Apple: mehr Umsatz mit Smartphones als die 4 größten Konkurrenten zusammen

Apple: mehr Umsatz mit Smartphones als die 4 größten Konkurrenten zusammen – Der Smartphone Markt ist im letzten Jahr wieder deutlich gewachsen und nach den Zahlen von Counterpoint wurden insgesamt 448 Milliarden Dollar mit Smartphones umgesetzt. Apple verdiente dabei am meisten, denn das Unternehmen kommt allein auf einen Umsatz von 196 Milliarden US Dollar im Bereich der iPhone Modelle. Damit liegt der Umsatz von Apple im letzten Jahr nach den Zahlen der Analysten von Cointerpint höher als der Umsatz von Samsung, Xiaomi OPPO und vivo zusammen.

Die Experten von Counterpoint schreiben zu den Zahlen:

  • Die iPhone-Einnahmen von Apple stiegen im Jahr 2021 im Jahresvergleich um 35 % auf 196 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2021 entfielen 44 % der gesamten weltweiten Smartphone-Einnahmen auf Apple 825 US-Dollar im Jahr 2021. Der Marke gelang es auch, ihren Anteil in wichtigen Schwellenländern wie Indien, Thailand, Vietnam und Brasilien zu erhöhen.
  • Die Smartphone-Einnahmen von Samsung stiegen im Jahresvergleich um 11 % auf 72 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021, verglichen mit 64 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020. Der ASP wuchs um 5 % auf 263 US-Dollar im Jahr 2021. Samsung gelang es, seinen globalen Marktanteil im mittleren und Premium-Segment mit der Einführung des zu steigern Flaggschiff-Serie Galaxy S und Erhöhung des Anteils von 5G-Telefonen. Im Jahr 2021 wurden auch zwei faltbare Smartphones auf den Markt gebracht – Samsung Galaxy Z Fold3 5G und Z Flip3, die auch den Gesamtumsatz in die Höhe trieben. Samsung hat 2021 dreimal mehr faltbare Geräte ausgeliefert als 2020.
  • Der Umsatz von Xiaomi stieg um 49 % im Jahresvergleich auf 36 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021, verglichen mit 24 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020, was hauptsächlich auf die Zunahme der Auslieferungen und des Marktanteils seiner Smartphones im mittleren und Premium-Segment wie der Mi 11x-Serie zurückzuführen ist. In Indien, dem größten Markt der Marke, wuchsen die Smartphones mit einem Preis von 250 $ und mehr im Jahresvergleich um 39 % und machten mehr als 14 % des indischen Marktes von Xiaomi aus, verglichen mit 8 % im Jahr 2020.
  • OPPO* verzeichnete einen Umsatzanstieg von 47 % im Jahresvergleich auf 37 Milliarden US-Dollar. Der Verkaufspreis wuchs im Jahresvergleich um 15 % auf 259 US-Dollar im Jahr 2021. Die Marke verzeichnete einen Anstieg der Lieferungen in den Preisklassen von 400 bis 599 US-Dollar und 600 bis 799 US-Dollar, hauptsächlich aufgrund der starken Nachfrage nach den Serien Reno 6, Find X3 und OnePlus 9. 5G-fähige Smartphones trugen im Jahr 2021 mehr als 50 % zu den jährlichen Auslieferungen der Marke bei, gegenüber 28 % im Jahr 2020. OPPO* gelang es auch, seine Präsenz in reifen Märkten wie China, Japan und Teilen Europas (einschließlich der nordischen Länder) auszubauen, was vorangetrieben wurde die höheren Einnahmen und ASP. Der OnePlus-Umsatz stieg im Jahr 2021 um 33 % im Jahresvergleich, angetrieben von der OnePlus Nord-Serie und OnePlus 9.
  • Der Umsatz von vivo stieg im Jahresvergleich um 43 % auf 34 Milliarden US-Dollar. Sein ASP wuchs im Jahresvergleich um 19 % auf 259 US-Dollar im Jahr 2021. Die Marke rangierte im Jahr 2021 als fünftgrößter Smartphone-Anbieter, sowohl in Bezug auf Umsatz als auch auf Lieferungen. Die Umsatzentwicklung von vivo wurde durch die gut angenommenen Flaggschiffe der X60- und S-Serie, die außergewöhnliche Leistung in China und ein breites Produktportfolio in allen Preisklassen vorangetrieben.

