Huawei – wie schlimm ist der Einbruch der Verkaufszahlen wirklich?

Huawei Logo

Derzeit herrscht weitgehend Unklarheit, wie sich der Entzug der Android Lizenzen für Huawei bei den Verkaufszahlen ausgewirkt hat. Verschiedenen Medienberichte schreiben immer wieder von deutlich gesunkenen Verkäufen alle Huawei Geräte und einem Einbruch beim Marktanteil vor allem auch in Deutschland. Das wäre auch nicht verwunderlich, denn natürlich schauen sich die Kunden genau an, was mit Android passiert und ob es sich lohnt zu Geräten zu greifen, die keine Android Updates mehr bekommen können. Auf der anderen Seite gibt es weiterhin Sicherheitsupdates und daher wird es sicher auch Kunden geben, denen Android 10 usw. egal sind, wenn sie gute Technik zu einem vernünftigen Preis bekommen können.

Huawei selbst widerspricht dem Einbruch der Verkaufszahlen und bestätigt lediglich einen etwas stockenden Verkauf. Die Zahlen zum Absatz und zum Marktanteil in Deutschland hält man dagegen für falsch. Konkrete Zahlen und Entwicklung nennt aber auch Huawei bisher noch nicht, daher bleibt offen, wie stark sich genau das Embargo gegen das Unternehmen im Smartphone-Segment ausgewirkt hat.

So schreibt das Unternehmen in einem Interview:

Wang räumte ein, dass Smartphones von Huawei sich aktuell etwas schlechter verkaufen, weil unsicher sei, ob Google das Betriebssystem Android weiter mit Updates versorgen werde. „Unser Marktanteil in Deutschland ist bis zuletzt auf mehr als 20 Prozent gestiegen in den vergangenen Jahren. Aktuell stockt der Verkauf logischerweise etwas. Aber wir würden gerne weiterhin Android als Betriebssystem nutzen, um einem globalen Standard zu folgen. Falls das aber nicht möglich wäre, wäre Huawei sehr schnell in der Lage, ein eigenes Betriebssystem zu nutzen.“

Derzeit scheint also niemand konkret sagen zu können, wie sich das Android Embargo im Detail auf die Verkaufszahlen ausgewirkt hat. Zumindest preislich hat das Unternehmen bisher eher kaum reagiert. Es gibt einige Sonderaktionen mit den aktuellen Huawei Geräten, aber das hat man auch im letzten Jahr so gesehen und daher ist das nicht unbedingt aussagekräftig. Absolute Räumungsverkäufe werden derzeit auch jeden Fall noch nicht abgehalten und damit deutet es eher darauf hin, dass Huawei zumindest noch nicht extrem unter Druck ist, was die Verkaufszahlen betrifft.

Apple iPhone 8 vor dem Galaxy S9 plus bei den Verkaufszahlen

Die Analysten von Counterpoint haben sich die Verkaufszahlen der aktuellen Topmodelle auf dem Smartphone-Markt näher angeschaut und sehen für den Mai einen neuen Spitzenreiter bei den Verkäufen. Nach ihren Auswertungen liegt das iPhone 8 in diesem Monat wieder vor dem Galaxy S9, auch wenn die Unterschiede eher gering sind. Beide Modelle kommen auf einen Marktanteil von 2,4 Prozent bei den Verkäufen und sind damit die am besten verkauften Smartphones auf dem Markt im Mai 2018. Auf Platz 3 folgt dann das iPhone X gefolgt vom Xiaomi 5A und dem Apple iPhone 8 plus.

Interessant ist dabei auch zu sehen, dass sich die Modellpalette bei Samsung und Apple unterschiedlich verkauft. Bei Samsung liegt das Galaxy S9+ bei den Verkaufszahlen vor dem normalen Modell, während sich bei Apple das iPhone 8 besser verkauft als die größere iPhone 8 plus Version.

Konkret schreiben die Analysten zu den Zahlen:

  • Samsung GS9 sales were slightly weak MoM in Europe, however, were steady in the US. (Samsung Galaxy S9 Plus was the best selling smartphone in April 2018 )
  • Xiaomi gained momentum in its home market and continues its good performance in India. Xiaomi saw strong performances from its Xiaomi 5A and Xiaomi 5 Plus series. The company has good penetration in the mid-to-affordable premium market in China and we expect the newly launched Xiaomi 8 to become another best seller in the coming months.
  • Xiaomi is expanding its offline presence with its new Mi Home and Mi Preferred Partner Retail in India. The contribution from offline sales increased from 30% in April to 35% in May 2018 in India. Xiaomi remains the leader in online channels in India. 

