Telekom: unbegrenztes WLAN auf europäischen Kurzstreckenflügen der Lufthansa Group

Die Telekom bietet in Zusammenarbeit mit der Lufthansa für Business Kunden ab sofort einen besonderen Service auf europäischen Kurzstreckenflügen an. Mit der neuen Inflight Europa Flat steht auf diesen Flügen der Lufthansa Group unbegrenztes WLAN zur Verfügung. Die neue Flat gibt es aber vorerst nur für Business Kunden. Private Nutzer profitieren noch nicht davon, es ist aber durchaus denkbar, dass diese Flat früher oder später auch fpr die anderen Tarife der Telekom zur Verfügung stehen wird.

Die Deutsche Telekom schreibt zu den neuen Tarifen im Original:

Geschäftskunden der Deutschen Telekom können auf europäischen Kurzstreckenflügen der Lufthansa Group ab sofort unbegrenzt WLAN nutzen. Bei der Inflight Europa Flat gibt es keinerlei Nutzungsgrenzen, womit Reisenden keine zeit- oder volumenbasierten Kosten entstehen. Geschäftskunden können somit dank leistungsstarker Online-Zugänge sorgenfrei Mails checken, sich optimal auf den nächsten Termin vorbereiten oder an Videokonferenzen teilnehmen.

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom würde jeder zweite Deutsche (52 Prozent) auch über den Wolken gerne über WLAN im Internet surfen. „Die Telekom unterstützt Fluggesellschaften dabei, diesen Passagierwunsch zu erfüllen“, sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom. „Fluggäste profitieren während ihrer gesamten Reise von zuverlässiger Konnektivität.“

Die neuen Flatrate steht dabei in den größeren Business Tarifen Business Mobil L und XL Plus der Telekom kostenfrei zur Verfügung und es werden daher durch die Nutzung keine weiteren Kosten verursacht. Für Nutzer des Business Mobil M der Telekom gibt es die Flat auch, aber dann werden 20 Euro monatlich extra abgebucht und zwar für mindestes 3 Monate, denn so lange läuft die Flat immer mindestens.

Die Inflight Europa Flat lässt sich auf mehr als 200 Flugzeugen der europäischen Kurzstreckenflügen der Lufthansa sowie deren Töchtern Eurowings und Austrian Airlines nutzen. Den Service Inflight bietet die Telekom zudem auf Interkontinentalflügen auf mehr als 300 Flugzeugen von Aer Lingus, Deutsche Lufthansa, EVA Air, Garuda Indonesia, Japan Airlines, Malindo Airlines, Scoot und Virgin Atlantic an. Dort kostet die Nutzung aktuell 0,99 Euro netto pro 10 Minuten.

Bundesgerichtshof: Sony unterliegt beim Thema Stö­rer­haf­tung

Der Bundesgerichtshof hat gestern in einem Verfahrung um die Nutzung von WLAN ein abschleßendes Urteil gefällt und die Revision gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts München zurück gewiesen (Az. I ZR 53/18). Mit dieser Entscheidung ist dder Rechtsstreit zugunsten des betroffenen Nutzer beendet.

Ursache für den Rechtstreit war ein offenes WLAN im Büro des Beklagten, über das ein Song von Sony illegal herunter geladen wurde. Daraufhin wurde der Betreiber des WLAN von Sony abgemahnt. Dagegen hatte dieser sich (mit Unterstützung der Piratenpartei) gewehrt. Der Fall ging unter anderem bis zum Gerichtshof der EU, weil der BGH um Klarstellung einiger zentraler Punkt gebeten hatte.