Bei den Geräten hat im Übrigen immer noch Samsung die Nase vorn. Das Unternehmen verkaufte im letzten Jahr die meisten Geräte, aber vielfach auch günstigere Modelle im Einsteiger-Bereich. Daher liegen die Umsätze deutlich niedriger als bei Apple, bei den iPhone verkaufen sich vor allem die teureren Modelle im Preisbereich von 1000 Dollar aufwärts besonders gut.

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GfK: 5G und Premiummodelle sind die Wachstumstreiber im Smartphone-Bereich

GfK: 5G und Premiummodelle sind die Wachtsumstreiber im Smartphone-Bereich – Die analysten der GfK haben sich den Smartphone Markt in Deutschland angeschaut und kommen für das letzte Jahr auf einen Umsatz von 11,2 Milliarden Euro in diesem Bereich. Das sind etwa 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr, es wurde also wieder mehr Umsatz mit Smartphone gemacht als 2020. Allerdings sehen die Analysten auch eine deutlich Einbruch im zweiten Halbjahr 2021 – die Zahlen hätten also noch besser ausfallen können, wenn Produktions- und Logistikengpässe nicht aufgetreten wären.

Konkret schreiben die GfK Experten zur aktuellen Entwicklung:

Höhere Durchschnittspreise verzeichnete der globale Smartphone-Markt bereits im letzten Jahr und auch in Deutschland suchten Konsumenten bei Neuanschaffungen vor allem nach schnelleren oder leistungsfähigeren und damit höherpreisigen Modellen. Infolgedessen stieg der durchschnittliche Verkaufspreis auf 567 Euro (2020: 501 Euro; globaler Durchschnittspreis 2021: 310 Euro) und bescherte dem deutschen Markt trotz sinkenden Absatzes weiterhin ein Umsatzplus. Man spricht hier vom Effekt der Premiumisierung: Es wurden insgesamt weniger Stück, jedoch zu einem höheren Preis gekauft. Die Tendenz der Premiumisierung wurde durch die Lieferkettenengpässe zusätzlich verstärkt, da Hersteller margenträchtigere Premiumgeräte in der Produktion priorisierten. Das führte zu einer besseren Verfügbarkeit und stärkeren Präsenz von hochpreisigen Produkten im Handel.

Zu diesen Premiumgeräten zählen zumeist auch Smartphones mit 5G-Funktionalität, die maßgeblichen Anteil an den höheren Verkaufspreisen hatten. Während ein 5G-Modell im vierten Quartal 2021 durchschnittlich 805 Euro kostete, lag der Preis bei Produkten ohne diese Funktion nur bei 317 Euro. Mit einem Wachstum auf 59,2 Prozent Anteil von 5G-Modellen am deutschen Gesamtabsatz im vierten Quartal, wirkte sich dies entsprechend auf den allgemeinen Durchschnittspreis von Smartphones aus.

Für dieses Jahr gehen die Experten davon aus, dass das Wachstum anhalten wird. Auch 2022 wird es also wieder mehr Umsatz im Smartphone Bereich geben. Genau Zahlen nannte die GfK aber nicht, sondern sprach in erster Linie von einem „moderaten Umsatzplus“.

Apple mit Rekordquartal und 123,9 Milliarden Dollar Umsatz

Apple mit Rekordquartal und 123,9 Milliarden Dollar Umsatz – Apple kann neue Rekorde vermelden, denn so viel Umsatz hat das Unternehmen noch nie in einem Quartal erzielt. Insgesamt wurden 123,9 Milliarden US Dollar umgesetzt, 100,4 Milliarden davon mit Geräten, der Rest im Servicebereich. Unterm Strich blieb dabei ein Gewinn von 34,63 Milliarden US Dollar.