Genauere Zahlen wird es voraussichtlich Ende des Monats geben, wenn Apple die Quartalsergebnisse und die Verkaufszahlen für die eigenen Geräte im letzten Quartal veröffentlicht. Dann wird es sicher auch wieder Hinweise auf die einzelenen Modelle geben. Samsung wird auch Ergebnisse veröffentlichen, aber das Unternehmen ist in der Regel eher vage, was die Zahlen der Verkäufe für die Modelle betrifft, daher wird man zumindets bei Samsung nur ein globales Ergebnis erwarten können und keine Details zum Galaxy S9 und dem S9+.

Apple: A12/13 Chipsatz wird noch nicht im 5nm Verfahren gefertigt

Die neuen iPhone Modelle in diesem Jahr werden natürlich auch mit einer neuen Prozessorgeneration auf den Markt kommen und die Chipsätze werden wahrscheinlich unter der Bezeichnung A12 laufen. Der aktuelle A11 Prozessor von Apple wurde im 10 Nanometer Verfahren gefertigt und damit hat das Unternehmen etwa 4.3 Milliarden Schaltkreise auf der Grundfläche untergebracht. Für die nächste Generation wird Apple wohl auf eine noch höhere Dichte an Schaltkreisen setzen und die Prozessoren damit noch leistungsfähiger machen. Im Gespräch war sogar, die Fertigung auf ein 5 Nanometer Verfahren umzustellen, womit doppelt so viele Schaltkreise auf der gleichen Fläche möglich wären.

Mittlerweile sieht es aber eher so aus, als würde Apple wohl „nur“ auf ein 7 Nanometer Fertigungsverfahren setzen, denn die Produktion von 5nm Chips soll erst Ende 2019 starten – so zumindest sind die Aussagen von Apples Chiphersteller TSMC. Das würde auch bedeuten, dass die iPhone Modelle in 2019 noch mit 7nm Prozessoren ausgestattet sein werden.

Bei Appleinsider schreibt man im Original dazu:

Mass production of 5-nanometer chips won’t start until the end of 2019 or early 2020, according to C.C. Wei, the CEO of Apple processor manufacturer TSMC, quoted by DigiTimes. „Risk“ production will start in early 2019, but Apple would likely need mass production to begin by the summer for devices shipping that year.  Wei added that TSMC is expecting to invest $25 billion in 5-nanometer technology, but without offering a timeline.

Die Chips mit 7nm Fertigungsverfahren dürften auch deutlich schneller sein als die aktuellen Modelle. Samsung* hat ebenfalls bereits angekündigt, das man die neuen Prozessoren im 7nm Verfahren fertigen wird, daher dürfte es bei der Leistung kein Problem sein, wenn auch Apple bei den aktuellen iPhone Modellen noch nicht mit 5nm Technik arbeitet.

Samsung Galaxy S9 – schlechte Verkaufszahlen in Süd-Korea

Samsung scheint mit dem Galaxy S9 und dem S9+ nicht ganz so den Nerv der Kunden getroffen zu haben, wie man sich das vielleicht erhofft hat. Das Unternehmen schreibt in den Geschäftsberichten zwar von soliden Verkäufen, Zahlen aus Südkorea zeigen aber, dass sich das S9 nicht so gut verkauft wie der Vorgänger. Basierend auf den Verkaufszahlen bei den großen Mobilfunk-Anbietern in Südkorea hat Samsung seit dem Marktstart wohl nur etwa 707.000 Geräte in diesem Land verkauft. Beim Vorgänger Galaxy S8 waren es im gleichen Zeitraum fast 1 Millionen Geräte gewesen – die S9 verkaufen sich damit also spürbar schlechter als das Modell als 2018.

Bei theinvestor schreibt man im Original:

The situation was equally gloomy for the Galaxy S9 — the phone sold 707,000 units in the first two months, which compared to almost 1 million unit sales of its predecessor Galaxy S8 last year. The phone sales were almost cut by half over the past two years from 476,000 units in March to 231,000 units in April. Industry watchers pinpointed high pricing and little upgrades in key features as the main factors behind the sluggish sales of the two most popular and expansive smartphones in the market. In Korea, the iPhone X and the Galaxy S9 are priced at 1.55 million won (US$1,452) and 1.15 million won, respectively. 

