterschiedlich.

Huawei: 34 Prozent mehr Umsatz bei Handys und Smartphones in 2019

Huawei: 34 Prozent mehr Umsatz bei Handys und Smartphones in 2019 – Huawei hat die Geschäftzahlen für das komplette Jahr 2019 veröffentlicht und Experten waren sehr gespannt wie das Unternehmen unter dem Eindruck des US-Embargos abliefern würde. Insgesamt kann man dabei sagen, dass die Maßnahmen der Trump-Regierung das Wachstum von Huawei kaum beeinflussen konnten. Der Umsatz von Huawei stieg über alle Sparten um knapp 20 Prozent an und auch der Gewinn stieg um 5,6 Prozent.

Das Unternehmen schreibt dazu:

 „2019 war ein außergewöhnliches Jahr für Huawei“, sagte Eric Xu, rotierender Vorstandsvorsitzender von Huawei. „Trotz des enormen Drucks von außen hat unser Team mit einem einzigartigen Fokus auf die Wertschöpfung für unsere Kunden weitergemacht. Wir haben hart gearbeitet, um uns ihren Respekt und ihr Vertrauen sowie das unserer Partner auf der ganzen Welt zu verdienen. Unser Geschäft bleibt solide.“

Im Consumer-Bereich (PCs, Tablets, Wearables und Smart-Screens) stiegt der Umsatz sogar um 34 Prozent an. Der Google-Bann hatte also keine gravierenden negativen Auswirkungen auch bei den Handys und Smartphones. Insgesamt konnte Huawei in 2019 etwa 240 Millionen Smartphones verkaufen. Mittlerweile hat man mit der Huawei App Gallery auch eine Alternative zum Playstore veröffentlicht – der Prozess der Abnabelung von Google geht also weiter.

Trotz der guten Unternehmenszahlen und de robusten Wachstums bleibt abzuwarten, wie sich das Unternehmen in diesem Jahr platzieren kann. 2020 dürfte das erste Jahr werden, in dem Huawei in erster Linie Geräte ohne Google Core Apps und dem Playstore auf den Markt bringt. In 2019 gab es immer noch viele Modelle mit dem normalen Android und daher mussten sich die Kunden kaum umstellen. Das ändert sich nun in 2020. Beim Huawei P40 lite und auch den normalen Huawei P40 und P40 pro dürfte man bereits sehen, ob sich die Modelle weiterhin so gut verkaufen wie die Vorgänger-Versionen. Daher können die möglichen negativen Effekt auch erst 2020 komplett durchschlagen, aber das werden wir wohl sehen, wenn das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal in 2020 veröffentlicht.

Apple Quartalszahlen – iPhone Umsatz steigt wieder an

Apple Quartalszahlen – iPhone Umsatz steigt wieder an – Apple hat die Unternehmenszahlen für das Weihnachtsquartal 2019 veröffentlich und kann in fast allen Bereichen auf sehr gute Werte verweisen. Insgesamt stieg der Umsatz um mehr als 7,5 Milliarden US Dollar an und vor allem die iPhones trugen einen großen Teil dazu bei. Bei dem Smartphones hatte Apple im letzten Jahr immer mit Umsatzrückgängen zu kämpfen – die neuste Generation scheint aber wieder deutlich besser bei den Nutzern anzukommen und das zeigt sich dann auch bei den Umsätzen. Insgesamt verkaufte das Unternehmen im letzten Quartal 2019 iPhones in allen Kategorien für knapp 56 Milliaren US Dollar – das sind 4 Millairden Dollar mehr Umsatz als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Apple selbst schreibt dazu:

“We are thrilled to report Apple’s highest quarterly revenue ever, fueled by strong demand for our iPhone 11 and iPhone 11 Pro models, and all-time records for Services and Wearables,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “During the holiday quarter our active installed base of devices grew in each of our geographic segments and has now reached over 1.5 billion. We see this as a powerful testament to the satisfaction, engagement and loyalty of our customers — and a great driver of our growth across the board.”