Die Stellungnahmen zum Ergebnis fallen entsprechend positiv aus:

„Die Rekordergebnisse dieses Quartals wurden durch unsere innovativste Produkt- und Servicepalette aller Zeiten ermöglicht“, sagte Tim Cook, CEO von Apple. „Wir freuen uns über die Resonanz von Kunden auf der ganzen Welt zu einer Zeit, in der es noch nie so wichtig war, in Verbindung zu bleiben. Wir tun alles, was wir können, um zum Aufbau einer besseren Welt beizutragen – wir machen Fortschritte in Richtung unseres Ziels, bis 2030 in unserer gesamten Lieferkette und unseren Produkten klimaneutral zu werden, und treiben unsere Arbeit in den Bereichen Bildung und Rassengleichheit und -gerechtigkeit voran.“


„Die sehr starke Kundenresonanz auf unsere kürzliche Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen führte zu einem zweistelligen Umsatz- und Gewinnwachstum und trug dazu bei, dass unsere installierte Basis aktiver Geräte ein Allzeithoch erreichte“, sagte Luca Maestri, CFO von Apple. „Diese Rekord-Betriebsergebnisse haben es uns ermöglicht, unseren Aktionären im Laufe des Quartals fast 27 Milliarden US-Dollar zurückzugeben, während wir unser Ziel beibehalten, im Laufe der Zeit eine Netto-Cash-neutrale Position zu erreichen.“

Wesentliche Faktor für die guten Zahlen waren dabei wieder die iPhone Modelle. Der Umsatz in diesem Bereich stiegt von 65,6 auf 71,6 Milliarden US Dollar und macht etwa 58 Prozent des Umsatzes des Unternehmens aus. Die Services spülen knapp 20 Milliarden Dollar in die Kasse von Apple und sind damit mittlerweile stabil der zweitgrößte Umsatzbringer des Unternehmens. In allen anderen Bereichen kann Apple ebenfalls zulegen, nur bei den Tablets gibt es Problem: die Einnahmen bei den iPad liegen unter denen um Vorjahr.

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Samsung: Gewinnsteigerung von 50% im 2. Quartal erwartet

Samsung: Gewinnsteigerung von 50% im 2. Quartal erwartet – Samsung hat vorab eine Prognose der Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2021 veröffentlicht und kann sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn auf deutliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr verweisen. Die erwarteten Zahlen sehen dabei wie folgt aus:

  • der Umsatz des Unternehmens steigt über alle Bereiche auf 46,9 Milliarden Euro an. Das sind etwa 20 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
  • Der Gewinn steigert sich im zweiten Quartal sogar von 9,3 Milliarden Euro auf knapp 12,5 Milliarden Euro und damit verdiente das Unternehmen im Zeitraum April bis Juni etwa 50 Prozent mehr als im Vorjahr zu dieser Zeit.

Damit setzt das Unternehmen das gute Geschäftsjahr 2021 weiter mit richtig starken Zahlen fort und es ist zu erwarten, dass auch im dritten Quartal dieser Push anhalten wird. Die genauen zahlen wird Samsung wohl erst in einigen Tagen veröffentlichen, dann gibt es auch noch mehr Details zu den einzelnen Bereichen.

Man kann aber aufgrund der Zahlen aus dem ersten Quartal bereits davon ausgehen, dass Samsung den größten Gewinn wohl im Bereich der Chiptechnik gemacht hat. Vor allem bei den Speicherchips ist das Unternehmen bisher sehr gut aufgestellt und aktuell läuft dieses Geschäft mehr als gut. Die Preise für diese Technik haben sich erhöht und Samsung kann die eigenen Chips damit teurer verkaufen. Dazu hat sich aber auch die Nachfrage erhöht, denn in der Pandemie gab es vielfach einen Bedarf an neuen Technik für die Verbraucher als auch im Bereich von Servern. Das dürfte auch noch eine Weile so bleiben.

Im Bereich der Smartphones wird dagegen spannend werden, welche Ergebnisse Samsung melden kann. Die Produktpalette wurde deutlich aufgestockt und viele neue Modelle gelauncht. Wie sich das in den Zahlen niederschlägt, werden dann erst die Details zu den Geschäftszahlen klären. Generell scheinen sich aber die neuen Galaxy S21 Topmodelle nicht schlecht zu verkaufen. Man kann also wohl eher stabile Zahlen erwarten.