Allerdings ist ein schlechter Start natürlich noch kein wirkliches Anzeigen dafür, wie die Modelle in den nächsten Wochen und Monaten laufen werden. Immerhin sind die Geräte für eine Verkaufszeit von bis zu 2 Jahren ausgelegt und bisher ist auch nicht sicher, wie sich die Modelle auf dem internationalen Markt schlagen werden.

Man kann aber wohl davon ausgehen, dass Samsung die eigene Marketingmaschine nochmal verstärken wird, um die Geräte zu verkaufen. Das könnte in den nächsten Monaten weitere Kampagnen und Aktionen rund um das Galaxy S9 bedeuten.

Die Unterschiede zwischen den Modellen

 Galaxy S9Galaxy S9+Galaxy S8Galaxy S8+
Abmessungen147.77 x 68.7 x 8.5mm158.1 x 73.8 x 8.5mm148.9 x 68.1 x 8.0 mm159.5 x 73.4 x 8.1 mm
Gewicht163g189g155g173g
SchutzklasseIP68
Display5.8-Zoll Super AMOLED Infinity Display6.2-Zoll Super AMOLED Infinity Display5.8-Zoll Super AMOLED Infinity Display6.2-Zoll Super AMOLED Infinity Display
QHD+ Auflösung – 2960×1440, 529ppiQHD+ Auflösung – 2960×1440, 570ppiQHD+ Auflösung – 2960×1440, 529ppiQHD+ Auflösung – 2960×1440, 570ppi
Prozessor8-Kern Snapdragon 845 – 2.8GHz (nur USA), 2nd gen. 10nm processSnapdragon 835 – nur USA – 8-Kern (2.3GHz Quad + 1.7GHz Quad), 64 bit, 10nm process
8-Kern Exynos 9810 – 2.7GHz (außerhalb USA), 2nd gen. 10nm processExynos 8895 (außerhalb USA) 8-Kern (2.35GHz Quad + 1.9GHz Quad), 64 bit, 10nm process
RAM and Storage4GB RAM (LPDDR4), 64GB (UFS 2.1)6GB RAM (LPDDR4), 64GB (UFS 2.1) | 128/256GB soll es für ausgesuchte Lände rgeben4GB RAM (LPDDR4), 64GB (UFS 2.1)
KameraHauptkamera 12MP Super Speed Dual Pixel, F1.5/F2.4 aperture, OISHauptkamera Dual Pixel 12MP OIS (F1.7), 1.4um Pixel
Dual Lens: 12MP F/2.4, 2x optical zoom, OIS –
4K Aufnahmen mit 60fps, Super Slow motion video (960fps at 720p) 4K Aufnahmen mit 30fps, 120fps 1080p slow motion120fps 1080p slow motion
Front: 8MP F/1.7
Akku3000mAh, Schnellladefunktion + wireless3500mAh, Schnellladefunktion + wireless3000mAh, Schnellladefunktion + wireless3500mAh, Schnellladefunktion + wireless
VerbindungenWi-Fi ac, Enhanced 4×4 MIMO, LTE Cat. 18 (1.2Gbps download speeds), hybrid dual-SIMWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac (2.4/5GHz), VHT80 MU-MIMO, 1024QAM, LTE Cat.16
BetriebssystemAndroid 8.0 Oreo, Samsung Experience 9.0Android 7.0
FarbenMidnight Black, Titanium Gray, Coral Blue, and Lilac PurpleMidnight Black, Orchid Gray, Arctic Silver, Coral Blue, and Maple Gold
BiometrikIris-Scanner, Fingerabdruck-Sensor, Face Unlock, Entsperrung durch Kombination aus Iris- und Face-ScanIris-Scanner, Fingerabdruck-Sensor, Face Unlock,

Weitere Links rund um das Galaxy S9

Nokia: 4,4 Millionen verkaufte Smartphones im 4. Quartal 2017

Für die Marke Nokia war es nach dem Neustart unter dem Dach von HDMglobal das erste vollständige Geschäftsjahr gewesen und dabei ist es natürlich sehr interessant, wie sich die Geräte wirtschaftlich gesehen geschlagen haben. Immerhin hat das Unternehmen in 2017 eine komplette Produktpalette gelauncht und entsprechende hohe Investitionen getätigt.