Im Original schreibt die Partei zum Verfahren:

Seit Jahren kämpft der Kläger Tobias McFadden, Gemeinderatsmitglied der Piratenpartei in Gauting und Anbieter eines öffentlichen WLAN-Hotspots, für freies WLAN und gegen die Störerhaftung in Deutschland. In einem über acht Jahre andauernden Prozess, der von der Piratenpartei unterstützt wird, hat sich auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg mit dem Fall befasst. Das Gesetz wurde in diesem Zeitraum vom Bundestag mehrfach geändert. Im März 2018 hat das Oberlandesgericht (OLG) München das Urteil im Prozess McFadden gegen Sony Music gesprochen. Demnach war Sony Music mit dem Hauptanliegen gescheitert, McFadden zur Abschaltung des WLAN-Hotspots oder zur Beschränkung der Nutzbarkeit zu verpflichten. Mittlerweile hat der US-Konzern Revision eingelegt und versucht damit McFadden zu zwingen, sein WLAN abzuschalten, eine Passwortsicherung mit Identitätsfeststellung einzurichten oder andere gleich wirksame Maßnahmen zu ergreifen.

Für die aktuelle Praxis hat das Urteil aber keine Bedeutung mehr, da die gesetzlichen Regelungen mittlerweile geändert wurden. Unter anderem auch aufgrund solcher Abmahnungen wurde die Störherhaftung bei öffentlichen WLAN mittlerweile abgeschafft und daher ist nach vielen Jahren auch in Deutschland der Weg frei zu mehr Hotspots und öffentlichen WLAN. Nach wie vor schrecken aber Betreiber oft noch vor der Öffnung ihrer Systeme zuück, da die alte gesetzluche Regelungen bei vielen immer noch präsent ist.

WLAN Nutzung soll einfacher werden – neue Namen für die Versionen vorgestellt

Die Wi-Fi Alliance will den Überblick über die WLAN Generationen und Techniken einfacher gestalten und hat daher neue Bezeichnungen für die eingesetzten Generationen vorgestellt. Auf diese Weise soll es auch ohne größere technische Vorkenntnisse möglich werden zu erkennen, welchen Standard man nutzt und ob ein Standard neuer oder älter ist. Das war bisher auch schon möglich, aber die Versionszusätze (802.11n usw.) waren eher kryptisch und kaum jemand wußte, welcher Standard besser oder schlechter war. Mit der neuen Benennung soll sich das zukünftig ändern. Konkret wurden durch die Wi-Fi Alliance drei neue Bezeichnungen vorgestellt:

  • Wi-Fi 6 steht für die bisherige 802.11ax Technik
  • Wi-Fi 5 steht für die bisherige 802.11ac Technik
  • Wi-Fi 4 steht für die bisherige 802.11n Technik

Dort schreibt man im Original dazu:

Wi-Fi Alliance® introduces Wi-Fi 6 as the industry designation for products and networks that support the next generation of Wi-Fi®, based on 802.11ax technology. Wi-Fi 6 is part of a new naming approach by Wi-Fi Alliance that provides users with an easy-to-understand designation for both the Wi-Fi technology supported by their device and used in a connection the device makes with a Wi-Fi network. The new naming system identifies Wi-Fi generations by a numerical sequence which correspond to major advancements in Wi-Fi. The generation names can be used by product vendors to identify the latest Wi-Fi technology a device supports, by OS vendors to identify the generation of Wi-Fi connection between a device and network, and by service providers to identify the capabilities of a Wi-Fi network to their customers. The generational terminology may also be used to designate previous Wi-Fi generations, such as 802.11n or 802.11ac.

Darüber hinaus gibt es auch noch die Icons zu der neuen Benennung. Smartphone-Hersteller und die Macher von Betriebssystemen können damit zukünftig nicht nur anzeigen, dass WLAN vorhanden ist, sondern auch, welche Technik genau genutzt wird. Man sieht dann im Display der Geräte nicht nur das WLAN Symbol, sondern auch die entsprechende Nummer für den genutzten Standard. Das muss von den Herstellern bzw. Anbietern aber erst noch umgesetzt werden, die aktuellen Systeme unterstützen diese genauere Kennzeichnung noch nicht.

Die Benennung soll auch über die bereits genannten Namen fortgesetzt werden, früher oder später wird es dann also auch eine 7. und 8. Generation geben.