Huawei: Smartphone Verkäufe sinken um zwei Drittel

Huawei Logo

Huawei: Smartphone Verkäufe sinken um zwei Drittel – Die Analysten von Omdia haben sich die Verkaufszahlen der Smartphone Hersteller angeschaut und kommen dabei an sich zu einem recht guten Ergebnis. Die Zahl der verkauften Geräte hat sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent erhöht und einige Hersteller konnten die Verkaufszahlen sogar verdoppeln.

Huawei hat dagegen mittlerweile massive Probleme. Das Unternehmen hat in den ersten 3 Monaten in 2020 fast 50 Millionen Geräte verkauft, in den ersten 3 Monaten in diesem Jahr waren es nur noch knapp 15 Millionen Stück. Der Marktanteil fiel daher auch auf nur noch 4 Prozent weltweit.

Die Analysten schreiben dazu:

Huawei fiel im ersten Quartal 2021 aus den Top 5 der globalen Smartphone-OEMs heraus und lieferte 14,7 Millionen Einheiten oder 70 Prozent weniger als im ersten Quartal 2020. Selbst nach einem Vierteljahr unter einer neuen US-Regierung gibt es keine Anzeichen dafür, dass Huawei US-amerikanische Komponenten und Software mit Technologie verbietet endet bald. Der weltweite Mangel an Komponenten erhöht den Druck auf das Unternehmen, da die Zulieferer nach einem stabilen Geschäft für andere OEMs suchen.

Xiaomi, Vivo und Oppo konnten hier aber einspringen und wohl viele Kunden von Huawei binden.

Die Zahlen (Q1/2021) im Überblick

RankOEM1Q214Q20201Q2021
Shipment (m)M/SShipment (m)M/SShipment (m)M/S
1Samsung76.122%62.016%58.921%22.8%29.2%
2Apple56.416%84.522%38.514%-33.3%46.5%
3Xiaomi49.514%47.212%27.810%4.9%78.3%
4vivo38.211%34.59%19.57%10.7%95.9%
5Oppo37.811%34.09%20.47%11.1%85.3%
6Huawei14.74%33.09%49.018%-55.5%-70.0%
7Motorola12.64%9.83%5.52%28.6%128.1%
8realme11.43%14.34%6.12%-20.3%86.9%
9Tecno8.22%7.72%3.51%6.5%133.4%
10LG6.82%8.42%5.42%-18.9%26.2%
 Others41.312%46.412%41.115%-11.0%0.6%
 Total353.0100%381.8100%275.7100%-7.5%28.1%

Huawei selbst führt den deutlichen Rückgang zum Teil auf den Verkauf von Honor zurück, aber natürlich zeigt auch das US Embargo Wirkung. Das Unternehmen schreibt dazu selbst:

Im ersten Quartal erwirtschaftete Huawei einen Umsatz von 152,2 Mrd. CNY  (23,2 Mrd. US-Dollar), ein Rückgang von 16,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Netzwerk- und Infrastrukturgeschäft verzeichnete ein stetiges Wachstum, während der Umsatz im Consumer-Geschäft zurückging, was zum Teil auf den Verkauf der Smart-Device-Marke Honor im November 2020 zurückzuführen ist. Die Nettogewinnmarge von Huawei stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozentpunkte[1] auf 11,1 % – ein Ergebnis der kontinuierlichen Bemühungen des Unternehmens, die Qualität der Betriebsabläufe und die Effizienz zu verbessern sowie der Einnahmen aus Patentlizenzen in Höhe von 600 Mio. US-Dollar.

Dazu kommt aber auch, dass Huawei länger keine neuen Smartphones mehr veröffentlicht hat. Auf das Huawei P50 warten die Kunden nun bereits seit einiger Zeit. Ohne neue Produkte wird es für das Unternehmen schwer werden, wieder mehr zu verkaufen.

Huawei: Umsatz wächst auch im ersten Halbjahr 2020

Huawei Logo

Huawei: Umsatz wächst auch im ersten Halbjahr 2020 – Huawei hatte in den ersten Monaten 2020 gleich mit zwei Herausforderungen zu kämpfen: wie bei den anderen Herstellern auch hat die Corona-Krise Auswirkungen auf das Geschäft gehabt und daneben gibt es nach wie vor das Embargo der Trump Regierung gegen das Unternehmen und damit hat Huawei keinen Zugang mehr zu Google Diensten bei Android.