Analyst Neil Shah hat dazu auf Twitter einige Zahlen und Bewertungen zu Nokia veröffentlicht und wenn diese Daten stimmen hat Nokia das erste Geschäftsjahr mit einem sehr erfolgreichen Quartal abgeschlossen. Shah geht dabei davon aus, dass insgesamt im 4. Quartal 2017 mehr als 4,4 Millionen Nokia-Smartphones verkauft wurden. Das entspricht etwa einem Prozent des globalen Marktanteils. Im Vergleich mit dem Top-Marken wie Samsung oder Apple sind diese Zahlen natürlich kaum nennenswert, aber zumindest sichert sich Nokia damit eine Platz im Bereich der weltweiten Smartphone-Hersteller und man konnte mit diesem Einstand andere Marken wie beispielsweise HTC, Sony, OnePlus, Meizu oder auch Asus hinter sich lassen. Von der einstigen Marktführerschaft ist man aber natürlich noch weit entfernt.

Shah schreibt dazu im Original auf Twitter:

Nokia hat dabei vor allem im mittleren Osten einen guten Stand und kann (begünstigt durch das gute Preis-Leistungsverhältnis) vor allem in diesen Ländern viele Modelle verkaufen. In Großbritannien kam die Marke sogar auf den dritten Platz bei den Herstellern.

Bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend in 2018 so fortsetzen wird. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, dass  man die eigene Modellpalette weiter ausbauen und aktualisieren will. Wahrscheinlich können wird uns bereits gegen Ende des Monats auf dem MWC in Barcelona auf einige neue Modelle von Nokia freuen.

Ein erster Blick auf das neue Nokia 7 plus

Eines der neuen Modelle, die Ende des Monats vorgestellt werden könnten ist das Nokia 7 plus. Bei diesem Smartphone findet man auch wieder einen Dual Lens Kamera (von Zeiss) sowie den Nokia Schriftzug hochkant angebracht. Nokia setzt also die Partnerschaft mit Zeiss auch bei diesem Modell fort – der Qualität der Aufnahmen kann das nur zuträglich sein, denn Zeiss steht nach wie vor für eine gute Qualität von Linsen und Kameras.

Bei der Technik setzt das Nokia 7 plus auf den Snapdragon 660 Prozessor. Im Benchmark wurden die Modelle angeblich bereits gesichtet und falls es sich dabei wirklich um das Nokia 7 plus gehandelt hat, liegen die Werte bei 1.636 Punkten im Single-Core und 5.902 Punkten im Multi-Core Test. Das ist solide, von den Werte der Topmodelle aber natürlich weit entfernt.

Zu den technischen Daten heißt es im Original:

  • Dual-lens (12MP+13MP) Zeiss rear camera
  • 16-megapixel Zeiss front camera
  • 4GB RAM/64GB ROM
  • Snapdragon 660 SoC
  • 6-inch display* with 18:9 aspect ratio
  • Corning Gorilla Glass coating
  • Android* 8.0 Oreo
  • USB Type C (quick charging)

Apple schlägt Samsung bei den Verkaufszahlen im Weihnachtsquartal

In der Regel sind die Rankings bei den Marktanteilen der Smartphone-Hersteller recht eindeutig verteilt: Samsung liegt auf Platz 1 (mit Abstand) danach folgende Apple und die anderen Hersteller. Im letzten Quartal 2017 war das anders. Mit dem Start der neuen Modelle hat es Apple wieder geschafft, Samsung zu überholen. Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2017 verkaufte das Unternehmen 77,3 Millionen Geräte. Samsung selbst kam im gleichen Zeitraum „nur“ auf einem Absatz von 74,3 Millionen Geräten. Allerdings liegen beide Hersteller mit diesen Zahlen leicht unter den Werten des Vorjahres, Apple verkaufte etwa 1 Prozent weniger Geräte als im Vorjahr, bei Samsung sanken die Zahlen sogar um zwei Prozent. Apple ist im Weihnachtsquartal traditionell sehr stark.