Auch der Bereich Services und die Wearables trugen wieder zum gestiegenen Umsatz bei.

Die Verkaufzahlen des Unternehmens im Überblick (nach Umsatz):

Bei den Tablets dagegen gab es einen Rückgang beim Umsatz. Das Unternehmen setzt fast 1 Milliarde weniger mit dem iPad um. Allerdings sind die Geräte in Gesamtproduktpalette von Apple eher ein kleiner Teil, daher konnten die Zugewinnen bei den anderen Bereichen diesen Rückgang mehr als kompensieren.

Für das nächste Quartal erwartet Apple Gesamtumsätze in Höhe von 63 bis 67 Milliarden US Dollar. Das erste Quartal im neuen Jahr ist traditionell etwas schwächer als das Weihnachtsquartal und daher liegen die Umsätze auch unter denen der letzten drei Monaten im alten Jahr.

Apple: iPhone Umsatz bricht um fast 10 Milliarden Dollar ein

Apple hat die neusten Quartalszahlen für das letzte Quartal 2018 veröffentlicht und tatsächlich hat sich bewahrheitet, was nach der Gewinnwarnung Anfang Januar befürchtet worden war: die Umsätze vor allem beim iPhone sind deutlich zurück gegangen. Allerdings veröffentlicht das Unternehmen keine Verkaufszahlen mehr (sondern nur noch den Umsatz) so dass offen bleibt, wie viele Geräte das Unternehmen im letzten Quartal tatsächlich verkaufen konnte.

Apple selbst schreibt von einer Enttäuschung was die Zahlen betrifft:

“While it was disappointing to miss our revenue guidance, we manage Apple for the long term, and this quarter’s results demonstrate that the underlying strength of our business runs deep and wide,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Our active installed base of devices reached an all-time high of 1.4 billion in the first quarter, growing in each of our geographic segments. That’s a great testament to the satisfaction and loyalty of our customers, and it’s driving our Services business to new records thanks to our large and fast-growing ecosystem.”

Das größte Problem liegt derzeit beim iPhone. In 2017 konnte Apple im letzten Quartal mit den Smartphones noch einen Umsatz von mehr als 61 Milliarden Dollar machen, in diesem Jahr sank der Umsatz um fast 10 Milliarden Dollar auf nur noch 51,9 Milliarden Dollar. Das ist ein sehr drastischer Rückgang – nicht nur weil Apple in den letzten Jahren in erster Linie gute Zahlen vermelden konnte, sondern vor allem, weil das iPhone nach wie vor der Umsatzbringer beim Unternehmen ist. Schlechte Zahlen bei den iPhones belasten damit den gesamten Konzern.

Die größten Rückgänge bei den Verkäufen (über alle Modelle und Services) gab es dabei in China. Der Umsatz lag hier fast ein Viertel unter den Werten des Vorjahres und insgesamt setzte Apple in diesem Land etwa 4 bis 5 Milliarden Euro weniger um als im letzten Jahr. Auch in Europa und in Japan gab es leichte Rückgänge bei den Umsätzen, aber diese vielen deutlich geringer aus als in China.

Es gibt aber auch erfreuliche Zahlen zu vermelden, denn in den anderen Bereich kann Apple zulegen. Sowohl bei den iPad Modelle als auch bei den Mac und den Wearables ist der Umsatz im 4. Quartal 2018 gestiegen und auch mit den Services setzt das Unternehmen mittlerweile deutlich mehr um. Auf diese Weise kann Apple die schlechten Zahlen beim iPhone etwas ausgleichen

Insgesamt kommt Apple damit im 4. Quartal 2018 auf einen gesamten Umsatz von 84,3 Milliarden US Dollar und einen Gewinn von 19,9 Milliarden Dollar. Diese Zahlen zeigen dann auch, dass Apple zwar derzeit die eigenen Wachstumsziele nicht ganz erreichen kann, dass das Unternehmen aber dennoch weit entfernt ist von einer substanziellen Krise. Ein Gewinn von knapp 20 Milliarden Dollar in einem Quartal ist etwas, von dem andere Hersteller im Bereich von Handys und Smartphones nur träumen können.