Den Unternehmenszahlen konnten diese Probleme aber nichts anhaben, Huawei wächst auch im ersten Halbjahr 2020 und kann den Umsatz insgesamt auf 454 Milliarden Yuan steigern. Das ist eine Verbesserung im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 13,1 Prozent. Auf den Consumer-Bereich, zu dem auch die Handy- und Smartphone Saprte gehört, entfallen dabei 255,8 Milliarden Yuan Umsatz.

Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

As countries around the globe are grappling with the COVID-19 pandemic, information and communications technologies (ICT) have become not only a crucial tool for combatting the virus, but also an engine for economic recovery. Huawei reiterated its commitment to working with carriers and industry partners to maintain stable network operations, accelerate digital transformation, and support efforts to contain local outbreaks and reopen local economies.

Leider sind dies nur die vorläufigen Zahlen und daher gibt es noch keine Details zu den einzelnen Geschäftsverläufen. Insgesamt muss man aber festhalten, dass Huawei trotz der Probleme sehr gut dasteht und nach wie vor seine Wachstumsstrategie fortsetzen kann. Bei den Verkaufszahlen dürfte das Unternehmen damit den zweiten Platz bei den Smartphone Verkäufen weltweit sichern und es bleibt abzuwarten, wir groß der Abstand zu Apple und Samsung bei den Verkäufen ausfallen wird.

Insgesamt dürften sich auch immer mehr Kunden an die App Gallery anstatt des Playstores gewöhnen, so dass die neuen Modelle von Huawei ohne Google Dienst wohl zukünftig besser verkauft werden. Das Wachstum von Huawei wird also perspektivisch wohl noch höher ausfallen als aktuell – das werden dann aber wohl die Zahlen für das zweite Halbjahr 2020 zeigen.

Mobilfunk: Kunden zahlten 2019 wieder mehr für Gespräche, SMS und Internet

Mobilfunk: Kunden zahlten 2019 wieder mehr für Gespräche, SMS und Internet – Der monatliche Umsatz pro Kunde im Mobilfunk-Bereich ist im letzten Jahr zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder angestiegen. Bisher habe sich die durchschnittlichen Kosten für Mobilfunk-Nutzer in erster Linie nach unten entwickelt: sowohl Gespräche, SMS als auch Internet wurden immer billiger, dazu kam der Trend zu Allnet Flatrates, die vielfach diese Leistungen zum Pauschalpreis abgerechnet haben.

2019 stiegt nun der Umsatz pro Kunde und Monat wieder leicht an und lag bei 14,61 Euro über alle Netze und Abrechnungsarten in Deutschland. Das sind etwa 30 Cent mehr als im Vorjahr – kein gigantischer Anstieg, aber dennoch startet hier möglicherweise eine Trendumkehr hin zu mehr Ausgaben im Mobilfunk-Bereich. Die Verbraucher scheinen gewillt zu sein, für beispielsweise mehr Datenvolumen auch etwas mehr zu bezahlen.

Die Preisentwicklung im Mobilfunk im letzten Jahr im Vergleich

Die Entwicklung des Umsatzes hängt dabei sehr vom genutzten Netz und von der Vertragsart ab. Im Prepaid Bereich findet man vor allem die Wenig-Nutzer und daher sind die monatlichen Umsätze pro Kunde in diesem Segment auch eher gering. Sie bewegen sich von 2 Euro im Monat bei den Prepaid Simkarten im Telekom Netz hin zu 5,90 Euro bei den Prepaid Handykarten im O2 Netz. O2 verdient derzeit im Prepaid Bereich pro Kunde also am besten.

Anders sieht es dagegen bei den Handyverträgen aus. Hier liegt die Telekom vor. Pro Monat zahlt ein Telekom-Vertragskunden durchschnittlich 21 Euro im Monat und damit mehr als 10 Mal so viel wie ein Prepaid Kunde im gleichen Netz. Bei Vodafone liegt dieser Wert bei 18,20 euro und bei O2 bei 13,70 Euro. O2 verdient also pro Vertragskunde im Vergleich am wenigsten.