Über das gesamte Jahr gesehen machen diese Zahlen aber wenig aus. Samsung hat 2017 insgesamt 316 Millionen Geräte (über alle Modellreihen) abgesetzt und damit etwa 100 Millionen mehr Smartphones verkauft als Apple. Allerdings hat Samsung die eigene Unternehmenstrategie im letzten Jahr etwas geändert und setzt nun verstärkt auf teurere Modelle im High-End-Bereich. Das dürfte sich auch zukünftig auf die Verkaufszahlen niederschlagen, denn 1000 Euro Geräte verkaufen sich nicht so gut wie 100 Euro Modelle. Bei den Analysten von IHS schreibt man dazu:

Although Samsung’s shipments declined 2.2 percent year over year to 74.3 million units, the company improved its product mix in the middle and high-end ranges. However, Samsung had to spend more in marketing to sell its devices, which affected the profits for its IT and mobile communications division. The turn toward more value-added handsets helps Samsung avoid direct competition with Chinese players in low-end price segments, which often come with lower or even negative profit margins. Samsung is expected to unveil its S9 Galaxy S flagship model in February 2018, with sales starting in March. This timing is earlier than the S8, which launched in late March last year, with sales starting in April. The availability of a new flagship model in the first quarter should boost Samsung’s product mix and ASP.

Insgesamt gesehen war 2017 aber ein gutes Jahr für die Hersteller von Smartphones. Über alle Hersteller gerechnet wurden 1,44 Milliarden Geräte verkauft. Das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr – der Markt in diesem Bereich wächst also nach wie vor. Allerdings ist die Konzentration auf die großen Anbieter auch sehr ausgeprägt. Fast die Hälfte aller verkauften Geräte in diesem Jahr wurden durch Samsung, Apple oder Huawei hergestellt. Diese drei Anbieter zusammen kommen allein auf etwa 700 Millionen verkaufte Geräte.

Apple – iPhone 8 und X liegen bei nur 61 Prozent der Verkäufe

Die Analysten von CRIP (Consumer Intelligence Research Partners) haben sich die Verkäufe von Apple im Smartphone-Bereich im 4. Quartal 2017 angeschaut und festgestellt, dass das Unternehmen im Vergleich deutlich mehr ältere Modelle verkauft. Im Vorjahr war der Anteil noch geringer. Insgesamt kamen die neuen Modelle iPhone 8, iPhone 8 plus und iPhone X nur auf etwa 61 Prozent der Verkäufe. Die restlichen 39 Prozent wurden durch Verkäufe von iPhone 6s/plus iPhone SE und den 7er Modellen ausgefüllt. Im Vorjahr kamen iPhone 7 und 7 plus noch auf mehr als 70 Prozent aller Verkäufe.

Im Original schreibt man bei iClarified

“At 61%, the three newest iPhone models together represented a somewhat smaller share of total US iPhone sales in the quarter, compared to 72% for the iPhone 7 and 7 Plus a year ago,” said Josh Lowitz, CIRP Partner and Co-Founder. “Yet, comparisons to earlier launches are tricky at best. First, iPhone X wasn’t available for the full quarter. The Apple model pie is further divided, as they now offer eight models, the most ever. And, Apple launched the new phones on a different schedule, announcing three new models at once, but delaying the launch of the most advanced and expensive one, iPhone X, for five weeks following the launch of iPhone 8 and 8 Plus.”

An der Stelle könnten sich tatsächlich die Preise bemerkbar machen, denn die aktuellen iPhone Modelle und vor allem das iPhone X sind die teuersten Geräte, die es bisher gab. Viele Kunden scheinen daher nach wie vor auch auf die älteren iPhone Generationen zurück zu greifen, die teilweise deutlich billiger zu haben sind und trotzdem nach wie vor gute Technik und vor allem die neuste Version des Betriebssystem bieten.

Bei den 2018er Modelle ist dabei das iPhone 8 immer noch der Bestseller und kommt auf fast 25 Prozent aller Verkäufe von iPhone Geräten in diesem Jahr. Danach folgt das iPhone X mit fast 20 Prozent Anteil an den Verkäufen und an letzter Stelle liegt das iPhone 8 plus mit etwa 17 Prozent. Die größere Version des iPhone 8 liegt also in der Nutzergunst nicht so weit vorn – trotz Dual Lens Kamera und größeren Akku greifen die meisten Kunden doch lieber zur normalen Variante des iPhone 8. Die Zahlen machen auch deutlich, dass die iPhone X Modelle zumindest im 4. Quartal 2017 noch nicht ganz so durchstarten konnten, wie sich Apple das möglicherweise erhofft hat. Die Verkäufe liegen im einen soliden Bereich, aber ein neuer Run auf die Modelle (aufgrund des neuen Designs und der neuen Funktionen) gibt es offensichtlich noch nicht.