Unklar ist bisher noch, wie die Benennung in Deutschland übernommen wird. Im deutschen Sprachraum wird weniger die Bezeichnung Wi-Fi verwendet, sondern eher WLAN als Name eingesetzt. Möglicherweise adaptiert man dann auch Wi-Fi 6 zu WLAN 6 oder aber der Name wird so übernommen. Genaueres dazu muss sich erst noch zeigen. Die Symbole kommen in jedem Fall ohne eine Bezeichnung aus (es ist neben dem WLAN Symbol nur die Nummer abgebildet) und daher sollte diese Kennzeichnung auch in Deutschland ohne größere Probleme funktionieren.

Bisher muss man allerdings sagen, dass sich nur die wenigsten Verbraucher mit den genutzten Standards im WLAN auseinander gesetzt haben (es reicht meistens wenn es da ist) und erst mit den Problemen von 2,4Ghz und 5Ghz WLAN Routern mussten sich einige Nutzer wohl oder über mit der Technik beschäftigen. Mit der neuen Benennung könnte dies nun besser werden, wenn man direkt surft, mit welcher Technik man verbunden ist.

Samsung Galaxy S6 – neues Update bringt einige Fehler und Probleme

Die neue Firmware-Version mit der Bezeichnung G920FXXu5EQI8 sollte für die Galaxy S6 Modelle eigentlich in erster Linie mehr Sicherheit und eine bessere Performance bringen. Das scheint teilweise auch der Fall zu sein, allerdings haben sich auch einige böse Bugs eingeschlichen, wie die Nutzer der Modelle derzeit im Samsung Forum berichten. Besonders die WLAN Verbindungen sind betroffen – die Geräte beenden nach einigen Minuten automatisch das WLAN und dann surfen die Nutzer unter Umständen mit dem teuren Mobilfunk-Tarif weiter. Betroffen sind dabei alle WLAN, es bezieht sich also nicht nur auf spezielle Hotspots, sondern es scheint generell ein Problem mit der WLAN Verbindung seit dem Update auf die neuste Version zu geben. So schreibt ein Nutzer im Samsung Forum dazu:

I’ve had the same issue since taking the latest update ended up with data charges from my carrier. Two other S6 in the house didn’t take the update and they have no issue. Sometimes turning BT  off works sometimes not. Just got online by turning on airplane mode but what is the sense in that. Need an update to fix this crappy update!

Und ein anderer Galaxy S6-Nutzer ergänzt:

Same issue here, on Galaxy S6 with Android 7.0, build NRD90M.G920FXXS5EQK9. Not a mesh network, but an access point configured to use the same SSID on 2.4 and 5GHz (TP-Link C5400 configured in „Smart Connect“, which means there are internally multiple networks, but all with the same SSID). Restarting the WiFi doesn’t help, neither does forgetting the network, the phone needs to be rebooted completely, and then it connects automatically again… for a short while.

Samsung selbst hat noch keine Lösung für das Problem veröffentlicht, aber es scheint mit dem den unterschiedlichen Bändern der WLANs zusammenzuhängen. Diese gibt es mit 2.4GHz und 5GHz, aber teilweise unter der gleichen SSID. Der Wechsel scheint hier das Problem zu sein, wenn die Geräte zwischen den Bändern wechseln wollen, geht die Verbindung verloren. Man sollte daher im Router eines der beiden Bänder deaktivieren – zumindest so lange, bis Samsung eine Lösung für dieses Problem anbietet. Bis dahin kann man mit diesem Hotfix arbeiten, auch wenn das natürlich keine ideale Lösung ist.

