Unzulässige Werbung für Corona-Schnelltests – Bundesnetzagentur schaltet Rufnummern ab

Unzulässige Werbung für Corona-Schnelltests – Bundesnetzagentur schaltet Rufnummern ab – In der Corona Zeit ist die Bundesnetzagentur bereits im März gegen unzulässige Werbung für Masken und Schnelltests vorgegangen. Nun wurde man erneut aktiv und hat dabei mehrere Rufnummern abgeschaltet, die für solche unerwünschte Telefonwerbung mißbraucht wurden.

Betroffen sind dabei:

  • 0241 98094690
  • 0241 98094699

sowie weitere Rufnummern.

Die Bundesnetzagentur schreibt selbst zu den Hintergründen:

Die Werbefaxe der M.E. Handel & Consulting e.K. (MedicalOne) sollen die Empfänger zu einem Vertragsschluss animieren. Die Bundesnetzagentur ordnete die Abschaltung der in diesen Faxen als Kontakt angegebenen Rufnummern an. Das Unternehmen hatte eine vorausgegangene Abmahnung nicht beachtet und auch nach Rufnummernabschaltung fortgesetzt rechtswidrig agiert. Deshalb wurden zusätzlich weitere, nicht auf den Werbefaxen angegebene Rufnummern abgeschaltet. Obgleich diese Rufnummern noch nicht rechtswidrig genutzt wurden, erfolgte die Abschaltung präventiv.

Faxwerbung ist nach den Vorgaben des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) nur nach vorheriger ausdrücklicher Einwilligung zulässig. Den Nachweis entsprechender Einwilligungen hat das werbende Unternehmen nicht erbracht.

Insgesamt sind seit Ende 2020 mehr als 4.000 Beschwerden bei der Bujndesnetzagentur eingegangen, bei denen für Corona Artikel geworben wurde. Häufig waren es dabei Werbefaxe mit Bestellmöglichkeiten. Regelmäßig soll unmittelbar durch Rücksendung eines übermittelten Formulars eine Bestellung erfolgen.

Merkwürdige Werbung auf dem Smartphone? Daran kann es liegen

Merkwürdige Werbung auf dem Smartphone? Daran kann es liegen – Werbung auf dem Smartphone ist oft wenig beliebt und noch schlimmer ist es, wenn sie direkt im System auftaucht und noch dazu für merkwürdige Dienste und fragwürdige Produkte wirbt. Teilweise wissen die Nutzer gar nicht, woher die Werbung kommt und fühlen sich daher eher belästigt.

So schreibt ein Nutzer bei Android PIT

ich habe seit längerer Zeit das Problem, dass sich nach dem entsperren des Gerätes, Werbung öffnet auf meinem Homescreen. Ich habe mein Handy auch schon auf Werkseinstellung zurückgesetzt, doch dies ergab leider keinen Erfolg. Sobald man auf die Werbung klickt, öffnet sich der Google Play Store. Hab ich dort etwas falsches in den Einstellungen?

Und ein anderer Verbraucher berichtet von ähnlichen Problemen im Samsung Forum:

ich habe seit längerer Zeit das Problem, dass sich nach dem entsperren des Gerätes, Werbung öffnet auf meinem Homescreen. Ich habe mein Handy auch schon auf Werkseinstellung zurückgesetzt, doch dies ergab leider keinen Erfolg. Sobald man auf die Werbung klickt, öffnet sich der Google Play Store. Hab ich dort etwas falsches in den Einstellungen?

Tatsächlich kann das Auftauchen von Werbung und Popups auf dem Handy ein Zeichen für einen Hack sein und auch darauf hindeuten, dass man eine App installiert hat, die möglicherweise Malware enthält. Dabei sind es tatsächlich fast immer Apps, die solche Werbung einblenden. Wir man in solchen Fällen vorgehen soll, haben wir hier beschrieben.

Welche App blendet die unerwünschte Werbung ein?

