Tethering und WLAN: So nutzt man das Handy als Hotspot für andere Geräte

Tethering und WLAN: So nutzt man das Handy als Hotspot für andere Geräte – Tethering ist Englisch und bedeutet in etwa Anbinden. Mit Tethering haben Smartphonebesitzer die Möglichkeit ihr Handy als Modem für andere Geräte wie zum Beispiel ein Tablet oder einen Laptop zu nutzen. So kann man über die mobilen Daten des Handys mit anderen Geräten ins Internet. Dafür benötigt man dann keinen zweiten Vertrag, keinen Surfstick und keine Hotspotflat. Außerdem kann man damit die Leistungen des Handyvertrags ausreizen, wenn man sein Datenvolumen sonst eigentlich nicht auf brauchen würde. Wie das funktioniert und was man dabei beachten sollte, ist in diesem Artikel zusammen gestellt.

So verbindet man das Handy mit einem anderen Gerät

Man hat drei Möglichkeiten sein Handy mit anderen Geräten zu verbinden und damit die Internetverbindung des Smartphones anderweitig mit zu nutzen. Zum einen kann man ein USB-Kabel nutzen. Dies ist jedoch etwas umständlich, da man immer das USB-Kabel bei sich haben muss. Es funktioniert jedoch ganz ohne zusätzliche Hardware entweder über Bluetooth oder WLAN. Am einfachsten ist die Verbindung über WLAN. Hierbei dient das Handy als mobiler Hotspot, mit dem sich andere Geräte verbinden können. So funktioniert die Aktivierung von Tethering, damit das Handy als Hotspot genutzt werden kann:

  1. Im Smartphone den Punkt Einstellungen wählen.
  2. Irgendwo unter Netzverbindungen oder Ähnlichem: Name und Passwort für den Hotspot festlegen.
  3. Den mobilen Hotspot einschalten.
  4. WLAN des Notebooks aktivieren.
  5. Das Notebook mit dem WLAN-Hotspot verbinden und Passwort eingeben.

Je nach Hersteller und Modell können diese Schritte jedoch etwas unterschiedlich ablaufen. Bei Android-Geräten sind die entsprechenden Menüpunkte zum Beispiel relativ versteckt im Menü.

Bei den iPhone Modellen  sehen die Schritte wie folgt aus:

  1. Die „Einstellungen“ öffnen.
  2. Den Menüpunkt „Persönlicher Hotspot“ auswählen.
  3. Ein WLAN-Passwort festlegen.
  4. Den Schieberegler nach rechts schieben und so den Hotspot aktivieren.
  5. WLAN am gewünschten Gerät aktivieren und den Name des eigenen iPhones suchen.
  6. Verbindung herstellen und das zuvor festgelegte Passwort eingeben.

Bei den Smartphones, die mit Android arbeiten, ist dies jedoch nicht so einheitlich. Hier heißen die Menüpunkte je nach Hersteller unterschiedlich. Man sollte also auch immer nach Menüpunkten Ausschau halten, die so ähnlich klingen wie die beschriebenen. Die Anleitung für ein Android-Gerät könnte so lauten:

  1. Den Menüpunkt „Einstellungen“ öffnen.
  2. Dort auf „Mehr“ klicken.
  3. Anschließend den Menüpunkt „Anbindung & mobiler Hotspot“ auswählen.
  4. Auf „Hotspot-Einstellungen“ klicken.
  5. Unter „Hotspot konfigurieren“ den Netzwerkname und das Passwort festlegen.
  6. Zurück zum Menüpunkt „Anbindung & mobiler Hotspot“.
  7. Den Schieberegler unter „Mobiler Hotspot“ nach rechts setzen, um den Hotspot zu aktivieren.

Bei einigen Modellen haben wir nochmal konkret beschrieben, wie man das Tethering aktiviert, einfach über unsere Suchfunktion nach Gerätename und Hotspot oder Tethering suchen.