Google Wifi – Das einfache WLAN für Zuhause

Google Wifi – Das einfache WLAN für Zuhause – In den USA kann man schon seit längerer Zeit Googles Routersystem namens Google Wifi kaufen, nun kommt man auch in Deutschland in den Genuss der einfachen Google Technik. Oft sind für Otto-Normal-Kunden WLAN-Router nicht einfach zu bedienen, dass möchte Google mit seinem Google Wifi anders machen und gleichzeitig eine gute WLAN-Abdeckung bieten. Das funktioniert, weil der Router beliebig um sogenannte WiFi Points in einer Art Baukastensystem erweitert werden kann.

Was ist Google Wifi?

Google schreibt:

„Google Wifi ist ein neues vernetztes WLAN-System, das deinen bisherigen WLAN-Router ersetzt, mit deinem Modem und Internetanbieter kompatibel ist und bei dir zu Hause ein starkes Signal sendet. So kannst du schnelles WLAN auf jedem Gerät nutzen.“

Wichtig dabei: auch wenn die Geräte ähnlich aussehen, ist Google Wifi kein mobiler Router. Man kann also keine Verbindung über das Mobilfunk Netz herstellen wie beispielsweise beim Vodafone Gigacube oder dem Congstar Homespot. Stattdessen wird immer ein fester Netzanschluss benötigt.

Wie funktioniert Google Wifi?

Google gibt Kunden das Versprechen „schnelles WLAN in jedem Raum und auf jedem Gerät“ stellen zu können. Denkt man an den Frust, um ausreichend WLAN in großen Wohnungen und Häusern bereitzustellen – mit vielen Zimmern, am besten mit dicken Wänden und vielleicht sogar mehreren Stockwerken – So stellt das Google Wifi eine praktische und einfach Lösung dar. Und die funktioniert schnell und ist für den Laien unkompliziert einzustellen, ohne sich groß vorher mit der Komplexität der Einrichtung des WLANs auseinandersetzen zu müssen.

Das Ganze funktioniert folgendermaßen:

Einfach den Router beziehungsweise das DSL-Modem mit einem LAN-Kabel an einen WiFi Point anschließen. Anschließend benötigt man ein Smartphone worauf die Google-Wifi-App (für iOS und Android) installiert ist. Mit der einfachen Google-App wird das WLAN konfiguriert. In einer kleinen Wohnung ist damit bereits alles getan, in größeren Wohnungen oder Häusern benötigt man zusätzliche Google Wifi, die beliebig in anderen Räumen verteilt werden können. Diese verbinden sich untereinander bzw. finden sich automatisch und erweitern so das Netzwerk („Mesh“). Das so entstandene WLAN-Netz, soll laut Google stabil und stark sein. Denn im regulären Betrieb prüft eine Software kontinuierlich die Verbindung zwischen allen Wifi Points. Diese sorgt dafür, dass jedes Gerät für sich die beste Verbindung hat, d.h. jedem Gerät wird auf Basis des Standorts im Haus automatisch das passende Frequenzband 2,4 oder 5 Gigahertz zugeteilt.

Mit der Smartphone-App lässt sich zudem das Heimnetz stetig überwachen sowie ein Netzwerk für Gäste erstellen. Auch eine Kindersicherung lässt sich einrichten. Praktisch ist auch, dass sich vorübergehend Prioritäten auf einzelnen Google Wifi-Geräten zuweisen lassen, damit kann man dem Laptop, welcher gerade einen 4K-Film auf Netflix streamt, größere Priorität einräumen, als dem iPad.

Google Wifi im Video

Das Design und der Preis

Das Google Wifi ist nicht nur praktisch, sondern auch vom Design ansprechend. Mit der runden weißen Form und der dezenten Beleuchtung, überholt es das rein funktionale Design von herkömmlichen Routern.

Allerdings hat das Google Wifi auch seinen Preis. Das Einzel-Pack mit einem WiFi Point kostet 139 Euro, für das Kit mit zwei WiFi Points werden bereits 239 Euro fällig. Man bekommt die Technik direkt bei Google, aber auch bei anderen Shops sind die Geräte mittlerweile verfügbar.