Auf Smartphones sind meistens sehr viele Apps aktiv und daher ist es nicht ganz einfach, die App zu finden, die für die unerwünschte Werbung verantwortlich ist. Im einfachsten Fall schaut man die Liste unter Einstellungen => Apps durch und deaktiviert nacheinander alleverdächtigen Apps. Wenn danach die Werbung nicht mehr eingeblendet wird, hat man den Schuldigen gefunden. Man kann dies auch über den abgesicherten Modus vornehmen. Google selbst schreibt dabei zur Vorgehensweise:

  1. Halten Sie auf einem Android-Smartphone oder -Tablet die Ein-/Aus-Taste gedrückt.
  2. Halten Sie das Symbol „Ausschalten“ An/Aus auf Ihrem Display gedrückt. Das Gerät wird im abgesicherten Modus gestartet. Am unteren Bildschirmrand steht „Abgesicherter Modus“.
  3. Entfernen Sie nacheinander alle kürzlich heruntergeladenen Apps.
    • Tipp: Erstellen Sie eine Liste der Apps, die Sie entfernen, damit Sie keine App vergessen, wenn Sie sie wieder hinzufügen.
  4. Starten Sie Ihr Gerät neu, nachdem Sie jeweils eine App gelöscht haben, und prüfen Sie, ob das Problem dadurch behoben wurde.
  5. Sobald Sie die App entfernt haben, die das Problem verursacht hat, können Sie die anderen entfernten Apps wieder hinzufügen.

Möchte man die App nicht ganz entfernen (weil man sie vielleicht noch braucht) kann man auch die Berechtigungen so eingrenzen, dass die App keine Werbung mehr einblenden kann. Das ist aber nicht zu empfehlen, denn wenn eine App unerwünschte Werbung einblendet, liegt der Verdacht nahe, das auch andere unerwünschte Sachen durchgeführt werden (beispielsweise Datenweitergabe).

Sicherheitstipps für Apps – das empfiehlt das BSI

Die Sicherheitsexperten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik schreiben dazu:

  • Installieren Sie nur die Apps, die Sie tatsächlich benötigen. Jede zusätzliche App stellt zunächst ein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar, selbst wenn es sich um ein seriöses Angebot handelt. Praktisch jede Software enthält Sicherheitslücken, Gerade bei kostenlosen Apps handeln Sie sich auch schnell potenziell unerwünschte Programme (PUP) wie falschen Antiviren-Schutz oder Adware ein. Der fragwürdige Zweck von Adware ist, Werbung einzublenden.
  • Installieren Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen – etwa den im Smartphone voreingestellten App-Stores und Markets der Hersteller.
  • Prüfen Sie, auf welche Funktionen die App Rechte beansprucht. Je nach Betriebssystem können Sie vor der Installation einer App sehen, welche Rechte die Anwendung nach der Installation erhält. Achten Sie darauf, dass Apps nur auf die Smartphone-Funktionen zugreifen können, die für den Anwendungszweck nötig und plausibel sind. So ist Skepsis angebracht, wenn etwa eine Anwendung zum Speichern von Notizen auf die SMS-Funktion zugreifen will. Hier müssen Sie kritisch prüfen, ob Sie die Berechtigungen annehmen möchten, denn es gilt, alle Berechtigungen zu bestätigen oder die App nicht zu installieren. Weitere Informationen zur Bestätigung von App-Rechten unter Android finden Sie hier.
  • Wenn Sie unsicher sind, ob die App vertrauenswürdig ist, hilft meist schon eine kurze Suche im Internet. Hier wird zeitnah informiert, wenn eine App Schadsoftware beinhaltet.
  • Vorsicht bei Schnäppchen: Populäre Apps, vor allem Spiele, werden nachgeahmt. Die Nachahmer bieten die Apps billiger oder kostenlos an, bauen aber mitunter schädliche Funktionen in die Apps ein oder locken mit kostenpflichtigen „Extra-Leveln“.

Weitere hilfreiche Beiträge zum Thema Android

Immer auf den Laufenden bleiben: Tech News und Meldungen direkt auf das Handy oder in den Sozialen Netzwerken: Appdated Telegramm Channel | Appdated bei Facebook | Appdated bei Twitter

Samsung: Werbung in den Smartphones verärgert die Kunden

Samsung: Werbung in den Apps verärgert die Kunden – In Samsung Smartphones wird jetzt offensichtlich im System und selbst in den System-Apps Werbung angezeigt. Max Weinbach ärgert sich in einem Tweet sehr darüber und andere Nutzer bestätigen dies ebenfalls. Auf Twitter schreibt er konkrekt zu dem Problem:

Samsung putting ads in stock apps is starting to become a real fucking problem. […] And before someone says „wElL yOu CaN dIsAbLe ThEm In SeTtInGs“ NO YOU CAN’T. You can disable tracking but the ads ARE STILL THERE. Once again, Samsung SHOULD NOT have ads in ANY stock apps […] I completely forgot that they send out push notifications telling you to buy products as well.