Für das erste Quartal 2019 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 55 und 59 Milliarden US Dollar und einem Gewinn im Bereich von etwa 8,5 bis 8,6 Milliarden Dollar. Dieses Quartal ist in der Regel etwas schwächer als das Weihnachtsquartal und daher liegen die geplanten Zahlen auf niedriger. Die Börse hat auf die neuen Zahlen bisher kaum reagiert – die Gewinnwarnung am Jahresanfang hat hier wohl bereits die meisten Befürchtungen vorweg genommen.

Apple: iPhone Produktion soll im aktuellen Quartal um 10 Prozent reduziert werden

Die schlechten Nachrichten rund um Apple reißen derzeit nicht ab. Nach der Gewinnwarnung und den Klagen gegen das Unternehmen (inklusive dem Verkaufsverbot für ältere Modelle) wurde nun bekannt, dass Apple die Zulieferer angewiesen hat, die Produktion für die derzeitigen Modelle um etwa 10 Prozent zu senken. Diese Details gehen dabei auf eine anonyme Quelle bei Nikkei.com zurück, die angeblich Einblick in die Produktionsabläufe hat – eine offizielle Bestätigung von Apple für diese Senkung der Produktion gibt es natürlich nicht und wird es wohl auch nicht geben.

Im Original schreibt man bei Nikkei.com dazu:

Apple late last month asked its suppliers to produce fewer of its new iPhones than planned for the January-March quarter, sources with knowledge of the request told the Nikkei Asian Review. It is the second time in two months that the U.S. company has trimmed its planned production for the flagship device.

The request was made before the shock warning issued on Jan. 2 in which Apple said revenues for the final three months of the year would come in at about $84 billion, against previous guidance of $89 billion to $93 billion. That warning — the first reduction in revenue guidance in 16 years — triggered a sell-off in stock markets around the world as investors fretted that it is another sign of a slowing Chinese economy.

Im aktuellen Quartal soll damit die Produktion der derzeitigen Modelle (iPhone XS und iPhone XR) um etwa 10 Prozent zurück gefahren werden. Allerdings gibt es keine genauen Zahlen zum Produktionsumfang des Unternehmens, so dass sich nicht genau sagen lässt, wie viele Modelle weniger dies genau sind. Dazu sind unterschiedliche Zulieferer wohl auch in unterschiedlichem Maße von dieser Absenkung betroffen und es ist nicht bekannt, ob alle Unternehmen in der Zulieferkette davon betroffen sind.

Derzeit zeigen die Zahlen auch eher, dass Apple durchaus auf sehr gute Werte verweisen kann und sowohl bei den Verkäufen als auch bei den Umsätzen Werte erreicht, von denen andere Unternehmen nur träumen können und die auch für Apple durchaus herausragend sind. Probleme gibt es eher, auch zukünftig ein Wachstum hinzulegen, denn es sieht alles danach aus, als stagnierten die Verkäufe des Unternehmens (besonders beim den aktuellen iPhone Modellen) auf hohem Niveau. So bedeutet die 10 Prozent Absenkung wohl auch nicht, das Apple weniger Geräte produziert als in den letzten Jahren, sondern nur weniger Modelle, als man selbst geplant hatte.

Unabhängig davon sind schlechtere Zahlen beim iPhone immer ein großes Problem von Apple, denn sowohl Gewinn als auch Umsatz hängen nach wie vor zum Großteil vom iPhone ab. Gibt es dort (kleinere) Probleme, kann dies durchaus dazu führen, dass insgesamt die Bilanz nicht mehr so gut aussieht, denn die anderen Produkte des Unternehmens sind bisher nicht in der Lage, die iPhone-Abhängigkeit von Apple zu kompensieren. Aus diesem Grund werden vor allem Anleger und Investoren bei solchen Nachrichten sicher sehr kritisch sein, denn diese Meldungen geben Auskunft über die zukünftige Geschäftsentwicklung des Unternehmens und das ist für Investoren natürlich besonders wichtig. Daher dürfte auch interessant werden zu sehen, wie sich der Kurs der Aktie nach dieser Meldung entwickelt. Nach der Gewinnwarnung gab es ein deutliches Minus und bisher hat sich der Kurs kaum davon erholt – nun könnte es unter Umständen noch einmal nach Unten gehen.