Tipps beim Nutzen von Tethering

Für den Laptop oder das Tablet macht es keinen Unterschied, ob es sich in einem herkömmlichen WLAN-Netzwerk oder einem Hotspot von einem Handy befindet. Es kann also sein, dass das Tablet oder der Laptop beginnt, große Software Updates aus dem Internet herunter zu laden. Das kostet ganz schön Datenvolumen, sodass das inklusive Datenvolumen des Handyvertrags in kürzester Zeit aufgebraucht sein könnte. Man sollte dem Gerät also zu verstehen geben, dass er keine automatischen Updates herunterladen soll. Entweder deaktiviert man dafür die Updates. Dieser Weg ist jedoch recht aufwändig. Man kann die Verbindung über den Hotspot jedoch auch als getaktete Verbindung kennzeichnen, sodass das Gerät weiß, dass es eigentlich eine Verbindung über mobile Daten ist. Updates werden dann erst heruntergeladen, wenn eine Verbindung zu einem richtigen WLAN-Netzwerk besteht. Bei Geräten von Windows kann man diese getaktete Verbindung durch die folgenden Schritte einstellen:

  1. Auf das WLAN-Symbol klicken.
  2. Den Menüpunkt „Netzwerk- und Interneteinstellungen“ auswählen.
  3. Auf „Verbindungseingenschaften ändern“ klicken.
  4. Über den Schieberegler als „getaktete Verbindung“ festlegen.

Laptops und Tablets brauchen einiges mehr an Datenvolumen als Smartphones. es ist ärgerlich, wenn daher das Datenvolumen schnell aufgebraucht ist und die Geschwindigkeit der Internetverbindung gedrosselt wird.  Noch ärgerlicher ist es allerdings, wenn der Handytarif mit einer sogenannten Datenautomatik arbeitet. Bei dieser Datenautomatik wird neues Datenvolumen nachgebucht, wenn das eigentliche im Tarif enthaltene Datenvolumen aufgebraucht ist. Leider ist dieses zusätzliche Datenvolumen deutlich teurer. oft zahlen Kunden für 200 MB zusätzliches Datenvolumen 2 Euro. Bei manchen Anbietern lässt sich diese Datenautomatik aber nicht abschalten. Hier können Kunden also nichts gegen die zusätzlichen Zahlungen tun, wenn das Datenvolumen erst mal aufgebraucht ist. Ist dies bei dem eigenen Tarif der Fall, dann sollte man beim Tethering besonders das Datenvolumen im Auge behalten, damit die Kosten nicht in die Höhe schnellen.

Auch das Datenvolumen sollte dementsprechend groß sein, wenn man sein Handy als Modem nutzen möchte. Hat man lediglich 1 GB Datenvolumen, dann ist dieses ganz schnell knapp und die Geschwindigkeit gedrosselt. Beim Abrufen von Internetseiten über den Laptop wird nämlich mehr Datenvolumen gebraucht, als wenn die selbe Internetseite auf dem Handy geöffnet wird. Die Qualität von Videos ist zum Beispiel auf dem Handy immer verringert und auch die Internetseiten sind komprimierter. Wer also mehrmals die Woche sein Handys als Modem nutzen möchte, sollte schon mindestens zwischen 5 GB und 10 GB Datenvolumen haben.

Ein weitere Punkt den man beachten sollte ist die Akkulaufzeit des Smartphones. Durch die dauerhafte Bereitstellung und Weiterleitung des Internets, wird die Leistung des Akkus ziemlich beansprucht. Man sollte also immer den Akkustand des Smartphones im Blick haben, da der Akku durch die Nutzung als Modem erheblich schneller leer sein wird. Im besten Fall nutzt man die Geräte daher nur als mobilen Hotspot, wenn man sie auch direkt ans Ladegerät anschliessen kann. Wenn das nicht funktioniert, sollte man auf jeden Fall den Ladestand des Akkus im Auge behalten.