Insgesamt liegen die Umsätze bei Vodafone am höchsten. Nimmt man Prepaid und Postpaid zusammen liegt der Umsatz pro Monat und Kunde im Vodafone Netz bei 13 Euro und damit sogar einen Euro höher als bei der Telekom. O2 liegt mit 9,80 Euro Umsatz sogar unter 10 Euro im Monat.

Mobilfunk-Markt: Vodafone macht den meisten Umsatz pro Kunde

Mobilfunk-Markt: Vodafone macht den meisten Umsatz pro Kunde – Der Gesamtumsatz pro Mobilfunk-Kunden lag nach Angaben der Bundesnetzagentur im letzten Jahr bei durchschnittlich 14.61 Euro (über alle Netze und Tarifarten). Hardware-Kosten waren dabei nicht eingerechnet. Die durchschnittliche Handy-Rechnung lag also genau bei diesem Wert. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den jeweiligen Netzen, insgesamt gab es den meisten Umsatz pro Kunde im Mobilfunk-Netz von Vodafone. Dort lag der Wert bei 13 Euro im Monat und damit etwa 1 Euro höher als im Telekom Netz und mehr als 3 Euro über den Umsätzen pro Kunde und Monat im O2 Netz.

Bei inside-sim.de schreibt man im Original dazu:

Nach den aktuellen Zahlen aus den Geschäftsberichten liegt Vodafone vor mit den höchsten ARPU Werten. Ein Vodafone Kunde zahlt etwa 13 Euro monatlich. Bei den Vodafone Handytarifen lag dieser Wert sogar bei 18.20 Euro, bei den Callya Prepaid Tarifen dagegen bei nur 4,30 Euro. Bei der Telekom liegen die Umsätze im Postpaid Bereich sogar noch höher. Dort werden 21 Euro pro Kunde und Monat umgesetzt. Dafür ist aber der Prepaid-Bereich sehr umsatzschwach. Pro Kunde erzielt die Telekom bei den Prepaid Sim gerade einen Umsatz von 2 Euro. Insgesamt kommt das Unternehmen damit auf einen ARPU von 12 Euro über alle Kunden. Insgesamt erzielt die Telekom mit den MagentaMobil Handytarifen derzeit den meisten Umsatz im Vergleich der Netzbetreiber.

Im Prepaid Bereich legen die Umsätze deutlich niedriger – hier merkt man sehr deutlich, dass Prepaid Tarife häufig von Wenig-Nutzern eingesetzt werden.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist der durchschnittliche Umsatz pro Kunde sogar etwas angestiegen. 2015 lag dieser Wert insgesamt noch bei 14,21 Euro, im letzten Jahr war er dann bei den bereits erwähnte 14,61 Euro. Die Änderung war also nicht sehr groß, aber dennoch vorhanden. Interessant sind aber die genutzten Leistungen. Vor allem beim Datenvolumen gab es einen deutlichen Anstieg. Dieses lag 2019 bei durchschnittliche 2,14GB pro Kunde und Monat. 2015 lag dieser Wert noch bei 441MB – die moderat höheren Preise beinhalten also ein deutlich höheres Datenvolumen.

Telekom Geschäftszahlen: fast 800.000 Mobilfunk-Neukunden im ersten Quartal 2020

Telekom Geschäftszahlen: fast 800.000 Mobilfunk-Neukunden im ersten Quartal 2020 – Die Telekom hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2020 veröffentlicht und kann auf mehr Umsatz verweisen und vor allem den Gewinn steigern. Das ist durchaus bemerkenswert, denn im März gab es bereits die Auswirkungen der Corona Krise und damit vor allem bei den Verkaufszahlen in den Shops Einbußen.

Das Unternehmen schreibt konkret zu den Zahlen und den Auswirkungen von Corona:

Die Deutsche Telekom startet trotz der globalen Ausbreitung des Coronavirus und den damit in vielen Ländern seit März verbundenen Einschränkungen mit starken Zahlen ins Geschäftsjahr 2020. Der Umsatz stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte um 10,2 Prozent zu und erreichte 6,5 Milliarden Euro.