Deutsche Bahn: kostenloses WLAN wird auch im Regionalverkehr getestet

Im ICE gibt es mittlerweile sowohl in der ersten als auch in der zweiten Klasse freie WLAN für die Reisenden, auch wenn in der zweiten Klasse das Datenvolumen mit 250MB doch eher gering bemessen ist. Nun testet die Bahn dieses System auch im Regionalverkehr und hat dazu in einem ersten Versuch zwei Züge mit WLAN ausgestattet, die ab sofort im Einsatz sind. Das Unternehmen schreibt dazu in der Pressemitteilung:

Ab dem 13. März steht Fahrgästen in zwei Zügen der Linie RE 42 erstmals ein kostenfreier Internet-Zugang zur Verfügung. Insgesamt stattet DB Regio NRW vier der zwischen Mönchengladbach und Münster verkehrenden Regionalexpress-Fahrzeuge vom Typ ET 1428 zu Testzwecken mit WLAN-Systemen aus. Die Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn bringt das Pilotprojekt in Kooperation mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und dem benachbarten Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) auf die Schiene.

Zur Nachrüstung mit WLAN mussten die Züge dabei aufwendig umgebaut werden. So wurde nicht nur die Empfangstechnik für die mobile Datenübertragung auf dem Dach der Züge installiert, sondern auch in den Zügen Umrüstungen vorgenommen. Dabei wurden neue Kabelssysteme verlegt, bei denen unter anderen die Innenverkleidung abgebaut werden muss. Die DB spricht von etwa 4 Tagen Umrüstzeit pro Zug, bevor WLAN angeboten werden kann.

Die Linie RE 42 wurde dabei ausgewählt, weil das Streckenprofil sehr unterschiedlich ist und damit Rückschlüsse auf die Qualität und Stabilität der Verbindungen in unterschiedlichen Situationen zulässt. So gibt es auf der RE 42 sowohl ländliche Gebiete, in denen das Mobilfunk-Netz eher weniger gut ausgebaut ist und auch Ballungszentren im Ruhrgebiet, die teilweise schon mit LTE und sehr hohen Geschwindigkeiten im mobilen Datennetz aufwarten können.

„Viele Pendler legen zwischen Wohn- und Arbeitsort immer längere Strecken zurück“, stellt Andree Bach, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio NRW, heraus. „Reisezeit wird damit auch im Nahverkehr zunehmend zur wertvollen Nutzzeit.“ Diese effektiv und verlässlich für berufliche oder private Belange verwenden zu können, schaffe einen deutlichen Mehrwert gegenüber dem Individualverkehr. „Die Voraussetzungen für WLAN in Bestandsfahrzeugen quasi ,unterm rollenden Rad‘ zu schaffen, ist eine besondere Herausforderung. Dieses Pilotprojekt wird uns nicht nur technische sondern auch wirtschaftliche Erkenntnisse zur Möglichkeit der Nachrüstung bereits im Einsatz befindlicher Züge bringen“, so Bach.

Die Züge mit freiem WLAN sind dabei wieder mit Aufklebern an den Wagen gekennzeichnet, so dass man bereits bei Einstieg weiß, ob man WLAN wird nutzen können oder nicht. Die Anmeldung für das WLAN ist dabei wieder ohne die Eingabe von persönlichen Daten möglich.

Der Test soll ein Jahr lang laufen und danach ausgewertet werden. Das bedeutet wohl leider auch, dass zumindest in diesem Zeitraum keine weiteren WLAN Projekte großflächig bei der Bahn im Regionalverkehr eingeführt werden. Eine flächendeckende Ausstattung kommt also frühestens nach Ablauf dieses Jahres.

Stiftung Warentest zufrieden mit WLAN bei der Bahn

Seit Ende 2016 gibt es das WLAN bei der Bahn auch in der zweiten Klassen kostenfrei – zumindest für ein bestimmtes Datenvolumen. 200MB sind dabei frei und mit voller Geschwindigkeit nutzbar, danach wird gedrosselt. Man kann dann zwar weiter surfen, aber mit reduzierter Geschwindigkeit. Die Bahn schreibt zu ihrem Angebot:

2. Klasse: Das neue WLAN im ICE – kostenlos und zuverlässig surfen, mailen oder chatten. Jetzt können Sie auf der gesamten Reise einfach surfen und kommunizieren. Wer das Angebot jedoch zu intensiv nutzt, surft zugunsten der anderen Fahrgäste mit niedrigerer Geschwindigkeit weiter.

Die Tester der Stiftung Warentest haben sich in der aktuellen Ausgabe ( mit dem WLAN beschäftigt sind vor allem der Frage nach gegangen, wie schnell man während einer Bahnfahrt surfen kann. Dabei kamen sie ungedrosselt auf 1Mbit/s als Geschwindigkeit, das entspricht etwa DSL 1000. Für den heimischen DSL Anschluss wäre das mittlerweile zu wenig, für das normale (und kostenfreie Surfen) in der Bahn sind die Tester damit aber durchaus zufrieden. Auch gedrosselt surft man mit dem WLAN der Bahn immer noch recht schnell. Während gerade im Mobilfunk-Bereich die Drosselung oft sehr restriktiv ist und die Geschwindigkeiten auf 32 oder 64Kbit/s reduziert werden, konnten die Tester beim Bahn WLAN auch nach der Drosselung immer noch mit Geschwindigkeiten von um die 600kBit/s surfen. Das ist zwar langsamer als im ungedrosselten Zustand, aber nach wie vor noch so schnell, das surfen möglich ist – wenn auch mit etwas mehr Wartenzeiten.

Allerdings stellte auch Stiftung Warentest fest, dass die Geschwindigkeiten im WLAN deutlich schwanken können. Das hat verschiedene Gründe und liegt unter anderem an der Auslastung des Netzwerkes durch die anderen Mitfahrenden und natürlich auch am Ausbau der Netze an der Bahntrasse. Der Ausbaustand unterscheidet sich doch sehr stark, je nachdem in welcher Region man sich gerade aufhält. Die Bahn kennt das Problem und bittet daher darum, unnötige Datennutzung zu vermeiden. In den Hinweisen zum WLAN heißt es:

Unser neues, hochmodernes System nutzt die Mobilfunknetze aller Mobilfunkanbieter. Sie befinden sich in einem mobilen System, haben keine Festnetzanbindung und teilen sich die verfügbare Bandbreite mit anderen Fahrgästen im ICE. Bitte vermeiden Sie unnötige Datennutzung wie das Streamen von Videos und schalten Sie automatische Downloads Ihres Endgerätes aus. Andernfalls müssen wir Sie in der Geschwindigkeit limitieren, um andere Fahrgäste nicht unnötig zu beeinträchtigen.

Kritik de Tester gab es allerdings an den AGB zum WLAN. Das Angebot wird durch einen externen Anbieter realisiert. Verantwortlich dafür ist die Firma Icomera. Die Tester bemängelten, dass die Angaben in den AGB teilweise deutlich von den Werbeversprechen abwichen. Insgesamt viel das Fazit aber durchaus positiv aus.

Wer komplett ohne Drosselung surfen will, kann dies im Übrigen in der ersten Klasse der Bahn tun. Dort gibt es keine Volumenbeschränkung und man surft so dauerhaft mit vollem Speed.

Störerhaftung: Verbraucherzentralen sehen nach wie vor Rechtsunsicherheit

Der neue Gesetzentwurf der Bundesregierung soll endgültig den Weg frei machen für mehr freie WLAN in Deutschland und die umstrittene Störerhaftung für WLAN Betreiber beenden. Allerdings war bereits im Vorfeld befürchtet worden, dass die Bundesregierung ihr Ziel durch handwerkliche Fehler beim der Gesetzesformulierung gefährden könnte und der neue Gesetzentwurf bestätigt nun diese Befürchtungen.

Auch Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht nach wie vor noch erhebliche Rechtsunsicherheiten beim Betrieb von freien WLAN. Grund dafür ist in erster Linie der schlecht formulierte Gesetzestext, der weder die Abschaffung der Störerhaftung noch deren Folgen beinhaltet. Lediglich in den Kommentaren und Begründungen zum Gesetz sind diese Punkte erwähnt.

Klaus Müller, Vorstand des vzbv, findet das deutlich zu wenig:

„Die Große Koalition hat sich auf den richtigen Weg gemacht, aber für ein freies Internet nicht alle Steine ausgeräumt. Zwar haften nach dem Vorschlag Anbieter öffentlich zugänglicher Hotspots nicht mehr, wenn Dritte über das offene Netzwerk illegal Musik oder Filme herunterladen. Die Gefahr aber, über eine Abmahnung finanziell in die Pflicht genommen zu werden, bleibt und damit eine unnötige Rechtsunsicherheit. Das wäre ein schlechter Kompromiss. Wenn Abmahnungen ein Riegel vorgeschoben werden soll, dann muss das schwarz auf weiß im Gesetz stehen.“

Auch bei Netzpolitik sieht man dies ähnlich. Dort schreibt man zu den Hintergründen:

Damit wird zwar eindeutig klargestellt, dass das „Providerprivileg“ auch für Anbieter freier Hotspots gilt und diese ebenso wie klassische Internetprovider von der Haftung für Rechtsverstöße Dritter befreit sind. Experten und Zivilgesellschaft warnen jedoch davor, dass dies nicht ausreicht, echte Rechtssicherheit für die Betreiber offener WLANs zu schaffen. Grund hierfür ist, dass Anbieter offener Netze dank Providerprivileg zwar zum Beispiel vor Schadenersatzforderungen sicher sind, nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs jedoch nicht automatisch auch von Unterlassungsansprüchen befreit wären. Letztere bilden jedoch die rechtliche Grundlage für das Geschäftsmodell der Abmahnindustrie: Zahlt der Abgemahnte widerspruchslos oder unterliegt vor Gericht, wird es für ihn teuer. In letzterem Fall muss er sowohl die gerichtlichen als auch die außergerichtlichen Kosten tragen.

Bleibt zu hoffen, dass der Entwurf vor einem Beschluss nochmal präzisiert wird.

 

 

MeinFernbus: Ab sofort kostenlose WLAN Hotspots in jedem Reisebus

Ab dem 1. Januar 2013 wird in Deutschland eine Beschränkung aufgehoben, welche Fernreisebussen bislang untersagte auf Strecken zu fahren, welche auch die Deutsche Bahn mit ihren Zügen befährt. Dieses über 70 Jahre alte Gesetz fällt dann weg und wird der Bahn ab nächstem Jahr einige neue Konkurrenten bringen. Im Zuge dessen bietet MeinFernbus als erstes deutsches Reisebusunternehmen ab sofort kostenlosen WLAN Internetzugang in all ihren Bussen an.

In jedem Bus hat das Unternehmen zwei Wi2U public hotspots verbaut, welche über das Vodafone Netz eine Internetverbindung mit bis zu 7,2 Mbit/s Up- und 5,7 Mbit/s Download bereitstellen. Auf jeden Hotspot können dabei maximal 8 Nutzer zugreifen, womit pro Bus maximal 16 Personen gleichzeitig surfen können. Das WLAN ist dabei (leider) unverschlüsselt und Nutzer können sich über eine Login Seite mit einem Klick ins Internet einwählen.

MeinFernbus geht hier einen vorbildlichen Weg und lässt hoffen, dass auch andere Unternehmen diesen Schritt gehen und die Fahrgäste in Zukunft mit einem kostenlosen Internetzugang versorgen werden. Mit kostenlosem Internet wäre das Zuspätkommen mit der Bahn doch sehr viel leichter zu ertragen.

Quelle lesswire.com via onlinekosten.de