Apple senkt die Umsatzprognosen für das Weihnachtsquartal

Kein guter Start für Apple in das neue Jahr. Gleich in den ersten Tagen muss das Unternehmen eine Art Gewinnwarnung heraus geben und die Erwartungen an das finanzielle Ergebnis senken.

Bisher war das Unternehmen für das Weihnachtsquartal (von Oktober bis Dezember 2018) von einem Umsatz zwischen 89 bis 93 Milliarden US Dollar ausgegangen. Diese Prognose konnte allerdings nicht bestätigt werden – in den neuen Zahlen geht Apple stattdessen davon aus, dass der Umsatz in diesen drei Monaten lediglich bei 84 Milliarden US Dollar liegen wird – also etwa 1 Milliarde bis 9 Milliarden Euro unter den Erwartungen aus dem November.

Konkret schreibt Steve Jobs zu den neuen Zahlen:

Based on these estimates, our revenue will be lower than our original guidance for the quarter, with other items remaining broadly in line with our guidance. 
While it will be a number of weeks before we complete and report our final results, we wanted to get some preliminary information to you now. Our final results may differ somewhat from these preliminary estimates. 
When we discussed our Q1 guidance with you about 60 days ago, we knew the first quarter would be impacted by both macroeconomic and Apple-specific factors. Based on our best estimates of how these would play out, we predicted that we would report slight revenue growth year-over-year for the quarter.
Die kompletten Zahlen wird es wohl Ende Februar geben (geplant für den 29. Januar), dann dürften auch weitere Details zum Gewinn des Unternehmens folgen und andere Kennzahlen aus den anderen Bereichen (wie dem iPad oder den Macs) folgen.
Als Grund für die Abweichung und die vergleichsweise schlechten Zahlen nennt Apple den starken Dollar, der außerhalb der USA die Geschäfte schwieriger gemacht hätte. Darüber hinaus ist ein Vergleich mit dem Quartal im Vorjahr schwierig, weil die iPhone X Modelle später gestartet wären. Die Planungen wären daher für das Unternehmen schwierig gewesen.
Vor allem für China scheint sich die Lage des Unternehmens aber zu verschlechtern. Vor allem das iPhone hat dort einen schweren Stand und die neuen Modelle hätten wohl eher weniger Kunden von einem Wechsel überzeugt. Dazu würden wohl die Mobilfunk-Unternehmen dazu übergehen, die iPhone Modelle weniger zu subventionieren und damit ist ein Wechseln natürlich auch nicht mehr so attraktiv. Andere Apple Geräte hätten in China dagegen besser funktioniert – lediglich und vor allem beim iPhone gibt es diese Schwierigkeiten.
Insgesamt ist trotz des Rückgangs 2018 aber dennoch ein gutes Jahr für Apple und das macht sich in vielen Bereichen fest. Die Verkäufe bei den Wearables konnten beispielsweise im Vergleich zm Vorjahr um 50 Prozent gesteigert werden und auch der Umsatz ohne iPhones wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent. Dennoch werden vor allem die Anleger kritisch auf diese neuen Zahlen schauen, denn Apple ist nach wie vor vor allem das iPhone und wenn sich diese Modelle nicht mehr so gut verkaufen bedeutet dies eine Krise für das gesamte Unternehmen. Daher reagierten die Börsen auch sehr ungnädig auf diese Ankündigung – die Aktie von Apple verlor im nachbörslichen Handel um bis zu 8 Prozent und es bleibt abzuwarten, wie es heute im Laufe des Handelstages weiter gehen wird.