Der Konzern erwartet durch die Pandemie begrenzte Auswirkungen auf den Umsatz. Zum Beispiel wegen der Schließung von Shops, durch geringere Roamingumsätze und Verschiebung oder Wegfall von IT-Projekten in Unternehmen. Andererseits steigen beispielsweise die Umsätze in der Sprachtelefonie und die Wechslerquote im Mobilfunk sinkt. Die Auswirkungen auf das bereinigte EBITDA AL dürften unter Berücksichtigung von gegenläufigen Effekten und Maßnahmen vergleichsweise gering ausfallen. Der Konzern bestätigt deshalb unter Berücksichtigung aller absehbaren Pandemie-Folgen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Im Mobilfunk-Segment gab es ein deutliches Wachstum bei den Kundenzahlen. Im Vergleich zum Ende 2019 stiegen die Zahlen de Telekom Nutzer um fast 800.000 an. Das Unternehmen nähert sich damit de Marke von 37 Millionen Mobilfun-Kunden. Besonders stark viel das Wachstum im Prepaid Bereich aus. Hier macht sich wohl die LTE Freischaltung bei Congstar und den anderen Prepaid Marken positiv bemerkbar. Im April wechselte dann auch noch Kaufland mobil ins Telekom Netz – man kann also davon ausgehen, dass auch in den kommenden Monaten die Prepaid Kundenzahlen bei der Telekom weiter ansteigen werden.  Im Festnetzbereich gab es allerdings einen Kundenrückgang und die Telekom verlor mehr als 100.000 Kunden in diesem Bereich.

Die Telekom Kundenzahlen im Detail

Vodafone Geschäftzahlen: wieder mehr als 30 Millionen Kunden im Mobilfunk-Bereich

Vodafone Geschäftzahlen: wieder mehr als 30 Millionen Kunden im Mobilfunk-Bereich – Vodafone hat die Unternehmenszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019/2020 veröffentlicht und kann insgesamt auf gute Zahlen verweisen. Die Integration von Unitymedia ist abgeschlossen und wirkt sich positiv auf die Umsätze und die Kunden zahlen aus.

Das Unternehmen schreibt dazu:

Mit der Unitymedia-Integration steigt der Gesamt-Serviceumsatz im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 17% auf 10,7 Milliarden Euro. Im Festnetz-Bereich wächst die Kundenzahl um 56,6% auf 10,8 Millionen. Das Kabel-Segment bleibt der stärkste Wachstumstreiber und verzeichnet ein Plus von 106% auf 7,9 Millionen Abonnements. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden steigt um 542.000 auf 18,7 Millionen. Das wirkt sich positiv auf den Ertrag aus: Das EBITDA wächst um 2,5%* auf 5,1 Milliarden Euro.

Aber auch im Mobilfunk-Bereich gibt es gute Zahlen. Der unbereinigte Umsatz sankt zwar etwas, aber mittlerweile kann das Unternehmen wieder auf mehr als 30 Millionen Mobilfunk-Kunden verweisen. In den vergangenen Quartal lag diese Zahl bei teilweise nur noch 29,5 Millionen Kunden, mittlerweile sind etwas wieder etwas mehr als 30 Millionen. Besonders erfreulich dürfte dabei für Vodafone die Entwicklung der Vertragskunden sein. Deren Zahl ist um mehr als eine halbe Millionen angestiegen – die Mobilfunk-Verträge im Vodafone Netz scheinen also wieder gut bei den Kunden anzukommen.

Die Vodafone Geschäftsentwicklung im Detail

Die Zahl der Festnetz-Kunden im Bereich Kabel und auch im TV Bereich ist durch die Übernahme von Unitymedia stark angestiegen und hat sich teilweise verdoppelt. Insgesamt kann Vodafone mittlerweile auf mehr als 10 Millionen Festnetz Kunden verweisen. Im Bereich VDSL gibt es allerdings einen Rückgang. Auch die neuen Gigabit Anschlüsse zu sehr günstigen Preise konnten nicht verhindern, dass Vodafone hier weiter Kunden verloren hat und nun bei weniger als 2,9 Millionen Kunden liegt. Durch den Glasfaser-Ausbau erreicht das Unternehmen aber immer mehr Kunden mit schnellem Gigabit Internet und daher bleibt abzuwarten, ob sich diese Zahl wieder nach oben entwickelt. Bisher ist der Ausbau von Gigabit Internet aber noch höchst unterschiedlich.