Manche Anbieter verbieten auch Tethering mit ihren Handytarifen. Ob dies beim eigenen Tarif der Fall ist, findet man in den Fußnoten heraus. Meist steht dort dann eine Fußnoten zum mobilen Internet „Tethering ist verboten“.  Viele Anbieter erlauben Tethering mittlerweile jedoch. Selbst bei der Mitteilung das Tethering verboten ist, nehmen die wenigsten Anbieter eine wirkliche Sperre vor. Es gibt zwar technisch die Möglichkeit Tethering zu unterbinden, doch die wenigstens Anbieter in Deutschland nutzen dies auch. Das Handy lässt sich in den meisten Fällen also doch als Modem konfigurieren. Ein Blick in den Vertrag, die Fußnoten oder die AGB sollte jedoch Aufschluss darüber geben, ob Tethering eigentlich verboten ist.

 

Video: Tethering erklärt

Vodafone GigaCube mit 50 Gigabyte Datenvolumen – Erfahrungen, Netz und die Technik

Vodafone GigaCube mit 50 Gigabyte Datenvolumen – Erfahrungen, Netz und die Technik – Vodafone bietet im Bereich der Allnet Flatrates in der Regel nur wenige Gigabyte an Datenvolumen und man muss schon viel Geld ausgeben, wenn man mehr als 10GB Volumen pro Monat haben möchte. Es gibt im Datenbereich aber ein interessantes Angebot für alle Nutzer, die mehr Volumen brauchen: den Vodafone GigaCube mit 50GB monatliches Volumen für 34.95 Euro im Monat. Wer bereits Vodafone Kunde ist, zahlt sogar noch etwas weniger. Der Preis sinkt dann auf 29.95 Euro monatlich. Pro GB Datenvolumen zahlt man also weniger als 60 Cent. Allerdings werden dabei nicht alle Vodafone Tarife berücksichtigt: Rabatt gibt es nur bei folgenden Tarifen: Red S, Red M, Red L, Red XL, Red XXL, Red 1,5 GB, Red 3 GB, Red 8 GB, Red 20 GB, Red Young, Red Young L, Red Young XL, Young M, Young L, Young XL. Die Vodafone Prepaidkarten sind komplett ausgeschlossen.

Der GigaCube ist dabei ein WLAN Router, der sich mit dem mobilen Internet von Vodafone verbindet und dann einen Hotspot zur Verfügung stellt, in den sich anderen Geräte einwählen können. Mit diesen Geräten kann man dann über diesen Hotspot surfen. Die maximale Geschwindigkeit beträgt dabei 150MBit/s im LTE Netz von Vodafone. Der GigaCube stellt damit eine Alternative zu einem normalen DSL- oder VDSL-Anschluss dar. Vodafone schreibt zu den Geschwindigkeiten:

Pro Rechnungszeitraum hast Du 50 GB Datenvolumen mit einer Bandbreite von bis zu 150 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload bei optimalen Bedingungen an immer mehr Standorten in Deutschland. Nach Nutzung des Datenvolumens höchstens mit bis zu 32 kbit/s. Nicht verbrauchtes Datenvolumen wird nicht auf Folgemonate übertragen. Wir informieren Dich bei Nutzung von 90 % und 100 % Deines Datenvolumens jeweils per E-Mail. Wir behalten uns vor, die Verbindung nach je 24 Stunden automatisch zu trennen. Am Ende jeder Verbindung, mindestens aber nach 24 Stunden, runden wir auf die nächsten 100 KB auf.

Alle wichtigen Details gibt es direkt bei Vodafone.

Leider lässt sich der Tarif des Cubes und die dazugehörige Simkarte nur schwer im Handy einsetzen, denn es gibt keine Möglichkeit, damit zu telefonieren oder SMS zu schreiben.

Fast wie Prepaid: Zahlen nur wenn man es auch nur nutzt

Die monatlichen Kosten werden bei diesem Tarif nur abgerechnet, wenn man auch wirklich Datenvolumen benötigt hat. Nutzt man den GigaCube nicht, weil man ihn gerade nicht benötigt, fallen die monatlichen Kosten auch nicht an. Im Kleingedruckten schreibt das Unternehmen dazu:

Wenn Sie in einem Rechnungszeitraum keine Frei-GB verbraucht haben, zahlen Sie auch nichts. Der Basispreis auf der Rechnung am Ende Ihres Rechnungszeitraums ist also 0 Euro. Das ist dann ein sogenannter Freimonat. Die Anzahl der Freimonate ist unbegrenzt. Ihre Freimonate hängen wir am Ende der Laufzeit nicht ans Vertragsende dran.

Das ist erfreulich flexibel und macht den Cube auch dann zu einer guten Alternative, wenn man ihn vor allem beispielsweise im Garten oder im Camper einsetzt. Ist gerade keine Saison entstehen dann auch keine weiteren Kosten. Der Vertrag läuft zwar weiter, die monatlichen Gebühren werden aber erst wieder berechnet, wenn man den Cube auch wieder nutzt. Allerdings sollte man dafür sicherstellen, dass keine automatischen Updates oder Aktualisierungen anfallen, denn auch diese würden als Volumen berechnet. Vodafone empfiehlt daher, den Stick vom Netz zu trennen, wenn man ihn nicht benötigt. Dann fallen in jedem Fall keine Daten an und es werden auch keine Gebühren berechnet.

Welche Voraussetzungen gibt es für den Einsatz des GigaCube

Mit dem GigaCube surft man im 4G LTE Netz von Vodafone. Damit ist man auf den Netzausbau und die Netzqualität von Vodafone angewiesen. Vor dem Kauf sollte man daher im besten Fall die Netzabdeckung von Vodafone auf der Netzausbaukarte des Unternehmens prüfen und nachschauen, ob man auch wirklich LTE und die hohen Geschwindigkeiten bekommt.

Erfreulicherweise ist der GigaCube nicht standortgebunden. Bei Congstar gibt es ein ähnliches Angebot, das man aber nur in einem bestimmten Bereich nutzen kann. Dafür muss man Congstar Hotspot vorher in einer Funkzelle registrieren. Bei Vodafone gibt es diese Einschränkungen nicht. Man kann den Cube deutschlandweit nutzen, Einschränkungen gibt es lediglich in Sachen Netz – wie oben bereits geschrieben muss natürlich das Vodafone Netz vorhanden sein, damit man den Cube zum Einsatz bringen kann.

Allerdings werden Videos kleingerechnet. Die maximale Auflösung beträgt 480p und damit sind die übertragenen Daten und Bilder eher klein.

Einfache Installation ohne Fachkenntnisse

Vodafone verspricht bei der Installation des Cube, dass man ihn einfach an die Steckdose an schließt und dann das WLAN nutzen kann. Tatsächlich benötigt man für den Einsatz kaum mehr: nach dem Anschluss an das Strom-Netz wird automatisch das WLAN Netz aufgebaut und man kann sich mit den Geräten (Smartphone, Tablet oder auch Laptop) einfach einwählen. Größere Fachkenntnisse sind dazu also nicht mehr notwendig.

Insgesamt ist der Vodafone GigaCube damit ein sehr flexibles und durchaus preiswertes Geräte für den Einsatz außerhalb des normalen Kabel-Netzes. Besonders unterwegs kann man damit sehr einfach eine schnelle Internet-Verbindung aufbauen und auch für andere zur Verfügung stellen. Daher ist es schade, dass der Cube derzeit eher wenig im Fokus bei Vodafone, auch wenn es bereits Werbespots dazu gibt, die angeblich auch schon im TV gelaufen sein sollen.

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