Selbst in den richtig teuren Topmodellen wird diese Form der Werbung angezeigt und natürlich nervt es die Nutzer, wenn sich ihr Premium-Smartphone zu einer Werbeplattform entwickelt. Laut Max Weinbach sind bei ihm folgende Apps betroffen:

  • Phone,
  • Music,
  • Weather,
  • Galaxy Apps,
  • Bixby,
  • Samsung Health,
  • Samsung Pay

Man kann in dem Fall auch davon ausgehen, dass sich Weinbach genug mit den Geräten auskennt um Malware ausschließen zu können. Die Werbung dürfte also tatsächlich direkt über das Betriebssystem eingeblendet werden und im Original vom Samsung stammen.

Samsung Werbung direkt auf den Smartphons

In Deutschland scheint die Werbung allerdings in dieser Form noch nicht angekommen zu sein. In keinem unserer Geräte wurde bisher in den genannten Apps Werbung angezeigt und auch in anderen Apps nicht. Hat jemand mit einem Samsung Gerät in Deutschland bereits schon mal diese Form der Werbung eingeblendet bekommen? Fall ja, gerne einen Hinweis in den Kommentaren.

Windows 10 – So stoppt man Werbung und Werbeeinblendungen

Windows 10 – So stoppt man Werbung und Werbeeinblendungen – Das Betriebssystem des US-amerikanischen Unternehmens Microsoft wurde am 29. Juli 2015 veröffentlicht. Windows 10 war für Besitzer von Windows 7, Windows 8.1 und Phone 8.1 im ersten Jahr kostenlos. Mittlerweile ist es kostenpflichtig, die Windows Home Version ist ab 145 und die Windows Pro Version 259 Euro erhältlich. In der Windows 10 Home Version häuft sich indes die Werbung. Zunächst erschienen Anzeigen im Startmenü inzwischen wird der Nutzer auch im Datei-Explorer auf zusätzliche Angebote hingewiesen. Dabei handelt es sich bisher ausschließlich um Windows-Produkte, wie OneDrive oder das Office Paket. Wer diese Information nicht benötigt, kann die nachfolgend beschriebene Anleitung benutzen, um die die Werbung zu deaktivieren.

In Deutschland scheint aber die Frequenz der Werbung eher gering zu sein. Nur wenige Nutzer bemerken dies überhaupt, daher scheine die Werbung zumindest hierzulande für die Windows 10 Nutzer kaum ein Problem darzustellen. Abschalten kann man sie aber natürlich dennoch und ist dann auch auf der sichereren Seite, falls Microsoft mehr Werbung einblenden will.

Windows 10 – Werbeeinblendung unterbinden

Die Einstellung ist schnell vorgenommen, obgleich der Name der Option etwas kryptisch klingt. Hinter „Benachrichtigungen des Synchronisierungsanbieters anzeigen“ vermutet man auf Anhieb keine Werbeerlaubnis. Mit folgenden Schritten kann man die Option deaktivieren:

  1. Zunächst den Datei-Explorer öffnen.
  2. Anschließend in der Menüleiste auf den Reiter „Ansicht“ gehen.
  3. Danach oben rechts auf „Optionen“ klicken.
  4. Es öffnet sich ein neues Fenster „Ordneroptionen“, dort erneut auf den Karteireiter „Ansicht“ tippen.
  5. Unter der Auflistung „Erweiterte Einstellungen“ findet sich nun die gesuchte Option „Benachrichtigungen des Synchronisierungsanbieters anzeigen“.
  6. Das Häkchen vor dem entsprechenden Feld per Klick entfernen.
  7. Abschließend auf „Übernehmen“ drücken und mit „OK“ bestätigen.