Smartphone Markt – Samsung stark, Huawei noch stärker

Die Analysten von IDC haben sich die Smartphone Verkäufe im dritten Quartal 2017 angeschaut und konnten dabei fest stellen, dass der Markt für Smartphones erneut gewachsen ist. Im Vergleich mit dem gleichen Quartal aus dem Vorjahr stieg die Zahl der verkauften Geräte um 2,7 Prozent an – das sind etwa 10 Millionen Smartphones mehr, die über den Ladentisch gingen.

Bei den Top5 der Hersteller hat sich dabei nichts geändert. Nach wie vor liegt Samsung auf Platz 1 und der Abstand ist mit 83,3 Millionen Geräten auf den zweiten Platz sehr groß. Danach kommt Apple mit 46,7 Millionen und Huawei mit 39,1 Millionen Einheiten, die man los schlagen konnte. Auf Platz 4 folgt OPPO mit 30,7 Millionen Smartphones und danach Xiaomi mit 27,6 Millionen Geräten.

Allerdings ist Apple das einzige Unternehmen in den Top5, das nur auf ein eher geringes Wachstum von 2,6 Prozent zurück blicken kann. Huawei wächst im gleichen Zeitraum bei den Absätzen um 16 Prozent und kann damit die Lücke zu Apple weiter verkleinern. Wenn dieser Trend so anhält, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Apple den zweiten Platz unter den Smartphone Herstellern an Huawei verliert. Das Unternehmen hatte bereits vor zwei Jahren angekündigt, Apple ablösen zu wollen und war dafür eher belächelt worden. Nun ist der Konkurrent bereits ein Schlagweite und es ist abzuwarten, ob Apple mit iPhone 8 und iPhone X diesem Angriff trotzen kann.

Die Analysten schreiben dazu:

„As much of the focus has been on the wide range of high-profile flagship smartphones launched or announced in Q3, it is also important to look at what is happening with the rest of the industry,“ said Ryan Reith, program vice president with IDC’s Worldwide Quarterly Mobile Device Trackers. „Collectively, the industry continues to grow, but at a much slower pace than past years. What is clear is that the ‚Others‘ outside of the top 5 leading vendors continue to struggle and the industry leaders are quickly forming two camps. First, those able to drive significant volumes at the high end, which right now is basically Samsung, Apple, and Huawei, despite high-profile launches from Google, Essential, LG, and others. Second, a few other Chinese OEMs that are making tremendous headway outside of the China domestic market.“

Bemerkenswert in den neuen Zahlen ist auch der Erfolg von Xiaomi. Das Unternehmen hat in 2017 neue Märkte erschlossen und beispielsweise auch in Indien viele Modelle vorgestellt. Das macht sich auch in den Verkäufen bemerkbar. Xiaomi kann den Absatz mehr als verdoppelt und verkauft im dritten Quartal 2017 14 Millionen Modelle mehr als noch im Vorjahresquartal. Sollte das Unternehmen seine Strategie fort setzen und zukünftig auch die USA und Europa als Markt betrachten und entsprechend beliefern, können sich die anderen Hersteller auf eine harte Konkurrenz einstellen. Bereits jetzt kann das Unternehmen beispielsweise mit der Mi Mix Reihe einige wichtige Trends setzen, die so bei den anderen Anbietern erst mit einem Jahr Verzögerung umgesetzt werden konnten. Auch hier gilt: Der Abstand zu Apple wird kleiner und es gibt mittlerweile einige Unternehmen, die Apple den zweiten Platz bei den Herstellern streitig machen wollen.

Nokia: geschätzte 10,5 Millionen verkaufte Smartphones in 2017

Nokia war Ende 2016 von HMD Global als Marke neu gestartet worden und das Unternehmen hatte in den letzten Monaten gleich eine ganze Reihe von neuen Nokia Modellen auf den Markt gebracht. Vom sehr günstigen Einsteiger-Gerät im Preisbereich von um die 100 Euro bis zum Topmodell Nokia 8 ist alles mit dabei. Dazu gibt es weiter Gerüchte, das ein noch teureres Smartphone auf den Markt gebracht werden soll: das Nokia 9, das dann als Konkurrenz zu Galaxy S8 und dem iPhone 8/X betrachtet werden kann.

Insgesamt scheint Nokia dabei einen durchaus guten Job gemacht zu haben, denn die Verkäufe sehen für das erste Jahr recht gut aus und sollen bei 10, 5 Millionen Geräten liegen – über alle Modelle. Das ist durchaus beachtlich, vor allem wenn man bedenkt, das viele Modelle erst im Laufe des Jahres verfügbar waren und daher der verkauf jetzt erst richtig los gehen wird. Allerdings sind das noch keine offiziellen Zahlen, sondern basieren lediglich auf Schätzungen von Tomi Ahonen, der früher bei der 3G Sparte von Nokia beschäftigt war.

