Paukenschlag: 1&1 Mobilfunk GmbH muss Provider-Angebote einstellen

Paukenschlag: 1&1 Mobilfunk GmbH muss Provider-Angebote einstellen – 1&1 will ein eigenes Mobilfunk-Netz aufbauen und zukünftig der vierte Netzbetreiber in Deutschland werden. Das hat deutliche Konsequenzen, denn das Unternehmen muss damit die eigenen Handytarife (die derzeit im O2 Netz realisiert werden) einstellen. Ab Ende 2023 dürfen keine Tarife in fremden Netzen mehr vertrieben werden, das Unternehmen darf dann nur noch Angebote im eigenen neuen 1&1 Netz verkaufen.

Die Bundesnetzagentur schreibt selbst:

Die Bundesnetzagentur hat gegenüber der 1&1 Mobilfunk GmbH Fristen zur Beendigung der Doppelstellung als Diensteanbieter und Netzbetreiber festgelegt. Der Vertrieb als Diensteanbieter ist spätestens bis Ende des Jahres 2023 einzustellen. Jedwede Geschäftstätigkeit als Diensteanbieter ist spätestens bis Ende des Jahres 2025 einzustellen.

Mit der Entscheidung über den Zeitpunkt der Beendigung der Doppelstellung von 1&1 wird die wettbewerbliche Unabhängigkeit dieses Netzbetreibers hergestellt. Dadurch wird der Wettbewerb gefördert„, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Grundsätzlich ist ausgeschlossen, dass ein Mobilfunknetzbetreiber gleichzeitig Diensteanbieter bei einem anderen Netzbetreiber ist. Der 1&1 Mobilfunk GmbH wurde bei der Frequenzauktion im Jahre 2019 übergangsweise eine Doppelstellung zugestanden. Diese Doppelstellung hat sie in den festgelegten Zeitfenstern aufzugeben.

1&1 wird daher wohl also beginnen, die eigene Tarifstruktur aufzubauen und die eigenen Kunden nach und nach auf das eigene Netz umzustellen. Allerdings gibt es bisher noch kein 1&1 Netz und der Startschuss dafür soll auch erst 2023 erfolgen. Daher wird es wohl noch etwas dauern, bis die eigenen Angebote spruchreif sind. Die gute Nachricht: 1&1 will im eigenen Mobilfunk-Netz direkt auf 5G setzen und daher ein sehr modernes Netz mit 4G und 5G anbieten, das gar nicht auf die alten 2G Techniken setzt. Die neuen 1&1 5G Mobilfunk-Tarife dürften daher sehr interessant werden – bisher ist aber noch nicht sicher, was genau das Unternehmen plant.

1&1 hat bisher noch nicht auf die Nachricht der Bundesnetzagentur reagiert, allerdings ist die Entscheidung auch nicht unbedingt überraschend, denn es war abzusehen, dass 161 früher oder später die Kunden in das eigene Netz umziehen muss.

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