Vermutlich wird sich die Werbung von Windows-Systemen auf dem PC in Zukunft mehren. Microsoft ist sich bewusst, dass man vom Lizenzverkauf allein „nicht mehr reich wird“ und versucht nun die Kunden zum Abschluss von Abo-Modellen zu bewegen. Mit der oben beschrieben Anleitung ist man auf der sicheren Seite und bekommt die kostenpflichtigen Angebote nicht mehr angezeigt. Wer die Angebote hingegen hilfreich findet, kann die Funktion wieder anzeigen lassen, indem man wieder den Haken bei „Benachrichtigungen des Synchronisierungsanbieters“ setzt.

Weitere Links zu Windows 10

Google: mobile Werbung auf Handys und Smartphones soll ausgeweitet werden

Google geht dazu über, den mobilen Bereich auf Handys und Smartphones zulünftig noch stärker zu monetarisieren. Dazu wird es ab sofort neue Werbeformate in den Google Apps geben und im Laufe des Jahres sollen noch weitere Werbeformate frei geschaltet werden. Für Nutzer beispielsweise von Android bedeutet dies, dass man zukünftig in noch mehr Anwendungen Google Werbung finden wird und diese auch neue Format haben soll – in der Regel setzt das Unternehmen dabei noch stärker auf Bildern.

Google schreibt selbst dazu:

According to our data, about 60% of those shopping queries are from users browsing a category or brand – like „Max Mara dress“ or „living room decor ideas.“ So today, we’re bringing Showcase Shopping ads—a highly visual ad format that incorporates rich lifestyle imagery into your Shopping ads—to even more surfaces like Google Images, the feed on Discover, and soon YouTube—places where we know people are looking for inspiration and ideas. (Hervorhebung durch Google selbst)

Auch die Suchergebnisse sollen stärker mit Werbung versehen werden. Das Unternehmen will hier im Laufe des Jahres sogenannten Gallery Ads einbauen und direkt über die Suchergebnisse ausspielen. Auch wer also keine Google App nutzt, bekommt über die Google Suche mehr bzw. andere Formen der Werbung angezeigt.

Dazu gibt es auch Änderungen beim Google Feed. Diese hat Google bereits unter dem Namen Discover umgebaut und nun soll es auch für diesen Feed ein neues Werbeformat geben, dass zielgerichtet erlaubt, auch über Discover Werbung auszuspielen und so Kunden mit diesem Produkt zu erreichen.

Google hat derzeit gerade im mobilen Bereich durchaus Probleme, Anzeigenkunden zu überzeugen, denn es suchen zwar mittlerweile viele Nutzer mobil, aber lukrative Kaufabschlüsse werden dennoch oft zu Hause am PC oder per Tablet und weniger auf dem Handy abgeschlossen. Daher lohnt sich Werbung mobil auch weniger. Mit den neuen Ads scheint Google hier nun eine Änderung herbeiführen zu wollen. Bleibt abzuwarten, wie die Kunden darauf reagieren werden.

Bild: Google

Facebook: politische Werbung nur noch von identifizierten Accounts

Facebook musste sich in den letzten Jahren immer wieder Vorwürfe gefallen lassen, dass sich über das Netzwerk vor allem im Vorfeld von Wahlen bestimmte Nutzergruppen sehr einfach manipulieren lassen. In verschiedenen Wahlkämpfen der letzten Jahre hatte sich gezeigt, dass man über das System von Facebook bestimmten Nutzern sehr zielgerichtet Informationen (egal ob wahr oder falsch) anzeigen lassen konnte, um deren Entscheidung in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen.

Das Unternehmen geht nun gegen diese Form der Werbung vor und verschärft die Anforderungen an politische Werbung im Netzwerk. Die neue Regelungen sollen dabei ab 15. April scharf geschaltet werden – bis dahin müssen eventuelle Werbetreibende diese umgesetzt haben. Das würde in Deutschland also noch rechtzeitig zur Wahl des EU-Parlaments und einigen Regionalwahlen kommen.

Kernstück der neuen Regelungen ist ein neuer Autorisierungsprozess, bei denen Werbetreibende ihre Identität gegenüber Facebook bestätigen müssen. Diese Identität wird dann auch an den Anzeigen mit angegeben. Es gibt einen neuen Button „Finanziert durch“ über den man sich anzeigen lassen kann, wer diese Werbung geschaltet hat.

Das Unternehmen schreibt dazu:

Alle Werbetreibenden, die innerhalb der EU Anzeigen mit Bezug zu Politikern oder Parteien, zu Wahlen (einschließlich Kampagnen zur Erhöhung der Wahlbeteiligung) oder Themen von besonderer Relevanz in der EU (Einwanderung, politische Werte, Bürgerrechte und soziale Rechte, Sicherheit und Außenpolitik, Wirtschaft, Umweltpolitik) erstellen oder bearbeiten möchten, müssen ihre Identität verifizieren. 

Dazu sind politische Anzeigen nun auch noch 7 Jahre nach der Schaltung sichtbar. Damit kann über einen recht langen Zeitraum nachvollzogen werden, wer welche Form der Werbung auf Facebook geschaltet hat.

Direkte Anforderungen an die Inhalte der Werbung gibt es aber nicht. Hier bleibt alles beim Alten. Das Netzwerk hofft wahrscheinlich, dass allein die Identifizierung der Werbetreibenden reicht, um die Qualität der Werbung zu erhöhen. Das ist natürlich etwas kurzsichtig, denn viele Thinktanks und andere Gruppierungen lassen sich auch mit einer Identifizierung nicht so einfach zuordnen und das öffnet den Weg für vorgeschobene Unternehmen und Vereine, über die man zukünftig politische Werbung verteilen kann.

Bundesnetzagentur: Rekord-Bußgeld von 300.000 Euro wegen unerlaubter Telefonwerbung

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat als Aufsichtsbehörde unter anderem auch für den Bereich der Telekommunikation hat in der Vergangenheit schon mehrfach Bußgelder gegen Unternehmen verhängt, die gegen die geltenden Regelungen des Verbraucherschutzer in diesem Bereich verstoßen haben. Nun wurde auch das höchstmögliche Bußgeld von 300.000 Euro ausgesprochen, das in solchen Fällen möglich ist.

Hintergrund waren massive Beschwerden wegen unerlaubter Telefonwerbung. Über 6.000 Verbraucherinnen und Verbraucher hatten sich bei der Bundesnetzagentur über die ENERGYsparks GmbH beschwert, die für einen Wechsel des Strom- bzw. Gasversorgers geworben hat. Die Anrufe erfolgten ohne die Zustimmung der Betroffenen und sind daher rechtswidrig.

Die Bundesnetzagentur schreibt dazu im Original:

Die ENERGYsparks GmbH hatte unter Nennung der unternehmenseigenen Marke „Deutscher Energievertrieb“ für einen Wechsel des Energielieferanten geworben. Obwohl die Bundesnetzagentur das Unternehmen mehrfach angehört hat, gingen auch weiterhin Verbraucherbeschwerden zu rechtswidrigen Anrufen des Unternehmens ein.

Das Unternehmen hat sich über die wettbewerbsrechtlichen Vorgaben, die eine vorherige ausdrückliche Werbeeinwilligung fordern, bewusst hinweggesetzt. Dem Unternehmen waren die Verstöße bekannt, dennoch unternahm die Betriebsleitung nichts, um diese abzustellen.

Die Anrufer traten gegenüber den Verbrauchern äußerst hartnäckig, aggressiv, beleidigend und teilweise bedrohend auf. Die Betroffenen wurden häufig mehrmals kontaktiert, obwohl sie weitere Anrufe bereits im ersten Gespräch untersagt hatten. Dies wurde von vielen der Verbraucher als äußerst belästigend empfunden.

In der Regel wurde dabei auch nicht für die ENERGYsparks GmbH geworben, sondern für die eigene Marke „Deutscher Energievertrieb“.Sucht man nach diesem Begriff bei Google finden sich dutzende genervter Angerufener. Beispielsweise schreibt ein Verbraucher bei verbraucherschutz.de:

Sehr geehrte Damen und Herren,leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich mich stark durch eine Firma belästigt fühle, die angeblich im Namen von Vattenfall, EON, E wie Einfach, eprimo und RWE anruft. Diese Firma heisst DEV, Deutscher Energievertrieb. Ich bekomme ständig Telefonanrufe zu verschiedenen Uhrzeiten bis spät in den Abend rein, wo sich, wenn ich abnehme keiner meldet oder jemand mit einer so verzerrten Stimme meldet, dass man sie nicht versteht. Mittlerweile geht das ganz schön auf mein Nervenkostüm.

In verschiedenen Foren nimmt die Firma auch dazu Stellung und schreibt, man würde maximal dreimal am Tag anrufen und pro Rufnummer auch nur maximal 20 Mal. Es wäre auch immer ein Opt-In vorhanden – die vielen Kundenbeschwerden deuten jedoch auf etwas anderes hin. Viele Kunden berichten auch von mehr als 3 Anrufen am Tag.

Verbraucherinnen und Verbraucher, die Werbeanrufen erhalten, in die sie nicht eingewilligt haben, können sich bei der Bundesnetzagentur unter www.bundesnetzagentur.de/telefonwerbung-beschwerde melden. Um die Täter zu überführen müssen die Angaben zu den Anrufen möglichst präzise und detailliert sein.

Bundesnetzagentur: Vodafone Werbung war Wettbewerbsverstoß

Vodafone hatte vor einigen Wochen Werbung an verschiedene Haushalte verschickt, die stark an eine amtliche Benachrichtigung erinnerte und eine Fristsetzung für ein angeblich wichtige Kontaktaufnahme beinhaltete. Wie man hier nachlesen kann lautet der Inhalte des letzten Schreibens:

Wichtige Information

An Ihrer Adresse gibt es eine wichtige Neuerung der Telefon- und Internet-Technologie.

Dadurch kann sich Ihr Tarif in Preis und/oder Leistung verbessern.

Rufen Sie daher bitte bis spätestens [Datum] bei uns an.

Mehr Informationen finden Sie auf der Rückseite der Karte.

Vielen Dank.

Dazu gab es teilweise auch den (maschinell gesetzten)  Stempel „Wiederholter Zustellversuch“ und teilweise wurden auch Schreiben in Umschlägen mit dem Hinweis „Wichtige Hinweise zu Anschlussdiensten in Ihrem Gebäude“ verschickt. Oft fehlte auch ein Firmenlogo.

Diese Form der Benachrichtigung – die letztendlich nur eine Form der Werbung für die Vodafone-Produkte war – sorgte sowohl bei den Verbrauchern als auch bei beispielsweise Verbraucherzentralen für Kritik. Wer sich weniger in diesem Bereich auskennt, könnte diese Karte für eine offizielle Benachrichtigung halten und eben nicht für Werbung.

Die Bundesnetzagentur hat sich daher in diesem Fall eingeschaltet und dem Unternehmen untersagt, Werbeschreiben zu versenden, in denen Verbraucher unter Fristsetzung zu einer telefonischen Kontaktaufnahme aufgefordert werden. Dabei wurden bereits Zwangsgelder in Höhe von 20.000 Euro  angedroht und die Behörde behält sich vor, im Falle einer Zuwiderhandlung weitere Maßnahmen zu prüfen. Im Original heißt es bei der BNetzA dazu:

Die Bundesnetzagentur hat der Vodafone Kabel Deutschland GmbH gestern untersagt, Werbeschreiben zu versenden, in denen Verbraucher unter Fristsetzung zu einer telefonischen Kontaktaufnahme aufgefordert werden. Die Kontaktaufnahme sollte über verschiedene (0)800er Rufnummern erfolgen.

Das Unternehmen hat versucht, Verbraucher zu täuschen und als Kunden zu gewinnen. Wettbewerbswidriges Verhalten wird durch die Bundesnetzagentur konsequent geahndet„, betont Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Vodafone hat bereits reagiert

Vodafone hatte bereits vor der Maßnahme der Bundesnetzagentur reagiert und zumindest über die Pressestelle ausrichten lassen, dass man die Postkarte und das Anschreiben „überarbeitet“. Bei Heise.de heißt es dazu im Original:

Das von Vodafone versendete Schreiben informiert Fernsehnutzer über die Möglichkeit, TV auch über den in ihrer Region verfügbaren Kabelanschluss zu empfangen. Das leistungsfähige Kabelglasfasernetz bietet ein umfangreiches TV- und Hörfunkangebot, Video on Demand und zeitflexibles Fernsehen. Daher ist es grundsätzlich im Interesse der Verbraucher, Informationen über alternative Angebote zu erhalten. Wir setzen verschiedene Werbemittel in unterschiedlichen Gestaltungsformen ein, um auf die attraktiven Angebote in unserem TV-Kabelnetz aufmerksam zu machen. Das von Ihnen kommentierte Schreiben werden wir überarbeiten und dabei auch einen Formulierungsfehler („Abschaltung des analogen Fernsehdienstes DVB-T) korrigieren.

Das offizielle Eingreifen der BNetzA dürfte wahrscheinlich dafür sorgen, dass man die Werbeform nochmal genauer überdenkt und möglicherweise auch gleich auf eine andere Form des Anschreibens setzt, die weniger offiziell und amtlich anmutet und gleich zu erkennen gibt, dass es sich um Werbung für ein Produkt von Vodafone handelt.

Unabhängig von der Form des Anschreibens ist aber gerade die Umstellung auf DVB-T 2 auf jeden Fall ein Thema, dass in den nächsten Wochen ansteht und über das man sich als Verbraucher durchaus informieren sollte. Ob es nun Vodafone als Alternative sein muss, bleibt natürlich dahin gestellt, es gibt ja auch noch andere Anbieter in diesem Bereich.

Samsung Galaxy S3 & Note 2: Neue Business-Werbung mit Neckereien gegen iPhone & Blackberry

Samsung hat bereits im letzten Jahr eine ganze Reihe von provokativen Werbespots gegen das iPhone 5 gestartet und für ordentlich Aufmerksamkeit in den beiden Lagern gesorgt. Diese Tradition hat das südkoreanische Unternehmen nun fortgeführt und in der neusten Werbung für das Samsung Galaxy S3 sowie das Galaxy Note 2 nicht nur die Fähigkeiten im Business-Bereich behandelt, sondern auch die ein oder andere Neckereien gegen die Konkurrenz beinhaltet.

Die neuste Werbung der Südkoreaner zeigt den Einsatz der beiden Flaggschiffe im geschäftlichen Bereich und möchte das Interesse bei den Firmen wecken. Samsung geht dabei besonders auf die so genannten SAFE-Versionen ein, die speziell für den Einsatz im Unternehmen konzipiert wurden. Diese Varianten besitzen eine integrierte AES-256-Verschlüsselung, sind für den Einsatz mit Microsoft Exchange ausgelegt und verfügen über eine Unterstützung von VPN-Zugängen. In Deutschland sind diese Version allerdings noch nicht erhältlich.

The Company gets a little help from the Galaxy Note II with SAFE technology in making Unicorn Apocalypse come to life. Play Hard. Work Safe. The Next Big Thing for Business is Here.

Im Rahmen des Werbespots gibt es dann auch einige kleine Seitenhiebe gegen das BlackBerry und das iPhone, die allerdings nicht sonderlich heftig ausfallen und eher am Rande thematisiert werden. Insgesamt eine durchaus nett gemachte Werbung.

Samsung Galaxy Note 2: Weihnachtswerbung mit Smartlet und Papier-Falttechnik

Samsung hat im letzten Jahr großen Wert auf das Marketing gelegt und mehr als jedes andere Unternehmen in der Industrie in die Werbung investiert. Zu Weihnachten gibt es gleich mehrere Werbespots, die wie nicht anders zu erwarten die beliebte Galaxy-Serie bewerben.

Das Weihnachtsquartal ist der wichtigste Verkaufszeitraum für die Elektronikkonzerne und die meisten Umsätze werden in diesen drei Monaten generiert. Samsung fährt aus diesem Grund noch einmal das Marketing hoch und bewirbt in einem Weihnachtsclip das Samsung Galaxy Note 2 sowie das zugehörige FlipCover. Auf dem großen Display des Smarlets präsentieren die Südkoreaner wunderschöne Papier-Falttechnik, die in Kombination mit dem passenden Video und Lichteffekten einiges her machen. Dabei werden immer verschiedene Weihnachtsszenen dargestellt, bei denen am Schluss das Galaxy Note 2 hervorkommt. Definitiv eine nette Idee.

Im Anschluss die beiden anderen Werbespots von Samsung, die bereits seit Anfang letzter Woche im Netz herumschwirren:

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