Bei androidheadlines schreibt man dazu:

The Nokia phone brand is on track to sell 10.5 million phones in its first year of global availability, mobile expert and former Nokia Global Head of 3G Business Consulting Tomi Ahonen estimated on Friday. Existing data calculated by industry trackers puts Nokia’s sales in the first quarter of the year at approximately 100,000 units, which is still significant in the sense that Q1 2017 only saw HMD Global Oy relaunch the brand in China with the Nokia 6. Following the worldwide release of the Finnish brand’s post-Microsoft offerings, some estimates put its June sales at 1.4 million, whereas Q3 performance reportedly managed to reach 2.5 million, with the latter figure being an estimate made by Mr. Ahonen.

Im Vergleich zu anderen Unternehmen (und vor allen den großen Playern auf den Smartphone Markt) sind diese Zahlen aber natürlich noch weit von einer Konkurrenzfähigkeit entfernt. Apple und Samsung verkaufen in der Regel 50 bis 70 Millionen Einheiten – pro Quartal und damit ein Vielfaches der Zahlen von Nokia und auch kleinere Marken schaffen noch bis zu 50 Millionen Einheiten pro Jahr. Trotzdem ist der Start für Nokia offensichtlich gelungen und die Kombination aus neuer (und günstiger) Technik sowie dem bekannten Markennamen Nokia scheint zu funktionieren. Dazu kommen interessante Ansätze wie das pure Android auf den Geräten, das schnelle und einfache Updates ermöglicht – hier finden viele Nutzer einen Vorteil, den es bei vielen anderen Anbietern nicht gibt.

Bleibt abzuwarten, wie sich die Marke weiter entwickeln wird. Derzeit lebt das Unternehmen noch viel vom Vertrauensvorschuss auf die Nokia Marke. Früher oder später wird man aber durch Qualität bei den Geräten überzeugen müssen und hier bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen dies dauerhaft leisten kann. Bisher scheinen die Modelle in jedem Fall gut anzukommen und wenn die nächsten Generationen dies fortsetzen können, sind sicher auch noch höhere Verkaufszahlen zu erwarten. Ob es zu Marktführerschaft reichen wird, ist aber zumindest mittelfristig eher fraglich – hier müsste man innovativ gegen Apple und Samsung punkten und danach sieht es bisher noch nicht aus.

Honor 9 – 1 Millionen verkaufter Geräte in den ersten 28 Tagen

Honor hatte das neue Honor 9 in Deutschland  Anfang Juni auf den Markt gebracht, in anderen Regionen war das Modell aber bereits schon einige Tage früher gelauncht worden. Das neue Topmodell des Unternehmens vereint dabei beim Design einige Merkmale anderer Topmodelle und setzt insgesamt auf hochwertige Technik zu einem günstigen Preis. Aktuell gibt es die Geräte für 429 Euro und damit ist das Honor 9 eines der günstigsten Topmodelle auf dem Markt und unterbietet sogar das OnePlus 5 nochmal.

Das scheint bei den Kunden durchaus gut anzukommen, denn Honor kann jetzt bei den Verkaufszahlen erste Erfolge melden. In den ersten 28 Tagen nach dem Marktstart hat das Unternehmen allein vom neuen Honor 9 mehr als eine Millionen Modelle weltweit absetzen können. Das ist ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren Produkten so gut bei unserer Community ankommen. Gerade jungen, digital affinen Menschen ist es wichtig, die eigene Individualität ausdrücken zu können. Genau dafür stehen unsere Produkte, denn sie sind so individuell wie ihre Nutzer – und der Erfolg gibt uns Recht”, sagt George Zhao, President von Honor. „Die große Nachfrage nach dem Honor 9 zeigt, dass wir in Sachen Style, Innovation und Performance genau den richtigen Weg eingeschlagen haben.”

Im Vergleich zu anderen Herstellern sind die Zahlen natürlich nach wie vor eher gering. Apple verkauft beispielsweise eine Millionen Geräte (je nach Quartal) in weniger als zwei Tagen. Samsung schafft über alle Modelle sogar noch größere Stückzahlen. Beim Galaxy S8 konnte man beispielsweise die 1 Millionen verkaufte Einheiten allein in Südkorea in 37 Tagen schaffen. Trotzdem scheint das Honor 9 für das Unternehmen ein Erfolg zu werden.

„Wir möchten einen Teil dieses großartigen Erfolgs auch an unsere Fans und Follower in Deutschland zurückgeben und verlängern aufgrund des großen Interesses die „I love sharing“-Aktion für das Honor 9 bis zum 04.08.2017“, erklärt Marco Eberlein, General Manager Honor Deutschland. „Das Honor 9 wird also noch einen weiteren Monat für 429,- Euro (- 30 € Cashback) bei vMall und weiteren Handelspartnern in Deutschland erhältlich sein.“ Anmeldungen für die Aktion sind noch bis zum 18.08.2017 möglich.

Technik und Design beim Honor 9

Das Honor 9 sieht schick aus, erinnert aber an eine Kreuzung aus dem HTC U11* und den Galaxy S7 Modellen. Vom U11 hat es vor allem die glänzende und reflektierende Oberfläche geerbt. Der Effekt entsteht durch eine polierter Metall-Glas-Rückseite aus 15 hochwertigen Schichten. Das lässt das Honor 9 vor allem in den helleren Farben in der Sonne funkeln – Unauffälligkeit ist auf jeden Fall kein Merkmal des Honor 9. An das Galaxy S7 erinneren vor allem die Ränder und die Front. Honor nennt die abgerundeten Kanten 3D Curved Glas, letztendlich ist es aber genau das, was man von der Samsung* edge Technik bereits kennt. Leider hat man das Infinity Display* aus dem S8 nicht übernommen. Damit sieht die Front aus wie beim Modelle aus dem Vorjahr – das könnte für viele Design-Fans ein Problem sein.

Darüber hinaus hat Honor viel richtig gemacht. Das Gerät ist wieder sehr schnell und der Speed beim Öffnen von Anwendungen war beim Honor 8 pro bereits beeindruckend und wurde für das Honor 9 übernommen. Auf der Präsentation wurde auch gleich ein Speedtest gegen das Galaxy S8* gezeigt, bei dem das Honor 9 natürlich einen Tick schneller war, wenn es darum ging Apps zu öffnen und zu schließen. Zu den anderen technischen Details schreibt dazu Unternehmen:

Im Honor 9 ist ein Full-HD-Display* (5,15 Zoll, 1.920×1.080 px) mit 428 ppi und 2.5D-Glas integriert – ideal für den mobilen Entertainmentgenuss. Das Smartphone* wird durch einen Kirin 960 Octa-Core-Prozessor (4x 2.4 GHz + 4x 1.8 GHz) angetrieben. 4 GB RAM, 64 GB ROM, erweiterbar durch eine microSD-Karte (bis zu 256 GB), bieten ausreichend Speicher. Der 3200mAh-Akku mit Schnelllade-Technologie sorgt für eine lange Smartphone*-Nutzung. In 30 Minuten ist das Honor 9 wieder bis zu 40% aufgeladen.

iPhone 7 – Verkaufzahlen laut GfK 20 Prozent unter Vorjahresniveau

Eins gleich zu Anfang: Apple selbst hat – wie angekündigt – nach wie vor keine eigenen offiziellen Verkaufszahlen für das iPhone 7 veröffentlicht. Die Zahlen sind daher in erster Linie Schätzungen, in diesem Fall von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und betreffen den nur den Markt in Europa und den USA. Dabei wurden die Distributionskanäle untersucht und daraus eine Schätzung entwickelt. Der Bericht der GfK selbst ist nicht öffentlich und sollte wohl auch nicht an die Öffentlichkeit kommen, nach Angaben von businessinsider wurde er aber trotzdem geleakt.

Stimmen die Zahlen aus dem Bericht bzw. sind die Schätzungen nah an der Realität, hat Apple im Startzeitraum des iPhone 7 im Vergleich zum iPhone 6s etwa 25 Prozent weniger Modelle verkauft. Damit wäre es für Apple Verhältnisse ein eher schlechter Start. Im Original heißt es dazu:

People who have seen a copy of the report are saying that it claims that iPhone 7 unit sales are down 25% on an annual basis against last year’s iPhone 6S model, although it does not measure sales in the United States. 

Ob die Zahlen stimmen und wie genau sie sind, lässt sich leider kaum abschätzen. Die GfK hat bereits reagiert und will den Bericht weder kommentieren noch dementieren.

Der Tweet im Original: